Martin Luther 2017

Martin Luther #21 Himmelfahrt

25. Mai 2017
Himmelfahrt Sebastiano Ricci 1702

Himmelfahrt – unglaublich

Aus gegebenem Anlass heute am Vatertag ein paar Überlegungen zu dem eigentlichen Feiertag. Christi Himmelfahrt. Kein Wunder, dass dieser Tag eine noch größere Umwidmung erfahren hat, als die anderen großen christlichen Feiertage. Das ist einfach unglaublich …

  • Weihnachten, okay, dass jemand geboren wird, meinetwegen auch auf einer umständlichen Reise unter suboptimalen Bedingungen in einem Stall, das können wir leicht nachvollziehen.
  • Karfreitag. Auch, dass jemand, der mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit provozierende, wenn nicht sogar umstürzlerische Ansichten über die Gesellschaft und das vorherrschende Glaubensgerüst verbreitet, ans Kreuz genagelt wird – ja, ist blöd, aber verständlich.
  • Ostern. Irgendwie tot gewesen und dann aus dem Grab verschwunden – schon schwieriger. Könnte aber immerhin doch noch eine Menge plausibler Erklärungen geben.
  • Pfingsten. Dass eine Gruppe von Menschen, nach intensivem Coaching wie aus heiterem Himmel eine neue Erkenntnis bekommt und sich dann berufen fühlt, das unter die Leute zu bringen – fast alltäglich, oder?
  • Aber Himmelfahrt, hallo? In den Himmel gefahren, wie jetzt?

Was sagt denn die Bibel?

Bei Lukas 24, 50-53 steht zum Beispiel:

Er führte sie aber hinaus gen Bethanien und hob die Hände auf und segnete sie. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen, und fuhr auf gen Himmel …

Also was sehen die da, haben die überhaupt die Augen auf beim Gesegnetwerden? Gibt es da vielleicht exterrestrische Unterstützung. A kind of spacecraft. Pleiadians? Immerhin ist dort der Ölberg, die höchste Erhebung in der Umgebung. Beste Stelle zum landen.

In der Apostelgeschichte 1, 9-11 beschreibt Lukas das etwas ausführlicher. Jesus hatte trotz der lästigen Kreuzigungswunden seine Jünger 40 Tage lang unterrichtet und auf die neue Situation vorbereitet. Er hatte ihnen erklärt, dass sie demnächst den Heiligen Geist empfangen würden und dann loslegen sollten, die Botschaft zu verbreiten.

Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

Aha, in einer Wolke also. Und was sind das plötzlich für Männer in den weißen Gewändern? Okay ich drifte ab, wilde Spekulationen. Ich meine ja nur. Er war ja nicht der erste, der ab in den Himmel gesaust ist. Ein Paar Jahre vorher wird Elia am Jordan in der Nähe von Jericho sogar in einem feurigen Wagen abgeholt. (2.Kön 2,11)Diesmal ist es vorher bekannt, denn sowohl die Prophetenjünger in Bethel, als auch die in Jericho fragen Elisa (nicht zu verwechseln mit Elia):

Weißt du auch, dass der HERR heute deinen Herrn von dir hinwegnehmen wird? Er aber sprach: Auch ich weiß es wohl; schweigt nur still. (…)

Also alles gut vorbereitet. Elia und Elisa gehen gemeinsam über den Jordan …

… und als sie miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, die schieden die beiden voneinander. Und Elia fuhr im Wetter (soll wohl heißen: in einer Wolke) gen Himmel. Elisa aber sah es.

Diesmal hat also wirklich jemand hingeschaut.

Was sagt denn Luther?

In einer überlieferten Predigt befasst er sich mit dem Ereignis.

Die Geschichte aber beschreibt Lukas eigentlich und fein, dass man den Tag, Ort und Zeit, und danach auch die Personen wissen kann, die dabei gewesen sind, und wie es zugegangen ist. (…) Lukas sagt, Christus sei aufgehoben worden und in die Lüfte hinein gefahren, mit Fleisch und Bein, wie er vor ihnen gestanden ist, bis an die Wolken, dass sie ihn nicht mehr sehen konnten. Als aber die Jünger da so stehen und wundern sich (denn so etwas hat man zuvor nie von einem Menschen gesehen, dass dieser über sich in die Luft wie ein Vogel sich heben konnte), treten zwei Engel zu ihnen, sagen ihnen: Sie sollen wieder nach Haus gehen, es sei nichts mehr zu sehen.

Die beiden weiß gekleideten sind jetzt also Engel. Okay. Whatever. Und obwohl schwer zu glauben, bleibt Luther dabei, dass er nicht irgendwie als Erscheinung, sondern als Körper mit Fleisch und Bein, Haut und Haaren abgedüst ist. Ein bedenkenswertes Wunderwerk.

Da ist einmal das Wunderwerk zu bedenken, dass der Herr in so wunderbarer Weise von seinen Jüngern in die Höhe auffährt, wie ein Vogel, und verschwindet in den Lüften, das ist, er fährt so hoch, dass seine Jünger ihn nicht mehr sehen können. Denn in den Lüften fahren ist den Menschen ein ungewöhnliches, ja, unmögliches Ding. Der Leib eines Menschen hat von Natur die Art, wie ein Stein oder ein anderes schweres Ding …

Da muss es nach Luther eine Art Transformation gegeben haben, die durch die Auferstehung passiert. Luther erklärt sich und seiner Gemeinde das so:

Wie man an Christus nach seiner Auferstehung sieht: den hindert der Stein am Grabe nicht, die verschlossene Tür auch nicht, er wischt in einem Augenblick hindurch, dass wir nicht wissen können, wie er da hindurch kommt. Also, wenn er will, lässt er sich sehen; wenn er will, kann man ihn nicht sehen. In einem Augenblick ist er an dem Ort, in einem Augenblick an einem anderen Ort, und kann sowohl in den Lüften gehen, als auch auf Erden.

Das klingt irgendwie anders, als sei es doch mehr ein switch into another dimension und nicht eine örtliche Aufstieg in die Wolken.

aber wenn wir von den Toten auferstehen und neue Leiber bekommen werden, das werden wohl rechte Leiber, von Fleisch und Bein und allen Gliedern sein; aber sie werden nicht mehr so schwer und ungelenk sein, sondern gleichwie wir mit Gedanken jetzt schnell da und dort sind, also wird man es dann mit dem Leibe auch tun können.

Seltsam, dass Luther unbedingt an diesem Fleisch und Bein festhalten will. Es wäre alles soviel einfacher, wenn er es bei den Gedankenreisen lassen könnte. Zumal er einen deutlichen Unterschied sieht zwischen Elias Abgang und dem von Christus.

Elias ist auf einem feurigem Wagen gen Himmel gefahren. Aber Christus ist nicht so gen Himmel gefahren; sondern er selbst, aus eigener Kraft, ist über sich gefahren …

Er aber ist es, der aus eigener Kraft und Vermögen gen Himmel fährt; wie er spricht, Johannes 3,13.: «Niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel herunter gefahren ist.»

Heruntergefahren? Da ist viel Patz für Spekulation bei dem, was man glauben könnte. Heruntergefahren im Sinne von geboren werden, reinkarnieren, als Stardust,  als Starseed, als Alien, mit einem exterrestrischen Raumschiff, oder einfach und vielleicht am wahrscheinlichsten einfach aus einer anderen Ebene der Matrix?

Letztendlich ist es egal, ich muss los. Heute ist Vatertag und meine wunderbaren Kinder haben ein Picknick für mich vorbereitet. Hier auf Erden, aber ich werde mit Fleisch und Bein im Himmel sein .

 

 

7 Tipps - Schneller & produktiver schreiben

7 Tipps – Schneller & produktiver schreiben #4 Flow

24. Mai 2017
Was ist der Flow?

Ahhh, ich freue mich immer, wenn ich über das eigentliche Schreiben schreiben kann. Also den Moment, in dem die Buchstaben auf das Papier fliegen, etwas entsteht! Ich habe schon einmal einen Blogbeitrag über das S*c*h*r*e*i*b*e*n geschrieben, der hier als Ergänzung oder Grundlage super passt. Im heutigen Beitrag soll es aber hauptsächlich darum gehen, wie man den Schreibflow für das Schreibtempo nutzt. Also möglichst schnell in den Zustand eintritt und lange in ihm bleibt.

Mit Flow bezeichne ich den Zustand, wenn das rationale Denken sich in den Hintergrund schiebt und das kreative Denken übernimmt. Die linke/kreative Gehirnhälfte, der Bereich in uns, der sich mehr auf die Intuition verlässt als auf das rationale Denken. Es ist ein kreativer Zustand, einer, in dem einem die Ideen leicht und mühelos zufliegen, in dem man Ideen findet, auf Lösungen kommt oder Probleme löst. Im Flow können nicht nur Künstler sein, sondern auch Sportler: Eine EiskunstläuferIn in der Kür, eine AbfahrtsläuferIn bei der Abfahrt, eine FußballerIn beim Elfmeter. Aber auch derjenige, der in einem Laden auf der Suche nach einem Schnäppchen ist oder der Geocoacher im Gelände.  Der Zustand, in dem die Aussenwelt ausgeblendet wird und man ganz bei sich und seiner Sache oder Suche ist.

Schreibflow

Genau in diesem Zustand trete ich ein, wenn zu Schreiben beginne. Ich lasse mich – fallen. Denn alles, was zu klären war, habe ich geklärt. Ab jetzt, also dem Moment, in dem ich vor meinem Laptop sitze, muss ich es nur aus mir herausfließen lassen. Lacht wer? Nun, das war wohl ich selber. Die innere Stimme, die sagt: Wenn das so einfach wäre! Mein rationales, erwachsenes ICH, das eine Höllenangt davor hat, in diesem Zustand zu gehen. Loszulassen. Abzugeben.

