DIY-Donnerstag

Archetypen #1: Einführung

18. Januar 2018
Archetypen Einführung
Was ist ein Archetyp?

Bevor du weiterliest, möchte ich, dass du folgendes tust: 

Denk an etwas, das du gerne tust. Zum Beispiel: Ich liebe es zu lesen. Finde das passende Substantiv zu deiner Tätigkeit.

Dann formuliere diesen Satz:

Ich bin ein/eine:

Zum Beispiel: Ich bin eine Leserin.

Das ist ein Archetyp.

Es gibt unendlich viele Archetypen, auf die wir reagieren und die wir intuitiv verstehen und einordnen können. In der folgenden Blogreihe stelle ich euch 12 Archetypen vor, mit denen man super arbeiten kann. Ich spreche mit euch über ihre WÜNSCHE, ÄNGSTE, ihre STÄRKEN und SCHWÄCHEN. Ich gebe euch Beispiele und zeige euch, wie ihr sie euch zu nutzen machen könnt.

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So funktionieren Archetypen

Wenn jemand zu dir sagt; ich bin ein Leser. Dann rutschen deine Mundwinkel nach oben. Ein Leser, juhu! Das heißt, er oder sie sind höchstwahrscheinlich: neugierig, romantisch und nachdenklich. Das mag ich.

Ein Archetyp ist quasi das Aushängeschild für eine ganze Reihe von Eindrücken, Informationen und Gefühlen. Es ist das, was eine gute Instagram Caption ausmacht:

Mutter, Tierliebhaberin, Aktivistin

oder: Cellist, Träumer, Advokat

oder: Designer, Strichstärkenfanatiker, Kaffeetrinker

oder: Slytherin, Fangirl, vergeben.

Man versucht in wenigen Worten auszudrücken, was einem wichtig ist, was einen besonders macht, was einen mit anderen verbindet.

Speaking of Slytherin…

Die Häuser in Harry Potter sind ein tolles Beispiel für Archetypen. Ein Gryffindor zu sein, das bedeutet, mutig, loyal und ehrlich zu sein. Du siehst die roten Fahnen mit dem goldenen Löwen, die weichen Sessel im Gemeinschaftsraum. Du hörst das knisternde Feuer, du erinnerst dich an Neville, der im ersten Teil mutig den drei Freunden entgegentritt und eine Ganzkörperklammer abkriegt. Du bist voll von Bildern, Gefühlen und Assoziationen.

Auch die Tiere, die die vier Hogwarts Häuser symbolisieren, sind Archetypen. Slytherins Schlange zum Beispiel, ist ein klassisches Symbol, dass in jedem von uns bestimmte Assoziationen weckt. J.K. Rowling hat sich diese Assoziationen zu nutze gemacht, um den Häusern starke Persönlichkeiten und einen hohen Wiedererkennungswert zu geben.

Wenn ich mir einen Löwen vorstelle, dann denke ich sofort: majestätisch, schön, Familientier, König, gold, Mähne,…. mein Unterbewusstsein bietet mir einen Schwall von Informationen, die weit über die eigentliche Bedeutung des Tiers in meinen Leben hinausgehen.

Auch G.R.R. Martin hat den Archetyp des Löwen genutzt, um die Familie Lannister zu charakterisieren. Fällt dir auf, dass auch hier, die Farben Rot und Gold vorherrschen? Die typische goldblonde „Mähne“ der Lannisters und die grünen, katzengleichen Augen. Aber ganz nach Game of Thrones Manier spielt Martin mit unserem klassischen Bild des Löwen, in dem er zum Beispiel den löwenhaften Familiensinn so überspitzt, das eine düstere Version von Inzest und Rechtmäßigkeit entsteht. Er hebt die Eigenschaften des Archetypen Löwe hervor, die weniger gutmütig sind: das Raubtier, die Rachlust, den Machtanspruch.

Sofort wird klar: Archetypen helfen Autoren beispielsweise, die Welt ihrer Geschichte im Kopf des Lesers lebendig werden zu lassen.
Archetypen helfen dir dabei:
🌟 Dir über deine Wünsche und Ziele klar zu werden

Archetypen sind eine tolle Methode, um sich selbst besser kennen zu lernen. Wie gehe ich auf andere zu? Was macht mich besonders? Aber auch: was verbindet mich mit anderen? Wie kann ich mich am besten ausdrücken? Welcher Beruf passt zu mir? Was ist mir wichtig?

🌟 Wirkungsvolle Charaktere zu entwickeln

Vielleicht schreibst du an einem Buch, einem Film oder einem Theaterstück, für das du starke Charaktere einwickeln willst. Die Archetypen helfen dir dabei, ihre Ziele und Motivationen deutlich zu machen und ihre Funktion in der Geschichte zu festigen.

In ihrer Blogreihe zu starken Charakteren, hat Katrin auf viele Archetypen hingewiesen, die in Geschichten ihren Platz finden. Sei es der HELD, der MENTOR, oder der FREUND/die FREUNDIN, der Archetyp macht deutlich, welche Funktion die jeweilige Figur in der Geschichte hat. Welche „Rolle“ sie spielt. Charaktere in Archetypen zu unterteilen, kann sehr hilfreich sein, um ihre Persönlichkeit zu formen und gleichzeitig ihren Platz in der Erzählung zu bestimmen. 

🌟 Eine starke Marke aufzubauen

Wenn du ein Unternehmen, eine Firma oder eine Marke hast, sind die Archetypen ein perfektes Mittel, um mit deinem Publikum oder deinen Kunden zu kommunizieren. Eine Marke, die einem bestimmten Archetyp zugeordnet werden kann, weckt ganz bestimmte Erwartungen, schärft den Sinn des Kunden für die Ziele des Unternehmens und stärkt die Persönlichkeit der Marke.

 🌟 Andere Menschen besser zu verstehen

Manchmal kann es unglaublich hilfreich sein, sich darüber auszutauschen, mit welchem Archetyp man sich am meisten identifiziert. Es funktioniert so ähnlich wie ein Persönlichkeitsquiz. Welche Farbe wärst du? Welcher Buchcharakter ist dir am ähnlichsten? Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du dann? Archetypen geben wertvolle Hinweise darauf, was die Stärken und Schwächen eines Menschen sind, was er sich wünscht und wie er kommuniziert. Vielleicht stellst du fest, dass du jemanden anders einschätzt, als derjenige sich selbst. Oder eure Eindrücke passen perfekt zusammen. In jedem Fall ist es spannend, anhand der Archetypen über das Rätsel Persönlichkeit zu spekulieren.

Vorbereitung

Ich freue mich auf das Abenteuer Archetypen und bin gespannt darauf, was wir auf der Reise herausfinden werden. Und bevor ich mich in meinen Schlafsaal zurückziehe ja, in den Dungeons (ich bin ein Slytherin und die Geschichte dazu ist lang und komplex), habe ich noch eine kleine Aufgabe für euch, als Vorbereitung für unsere Entdeckungsreise.

Geh zurück, zu deinem Wort vom Anfang.
Denke an drei Adjektive, die dazu passen.

Zum Beispiel: Ich bin eine Schauspielerin.
Meine Wörter: Extrovertiert, empathisch, wirkungsvoll.

Denke an einen Freund oder eine Freundin von dir. Notiere ein Substantiv, dass diesen Menschen beschreibt und drei Adjektive. Vielleicht fällt dir auch eine Farbe, eine Frucht, ein Tier oder ein Symbol ein, das denjenigen verkörpert.