An diesem Punkt ist es gut, mir klarzumachen, dass ich genau deshalb alles so gut geplant habe, damit ich loslassen kann. Der Sportler hat gut trainiert, bevor er auf die Abfahrt geht, der Fußballer kennt den Ablauf beim Elfmeter genau und wer sich im Schlussverkauf auskennt, wird auch die besten Schnäppchen ergattern. Bingo! Produktiver Schreibflow setzt Können und Training und Planung voraus.

Doch auch ohne Können und Training und Planung kann ich in einen Flow-Zustand kommen. Menschen, die sich betrinken oder Drogen nehmen, sind in diesem Zustand (und es ist sicher kein Zufall, das viele Autoren sich mit Alkohol zum Schreiben stimulieren). Kinder sind die meiste Zeit in diesem Zustand. Das ist genau der Grund, warum ich oft Hemmungen habe, in diesen Zustand einzutreten. Er erscheint mir dumm, naiv und unkontrolliert. Aber er ist eben auch: Kreativ, genial, mühelos, schnell.

Flawless Flow

Für den guten Schreibflow gibt es ein paar Tipps oder Regeln. Seid ihr im Flow gilt:

  • keine Kritik, no judgment, der innere Kritiker muss schweigen
  • Keine Ablenkung von außen
  • Loslassen von jedem Gefühl der Verantwortung: Weder dem Geld, noch dem Erfolg, noch einer Timeline oder dem Leser gegenüber
  • Freiheit – zu denken, zu schreiben, was man will
  • Selbstbewusstsein – sich selbst oder das Geschriebene wird an keinem Punkt in Frage gestellt oder anzgezweifelt

Oh, werden einige vermutlich jetzt sagen: So könnte ja auch ein ganz grauenhaftes, egomanes, narzistisches, mies geschriebenes, pathetisches, kitschiges Buch entstehen!? Jep. Das ist richtig. Der Flow ist nicht per se gut oder schlecht. Er ist – neutral. Man kann im Flow einen Menschen umbringen oder die Welt retten.

Dein Flow

Manchmal beneide ich die Autoren, die in diesem irren Tempo ein Buch nach dem anderen schreiben. Wie machen sie das? Wie könne sie so wenig – an sich zweifeln? Wie könne sie so sicher sein, dass sie etwas Gutes, Wertvolles tun? Wie halten sie es aus, dass so viele andere Autoren so viel besser als sie schreiben können? So viel mehr zu sagen haben? Wieso sind sie sich so sicher, dass die Leser ihre Bücher lesen wollen? Und manchmal bin ich richtig wütend, weil diese Autoren mit ihrem – pardon – Müll so viel Platz in der Welt einnehmen. Nun, dann erinnere ich mich daran, dass sie eines wirklich gut beherrschen. Etwas, was ich immer wieder von ihnen lernen kann: Sie sind beim Schreiben im Flow.

Klar, ist es ihr eigener Flow, ihre eigene Welt, ihre eigene Vision und natürlich habe ich eine andere. Aber davon darf ich mich nicht aus meinem Flow bringen lassen.

Der gute Flow – kreatives Schreiben

Ich nähere mich dem Schreibflow noch einmal von einer anderen, etwas praktischeren Seite an, denn schließlich geht es ja auch darum, wie man in den Flow kommt. Dazu werfe ich mal einen Blick auf das Kreative Schreiben:

„Kreatives Schreiben ist eine Bezeichnung für Schreibansätze, die davon ausgehen, dass Schreiben ein kreativ-sprachlicher Prozess ist, zu dem jeder Mensch methodisch angeleitet werden kann. Kreatives Schreiben geht damit über klassischen Schreibunterricht hinaus, indem der Schwerpunkt auf den Prozess des Schreibens selbst gelegt und „durch assoziative, gestaltende und überarbeitende Methoden trainiert“ wird.“ (Wikipedia)

Kurz gesagt: Beim kreativen Schreiben soll man immer im Schreibflow sein. Interessant ist die Formulierung:“… Prozess ist, zu dem jeder Mensch methodisch angeleitet werden kann.“ Heißt, es gibt Methoden, um in den Schreibflow zu kommen? Ja, es gibt unendlich viele Tricks und Tipps, um in den Schreibflow zu kommen. – Und eine Warnung …

Tipps und Tricks

Wie schon gesagt geht es darum, das rationale Denken und Handeln auszuschalten und  – wie ein Kind – naiv und unvoreingenommen draufloszuschreiben. Dabei hilft:

  • Musik: Ich komme nicht rein! Sucht Songs/Musik, die je nach zu schreibender Szene entspannt, erhebt, gute Laune macht oder eine tragische Szene unterstützt. Denkt an Filmmusik.
  • Assoziationen: Wie soll ich eine Szene beschreiben? Egal, schreibt nur Worte und Gefühle auf, die euch zu der Szene einfallen. Ganz egal wie abgehackt der Text erscheint, nehmt, was ihr kriegen könnst, macht euch später Gedanken darüber, wie ihr Sinn in die Szene hineinbringt.
  • Bilder: Ich finde keine Worte! Dann nehmt Bilder. Denkt an die Szene, den Ort, die Tageszeit. Beschreibt, was ihr innerlich seht (nicht, was ihr denkt).
  • Lesen: Ich stecke fest! Lest, was ihr geschrieben habt, und zwar laut, als ob es von einem anderen geschrieben wurde. Meist erkennt ihr euren Sound und findet schneller wieder zum Schreibflow zurück.

Wenn ihr es gerne etwas fachlicher haben wollt, dann googelt: Brainwriting, Cluster oder Freewriting.

Warnung

Das Kreative Schreiben ist powerful. Es setzt Bereiche des Unterbewusstseins frei und hilft an verschüttete Emotionen zu kommen. Für einen ernsthaften Autoren/Schriftsteller ist das goldwert. Trotzdem muss man sich klarmachen, dass diese Schreibtechniken auch Gefühle freisetzen, mit denen man sich vielleicht lieber nicht konfrontiert hätte. Manchmal weint man dann vielleicht eine Stunde, statt eine Stunde zu schreiben. Menschen die nicht in der Lage sind, über traumatische Erlebnisse zu sprechen, empfiehlt man das Kreative Schreiben als Heilung. Think about it!

Es ist also ein Powermittel und je stärker, desto tiefer kann man damit in sein Unterbewusstsein vorstossen. Was ich unbedingt empfehlen würde. Denn sich an der Oberfläche des kollektiven Geplappers zu bewegen, mag euch am Anfang viele Leser bringen, aber auf Dauer keinen Erfolg. Nope. Diese seichte Befindlichkeitsraunen oder das melodramatische Aufblähen von Schicksalen (seine Eltern starben! Er hatte einen Tumor! Sie verlor ihr Kind!), die keine echte Bedeutung für das eigene Leben haben, werden genauso schnell vergessen werden wie eine Boulevard-Schlagzeile.

Charaktere und Flow

Eine Sache habe ich mirnochnicht erwähnt: Die Charaktere. Sie spielen beim Kreativen/Flow-Schreiben eine große Rolle, denn sie übernehmen die Handlung gerne einfach mal. Und was dann? Soll man ihnen folgen oder sie zur Ordnung rufen? Darüber schreibe ich nächste Woche.

Dazu eine kleine Anekdote in eigener Sache: Gerade habe ich Loving one more den 3. Band der Loving-Serie beendet. Die beiden Vorgängerbände sind vor 2 bzw 4 Jahren entstanden, woran man wohl schon sieht, dass ich nicht gerade eine Schnellschreiberin bin. Ich tue mich immer schwer damit, in den Flow zu kommen, aber bei diesem Buch habe ich mich extrem fallen lassen. Also auf die Geschichte und Charaktere – die ich ja schon gut kannte – eingelassen und meine Plotplanung ständig umgestellt.

Ich glaube, vor einigen Jahren wäre ich daran noch verzweifelt. Nachdem ich letztes Jahre ein „Trauerbuch“ (Love on Paper) geschrieben habe (sehr viel kreatives Schreiben …), bin ich wohl einfach auf der anderen Seite des Lochs herausgekommen und auf einem neuen Schreiblevel gelandet. Sehr abgefahren. Jetzt bin ich sehr gespannt, wie schnell ich den nächsten Band schreiben kann ;)

Bis nächste Woche!

xoxo

Katrin

P.S. Ach, ja: Zum Buchstart von „Loving one more“ könnt ihr einen Kindle Fire gewinnen. Bis 23. Juni habt ihr Zeit, euch zu bwerben.

#rbpub #redbugwriting #amwriting

Red Bug Books

Loving one more – Kindle Fire gewinnen

23. Mai 2017
Loving one more

Ächem, wir bekennen uns schuldig – es hat lange (genauer gesagt 2 Jahre) gedauert. Denn wenn man nicht weiß, wie man eine Serie abschließen soll, dann kommt man nicht gleich darauf, dass es auch einfach weitergehen könnte – hm … Genau, ihr habt richtig gelesen, die Serie wird nicht nach dem 3. Teil – Loving one more – beendet sein. Was vollkommen klar wird, wenn man diesen Teil liest – aber wir wollen ja nicht spoilern.

Worum geht es in Loving one more?

Schwimmen im Meer, Zelten am Strand, es geht ganz viel um Ella und Luca und um … Fritz.