Dasselbe kannst du auch für dich tun. Du hast ja bereits dein Hauptwort und deine drei Adjektive. Fällt dir noch etwas ein, was dich beschreibt? Versuch dir vorzustellen, wie du dich in bestimmten Situationen verhältst, was deine Wünsche, Träume und Ängste sind. Versuche über dich so nachzudenken, wie über einen Charakter. Mit Respekt, Liebe und einem kleinen Abstand.

Notiere dir deine Gedanken und leg den Zettel beiseite. Er wird dir später dabei helfen, deinen Archetypen zu finden.

Bis in drei Wochen, wenn ich euch den ersten Archetyp aus meiner Reihe vorstelle: THE INNOCENT.
Jetzt bleibt natürlich  nur noch eine Frage offen: In welchen Hogwarts Haus bist du?

7 Tipps für einen guten Schreibstil

7 Tipps für einen guten Schreibstil #3 Timing

17. Januar 2018
Timing
Timing

In der letzten Woche ging es um das berühmte Show don`t Tell. Ja, eine gute Faustregel, doch auch etwas, was nicht immer und in jedem Fall gut und richtig ist, man also nicht immer anwenden kann. Und darum geht es heute, nämlich die Frage: Wann macht in einem Text was Sinn? Das Timing. timing

Wir kennen das ja aus vielen Situationen. Gutes Timing – man trifft den Postboten mit dem wichtigen Päckchen, bevor man das Haus verlassen muss. Schlechtes Timing – die Familie meldet sich zum Besuch, wenn man gerade mit Grippe im Bett liegt. Timing hat tatsächlich mit Zeitpunkten zu tun. Wann – was? Zeitpunkte legt man im Buch selber fest. Das ist einerseits genial, aber eben auch eine Herausforderung. Denn sofort stellt sich die Frage: Wann erzähle ich am besten – was? Und, wann hilft mir SHOW dabei und wann TELL.

Show oder Tell

Ob SHOW oder TELL die beste Wahl ist, hängt von der Situation in deiner Geschichte ab. Leser lieben zwar emotionale Texte, müssen aber manchmal schlicht mit Informationen versorgt werden. Gute Autoren verstecken diese im Dialog, in Nebensätzen, in Beschreibungen. Doch manchmal ist es am einfachsten und auch elegantesten, einen Statementsatz zu schreiben, der die Situation gut etabliert.

Es schneite wieder. Die Stadt lag seit Tagen unter einer Schneedecke.

Pures TELL. Im Film wäre das der Establishing-Shot. Das Bild von oben auf die Stadt. Man nimmt die Gesamtsituation als solche wahr. Grob. Einfach. Kurz. Details sind erstmal sowieso nicht zu erkennen.

Close up

Geht man näher heran, vielleicht in eine Hütte, in eine Situation, ist SHOW die bessere Wahl. Jetzt hier, im close up will der Leser sich jedes Detail vorstellen können. Und was im Film mit kurzen Aufnahmen von Details erzählt wird, muss der Autor hier zeigen = beschreiben. Wie detailliert man dann wird, hängt davon ab, welche Details später in der Geschichte nötig sind, ob sie wichtige Informationen enthalten oder welche Gefühle man beim Leser erzeugen will. Also: gemütlich oder beängtigend, kalt oder warm.

Timing und Rhythmus

Wichtige und emotionale Stellen müssen ausführlicher, funktionale Szenen können kürzer erzählt werden. Eine Aktionszene muss schnell und aufregend sein. Kurze, knappe Sätze passen hier besser als ausführliche Beschreibungen. Eine Liebesszene braucht dagegen sehr viel Emotionen und damit mehr Raum, längere Sätze, mehr Beschreibungen. Was passiert, wenn man es falsch macht? Hier ein fiktives Beispiel.

Er überraschte sein Opfer in der Küche. Er nahm das scharfe, lange Messer, mit dem schon seine Mutter in seiner Kindheit die Tomaten in hauchdünne Stücke geschnitten hatte in die rechte Hand, holte so weit aus, dass sein Arm fast hinter seinem Körper in der Dunkelheit verschwand und stach dann, abschätzend, ob er lieber den Hals, das Herz oder die Augen treffen wollte …

Nope, funktioniert nicht. Dies hier ist zwar Show, zeigte aber die falschen Dinge. Hier ist Aktion, wir wollen mittendrin sein im Geschehen, uns interessiert die Reaktion des Opfers, und nicht das Ballett des Mörders und wir wollen schon gar nicht von der Kindheit des Mörders und den Tomaten erfahren. Vielleicht könnte es passen, wenn das Opfer an einen Stuhl geschnallt ist und die zähe Beschreibung eine Art Nervenkitzel für den Leser ist? Möglich. Aber so nicht.

Gutes Timing

Das beste und überhaupt großartigste Timing haben Witze. Sie sind deshalb hervorragende Beispiele für gute und extrem kurze Texte. Ich hasse Witze, was wohl auch daran liegt, dass ich sie mir schlecht merken kann und nicht besonders gerne erzähle. Und sie sind – so vorhersehrbar! Selbst wenn sie funktionieren. Genau das macht sie aber auch so genial. Ich greife mal in die vollgefüllte Witzekiste des Internet:

Ein Pfarrer hat einen Garten voller Apfelbäume. Jeden Tag verschwinden ein paar Äpfel. Also schreibt der Pfarrer ein Schild: „Gott sieht alles.“
Am nächsten Tag steht darunter: „Aber er petzt nicht.“

Dieser Witz etabliert sehr kurz und knapp eine Situation: Pfarrer hat Garten mit Apfelbäumen. Das ist TELL. In diesem Setting werden sofort zwei Dinge erklärt: Wer? und Was? Hey, ja, das ist gut erzählt. In diesen Zustand bricht ein Ereignis ein: Jeden Tag verschwinden Äpfel! Die Spannung steigert sich, denn – wer klaut dem Pfarrer Äpfel? Das muss ja ein ganz dreister Dieb sein.

Wir sind hier übrigens ganz auf der Seite des Pfarrers. Er ist die Hauptperson. Und unser Held. Er schreibt also ein Schild. Das ist schon sehr detailliert und damit: SHOW – denn wir erfahren sogar, was auf dem Schild steht. Weil unser Held das allerbeste Verhältnis zu Gott hat, schreibt er: „Gott sieht alles“. Er weiß das, er ist Pfarrer. Zu diesem Zeitpunkt erwarten wir es voller Spanung: What comes next?? Nur wenige Sätze, die uns in diese Spannung versetzen. Und irgendwie ist uns klar, dass der Dieb wiederkommt. doch wir sehen ihn nicht, wir hören ihn nicht (kein Show nötig), eine geniale Form der Weglassung.

Der Pfarrer ist der Held, es ist seine Geschichte – und sie geht nicht gut aus, denn da ist der Satz: Aber er petzt nicht. Bäm! Der Pfarrer verliert nicht nur seine Äpfel, sondern auch sein gutes Verhältnis zu Gott. Denn eigentlich – oder nicht? – erwarten wir von einem Pfarrer, dass er seine Äpfel großzügig verschenkt. Ein Gottesmensch. Gütig. Vermutlich stehen die Apfelbäume sowieso im Pfarrgarten. Den die Gemeinde bezahlt, genauso wie den Pfarrer. Tja, nun, er ist eben auch nur ein Mensch! Der Apfeldieb kennt sich offenbar besser mit Gott aus. Das ist der Gag an der Geschichte. Der Lacher.

Ich konnte hier noch seitenweise fortfahren mit der Analyse, denn es ist faszinierend,  was alles in diesen wenigen Sätzen gesagt wird. Ausgesprochen oder nicht ausgesprochen. Maximale Information auf sehr wenig Raum und – perfektes Timing.

Timing und Regeln

Gibt es nun eine Regel? Etwas, an das man sich halten kann, damit der Text ein gutes Timing hat? Nun, vielleicht eher ein paar Tipps:

In einem guten Text wechseln ausführliche Passagen mit schnellen, kurzen Passagen ab. Und lange Sätze mit kurzen Sätzen. Warum? Wir Menschen ermüden schnell, wenn Dinge sich wiederholen oder gleichförmig sind. Versucht daher lange und dann wieder kurze Sätze zu schreiben. Abzuwechseln zwischen ausführlichen und nicht so ausführlichen Stellen. Und dann schnelle und langsame Passagen in einen guten Rhythmus zu bringen. Wenn ihr die Stelle laut lest, spürt ihr meist, ob der Rhythmus und das Timing stimmen. Oh, und richtig, das bezieht sich auf das ganze Buch. Und jeden Abschnitt.

Timing und Erwartung

Wie in dem Witz oben hat gutes Timing viel mit der Erwartung des Lesers (Zuhörers) zu tun. Wenn sich der Mörder lange und langsam an ein Gebäude anschleicht – dann erwarten wir – irgendwann – Action! Es ist gut, diese Erwartung möglichst lange herauszuzögern, es steigert die Spannung, aber eben auch nicht zu lange. Eine Spannung aufbauen und auflösen ist Teil eines gutes Timings. Und gilt ebensofür Liebesszenen.

Wie immer lernt man gutes Timing am besten aus guten Büchern. Und wenn ihr selber etwas geschrieben habt: Am Anfang hilft eine Überarbeitung den eigenen Text in ein gutes Gleichgewicht zu bringen. Schmeißt langweilige Passagen raus oder fasst sie kürzer zusammen. Schmeißt alles raus, was ihr nicht notwendigerweise braucht. Und bringt das, was wichtig ist, richtig zum Glänzen.

Ich weiß, am Anfang möchte man so viel Text wie möglich behalten, besonders den Text, den man mühsam erarbeitet hat. Aber all dies schadet dem Timing und der Klarheit eurer Geschichte. Klarheit – auch so ein Wort, das ziemlich viel bedeuten kann und – was eigentlich heißt? Okay, darüber schreibe ich dann nächste Woche.

Fragen zum Timing? Oder eine schöne Story? Dann kommentiert gerne.

Bis dann

xoxo

Katrin

#rbpub #redbugwriting #amwriting

DIY-Donnerstag, Epub Insights

Epub Insights #1 – Sublime Text

11. Januar 2018

Howdy liebe AutorInnen und SelfpublisherInnen,

in diesem Jahr werde ich jeden vierten Donnerstag an dieser Stelle ein spezielles Epub Thema aufgreifen. Dabei steht immer im Vordergrund, euch möglichst viel Kontrolle über die Gestaltung eurer Bücher zu geben. Wer sich noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt hat, dem empfehle ich, sich noch einmal die entsprechenden Beiträge in meiner Blogreihe 10 Schritte zu deiner Epub nachzulesen.

Uns geht es ja allen so: wir haben ein tolles Manuskript, es ist lektoriert und auch schon korrigiert. Es ist vermutlich mit Word oder einem anderen Textverarbeitungsprogramm geschrieben und jetzt wollen wir das Manuskript in ein E-Book verwandeln. Natürlich gibt es Software, die Worddateien direkt in Epubs umwandeln. Und es ist mittlerweile sogar möglich, Manuskripte direkt als Worddatei bei KDP oder Tolino hochzuladen. Sie werden dann automatisch in ein E-Book konvertiert.

Wenn man sie dann auf den E-Reader lädt, ist man manchmal überrascht, wie der Text dann dargestellt wird. Dabei habe ich schnell gemerkt, dass es hilfreich ist, zu verstehen, wie ein E-Book aufgebaut ist, um es so aussehen lassen zu können, wie ich mir das wünsche.

Ich selbst habe mir am Anfang sehr viel selbst aneignen müssen, da ich als Künstler und Autor keine Ahnung von html, css, E-Book-Formaten, Texteditoren, indesign, Satz, Fonts … hatte. Ich wußte zum Beispiel nicht, dass ein E-Book mehr oder weniger eine Ansammlung von html-Seiten ist, die wie Webseiten aufgebaut sind und eben nur in einer bestimmten Reihenfolge gelesen werden. Ich hatte keine Ahnung, wie html funktioniert, und dass man das Aussehen einer Webseite mit CSS steuern kann. Und ich muss zugeben, dass ich natürlich auch heute nur an der Oberfläche von dem kratze, was ein Programmierer über die unauslotbaren und sich ständig erweiternden Tiefen von Codes weiß.

Aber genau das ist es, glaube ich, was ich hier weitergeben kann. Ich habe immer versucht, genau so viel zu lernen und anzuwenden, dass wir den Lesern gut gestaltete E-Books liefern können. Dieser Aspekt steht immer im Vordergrund. Genauso wichtig ist mir allerdings, dass das Backend, also da,s was im Hintergrund des E-Books abläuft, ohne dass der Leser es sieht, meinen ästhetischen Vorstellungen entspricht und für mich leicht kontrollierbar ist.

Ich hab da gerne einen aufgeräumten Code, der nicht nur von den Lesegeräten sauber gelesen werden kann, sondern auch von mir. Die Konvertierungstools, die es zur Zeit gibt, liefen mir immer Ergebnisse, mit denen ich nicht zufrieden bin. Daher habe ich von Anfang an unsere E-Books sozusagen „from scratch“ aufgebaut. Das hat mir sehr geholfen, zu verstehen wie ein E-Book funktioniert. Dabei habe ich meinen Workflow immer weiter optimiert. Für Abläufe, die mir sehr aufwändig und umständlich erschienen, habe ich versucht, einfachere Lösungen zu finden. Verwirrende Bezeichnungen von CSS-Klassen oder Dateinamen, habe ich so umbenannt, dass ich immer weiß, was gemeint ist. Dabei kommt es mit nicht darauf an, ob es »so gemacht wird«, sondern ob es für mich funktioniert und praktikabel ist. Ich glaube, eine Haltung, die sehr effizient ist und nicht nur zu Erfolg, sondern auch zu Zufriedenheit führt.

With that said möchte ich euch heute gerne eine Software vorstellen, die ich selbst erst vor ein paar Tagen gefunden habe, und mit der ich vermutlich in nächster Zeit unsere E-Books bearbeiten werde. Im Grunde hatte ich mich auf die Suche nach einem Texteditor gemacht, weil ich immer wieder gefragt worden bin, ob es nicht eine Alternative zu AdobeDreamweaver (ist relativ teuer) oder BBedit (läuft nur auf Mac) gibt. Ich bin dann fündig geworden. Also danke für die Anfragen.

Es ist der Texteditor Sublime Text. Die Testversion kann man kostenlos downloaden und er ist für die meisten Betriebssysteme erhältlich. In meinen Augen in einigen Dingen komfortabler als Dreamweaver. Falls ihr euch also mit einem Texteditor vertraut machen wollt, empfehle ich Sublime Text einmal auszuprobieren. Die Kaufversion für den dauerhaften Gebrauch kostet zur Zeit 80$.