Ella und Luca sind noch nicht lange zusammen. Die meisten in ihrer Umgebung geben ihrer Beziehung wenig Chancen. Badboy Luca bleibt nie lange mit einem Mädchen zusammen, wieso sollte es bei Ella anders sein?

Sogar sein bester Freund Fritz hat Zweifel. Und die sind nicht ganz uneigennützig, denn Fritz ist schon lange in Ella verliebt. Niemals würde er die Beziehung zerstören, aber wenn Luca Ella aufgibt – dann will er seine Chance nutzen.

Und Ella? Als Buchbloggerin ist sie nicht nur mit ihrem Blog, sondern neuerdings auch mit ihrem YouTube-Channel beschäftigt. Jeder gibt ihr Ratschläge und manchmal weiß sie selber nicht, was ihr gerade am wichtigsten ist. Oder wer –

Bis ein dramatisches Ereignis alles ändert …

Ich will gleich loslesen! Dann geht es hier zum E-Book.

Äh, also was?

Vielleicht kennt ihr ja die Loving-Serie noch gar nicht und fühlt euch gerade wie die Neuen in einer eingeschweißten Gruppe. Okay – ganz kurz: Bei der Loving-Reihe geht es um Ella und Luca, das süßeste, aber vermutlich auch unterschiedlichste Pärchen der Buchgeschichte. Ella ist still und ruhig und Buchbloggerin, Luca Skater, Draufgänger und Mädchenheld. Beide treffen sich (Band 1: Loving) bei einem Deutschprojekt über Jane Austens Stolz & Vorurteil und genau das erleben sie auch: zu stolz aufeinander zuzugehen, voller Vorurteile über den anderen. Aber dann … Achtung Spoiler … finden sie doch zusammen. Auch wenn (Band 2: Loving more) die ganze Schule und vor allem sämtliche Exfreudinnen von Luca gegen die beiden zu sein scheinen. … Spoiler Ende.

Auch in Band 3 steht die Beziehung von Ella und Luca im Mittelpunkt. Wie ist das, wenn es ernst wird in einer Beziehung? Kann Luca das überhaupt? Und Ella? Früher hat sie ihren Buchblog eher ganz unauffällig, neben der Schule betrieben, aber seit sie angefangen hat, YouTube Videos zu drehen, wächst ihre Followerschaft – nicht nur unter den Mädchen …

Loving ist eine Young/New Adult-Serie vom Feinsten. Mit tollen Charakteren, spannenden Gesprächen und viel Gefühl. Und, wie gesagt, sie geht weiter. Diesmal müsst ihr auch – versprochen – nicht wieder 2 Jahre auf den nächsten Band warten.

Ihr könnt gewinnen

Wir feiern jeden Buchstart anders und bei Loving one more hat uns der orangefarbene Kindle Fire angelacht. Den könnt ihr gewinnen. Wie? Fliegt einfach rüber, landet auf dieser Page und klickt auf den roten Button.

Bewerbungsstart ist der Buchstart von Loving one more am 23. Mai 2017 und das Ende am 23. Juni 2017 um 24 Uhr. Einen Monat habt ihr also Zeit, teilzunehmen. Danach wird unter allen Bewerbern gelost.

Zum Buchstart ist Loving one more übrigens für 4,99 Euro und bei Kindle Unlimited zu haben, dann wird es teurer.

Viel Glück!

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Martin Luther 2017

Martin Luther #20 Meditation

18. Mai 2017

Für Martin Luther war die Welt noch in Ordnung. Böser Satz. Angesichts seiner persönlichen Anfechtungen und der gesellschaftlichen Umbrüche. Ich meine, die Existenz Gottes, die Existenz des Teufels, die Sündhaftigkeit des Menschen, ein Leben nach dem Tod, das Jüngste Gericht, die Gnadenbedürftigkeit des Menschen. Wenn ich das richtig sehe, standen diese Überzeugungen nicht nur für Luther, sondern für fast alle „christlich sozialisierten“ Menschen seiner Zeit außer Frage. Die Ängste und Nöte, die aus der Existenz von Sünde, Teufel und Höllenstrafen entstanden, können wir kaum nachvollziehen. Um den vermeintlich Strafen zu entgehen, gab es ein System von Beichte, Buße und natürlich dann auch Ablass.

Aber sicher sein, ob alles gut gehen würde, konnte man sich nie. Vor allem Luther hat offensichtlich trotz der intensivsten Bemühungen, die Klosterregeln, Bußübungen etc. einzuhalten, ständig in dem Bewusstsein gelebt: Du reichst nicht.

Ich finde es sehr schwer, sich in die Mentalität Luthers oder seiner Mitmenschen zu versetzen. Aber vielen von uns dürfte ein zumindest immer mal wieder auftauchendes Du reichst nicht bekannt vorkommen. Im Extremfall rauscht ein ständiger negativer innerer Dialog im Hintergrund. Wenn der Kopf immer wieder die gleichen negativen Gedanken, Gedankenmuster und Glaubenssätze in einer Endlosschleife wiederholt und so Stress, Sorgen, Angst verstärkt.

Im Gegensatz zu Luthers Zeiten beziehen sich diese Ängste in den meisten Fällen sicher nicht auf Höllenstrafen im Jenseits. Nicht die Rechtfertigung vor Gott ist das Problem, sondern die Rechtfertigung vor sich selbst. Es geht um die großen Leitbilder der Zeit, um Autonomie, Selbstverwirklichung und Selbstoptimierung. Und zwar im Hier und Jetzt.

Und da kommt immer häufiger Meditation ins Spiel. Abbau von Stress und die Förderung von körperlicher und mentaler Gesundheit sind sicher eine häufige Motivation zu meditieren. Hirnforsche haben mittlerweile nachgewiesen, dass schon relativ kurze regelmäßige Meditationsübungen positiven Einfluss auf Gehirnstrukturen haben.

Meditation

Meditation

Allein 59145 Menschen meditieren jetzt gerade, um 9:33 mitteleuropäischer Sommerzeit, mit der genialen Headspace-App von Andy Puddiecombe. Wenn in ein paar Stunden New York und dann noch die Spiristädte an der Westküste aufwachen, werden es vermutlich noch ein paar mehr sein. Ein schöner, auch kommerzieller Erfolg für die App-Entwickler.

Jeder meditiert für sich und trotzdem in dem großartigen Gefühl, Teil einer größeren Gemeinschaft zu sein. Andy wird nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, sich die Intention zur Meditation vor Augen zu stellen. Und die positiven Auswirkungen, die sie nicht nur für den Meditierenden selbst, sondern auch für dessen Umfeld, Umwelt und Mitmenschen haben wird.

Böse Zungen könnten behaupten, der Wunsch nach „spirituellem Wachstum“ sei nur eine weitere Form der Selbstoptimierung.  Aber vielen Menschen geht es auch darum, über die Anforderungen und Unzulänglichkeiten unserer naturwissenschaftlich-technische durchökonomisierten Welt hinaus, einen Sinn im Leben zu finden.

Der innere Weg

Auf der Suche nach spirituellem Wachstum schlagen viele Menschen den individuellen oder angeleiteten Weg über Meditation ein. Wenn man sich wirklich darauf einlässt, ist Meditation eben nicht nur Wellness. Man wird auch an die dunklen, unangenehmen Orte geführt. Die „Gespenster“, wie es Luther, lange vor der Erfindung der Psychologie und Psychoanalyse, genannt hätte, tauchen zuweilen auf. Aber auch neue Wahrnehmungen, Erkenntnisse und Erlebnisse. Martin Luther, der Mann des Wortes, soll täglich mehrere Stunden meditiert haben.

Dennoch klingt mir seine Verurteilung dieses spiritualistischen Schwärmertums wesentlich nachhaltiger in den Ohren. Luther hat das hierarchische Gebäude der katholischen Kirche zwar erschüttert. Und die Mittler zwischen Gott und dem einzelnen Menschen ausgeschaltet. Aber dafür die Bibel dazwischengeschaltet. Dadurch bleibt er natürlich, und in der Zeit verständlich, verhaftet in einem mythologischen Weltbild. Die christliche Mythologie, wie sie in der Bibel überliefert ist, ist für ihn Leitbild, Richtschnur und Grenze. Damit ist vom Einzelnen wieder ein kollektiver Glauben gefordert, den er richtig oder eben falsch ausüben kann. Entweder du glaubst genau das, was dort steht und so wie ich es erkläre, oder du gehörst nicht dazu. So hat er die Schwärmer Karlstadt, Zwingli und die anderen falschen Brüder ausgegrenzt und ein neues dogmatisches Glaubensgebäude errichtet. Sein Festhalten an dieser mythologischen Bewußtseinsstufe ist verständlich und soll seine Leistungen nicht schmälern. Heute haben wir unseren Planeten nicht nur vom Mond, sondern sogar vom Rand unseres Sonnensystems aus fotografiert. Wir sind in einem globalen Bewusstsein mehrere Schritte über das mythisch-wörtliche Weltbild hinaus. Vielleicht ist erst heute die Zeit, in der jeder einzelne seine eigene individuelle Glaubenserfahrung machen kann. Jeder einzelne für sich in dem Bewusstsein einer globalen Gemeinschaft.