Installation von Sublime Text

Um Sublime Text auf eurem Rechner zu installieren geht auf: https://www.sublimetext.com/3 und ladet die für euer Betriebssystem kompatible Version herunter. Nach der Installation und dem Öffnen von Sublime Text seht ihr folgende Oberfläche.

Falls ihr schon einen Epub-Ordner angelegt habt, könnt ihr nun den gesamten Ordner einfach per Drag and Drop in die Arbeitsfläche ziehen.

Falls ihr noch keinen Epub-Ordner habt, könnt ihr hier ein Epub-Template bestellen, mit dem ihr üben und weiterarbeiten könnt.

Nachdem ihr den gesamten Ordner dann in Sublime Text gezogen habt, findet ihr ihn in einer Sidebar auf der linken Seite.

Absolut genial aus meiner Sicht: alle Dateien auf einen Blick. Übersichtlich verschachtelt, genauso wie der Code im Bearbeitungsfenster, der durch die farbige Auszeichnung auf dem dunklen Hintergrund sehr übersichtlich ist.

Übrigens, falls ihr aus irgendeinem Grund, z.B. wie ich aus reiner Neugierde, einmal in den Distraction free mode gewechselt haben solltet, ist es hilfreich zu wissen, dass man den Cursor an den oberen Bildschirmrand platzieren muss, um die Menüleiste wieder sichtbar zu machen. ;)

Das einzige Problem war für mich zunächst, dass ich keine WYSIWYG Ansicht zuschalten konnte, wie ich es von Dreamweaver gewöhnt war. Aber es lässt sich in Sublime Text leicht ein View-in-Browser-Tool installieren, mit dem man dann einen Eindruck bekommen kann, wie die Seite, die man gerade gestaltet, in etwa aussehen wird.

Installation für Browservorschau

Dazu geht ihr auf folgenden link https://packagecontrol.io/installation

Dort findet ihr den folgenden Code, den ihr in die Console von Sublime Text kopiert. (Die Console öffnet ihr mit View > Show Console) Sublime Text installiert Package Control dann automatisch. Um die Installation abzuschließen, einmal Sublime Text schließen und wieder öffnen.

Wenn die Installation abgeschlossen ist, könnt ihr über Sublime Text >Preferences>PackageControl folgendes Fenster öffnen.

Dort schreibt ihr »install package« in das Fenster. Dann öffnet sich ein weiteres Fenster mit allen verfügbaren Packages. Wenn man dort dann »view« eingibt erscheint das gewünschte Package View in Browser.

Jetzt Sublime Text noch einmal schließen und wieder öffnen, um die Installation abzuschließen.

Mit der Tastenkombination ctrl+ alt+ c erscheint dann die Datei eures Buches, die ihr gerade bearbeitet in einem Browserfenster. Das ist dann zwar keine Garantie dafür, dass sie auf den unterschiedlichen E-Readern genauso aussehen wird. Aber es ist ein guter Anhaltspunkt, mit dem man arbeiten kann.

Oh, ich habe gerade gemerkt, dass die oben genannte Tastenkombination nur für Chrome gilt. Falls ihr einen anderen Browser nutzt müsst ihr die Tastenkombination anpassen. Die anderen Browser werden wie folgt angesprochen, Safari mit CTRL + ALT + S, Firefox mit CTRL + ALT + F und der gute alte Internet Explorer mit CTRL + ALT + I.

Ich bin gespannt auf euer Feedback zu Sublime Text.

Bis in vier Wochen

Uwe

#rbpub #redbugwriting #publishing

 

 

 

7 Tipps für einen guten Schreibstil

7 Tipps für einen guten Schreibstil #2 Show don’t Tell

10. Januar 2018
Show don’t Tell

Als jemand, der viel im Filmgeschäft gearbeitet hat, hat mich dieser Slogan verfolgt. Show don’t tell. Sag nicht was, zeig uns wie!

Wenn man DrehbuchautorIn ist und an einem Drehbuch schreibt, leuchtet das natürlich vollkommen ein. Schließlich soll das, was auf dem Papier steht, sich möglichst mühelos in ein Bild, in bewegte Bilder, in einen Film verwandeln. Und das ist es. Das ist das ganze Geheimnis dieser Regel. Kurz und knapp gesagt: Schreib so, dass aus deinem Schreiben mühelos Bilder entstehen können. Und wenn du keine Drehbuchautorin bist, dann eben nicht auf der Leinwand/Display, sondern im Kopf deiner Leser. Äh … so einfach? Natürlich nicht, daher der Reihe nach:

Zeig es mir, beschreib es mir

Nehmen wir an, ein Bekannter steht in deiner Küche und erzählt dir, wie super einfach es ist, eine Zwiebel zu schneiden und wie gut er das kann. *Gähn*. Der dumme Angeber. Du sagst: Zeig’s mir! Er sagt: Okay, gibt mir ein großes, scharfes Messer! Du gibst ihm also das Messer und ein Brett (denn du willst deine Küchenplatte schonen) und er zeigt es dir.

Nimmt die Zwiebel, schält die braune Außenhülle ab, teilt die Zwiebel, legt sie auf das Schneidebrett und – zack, zack, zack, zack, zack. Wow!  Und ihr beiden seht euch mit tränenden  Augen an. Ja, er kann es wirklich!

Sehen, um zu glauben

Wir Menschen funktionieren so. Wir wollen etwas sehen, ge-zeigt bekommen, um es zu glauben. Wenn wir es vor uns sehen, dann stimmt es für uns. Wir wollen Bilder! Das geht so weit, dass wir alles, was uns jemand erzählt, sofort in innere (Vorstellungs-)Bilder verwandeln.

Ein Freund hat mir einmal erzählt, wie er zu einer Unfallstelle kam, an der eine schwerverletzte Frau aus dem Auto stieg. Sie war aufgeregt, sprach mit ihm und – hatte ein verdammt großes Loch im Kopf. Ein Stück der Schädelplatte war weg, man sah das Gehirn. Es war klar, dass diese Frau sterben würde. Bald, gleich. Doch sie redete und redete – als ob ihr Leben weiterginge. Und seine Hilfe noch Sinn hätte.

Meinen Freund hat diese Szene traumatisiert, aber auch ich habe die Szene so klar vor Augen, als hätte ich sie selbst erlebt. Bei mir hätte auch schon „großes Loch im Kopf“ gereicht, um meine Fantasie in Gang zu setzen. Doch es gilt für alle Menschen: Wir brauchen und wünschen und erschaffen uns Bilder, um eine Situation zu begreifen, zu verstehen, zu glauben, empfinden zu können. Ja, ganz wichtig: Empfinden! Denn bei Show don’t tell geht es ganz viel um Gefühle.

Von Denken zu Fühlen

Gefühle sind tricky. Wir versuchen sie die meiste Zeit unseres Lebens unter Kontrolle zu halten. Weinen nicht in der Öffentlichkeit, schreien nicht herum. Aber Gefühle wollen ausgedrückt werden, das ist gesund für den eigenen Körper. Film und Bücher helfen uns, diese Gefühle herauszulassen. Klar, viele Bücher, insbesondere literarische Werke, zielen ganz bewusst auf unseren Verstand, der auch nicht verkümmern sollte. Aber der Großteil der Menschen liest (oder sieht Filme) um emotional, also gefühlsmäßig, erregt zu werden.

Gefühle werden gerne verteufelt, weil sie auch der Grund sind, weshalb Menschen sich umbringen und sich noch viel schlimmere Dinge antun. Aber nun, sie sind eben da. Und wir sind uns wahrscheinlich einig darüber, dass es besser ist, über einem wütenden Mörder zu lesen, als selber loszugehen und unseren nervigen Nachbarn um die Ecke zu bringen.