 

 

 

 

 

 

7 Tipps - Schneller & produktiver schreiben

7 Tipps – Schneller & produktiver schreiben #3 Fokus

17. Mai 2017
Was heißt Fokus beim Schreiben?

Ich erinnere mich noch genau an mein erstes Buch und das sehr vage Konzept, das ich entwickelt hatte, als ich zu schreiben begann. Kein Fokus! Ich erinnere mich, wie verwundert ich war, als ich ständig alles umarbeiten und löschen musste. Das sah bei den anderen Autoren irgendwie anders und einfacher aus …

Und dann kam die Zeit als Drehbuchautorin, in der das Thema klar und die Struktur vorgegeben war. Ich nur einen sehr engen Zeitrahmen hatte und wahre Schnellschreibwunder vollbracht habe. Wow. Ich konnte in vier Wochen ein Drehbuch schreiben und dachte, ich hätte es endlich raus …

Und dann wollte ich einen Roman schreiben. Ich wusste sehr genau, was ich schreiben wollte, die Geschichte war auch gut durchgeplant und – trotzdem ging es nicht richtig los. Ich saß vor dem Laptop und kam einfach nicht ins Schreiben. Fand keine Zeit, war abgelenkt, unsicher. Was war das Problem? Rückblickend betrachtet war es wohl nicht EIN Problem, sondern die Kombination aus mehreren kleinen Problemen, die mich vom Schreiben abgehalten haben. Und eigentlich waren es zwei Hauptfragen:

  • Wie motiviere ich mich?
  • Wie konzentriere ich mich?
Motivation

Als Autor hat man ein großes, ein generelles Problem: man ist sein eigener Arbeitgeber. Niemand sagt einem, was man wann tun muss, niemand kontrolliert die Produktivität der Arbeit. Wenn man den ganzen Tag nur Bleistifte anspitzt, dann juckt das niemanden. Es interessiert auch keinen, ob man zehn Seiten geschrieben hat. Und ob die Seiten nur Müll oder gute Literatur sind.

In der westlichen Welt sind wir mit Schule aufgewachsen. Sechs bis acht Stunden täglich wurde uns gesagt, was wir zu tun, zu schreiben, zu denken haben. Selbst, wenn wir einen Aufsatz geschrieben haben, gab es ein Thema und ein Zeitlimit. Danach eine nette Note. Und am Ende den Schulabschluss. Und jetzt? 

  • Was ist das Ziel?
  • Was ist die Belohnung?

Denn im Grunde hat sich seit der Schulzeit nichts geändert: Selbst, wenn man gut geplant hat und weiß, was man tun will, muss man wissen, wofür man das Ganze tut und wie man sich dafür belohnen will. So sind wir Menschen eben. Wir brauchen Ziele und wir wünschen uns eine Belohnung. Hat man diese beiden Dinge geklärt, hat man einen Fokus und muss sich nicht mehr an den Schreibtisch beordern. Man will schreiben. Unbedingt. Jeden Tag. Und das ist wichtig, denn man muss täglich schreiben, wenn man schnell und produktiv sein will.

Als ich mein erstes Buch schrieb, war mein Ziel ganz klar: Ich wollte veröffentlicht werden. Selfpublishing existierte noch nicht, also musste ich von einem Verlag angenommen werden. Die Belohnung war ebenso klar: Mein Buch auf einem Buchtisch in einer Buchhandlung zu sehen. Und, yeah, es war toll, als es endlich so weit war. Ich habe gefeiert. Es gab nur ein Problem: Wie sollte ich mich für mein zweites Buch motivieren? Was würde das neue Ziel, die neue Belohnung sein?

Was ich damit sagen will: Egal, ob erstes oder zehntes Buch – Man muss sich genau klar machen, was für ein Buchprojekt es ist. Welche Belohnung man sich damit verdienen will. Einen Literaturpreis? Einen Verlagsvertrag? Einen Haufen Geld? Einen Platz in der Amazon-Bestsellerliste? Das ist nicht anmaßend, sondern ganz normal. Es hilft, den Fokus zu behalten. („Ich-schreibe-nur-für-mich“, ist übrigens das ungeeignetste Motto für schnelles und produktives Schreiben …)

Ein Coach fürs Schreiben

Warum brauchen Spitzensportler einen Coach? Jemanden, der sie antreibt, motiviert, neben dem Becken oder dem Sportplatz steht und Zeit misst? Der Ernährung zusammenstellt und mit dem Handtuch wedelt, wenn man erschöpft auf die Bank sinkt? Weil es trotz Aussicht auf eine Goldmedaille schwer ist, sich täglich daran zu erinnern, warum man sich das (an)tut: Das Training, die Schmerzen, die Isolation, die Routine. Und, ja, mit all dem hat man als AutorIn zu tun.

Darum muss man sein eigener Coach sein oder sich einen Helfer suchen. Jemanden, der mit dem Handtuch wedelt. Durch Schreibtiefs hilft und einen an den Schreibtisch beordert, wenn man es nicht selber schafft. Dann braucht man sich nur noch auf das große Ziel und die großartige Belohnung am Ende des Schreibprozesses zu konzentrieren. Denn so toll es ist, ein Buch geschrieben zu haben – Das fertige Buch ist nicht das Ziel, welches einen motiviert und auch nicht die Belohnung auf die man sich freut – Es ist das Training und die Arbeit für das Ziel und die Belohnung.

Konzentration

Es gibt einen zweiten Killer, der die tägliche Schreibarbeit bedroht: Er heißt Ablenkung. Am Tag bevor man schreiben möchte, ist es eine so wunderbare Aussicht, am nächsten Tag schön gemütlich am Computer zu sitzen. Doch am Schreibtag selbst fällt einem meist ein, dass es doch noch so viele andere, vermutlich extrem dringendere Dinge zu tun gibt. Was absolut stimmt! Die Welt retten oder der Nachbarin beim Tragen helfen. Das Kind vom Sport abholen oder die Nachrichten ansehen. Der Freundin über den Liebeskummer helfen oder das Zimmer aufräumen. Aber die Schreibzeit ist heilig.

Schreibzeit einhalten und nutzen

Der innere oder äußere Coach sagt es hoffentlich: Fokus halten! Ohne die tägliches Schreibzeit, wird man nicht – schnell – fertig werden. Der beste Kniff: Man macht tatsächlich einen Termin mit sich aus. Täglich von 10-12 ist viel besser als Morgen-den-ganzen-Tag. Lieber zwei Stunden konzentriert geschrieben, als 8 Stunden vor dem Computer gesessen.

Die Schreibzeit NUR zum Schreiben zu nutzen, muss eine Regel sein. Nicht mal schnell vorher zu Facebook oder Instagram, nicht alle Mails erledigen. Dafür muss man andere Zeiten ausmachen. Abends vor dem Schlafen gehen oder sonst wann. Am besten weit weg von der Schreibzeit. Und: Lieber eine kurze Schreibzeit, in der man vollständig abschalten kann, als eine lange Phase, in der man andere Dinge einplant, wie Telefonate oder Mails zu schreiben.

Nach einer Weile weiß man auch, was man für das konzentrierte Schreiben braucht. Viele raten, das Internet auszustellen. Für mich funktioniert das nicht. Ich recherchiere alle zehn Minuten irgendetwas, manchmal nur, wie man ein Wort schreibt. Ich will diesen Komfort haben, ohne mich erst einzuloggen. Aber ich brauche Ruhe. Abgeschiedenheit in der Wohnung. Meinen Space.

Routine

Habe ich eine feste Schreibzeit, dann bedeutet das meist noch nicht, dass ich gleich losschreiben kann. Irgendwie ist es wie beim Sport, ich muss mich warmmachen. Und das gehört zur Schreibzeit. Meine Routinen sind: Duftlampe anmachen, Musik auswählen. Dann sehe ich mir das Pensum an, das ich an diesem Tag erledigen will: Ein Kapitel. Oder ein halbes Kapitel. Oder zwei Seiten. Am besten legt man genau fest, wie viel man schaffen will, einfach, damit man eine Vorstellung davon bekommt, wie produktiv man sein möchte. Ein Zwischenziel. Gut ist, wenn man, bevor man losschreibt, noch einmal einen Blick auf die Feinplanung wirft. Wann, wer, wo, was? Macht alles noch Sinn? Wenn ja, kann ich auf meinen Schreibplatz gehen, mein Schreibprogramm öffnen und loslegen.

Wenn nein, werde ich mich vielleicht die Hälfte der Schreibzeit mit Umplanen beschäftigen. Macht nichts. Gut zu planen hat immer Vorrang vor dem Schreiben. IMMER. Okay, ich höre direkt, wie mir widersprochen wird. Also bei mir findet sich das alles beim Schreiben … Hm. Für mich gibt es hier nur zwei Möglichkeiten: Entweder man ist extrem erfahren, oder man macht sich etwas vor.

Mich erinnern Texte, die vollkommen ungeplant entstanden sind, an diese Redner, die sich erstmal aufwärmen und herumreden, bevor sie auf den Punkt kommen. Die einzigen Gedanken, die ich dann habe, sind: Fokus und wann hört er/sie endlich AUF zu reden. Doch das darf beim Schreiben, bzw. beim anschließenden Lesen absolut nicht passieren. Denn wenn man sich selber nicht auf den Text und das, was man schreiben will, konzentrieren kann, wie soll es dann der Leser tun?

Schreibflow

Wenn man erstmal ins Schreiben gekommen ist, es fließt, dann ist Zeit nur noch ein sehr schwammiges Konzept. Da vergisst man im besten Fall das Essen und Trinken. Und im schlechtesten Fall, die Verabredung mit der Nachbarin und das Kind vom Sport abzuholen. Daher ist es absolut sinnvoll, sich bei einer Schreibverabredung nach hinten etwas Zeit zum Fade out zu lassen. Einfach noch eine Stunde oder zwei, die man nutzen kann, aber nicht muss. Eine Art Pufferzone für den Alltag.

Bleibt eigentlich nur noch die Frage, wie man möglichst lange im Schreibflow sein kann. Wie man wieder in ihn zurückfindet, wenn man aus dem Flow gekommen ist? Was das überhaupt ist – Schreibflow?

Genau darum geht es dann im nächsten Beitrag. Bis dahin –

xoxo

Katrin

#amwriting #redbugwriting #rbpub

Red Bug Books

5 Jahre Red Bug Books

15. Mai 2017
Das entspannte 6. Jahr

5 Jahre Red Bug Books! Yeah! Firmengründungen sind taff. Am Anfang segelt man meist sorglos dahin, da man ja gar nicht weiß, welche Riffe und Kliffe und Eisberge da draußen, auf hoher See, auf einen warten. Wir schauen fast erstaunt zurück wie viele kleine Start-ups, die mit uns losgesegelt waren, mittlerweile gesunken sind – um mal im Bild zu bleiben. Wir sind zwar nicht gesunken, aber kentern (also mit dem Boot umfallen auf See), das kennen wir nach dem letzten Jahr auch. Doch was einen nicht umbringt, das macht einen ja bekanntlich stärker … und das stimmt irgendwie.

Rückblick

Das tolle an einem 5. Firmengeburtstag ist, dass man nicht nur feiern, sondern auch zurückschauen kann und sehen, was sich in den Jahren alles getan hat: Dass unser Blog zum Beispiel täglich so viele Hits hat wie wir 2012 im Monat hatten. Oder wir mittlerweile über 30 Bücher herausgebracht haben. Oder wir den Bereichen Film und Kunst neben den Büchern immer mehr Platz gegeben haben. Womit wir die bunten Hunde in diesem Geschäft bleiben werden ;)

Ein ganz fettes Dankeschön …

… ist in diesem Jahr an alle diejenigen fällig, die uns bestärkt haben, weiterzumachen. Danke für die schönen Rezensionen, die aufregenden Blogtouren, die tollen Kommentare auf dem Blog oder Facebook, Twitter, Instagram oder Pinterest. Danke für Aufmunterungspäckchen und Mails, für konstruktive Kritik und hilfreiches Feedback. Danke, euch Lesern, Betalesern, Buchbloggern, Komponisten, Regisseuren, Agenten, Journalisten, Coaches, Mentoren und Medien, die ihr uns in den letzten Jahren unterstützt habt.

Für euch alle haben wir drei Kulturpäckchen gepackt, die wir verlosen: Und jetzt habt ihr die Wahl!

Das Blaue Päckchen

I dream. Sometimes I think that’s the only right thing to do. – Haruki Murakami, Sputnik Sweetheart

Ein Buch zum Lesen, ein Heft zum Schreiben, ein Tee zum glücklich sein!

Das gelbe Päckchen

Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn’t do than by the ones you did do. – H.Jackson Brown Jr., P.S. I Love You

Was soll man zu Batman sagen – außer, dass er die Welt und euch den Abend retten kann? Die vegane Schokolade hilft gegen den Nervenstress beim Film gucken.

Das rote Päckchen

There is some good in this world, and it’s worth fighting for. – J.R.R. Tolkien, The Two Towers

Wer sich gerne abseits des Mainstream liest und Filme schaut, ist hier genau richtig.

 
Gewinnspiel

Tja, und nun habt ihr die Wahl – und wer sich gar nicht entscheiden kann, der kann auch zwei oder gleich alle drei Päckchen wählen.

Um eines der Päckchen zu gewinnen, solltet Ihr Red Bug Fans sein und unseren Red Bug Culture-Newsletter oder als Blogger den Blogger-Newsletter abonniert haben.

Und dann kommentiert hier und sagt uns, welche/s Päckchen ihr gewinnen wollt und warum es euch besonders gefällt. Zeit dafür ist bis zum 15. Juni 2017 um 24 Uhr. Dann losen wir, benachrichtigen die Gewinner aber wie immer auch per Mail.

Eine gute Zeit!

Eure Redbugx

Martin Luther 2017

Martin Luther #19 Democratizing prayer

11. Mai 2017
Martin Luther #19 Democratizing prayer
Martin Luther    democratizing prayer

War Martin Luther der Steve Jobs des Mittelalters?

Neulich habe einen Vortrag von Guy Kawasaki gesehen, dem Chief Evangelist (!) von Canva, einem Programm, dass Nutzern ermöglicht, ohne professionelle Designprogramme, digitale Designs zu erstellen. Er spricht in seinem Kurs über die Basics von Entrepreneurship. In Vorbereitung auf meinen Beitrag zu Martin Luther, stellte sich mir die Frage: wenn Protestantismus ein Unternehmen wäre, wie sähe es aus?

Jedes große Unternehmen hat einmal klein angefangen. Auch wenn man sich das heute kaum noch vorstellen kann, Apple, Facebook und Google waren einmal kleine Start ups mit großen Ideen. Genau so, wie es eine Zeit gab, in der Protestantismus nicht mehr war als eine offene Frage.

Ask simple questions.

Noch wichtiger als große Ideen, sind, sagt Guy Kawasaki, einfache Fragen.

Einfache Fragen führen zu einfachen Antworten, einfache Antworten führen zu erfolgreichen Unternehmen. Einfache Fragen sind zum Beispiel; „Müsste das nicht einfacher/besser/schneller gehen?“ „Was wenn ich XY so mache, anstatt so…?“ „Ist es nicht interessant, dass..?“
Eine einfache, aber brennende Frage hatte Luther:

„What if God was just?“

Von einfachen Fragen, bis zu einem weltweiten Großunternehmen oder einer revolutionären Gedankenbewegung braucht es noch etwas mehr. 

A great product

Ein gutes Produkt entsteht, vereinfacht gesagt, an der Schnittstelle zwischen dem, was du gerne machst, gut kannst und dem Interesse von potentiellen Kunden.

In Luthers Fall war das offensichtlich. Er war ein leidenschaftlicher Mönch und Gläubiger, ein begabter Theologe und die Menschheit war bereit für Veränderung. Wenn Reformation ein Produkt wäre, dann würde es sich genau da wohl fühlen. In der Mitte von Luthers Interessen, Begabungen und der Notwendigkeit von Veränderung.

In den meisten Fällen, lassen sich die zwei ersten Faktoren schnell definieren, der Knackpunkt entsteht bei der Integration der dritten Frage: Does anybody care?

Does anybody care?

Im Fall Luthers standen die Vorzeichen günstig.

Zu Luthers Zeiten war die katholische Kirche mehr als eine Art, sich das Leben auf der Erde zu erklären oder sinnvoller zu gestalten. Denk darüber nach, du reist ins Mittelalter und willst dir die einflussreichste, mächtigste Position aussuchen, die es gibt. Vielleicht fällt deine Entscheidung schnell, na hallo – König. Und jetzt stell dir vor, der König war, im mittelalterlichen Verständnis, von Gott auserwählt. Und wurde vom Papst gekrönt. Ohne die Zustimmung und Unterstützung der Kirche hattest du wenig Möglichkeiten deinen Machtanspruch gelten zu lassen, geschweige denn deine Position auszuüben. Think Henry VIII.

Was hat der Kirche ermöglicht, eine Institution zu werden, ein Unternehmen, dass einen so umfangreichen Einfluss und ausschließlichen Machtanspruch entwickeln konnte, dass sich zu Luthers Zeiten verständlicherweise eine Opposition herausbildete, die sich diesem Giganten entgegenstellte?

Telling a story

Eine Sache, die Kawasaki in seiner Vorlesung deutlich macht, ist, wenn du ein gutes Produkt hast, brauchst du eine Story. Um Menschen von deinem Produkt zu überzeugen reicht es nicht, ihnen die Vorteile deiner Innovation um die Ohren zu hauen. No one cares about progress. Basically. Um den Sinn einer Idee zu verstehen, brauchen wir eine Geschichte. Etwas, was uns den Vorteil oder die Notwendigkeit  von Veränderung nahe bringt, die Möglichkeiten einer Erfindung oder das Potential einer Idee.

Was Story angeht, stand die katholische Kirche im Mittelalter ganz oben. Zwei Worte. Die Bibel. Aber es braucht noch nicht einmal ein ganzes Buch um die Story der Christenheit zu erzählen.

Jesus, Gottes Sohn, hat die sündhafte Menschheit durch seinen Tod von ihrer Schuld erlöst.

Pitch perfect

Es wird der Moment kommen, im Leben deines jungen Unternehmens, an dem du deine Idee präsentieren, pitchen musst. Kurz und knackig sagen, warum und wie dein Produkt die Welt verändern wird.
Stell dir vor, du läufst in ein Pitching der katholischen Kirche zu Zeiten Luthers.

„Hi, wir sind die Katholische Kirche, wir helfen Menschen dabei, sich von ihren Sünden zu befreien.

Hast du dich schon mal gefragt, was mit dir passiert, wenn du stirbst? Hunderte von Menschen werden täglich von der Pest, Hungersnöten und Elend dahingerafft. Viele von ihnen sterben, ohne die heilende Gewissheit, dass im Jenseits das Paradies auf sie wartet. Im Gegenteil. Der durchschnittliche Sünder kann sich auf eine quälende Ewigkeit im Fegefeuer gefasst machen. Bevor am Tag des jüngsten Gerichts endgültig über sein Schicksal entschieden wird.

Wir haben uns gefragt – was wäre, wenn es eine Möglichkeit gäbe, aus dem Diesseits auf sein eigenes Schicksal und das seiner Verwandten einzuwirken. Wenn es eine einfache und effektive Option gäbe, das Heil seiner Liebsten sicherzustellen. Und das gemeinsame Wiedersehen im Himmel des Herrn.