Show don´t tell erinnert uns (als AutorInnen) daran, dass wir im Gefühlsbusiness sind. Es geht nicht nur darum, zu erzählen, was war – da war ein Unfall! – sondern genau zu zeigen, wie die Situation aussah – damit beim Leser BILDER und damit Gefühle entstehen.

Statt: Am Morgen war ich in einen Unfall verwickelt. Eine Frau wurde schwer verletzt und starb später an ihren Verletzungen.

Besser: Ein Unfall, so viel war klar. Der Verkehr stand still, ich stieg aus, lief bis nach vorne zur Unfallstelle, vielleicht konnte ich helfen. Ein Wagen sah übel zugerichtet aus, die Motorhaube zerdrückt, der Motor rauchte. Irgendwo schrie ein Kind. Eine Frau stieg aus dem Wagen, scheinbar unverletzt und ich war schon erleichtert. Sie redete auf mich ein, fragte mich nach einem Taxi, doch dann sah ich die klaffende Wunde an ihrem Kopf, roch den metallischen Geruch von Blut. Ein Stück der Schädelplatte …

Bilder und mehr

Wir sehen – Bilder mit dem äußeren oder inneren Auge, aber wir haben noch mehr Sinne. Mein Vater war (auch) Musiker und hat mir einmal von einer Orchesterprobe erzählt. Genauer gesagt von einem bösen Streich, den jemand den Blechbläsern (Tuba, Horn, Trompete) gespielt hat. Dieser Witzbold hat sich in die erste Reihe gesetzt und beim Einsatz der Bläser kräftig in eine Zitrone gebissen. Läuft bei euch auch gerade der Speichel im Mund zusammen? Schmeckt ihr es? Bloß, weil ich das hier schreibe? Wir hören davon oder SEHEN, wie jemand in eine Zitrone beißt, um genug Speichel zu produzieren, der es dann unmöglich macht, noch gut in eine Trompete zu blasen. Verrückt, oder?

Auf manche Eindrücke/Bilder reagieren wir reflexhaft, andere sind mit bestimmten Erinnerungen verbunden. Liest man von köstlichen Torten oder frischem Obst, bekommt man Appetit. Wird der Duft nach Zimt beschrieben, kann man es schon riechen, denkt an die Weihnachtsbäckerei, verbindet dies vielleicht mit angenehmen Erinnerungen und Gefühlen. Gefühle und Sinneswahrnehmungen sind eng miteinander verbunden.

Daher: Versuch mit den Bildern, die du beschreibst, viele Sinne beim Leser anzusprechen, um das Bild so real wie möglich zu gestalten. Denn je lebendiger, desto emotionaler und glaubwürdiger. Und dann passiert das, was uns an guten Büchern so fasziniert: Eine Welt entsteht!

Bleibt nur noch die Frage: Wie macht man das?

Wie tricksen wir das Gehirn aus?

Kleiner Exkurs: Ich habe das ja schon mal in einem anderen Blogartikel über das Überarbeiten erläutert. Wir haben zwei – äußerlich identische – von ihrer Arbeitsweise, aber sehr unterschiedliche Gehirnhälften. Und das ist beim Schreiben manchmal ein Hindernis. Besonders, wenn es um das Schreiben von Bildern und Emotionen geht.

Show don't tell_ Katrin BongardHier haben wir das Problem: 

Als Autoren wollen wir bei den Lesern Emotionen/Gefühle auslösen, also die rechte Gehirnhälfte stimulieren, aber wir benutzen dafür das Handwerkzeug unserer linken Gehirnhälfte.

Schreiben wird von uns meist mit den Tätigkeiten der linken Gehirnhälfte in Verbindung gebracht. Und da die linke Gehirnhälfte die rechte Körperseite steuert, wird das durch den Gebrauch der rechten Hand noch verstärkt. Man macht Listen und Einkaufszettel, man notiert sich Termine und Telefonnummern, füllt sein Bulletjournal, man strukturiert und ordnet sein Leben mit dem Schreiben. aus: Betta Edwards. Garantiert Zeichnen lernen.Und jetzt – auf einmal – soll das Schreiben also „Fremdgehen“ und alles ins Chaos stürzen?
Genau. Exakt das. Let ist go!

Denn das Gehirn hat diesen Balken, der beide Hälften verbindet, sozusagen eine Hängebrücke, die man jederzeit betreten kann, um auf die andere Seite zu kommen.

Visualisieren, Stimulieren

Am besten klappt es, wenn man beim Schreiben das Bild der Situation, die man beschreiben will, vor Augen hat. Die Technik nennt sich Visualisieren und sie lässt sich erlernen. Augen schließen und sich etwas vorstellen. Je öfter man übt, desto besser wird man. Am Ende kann man in der eigenen Vorstellung wie in einem Bühnenbild umherlaufen, wird Dinge und Personen entdecken, die dann ganz von selbst anfangen zu sprechen. Und dann muss man das alles nur noch aufschreiben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Stephen King seine Bücher so schreibt.

Bis das so mühelos klappt, ist es sinnvoll, sich bei Passagen, die einem beim erneuten lesen zu dröge und trocken erscheinen, an die Regel zu erinnern. Show don’t tell. Und sich zu sagen: Ich sollte das vielleicht etwas deutlicher, ausführlicher zeigen/beschreiben, statt nur zu behaupten.

Ausnahmen

Jede Regel hat ihre Ausnahmen. In jedem Text gibt es Stellen, die nicht ausführlich und intensiv beschrieben werden müssen und sollten. Stellen, an denen eine Situation nur zusammengefasst wird. Kurze Übergänge, die lediglich dazu dienen, den Leser über ein paar Dinge zu informieren. Show don’t tell gilt nicht immer. Es gibt Autoren, die teilen uns sogar zu viel mit. Alles wird gezeigt, sogar mehr als wir sehen wollen und mehr als an der Stelle des Buches oder in einem Abschnitt oder Satz Sinn macht und das ist – schlechter Stil. Zu viel des Guten.

Zu wissen, wann es gut ist, ausführlicher zu werden und wann man besser zügiger und sachlicher schreiben sollte, ist eine Frage des Timings und des Rhythmus. Manche Literaturkritiker sagen auch Stimmigkeit dazu. Ich mag Rhythmus oder Timing lieber, weil es an Musik erinnert. Oder an einen DJ, der im richtigen Moment die richtige Musik auflegt. Wissen, was gerade passt, ist mal wieder so ein Gefühl … oder gibt es da auch ein paar Regeln? Kann man das lernen? Jup. Es ist gar nicht so schwer und genau darüber blogge ich nächste Woche.

Bei Fragen und Ideen und überhaupt immer – freue ich mich über Kommentare!

Bis nächste Woche

xoxo

Katrin

#rbwriting #rbpub #amwriting

DIY-Donnerstag, Lettering

Red Bug Lettering #1: Yes, Lettering!

4. Januar 2018
Red Bug Lettering Beitragsbild Lukas Horn

Hey liebe Blogger- & Red-Bug-Culture-Community, hey liebe Lettering-Lover

ihr kennt mich vielleicht schon, ich bin Lukas und habe mich für den Red-Bug-Books-Weihnachtskalender ordentlich ins Zeug geschmissen (Letteringcover-Buchreihe). Und wenn ihr das eine oder andere E-Book von Red Bug auf eurem Reader gelesen habt, oder ein Printbuch in den Händen hattet, sind euch vielleicht meine handgemalten Buchstaben über den Weg gelaufen.

Red Bug Lettering Lukas HornIn meiner Red-Bug-Letteringreihe möchte ich euch zeigen was ihr alles mit Schrift machen könnt. Ich zeige euch die Basics der guten Schriftgestaltung und Typografie, warum Schrift für jeden von uns eine wichtige Rolle spielt und warum Lettering so verdammt viel Spaß macht.

Ich werde jetzt regelmäßig hier posten und euch Tipps und Anleitungen geben. Mein Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem freien Lettering, ich werde euch aber auch einen Überblick über technischere Aspekte geben. Von Anfänger bis Profi sind alle willkommen!

 

 

 

 

Vorab ist wichtig, dass ihr alles, worüber ich hier schreibe, verstehen werdet. Denn gerade bei Schrift hatte ich am Anfang immer ein wenig Schwierigkeiten mit den Begriffen die so gängig sind. Also werde ich euch in meinem ersten Blogbeitrag mit ein paar wichtigen Begriffen vertraut machen, die ich oft verwenden werde:

Handschrift

– Jeder hat seine eigene Handschrift. Meistens erlernst du sie in der Schule und dort wird auch meistens geprägt, wie du dein Leben lang schreiben wirst (klein & ordentlich, unregelmäßig & krakelig …). Das Handschreiben gefällt mir, weil es intuitiv ist und du viel aus einer Handschrift lesen kannst. Sie ist der Schlüssel zur Seele eines Menschen. Du kannst viel über einen Menschen herausbekommen, egal ob du ihn schonmal gesehen hast oder nicht, einfach nur wenn du dir seine Handschrift anschaust. Und es macht einen großen Unterschied, ob du Dinge mit Stift niederschreibst oder mit der Tastatur. Es gibt Studien, die zeigen, dass du beim Schreiben mit der Hand, zum Beispiel besser Inhalte verinnerlichen und lernen kannst.
Deine Waffen: Füller, Kuli, Fineliner etc.

Red Bug Lettering LoveLoveLove Lukas Horn

Lettering/Handlettering

– Meine Lieblingsform der Schriftgestaltung: Das freie Illustrieren von Schrift. Es kann alles sein, es kann bunt, emotional und aufgeladen sein. Es gibt so gut wie keine Regeln. Handlettering hat viel Ähnlichkeit zu Graffiti. Und immer sind die Buchstaben in Bewegung. Das wichtigste ist, dass du dich am Ende in die Schrift verliebst oder dass das Schriftdesign etwas in dir entfacht.
Deine Waffen: Acrylmarker, Bushpen, Stabilos, Edding etc.

Typografie

– Für die, die es geordnet und sauber mögen. Typografie ist der wirkungsvolle und sachgemäße Umgang mit Schrift. Hier geht es um Zwischenabstände von Zeilen, Buchstaben, über den Grauwert einer Seite bis hin zum Flattersatz. Alles dreht sich um die Lesbarkeit und die kleinen Miniecken im Textfluss, an denen sich das Auge des Betrachters ganz unterbewusst stoßen könnte. Das klang für mich immer ziemlich langweilig, aber je mehr ich mich damit beschäftigt habe, habe ich gemerkt wie toll auch dieser, scheinbar trockene Umgang mit Schrift sein kann. Es kann nämlich auch zum Ausdrucksmittel werden.
Deine Waffen: PC + InDesign, Bleilettern(früher), Fonts etc.

Schriftgestaltung/Typefacedesign

– Hier geht es um das Gestalten von Fonts. Manche Fonts sind für Überschriften gedacht und haben nur Großbuchstaben, nicht mal Umlaute, Fragezeichen etc. Aber manche Fonts, wie zum Beispiel Schriften für Tageszeitungen müssen alles können. Zusätzlich brauchen sie vielleicht zu den lateinischen (also unseren) Buchstaben noch kyrillische, arabische und chinesische Buchstaben. Und wenn ihr euch vorstellt, dass du, um einen schönen Buchstaben für dieses Alphabet zu gestalten, manchmal Stunden, oder sogar Tage brauchst, siehst du das Typefacedesign ziemlich aufwendig ist. Das ist zur Zeit die Königsdisziplin in der Schriftgestaltung steht hoch im Kurs, weil du meistens viel Durchhaltevermögen und Geduld aufbringen musst um eine gute Font auf den Markt zu bringen. Aber ich möchte nochmal unterstreichen, das eine Font auch etwas Spontanes und Experimentelles sein kann, was ganz impulsiv innerhalb von zehn Minuten entsteht und für eine coole Headline gedacht ist.
Deine Waffen: PC + Fontgestaltungsprogramme, Stifte, Kalligrafiefedern etc.

Red Bug Lettering Street Art Love Lukas Horn

Kalligrafie

– Es ist eine Kunst für sich. Kalligrafie hat etwas meditatives und ist meistens nach Innen gerichtet. Vielleicht könnte man sagen, dass es gestaltetes Denken auf Papier ist. Wer das Bild, von dem chinesischen Kalligrafiemeister im Kopf hat, der stundenlang über dem Papier steht, bis er dann, nach einer prasselnden Erleuchtung, in einem raschen Zug, ein Zeichen, mit totaler Perfektion, auf das Papier schwingt, ist da garnicht so falsch. Kalligrafie hat etwas künstlerisches. Oft wirkt es aber gegenüber dem Lettering, was auch sehr frei ist, oft etwas traditionell und verkopft. Zum Glück gibt es zur Zeit wieder frischen Aufwind in dieser Szene und neue tolle Richtungen, wie Calligraffiti, entstehen.
Deine Waffen: Feder + Tinte, Brushpen etc.

Freiheit

– Als ich angefangen habe Schriften zu malen, war es ziemlich schwierig: Es gibt soo viele tolle Schriftdesigns da draußen. Das hat mich erstmal gehemmt, denn warum soll ich etwas machen was schon Hunderte vor mir gemacht haben, und das vielleicht noch viel viel besser? Das ist der Punkt, der im Leben oft eine Rolle spielt. Sich von diesen ganzen Spuk frei zu machen und loszulegen. Nur auf die innere Stimme zu hören. Sich nicht durcheinander bringen zu lassen, sondern sich genau auf diese Stimme zu verlassen.
Deine Waffen: einen unabhängigen Geist, Offenheit

Mut

– Ich liebe es ein Buchcover in den Händen zu halten bei dem meine Synapsen glühen und ich das dringende Verlangen bekomme, sofort dieses Buch zu lesen. Deshalb gehört zu guter Schriftgestaltung immer eine Portion Mut dazu. Mut etwas mal anders zu machen, Mut auch mal dazu zu stehen, wie man es selbst schön findet. Dadurch entstehen in der Schrift, im Design, im ganzen Leben Dinge, die etwas bewirken und auf die man stolz sein kann.
Deine Waffen: Experimentierfreude, Lust auf Neues

Ehrlichkeit

– Ich glaube fest daran, dass wenn du ehrlich zu dir selbst bist, du die Chance hast einen ganz persönlichen und einzigartigen Stil zu entwickeln. Weg von Trends und Schubladen. Dadurch wird für mich Schrift zu einer Kunst-, oder auch Ausdrucksform. Der Weg dahin ist vielleicht manchmal ein wenig holprig, aber das spielt keine Rolle.
Deine Waffen: Selbstreflektion

 

Ich freu mich auf das Bloggen bei Red Bug Culture und bin gespannt wie ihr zum Thema Lettering steht! :)
All the Best,
Lukas

7 Tipps für einen guten Schreibstil

7 Tipps für einen guten Schreibstil #1 Einführung

3. Januar 2018
Schreibstil
Guter Schreibstil: Was? Warum? Und wie?

Erstmal Hallo und ein wunderbares gutes Neues Jahr! Ich war so lange „weg“, dass ich sogar mein Passwort für den Blog vergessen habe, tz, tz. Aber – die Pause hat mir sehr gut getan. Pausen haben ihre eigene Magie und eigentlich bin ich damit schon voll im Thema. Denn genau darum wird es gehen: Wie wird ein Text magisch, wie bekommt er einen guten Rhythmus, ein gutes Tempo, Timing, Klarheit, Präzision aber auch Emotionalität und Originalität? Kurz – ich fange diese Jahr mit Beiträgen zum Thema Schreibstil an.