Wie eine Welt aussehen würde, in denen Menschen in Frieden leben könnten, in der sicheren Gewissheit, dass ihnen die Liebe und Vergebung des Herrn zukommen.

Wir haben ein System entwickelt, mit denen es möglich ist, genau das zu tun. Die katholische Kirche ermöglicht Menschen, sich von ihren Sünden zu befreien und im Angesicht Gottes auf Erden sowie im Himmel zu leben.

Das funktioniert ungefähr so…“

Schon auf den ersten Blick wird deutlich, wie stark die Postion der katholischen Kirche gewesen sein muss. Und wie deutlich sich eine Marktlücke für einen Gedanken auftat, der dem entgegenwirkte.

Democratizing prayer

Wenn du ein Unternehmen gründest, wird in der Regel von dir verlangt, ein Mission Statement zu formulieren. Ein Dokument, in dem du die Grundpfeiler deines Unternehmens festlegst. Die Ziele, Vorhergehensweisen und Überlegungen, die dein Unternehmen ausmachen und, nicht zuletzt, von anderen abhebt. So ein Dokument ist meist umfangreich und, wenn auch wasserdicht, schwer zu merken. Guy Kawasaki empfiehlt Start ups deshalb, anstatt oder als Ergänzung zu einem Mission Statement, ein Mantra zu formulieren. Ein formloser Satz, der aus ein bis Worten besteht und auf den Punkt bringt, worum es dir und deinem Team geht. Dein Mantra ist, Motivation, Erklärung und Herausstellungsmerkmal in einem. Im Idealfall sollte es jemandem ermöglichen anhand von deinem Mantra dein Unternehmen zu erkennen.

Apple – democratizing computing

Canva – democratizing design

Protestantism – democratizing prayer

Pitching Protestantism

„Hi, ich bin Martin Luther und ich glaube, dass allein der Glaube Gottes Gnade hervorrufen kann.

Als ich nach Rom kam, nahm ich vor, wie jeder andere auch, die Stufen der Helligen Treppe des Laterans zu erklimmen, um dort für meine Sünden um Vergebung zu bitten. Und als ich betend vorkroch, und die Hitze des Fegefeuers auf meinen Wangen zu brennen schien, sah ich um mich herum Hunderte von anderen, die gebeugt und gebückt, gepeinigt und verzückt mit mir kletterten. Und ich fühlte mich wohl, in dem Bewusstsein, das mir verziehen würde. Doch als ich nach der Beichte ins Sonnenlicht hinaustrat um die Vergebung zu genießen, wie der Verdurstende kühles Wasser, drangen Geräusche an meine Ohren, die meine Verzückung zunichte machten. Das Klingeln von Münzen in einem Bußkasten, das Zetern von Frauen, die sich Männern darboten, das Plärren von Kindern, die ohne Essen dastanden, das Wehklagen der Betenden die für die Erlösung ihrer Seele baten. Und als ich so auf den Stufen der Heiligen Treppe stand, musste ich mich fragen:

Was wäre wenn, die Gnade Gottes jedem frei zugänglich wäre? …“

Kapital und Expansion

Natürlich ist es Quatsch, ein kapitalistisches System zu benutzen, um den Erfolg der Reformation zu bewerten. Was liegt der Idee von Kapitalismus zu Grunde? Ich würde sagen, Expansion und Kapital. Es wäre zynisch zu behaupten, eine Religion wäre dazu da, Kapital aus ihren Prinzipien zu schlagen. Nicht zuletzt, war das ja genau das, was Luther an der mittelalterlichen Katholischen Kirche so scharf kritisiert hat. Aber wenn man materielles Kapital mit spirituellem Kapital ersetzt, einfach als Experiment, ist es nicht interessant, wie ähnlich die Systeme sind, die eine Sache, irgendeine Sache, erfolgreich machen?

7 Tipps - Schneller & produktiver schreiben

7 Tipps – Schneller & produktiver schreiben #2 Planung

10. Mai 2017
Eine gute Planung

Wer schnell schreiben möchte, sollte gut planen. Okay, ja, man kann auch „einfach drauflos“ schnell schreiben, aber in der Regel bedeutet das, dass man schnell viele geschriebene Seiten hat, doch dann sehr viele Seiten bei der Überarbeitung verändern muss oder gleich ganz streichen kann. Kurz – die Zeit, die man beim schnellen Drauflosschreiben gewinnt, verliert man bei der Überarbeitung und hat daher im Ganzen nichts gewonnen. (Gute Argumente für beide Arten des Schreibens findet ihr übrigens hier.)

Es gilt für viele Dinge – eine Reise, ein Essen, eine Party, ein Bild, ein Umzug … – je besser eine Sache geplant ist, desto besser und schneller lässt sie sich umsetzen. Doch – Stopp! – macht zu viel Planung eine Sache oder ein Ereignis nicht auch langweiliger und vorhersehbar? Schließlich hat man auch nichts gewonnen, wenn man am Ende eine staubtrockene, blutleere oder langweilige Geschichte entsteht, die niemand lesen will. Stimmt. Daher ist es wichtig, genau die richtige Balance zwischen zu viel und zu wenig Planung zu finden.

Das weiße Blatt

Wenn  in einem Film eine SchriftstellerIn vorkommt, dann sitzt sie meistens an einer Schreibmaschine oder Computer und tippt. Genau das ist das Bild, das wir von einer AutorIn haben: Sie – schreibt. Würden wir dieses Spiel machen, bei dem man einen Beruf nur pantomimisch darstellen kann, dann würden wir mit den Fingern auf imaginäre Tasten hauen und vermutlich wäre der Beruf leicht zu erraten. Will man die Probleme einer AutorIn darstellen, dann lässt man sie vor einem weißen Blatt brüten, die Finger liegen still neben dem Computer. Denn Schreiben – wird immer mit dem Schreibprozess, also dem Aufschreiben gleichgesetzt. Die Wahrheit sieht natürlich ganz anders aus. Wenn ich alle Tätigkeiten, die zur Erschaffung eines Buches notwendig sind, in ein Tortendiagram packe, sieht das bei mir etwa so aus: 

Dabei muss man bedenken, dass meine Bücher sehr wenig Recherche benötigen. Ich habe gehört, Ken Follett recherchiert ein Jahr, bevor er mit dem Schreiben beginnt. Kurz: Die meiste Zeit bin ich nicht mit dem Aufschreiben, sondern mit dem Vorbereiten, Planen und Überarbeiten beschäftigt. Je besser ich diese (Vor)arbeiten erledige, desto schneller kann ich am Ende meine Geschichte aufschreiben.

Arbeitsplan

Viele professionelle Autoren haben es schon: eine Schreibroutine, einen Arbeitsplan. Sie wissen, wann, wo und meist sogar wie lange und wie viel sie täglich schreiben, bzw. mit ihren Buchprojekten beschäftigt sind. Gehört ihr zu diesen Autoren, dann könnt ihr diesen Abschnitt überspringen.

Wenn nicht: Macht euch zuerst einen Arbeitsplan. Nichts ist frustrierender, als jeden Tag festzustellen, dass man keine Zeit zum Arbeiten gefunden hat. Dabei ist es erstmal egal, ob diese Zeit mit Plotten oder Schreiben oder Überarbeiten gefüllt ist. Zuerst einmal muss sie existieren. Denn erst wenn eine Schreibzeit und ein Schreibort existieren, kann beides sinnvoll eingeteilt werden. Hat man einen Ort und eine Zeit, dann nutzt man sie zuallererst für die Planungsphase. Das bedeutet je nach Typ ziemlich viel Herumschieben von Karteikarten, Malen am Whiteboard, Zetteln, die beschrieben werden oder einfaches Nachdenken.

Und wenn man euch dann mal fragt, was ihr so den ganzenTag getan habt, dann sagt: ich habe „geschrieben“, um es euch selber klarzumachen: Ihr habt an eurem Buchprojekt gearbeitet. Das ist „Schreiben“.

Buchprojekt planen

Die meisten professionellen Autoren haben ihr Genre schon gefunden: Thriller, Romanze, Fantasy – und wissen daher genau, was für ein Buch sie schreiben wollen. Ebenso ist ihnen vermutlich klar, wie viele Seiten und Kapitel das Buch haben wird und in welcher Zeit es spielt. So banal das klingt: Sind diese Dinge unklar, sollte man als erstes damit beginnen, sich klarzumachen, was für ein Buch man schreiben will. Dies ist auch für erfahrene Autoren wichtig, die ihr Genre wechseln oder mal etwas Neues ausprobieren wollen. Hat man entschieden, was man schreiben will, ist man nämlich schon ein erhebliches Stück weiter. Wie finde ich mien Genre, das ist das überhaupt? Dann lest hier weiter.

Ista das geklärt, Glückwunsch. Doch auch dann sind noch viele weitere Fragen zu beantworten und Entscheidungen zu treffen. Und jede Entscheidung, die man trifft, führt zu weiteren Fragen und Entscheidungen. Ein Beispiel:

Ich will einen Zeitreiseroman schreiben: In welcher Zeit starte ich? – An welchem Ort starte ich? In welche Zeit soll gereist werden? – Aus welcher Perspektive erzähle ich die Geschichte? – Gibt es mehrere Perspektiven? …

Mit diesen Fragen gewinnt man langsam ein Gefühl für den Umfang des Projekts. Also die Länge der Geschichte und die Komplexität und damit auch für den Umfang der Planung/Recherche/des Plottens. Erst, wenn all diese Vorentscheidungen getroffen sind, würde ich mich an den Schreibtisch setzen und losschreiben.