Eine Sache, mit der sich viele von euch vermutlich das letzte Mal in der Schule beschäftigt haben. Leider bleiben einem gerade diese Themen nicht immer in guter Erinnerung. Langweilige Lektüre, trockene Analysen von Texten, Debatten über Worte und Sätze, die einem damals vollkommen egal waren, weil man nur auf die Pause und den Love-Interest gewartet hat. Ja, ich spreche aus eigener Erfahrung.

Ich habe hier also die besondere Challenge, das Ganze so interessant zu machen, dass ihr nicht einschlaft oder wegklickt, denn – Freunde, ein guter Schreibstil ist die Creme de la Creme eines jeden Textes/Buches, die „Handschrift“ eines Autors, das, was euch von allen anderen AutoreInnen abhebt und unterscheidet, die Seele eures Schreibens, kurz: Das, worauf es wirklich ankommt.

Was ist überhaupt Stil oder Schreibstil?

Ich bin ja für die einfachen, naiven Fragen und stelle sie mir auch ständig. Nichts ist selbstverständlich, alles sollte man hinterfragen. Also: Was ist denn eigentlich mit Stil oder Schreibstil gemeint? Hm. Erinnert ihr euch an die Aufsätze, die man früher in der Schule schreiben musste? Da gab es (zumindest bei mir) 3 Kategorien, in denen der Aufsatz bewertet wurde:

  1. Inhalt
  2. Ausdruck
  3. Rechtschreibung

Inhalt ist eine wichtige Sache für ein Buch, hat aber nichts mit Stil zu tun. Ein Buch kann einen stinklangweiligen Inhalt haben, aber grandios geschrieben sein. Oder eine grandiose Geschichte kann sehr simpel und in einem grauenhaften Stil verfasst sein. Ebensowenig hat Rechtschreibung etwas mit Stil zu tun. Obwohl gerade Buchblogger gerne Sterne für Rechtschreibfehler abziehen, als wäre es eine Stilfrage – nope! Natürlich macht es keinen guten Eindruck und daher kann man es in eine Gesamtwertung einbeziehen, aber auch Rechschreibung hat mit Stil nichts zu tun. Mit Stil ist hier Ausdruck gemeint. Die Art, wie man es aufgeschrieben hat.

Vom Ausdruck und Ausführung zu Ergebnis und Inhalt

Ich hab mal eine Zeichnung gemacht, um ein wenig Klarheit in die Begriffe zu bringen. Und wie alles zusammenhängt. Es fängt damit an, dass man etwas macht …

  • Tätigkeit: Kann im Grunde alles sein. Also Schreiben – aber auch Skaten, sich Inspiriert von VÖRBY (Wikipedia) Katrin Bongardanziehen, entwerfen, designen, kochen, Blumenstecken …
  • Ergebnis: Nun, dass was eben dabei herauskommt. Ein Kleid, ein Buch, ein Blumengesteck, ein Skatetrick …
  • Art der Ausführung: Wie hat der Skater den Trick gemacht, wie werden die Blumen gesteckt, wie wurde das Essen gekocht, wie wurde der Text geschrieben?
  • Erscheinungsform: Wie  sieht das Blumengesteck aus, wie ist der fertige Text, wie sieht das fertige Gericht aus, wie sieht das Kleid aus?

Und das Wabbelige in der Mitte? Ups – sorry, das ist der Stil. Eben, nicht so klar nach allen Seiten abzugrenzen. Fast mehr eine Art „Gefühl“. Wie meinte ein Regisseur letztens, als er Musik unter ein Video legte: „Man spürt irgendwie, wenn es richtig ist und passt. Ist einfach ein Gefühl …“ Ja, stimmt und genau darum wird über Stil auch so oft gestritten. STIL steht hier zwischen der Art und Weise der Herstellung und der Erscheinungsform des (Kunst)werks, denn beides gehört mehr oder weniger in die Frage nach dem Stil hinein.

„Mehr oder weniger direkter Zusammenhang“. Denn manchmal macht man einen STIL eher an der Art der Ausführung fest (Skatetrick oder Schwimmstil). Man sagt, er hat einen guten Stil und meint die Ausführung. Und ein anderes Mal konzentriert man sich bei der Bewertung des STILS  eher auf das Ergebnis. Das Essen, das Kleid. Wie der Künstler dahin gekommen ist, ist dann nicht so interessant oder wichtig für die Bewertung wie das Ergebnis, das Produkt. Man fragt: Wie ist es geworden?

Trotzdem bleibt STIL eine vage Angelegenheit und dazu noch etwas, das sich mit der Zeit ändert. Stil hat nämlich auch sehr viel mit MODE und ZEITGEIST zu tun.

Schreibstil

Okay, ich werde mal präziser, denn die anderen Stile und Stilarten müssen uns ja hier nicht so sehr interessieren. Das Wort STIL ist seit dem 15 Jh. in Deutschland bekannt und kommt vermutlich von lat. stilus, was Stengel, Griffel und Schreibgerät (ja, genau!) bedeutet.

An einem Schriftstück konnte man früher sehr genau erkennen, wer etwas geschrieben hatte. Erstmal nur an dem Schreibgerät, der Handschrift und später hat man STIL auf die Art und Weise, also auch Ausdrucksweise des Schreibens/des Schreibers erweitert. Ich habe die obere Zeichnung zum Stil mal für den Schriftsteller übersetzt.Schreibstil

  • Tätigkeit? Klar, das Schreiben. Ich zähle auch das Nachdenken dazu, aber das ist mehr Vor-arbeit.
  • Das Ergebnis? Ist in diesem Fall der Text, das Buch.
  • Art der Ausführung? Wie hat der Autor den Text verfasst?
  • Erscheinungsform? Der Text, entweder gedruckt oder digital.

Meine Stilwolke habe ich nicht bewegt, aber in diesem Fall kann man genau einordnen, wovon man einen guten Schreibstil abhängig macht: Nämlich von dem Ergebnis, dem Buch oder Text. Klar, versucht man zu verstehen, wie eine AutorIn einen Text so gut oder schlecht geschrieben hat, aber im Grunde interessiert uns bei der Beurteilung des Schreibstils nicht die Art der Ausführung – auf dem Kopf stehend, mit Hand oder Computer geschrieben, aus Textzetteln zusammengeklebt oder in einem Stück geschrieben – sondern fast ausschließlich der fertige Text.

Wozu ein guter Schreibstil?