Schnell entscheiden

Der Beginn der Arbeit besteht also zuerst einmal aus Überlegungen und Entscheidungen. Denn schnell zu schreiben heißt vor allem, schnell Entscheidungen zu treffen. Nicht zu lange zu überlegen, weil sich vieles noch ändern kann und wird, aber auch nicht zu schlampig zu entscheiden, da sich auf jeder Entscheidung weitere Entscheidungen aufbauen und von der ersten Entscheidung getragen werden müssen.

Also tue ich es einfach mal – ich entscheide: Meine Zeitreisegeschichte soll in England in der Jetztzeit beginnen, es wird in die Viktorianische Zeit gereist und wieder zurück. Erzählt wird aus der Perspektive meiner Heldin und zwar im Imperfekt, also der Vergangenheit. Ich denke, das Buch wird um die 400 bis 500 Seiten haben, da es ein historischer Roman wird, der viele Beschreibungen erfordert. Ich entscheide mich für 28 Kapitel, die dann jeweils 15 bis 17 Seiten haben werden. Noch ist nichts in Stein gemeißelt, aber es ist gut, dies festzulegen, denn ich werde es für weitere Entscheidungen brauchen.

Geschwindigkeit ist keine Hexerei

Sind ihr die grundsätzlichen Fragen eines Buchprojekts geklärt (am Ende habe ich noch eine Checkliste), dann kann man an das Durchplanen/Plotten der Geschichte gehen. Beim Planen einer Geschichte geht es um den Spannungsbogen, die Dramaturgie, den Ablauf der Handlung, die Aktionen meiner Charaktere. Um es zu vereinfachen, würde ich von mich zwischen zwei Erzählmodellen entscheiden, ausgehend von:

  • Den Charakteren/Helden der Geschichte
  • Der Handlung/Dramaturgie der Geschichte

Nach meine Erfahrung funktionieren dafür zwei Methoden oder Tools besonders gut:

  • Die Heldenreise – wenn ich von der Charakterentwicklung ausgehe.
  • Die 3-Akte-Struktur – wenn ich mich auf die Dramaturgie der Geschichte konzentriere.

Egal ob Heldenreise oder 3-Akte-Strukur, eine Geschichte zu planen oder plotten bedeutet, sie sehr genau durchzuplanen.

Nicht vergessen sollte man, dass Plotten eine Technik ist, die man – falls man sie nicht schon kann – zuerst lernen muss. Ich weiß, es ist gerade ein wenig wie beim Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel. An jeder Ich-schreibe-ein-Buch-Position kann man herausgeworfen werden und wieder nach Hause geschickt werden, um zuerst seine Hausaufgaben zu erledigen: Sorry! Lernt eine Geschichte zu plotten/planen!

Anders gesagt: Schnell schreiben funktioniert am allerbesten, wenn man schon eine Menge vom Schreiben versteht. Es ist der Guß auf der Torte, das Krönchen, das man seiner Schreiberfahrung aufsetzt.

Grob- und Feinplanung

Was heißt nun genau zu planen? Wie viel sollte man vorplanen? Okay, viel ist gut, aber es gibt einen kritischen Punkt, an dem man durch mehr Planen nichts erreichen kann, sondern schreiben muss, um weiter planen zu können. Es ist wie auf einer Reise. Ich kann und sollte den Flug und das Hotel planen, aber die Temperatur des Pool oder die Farbe der Handtücher besser nicht.

Flug und Hotel zu buchen heißt in diesem Fall:

  • Den Anfang, die Mitte und das Ende der Geschichte kennen
  • Die Höhepunkte/Tiefpunkt/Wendepunkte der Geschichte kennen
  • Alle Charaktere benannt haben
  • Die Charakterentwicklung des Helden und Antagonisten kennen

Und dann geht es los mit dem Schreiben? Nun – Mit jedem Flug bekommt man eine Flugzeit und im Hotel eine Zimmernummer. Das heißt, bevor man anfängt zu schreiben, sollte man sich schon noch genau klarmachen, was wann und wo passiert. Sich also an seine erste Planung für das Buchprojekt erinnern und sie mit der inhaltlichen Planung zusammenbringen. Also macht man am besten für jedes Kapitel ein paar Kurznotizen und plant:

  • Ort & Zeit
  • Agierende Personen
  • Konflikt/Lösung
  • Handlung/Dialog

Sowohl bei der ersten Planung (Hotel und Flug) als auch beim detaillierten Durchplanen der Kapitel kann es zu den typischen Tiefpunkten der schriftstellerischen Arbeit kommen. Ahhh, das funktioniert ja alle überhaupt nicht! Ich weiß, es ist extrem frustrierend, wenn man alle so gut geplant hat und dann kein Hotel zu bekommen ist oder die Fluganschlüsse nicht klappen. Das Einzige, was man dann tun kann, ist schnell umzuplanen. Einfach zurück zu dem Punkt gehen, an dem man ganz sicher war und sich alles gut angefühlt hat und erneut planen. Manchmal heißt das, alles umzuwerfen, manchmal nur Details zu verändern. An dieser Stelle sollte man aber nicht vergessen, sich dafür zu bedanken, dass man geplant hat und nicht 100 vergeblich geschriebene Seiten in den Papierkorb schieben muss. Das tut nämlich noch viel mehr weh.

Um Planungshilfe zu geben, habe ich eine Checkliste mit Fragen gemacht, die man besten alle beantworten können sollte, bevor man mit dem (Auf und Hin-)schreiben seiner Geschichte beginnt.

Ach und – wenn man dann mit dem Schreiben beginnt, ändert sich noch eine Menge. Super geplant, aber wie schreibe ich nun los? Darüber spreche ich dann in der nächsten Woche. Bis dahin –

xoxo

Katrin

#redbugwriting #rbpub #amwriting

 

Kann sich an diesem Punkt noch viel ändern? Natürlich. Aber schnelles Schreiben/Arbeiten hat vor allem mit schnellem Entscheiden zu tun. Im Schreibpozess tun sich andauernd Entweder – oder Entsheidungen auf, die am besten so schnell und vieleicth sogar brutal wie möglich entscheiden werden.

 

 

 

Martin Luther 2017

Martin Luther #18 Erziehung und Schule

4. Mai 2017
Erziehung und Schule

In meinem Beitrag über die großartige Evangelische Grundschule in Potsdam habe ich Luther mit dem Satz zitiert, dass der Kinder Eigenwille soll gebrochen, und sie demüthig und sanftmütig werden müssen. Wenn das so einseitig stehenbleibt, werde ich Luthers Überlegungen zur Erziehung und Schule wohl nicht gerecht. Deswegen möchte ich das hier mit einigen Zitaten ergänzen und zurechtrücken.

Luther war sehr an einer guten Bildung und Erziehung der Kinder interessiert. Und er hat sich des öfteren über die Erziehung von Kindern im Elternhaus und Schule geäußert. Manches davon klingt überraschend „modern“. In seinem Sermon von dem ehelichen Stand appelliert er beispielsweise an die Eltern, ihre Kinder gut zu erziehen.

Aber das solln die eheleudt wissen, das sie gott, der Christenheyt, aller welt, yhn selbs und yhren kindern keyn besser werck und nutz schaffen mugen, dan das sie yhre kinder wol auff tzyhen.

Und die Ratsherren, die er für die Einrichtung öffentlicher Schulen gewinnen will, weist er darauf hin, dass die Kinder, das tolle volck, sich nicht selbst unterrichten können.

Es ist yhe nicht müglich, das sich das tolle volck sollt selbs leren und halten, darumb hat sie uns Gott befohlen, die wyr allt und erfaren sind was yhn gut ist.

Aus eigener Erfahrung

Der nächste Satz klingt noch heute wegweisend.

Weyl denn das junge volck mus lecken und springen odder yhe was zu schaffen haben, da es lust ynnen hat, und yhm darynn nicht zu weren ist, auch nicht gut were, das mans alles weret: Darumb sollt man denn yhm nicht solche schulen zurichten und solche kunst furlegen? Syntemal es itzt von Gottis gnaden alles also zugerichtet ist, das die kinder mit lust und spiel leren kunden, es seyen sprachen odder ander künst oder historien. 

Sehr aktuell: Noch gestern musste ich mitansehen, wie eine wohlmeinende Mutter mit großer Geduld im Café am Wasserspielplatz mit ihrem Jungen versucht hat, Hausaufgaben zu machen. AUA!!! Am Wasserspielplatz in der Sonne, gegen den Willen des quengelnden und am Ende weinenden Jungen. Wie toll wird er wohl die Matheaufgaben verstanden haben? Was wird aus seiner Einstellung zum Lernen überhaupt werden? Wie toll wird er seine Mutter in diesem Moment finden?

Vielleicht hat Luther dabei auch seine eigene Schulzeit in Erinnerung, die er so beschreibt.

Marter, Hölle und Fegefeuerda wir doch nichts denn eyttel nichts gelernt haben durch so viel steupen, zittern, angst und jamer.

Und wenn man den nächsten Gedanken etwas modifiziert ins moderne Deutsch überträgt, könnte man ihn auch heute noch vielen Schulen auf die Fahne schreiben.

War ists, ehe ich wollt, das hohe schulen und klöster blieben so, wie sie bis her gewesen sind, das keyn ander weyse zu leren und leben sollt fur die jugent gebraucht werden, wöllt ich ehe, das keyn knabe nymer nichts lernte und stum were.

Öffentliche Verantwortung

Für Luther sind die Eltern allein weder interessiert, noch in der Lage, die nötige Bildung zu vermitteln.

der gemeyn man thut hie nichts zu, kans auch nicht, wills auch nicht, weys auch nicht

In der Kirchenhierarchie sieht Luther den Teufel und Antichristen am Werk, also kommt sie auch nicht mehr für die Schulausbildung in Frage.

Bleibt die öffentliche Hand. Luther wendet sich An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes. Er sieht sie in der Verantwortung und fordert sie auf, doch mal etwas Geld locker zu machen und in Schulen und Lehrerausbildung zu investieren.

Lieben herrn, mus man jerlich so viel wenden an büchsen, wege, stege, demme und der gleichen unzelichen stucke mehr, da mit eyne stad zeyttlich fride und gemach habe, Warumb sollt man nicht viel mehr doch auch so viel wenden an die dürfftige arme jugent, das man eynen geschickten man oder zween hielte zu schulmeystern? 

Interessant, dass nicht nur Männer, sondern auch Frauen zu Lehrern ausgebildet werden sollen und dass Luther hier schon beste Schulen, sowohl für Jungen als auch für Mädchen fordert. Klingt das schon nach Gleichberechtigung?

Wenn nu gleich keyn seele were und man der Schulen und Sprachen gar nichts dürffte umb der Schrifft und Gottis willen, So were doch alleyn dise ursach gnugsam, die aller besten schulen beyde fur knaben und meydlin an allen ortten auff zu richten, das die wellt, auch yhren welltlichen stand eusserlich zu halten, doch bedarff seiner geschickter menner und frawen

Theorie und Praxis

Man könnte fast meinen, Luther sei der erste Reformpädagoge gewesen. Aber er wäre nicht Luther, wenn er nicht auch hier voller Widersprüche steckte. Ihm ist da etwas passiert, unter dem noch heute Eltern und Kinder oft zu leiden haben. Unreflektiert werden gerade die Dinge weitergegeben, unter denen man selbst am meisten gelitten hat. Theorie und Praxis klaffen dann weit auseinander. Luther hat an seinen Söhnen wohl nicht nur die Rute zur „Erziehung“ benutzt, sondern er hat auch versucht – wie sein eigener Vater damals – die Laufbahn seiner Söhne vorzuzeichnen. Sein ältester Sohn Hans sollte auf jeden Fall Theologe werden. Luther soll ihm gedroht haben: Wenn du sollst ein jurist werden, so wolt ich dich an einen Galgen hengen. Hans hat offensichtlich – ganz der Papa – nicht auf seinen Vater gehört und ist ein angesehener Jurist geworden.

10 Schritte zu deiner EPUB

10 Schritte zu deiner EPUB #10 Dein Epub Template

3. Mai 2017

EPUB Template

Wie versprochen kannst du dir hier bis Ende Mai 2017 ein kostenloses EPUB Template anfordern.

In dem Ordner findest du folgende Dateien:

 

Mit den Hinweisen aus den vorangegangenen Beiträgen kannst du die Dateien und die CSS für deine Bedürfnisse modifizieren. Du kannst natürlich die Fotos im Ordner images auswechseln und weitere Bilder in den Ordner legen.

Die Datei sec_005_kapitel-1.xhtml enthält unter der Kapitelüberschrift einfachen Platzhaltertext mit Absätzen und einfachen Zeilenumbrüchen. Die Datei sec_006_kapitel-2.xhtml enthält auch Platzhaltertext, hier aber mit einigen kursiven, fetten, gesperrten Textstellen, einigen Sonderzeichen und Zwischentiteln. Du kannst hier ein wenig rumprobieren und natürlich auch deine eigenen Texte in die XHTML Dateien kopieren. Wenn dein Buch, wie zu erwarten, mehr als zwei Kapitel hat, füge einfach entsprechend mehr Dateien ein, indem du z.B. sec_006_kapitel-2.xhtml unter sec_007_kapitel-3.xhtml, sec_008_kapitel-4.xhtml usw abspeicherstSo erstellst du dein eigenen E-Book sozusagen from scratch.

Du darfst natürlich nicht vergessen, alle von dir umbenannten oder hinzugefügten Dateien und Bilder auch im manifest der content.opf zu benennen, in der toc.ncx aufzuführen und im ggf im Inhaltsverzeichnis sec_002_inhaltsverzeichnis.xhtml zu verlinken.

Texteditoren

Um die HTML-Seiten zu bearbeiten, nutze ich Adobe Dreamweaver, es funktioniert aber auch mit jedem anderen Texteditor.

Für den Mac ist der kostenlose Textwrangler, von bbedit vermutlich die beste Wahl.

Vorbereitung der Worddatei

Um den Platzhaltertext in den XHTML-Dateien der einzelnen Kapitel durch Buchtext zu ersetzen, gehe ich in sechs Schritten vor. Im Grunde kopiere ich über die Suchen/Ersetzen die von mir gewünschten html-codes in die Worddatei. Zuerst lege ich natürlich eine Sicherungskopie vom Manuskript an.

  • Erstens suche ich alle kursiven Textstellen und füge die TAGS <em>und</em> an. Falls es sehr viele kursive Textstellen gibt lade ich die Datei in einen Texteditor und suche mit Grep alle kursiven Stellen und füge die TAGS automatisch an. Entsprechend mache ich es mit den fetten Textstellen <strong>und</strong>.

Suchen nach: .+

Ändern in: <em>$0</em>

Format suchen: + italic

Alle ändern.

  • Danach suche ich alle „&“ Zeichen, wie z.B. in H&M und ersetze sie durch &amp;
  • Drittens ersetze ich alle unteren Anführungszeichen („) durch &raquo; und alle oberen Anführungszeichen (“) durch &laquo;. Das sind die HTML-Codes für Guillemets français, die französischen Anführungszeichen » «. Das ist natürlich optional, wenn man diese Anführungszeichen nutzen möchte.
  • Im vierten Schritt ersetze ich alle doppelten Zeilenumbrüche ¶¶ durch </p><p class=“absatz“>. Dasselbe mache mit ¶ ¶. Also doppelten Zeilenumbrüchen die versehentlich durch ein Leerzeichen getrennt sind. Mit Word geht es über:

Bearbeiten

↳Suchen

↳Erweitertes Suchen und Ersetzen

↳Sonderformat

↳Absatzmarke ^p^p

  • Danach gehe ich genauso mit einfachen Zeilenumbrüchen ¶ um. Sie ersetze ich durch </p><p class=“umbruch“>.

Wichtig: Beachte, dass vorher unter dem Reiter

Extras

↳Autokorrektur

↳AutoFormat während der Eingabe

 die Anführungszeichen auf „gerade Anführungszeichen“ gesetzt sind.

  • und sechstens ersetzte ich dann noch alle Leerzeichen, auf die ein Auslassungszeichen folgt “ …“, durch &nbsp;…, um zu verhindern, dass die Ellipsen durch die zufälligen Zeilenumbrüche auf dem E-Reader allein am Zeilenanfang stehen.

Nach diesen sechs Schritten sieht der Text natürlich ziemlich unleserlich aus, kann aber jetzt kapitelweise in die XHTML-Datei kopiert werden.

An die Stelle des markierten Platzhaltertextes füge ich über copy/paste ein Kapitel aus meinem Manuskript ein.

Zip, unzip Skripts

Um den gesamten EPUB-Ordner dann zu einer einzigen .epub-Datei zu zippen nutze ich auf dem Mac die genialen Scripts von Dan Rodney, die du hier downloaden kannst. Alle drei Scripte epub Zip, ePub Unzip und ePubcheck funktionieren supereasy per drag and drop.

.

Auf Windows sollte es noch einfacher gehen, indem du den Ordner im Finder unter Ablage  komprimierst und den .zip Dateiendung in .epub änderst. Unzip funktioniert dann genau umgekehrt. Zunächst die Dateiendung wieder in .zip umwandeln und per Doppelklick entzippen.

Validation

Wie gesagt nutze ich den ePubcheck von Dan Rodney. Weitere kostenlose Skripts – auch für Windows – bietet z.B. Pagina an.

Wenn du beim Checken deiner EPUB im ersten Durchgang einen Haufen Fehlermeldungen bekommst, ist das meistens nicht so schlimm, wie es aussieht. Ein einziger kleiner Fehler wird oft auf vielfältige Weise aufgeführt.

Hier z.B. mal ein Beispiel, in dem ich die Dateiendung des Coverbildes von .jpeg zu .jpg umbenannt habe. Ich bekomme dann mindestens zwei Fehlermeldungen.

ERROR: /Users/uwecarow/Desktop/epub_template.epub: image file OEBPS/images/coverbild.jpeg is missing

WARNING: /Users/uwecarow/Desktop/epub_template.epub: item (OEBPS/images/coverbild.jpg) exists in the zip file, but is not declared in the OPF file

Check finished with warnings or errors!

Sowohl ERROR als auch WARNING beziehen sich auf den gleichen Fehler. Erstens wird bemängelt, dass eine Datei coverbild.jpeg in der content.opf angegeben, die offensichtlich nicht im Ordner vorhanden ist. Zweitens gibt es im Ordner images eine Datei  coverbild.jpg, die nicht in der content.opf angegeben wurde.

Ich gehe als wieder in den Ordner images nenne die Datei wieder .jpeg, zippe sie wieder und beim nächsten Check bekomme ich dann diese schöne Meldung.

Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Template.

Im Laufe der nächsten Monate werde ich hier Tipps zum Erstellen von Epubs aus Indesign vorstellen.

Bis dahin eine gute Zeit!

Uwe

#rbpub #redbugwriting