Puh, okay, das war anstrengend. Mein Kopf raucht. Wer jetzt denkt: Wozu das alles? Ich bin froh, wenn ich überhaupt mal was aufschreibe. Ich kann mich nicht auch noch darauf konzentrieren, dass das alles einen STIL hat. Deutsche Grammatik muss reichen. Für euch die frohe Botschaft (und ich weine ein wenig, denn als Künstlerin ist der Stil für mich absolut wichtig): Ihr könnt auch ohne einen guten Stil ein Buch und sogar ein sehr erfolgreiches Buch schreiben! Yay. Seht euch einfach die Amazon-Bestsellerliste, ach was, die meisten Bestsellerlisten an: Haufenweise Bücher, deren Stil nicht besonders gut und erst recht nicht individuell oder stylish ist oder auch nur gut ist. Denn – ich weine wieder – die meisten Leser können auf einen guten Stil recht gut verzichten. Hauptsache verständlich und emotional.

Aber – no judgment. Es liegt wohl auch daran, dass STIL für viele Menschen grundsätzlich keine so große Rolle spielt. Weder in ihrer Kleinung (man kauft, was es im Laden halt so gibt), noch in ihrer Wohnungseinrichtung (man kauft, was es bei Ikea oder Möbel Hübner so gibt). Und belässt es dabei. Schade. Wirklich sehr schade! Denn einen Stil zu haben, ist mehr als eine fancy Angelegenheit. Es ist Selbstausdruck. Es sagt: Das bin ich. Unverwechselbar. So schreibe ich, so singe ich, so richte ich mich ein, so ziehe ich mich an! Jeder Disneyfilm bringt uns das bei: Lass es raus. Zeig dich und deine Unverwechselbarkeit. Pass dich nicht länger an und verstecke dein So-Sein. Let ist go!

Here I stand. Hier stehe ich, so mache ich die Sache! The cold never bothered me anyway. Stört mich nicht, dass ihr friert, zieht euch warm an, hier komme ich!

Wie bekomme ich einen guten Schreibstil

Hui! (*Schweißwegwisch*). Nach diesem emotionalen Ausbruch bleibt jetzt nur noch das winzigwinzigkleine Problem: Und WIE schaffe ich das? Wie schaffe ich es, mich  so zu zeigen wie ich bin, so zu schreiben und einen wirklich GUTEN Schreibstil zu entwickeln? Hm. Beim ersten kann ich euch nur Mut machen. Vielleicht seht ihr das Video oben einfach ein paar Male und tanzt oder singt mit.

Und was den Schreibstil angeht – da lässt sich schon etwas machen. Auch wenn viel davon ein Gefühl ist. Doch auch ein Gefühl oder besser Gespür kann man erlernen. Es entwickelt sich, je länger man sich mit gutem Stil auseinandersetzt. Ihn studiert, beobachtet, ausprobiert. Genau deshalb ist es so un-end-lich wichtig, gute Bücher zu lesen.

Das muss nicht heißen, dass auf einmal langweilige, verschwurbelte Bücher auf dem SUB liegen. Viele sehr unterhaltsame Autoren haben einen sehr guten Schreibstil. Und weil ein guter Schreibstil nicht notwendigerweise kompliziert sein muss, sondern im Gegenteil ganz schlicht und einfach sein sollte, kann man auch mit guten Kinderbüchern anfangen. Und lernt so die Basis der Wort-Bau-Kunst.

Ausblick auf Themen

Ein Thema in Blogbeiträgen zu packen, hat für mich auf jeden Fall etwas mit Stil zu tun. Einfach verschiedene Stilregeln erläutern? Fehler aufzeigen? Irgendwie ist das nicht so meine Sache. Ich gehe lieber vom Ganzen aus, also einem guten Text. Wie sieht der aus? Wie muss der klingen? Und dann werde ich tiefer gehen und spezieller werden. Wie sieht ein gutes Kapitel, ein Satzabschnitt, ein Satz aus? Und wie ist das mit den einzelnen Worten (und den Pausen dazwischen)?  Gibt es No-go-Worte? Welche Worte sind besser als andere und – warum? Ehrlich gesagt freue ich mich darauf, dabei selbst noch etwas zu lernen.

By the way – Wie geht es euch mit einem guten Schreibstil? Spielt er eine Rolle? Macht er einen Unterschied?

Nächste Woche beginne ich mit einer der meistzitierten und vermutlich verwirrensten Regeln für Autoren: Show don’t tell. Das sagt man also Autoren: Zeig es und sprich nicht darüber. Na toll!

Ich jedenfalls werde nächste Woche genau darüber sprechen.

Bis dahin alles Gute

xoxo

Katrin

#rbpub #redbugwriting #amwriting

 

Red Bug Books

Ausblick 2018 – Was bleibt, was kommt und ein Silvesterbonbon

31. Dezember 2017
Ausblick 2018

Das Jahr ist fast um und auf allen Blogs poppen die Jahresrückblicke auf. Was ist mir uns? Hm, irgendwie ist uns dieses Jahr so überhaupt nicht nach einer Rückschau zumute. Stattdessen interessiert uns mehr der Ausblick 2018.

Um es gleich zu sagen: Vieles bleibt wie es ist! Wir werden weiterhin daran arbeiten, unser Label und unseren Blog zu verbessern. Das heißt nicht nur mehr zu veröffentlichen, sondern auch das, was wir machen, besser und nachhaltiger zu gestalten. Vieles, was in den letzten Jahren liegengeblieben ist, wird nun verbessert und schöner gemacht. Auch mit den Menschen, die uns begleiten, wollen wir noch achtsamer und aufmerksamer umgehen.

Was bleibt?

Bücher: Ja, wir werden weiter Bücher veröffentlichen. Logisch! Unserer genaue Planung und Vorschau können wir aber erst im Frühjahr preisgeben, daher habt ein wenig Geduld mit uns.

Schreib-Tipps: Auch die wird es weiter geben. Immer Mittwochs am #writerswednesday hier auf dem Blog. Wie die meisten wissen, sind wir sehr stark auf Pinterest, dort findet ihr auch alle unsere Schreib-Tipps gesammelt auf einem Board. Ihr seid mehr bei Twitter und Facebook? Dort weisen wir regelmäßig auf neue und alte Beiträge hin. Am besten folgt ihr unseren Accounts oder schaut regelmäßig auf unsere Startfeeds.

Worksheets: Also Arbeitsblätter. Klar, auch die gibt es weiterhin regelmäßig zu den Blogbeiträgen. Newsletter-Abonnenten wissen es: Es gibt mittlerweile seeehr viele tolle Worksheets, die ihr euch entweder aus den Blogbeiträgen zusammensuchen oder – noch einfacher – regelmäßig als Worksheetbibliothek im Newsletter zugeschicken lassen könnt.

Mindful Monday: Unsere Reflektionen über den Buchmarkt, die Literatur, das Leben ganz allgemein sind uns wichtig und werden in 2018 hoffentlich noch zahlreicher werden.

Was kommt?

Neue Cover: Wir haben in 2017 schon damit begonnen, Buchserien zu überarbeiten und neue Cover zu gestalten. Buchcover sind Aushängeschilder für Bücher und den Verlag. Da uns sehr an einem einheitlichen und ganz besonderen Look liegt, wird es auch im neuen Jahr neue Cover für einige Bücher und Buchserien geben.

Serien-Fortsetzungen: Was ist das Schöne an einer Serie? Sie setzt sich fort! Was ist so schrecklich daran? Manchmal muss man soooo lange auf die Fortsetzung warten. Für uns waren besonders die Serien oft schwer planbar, da Menschen – nun eben Menschen sind und Schriftsteller ganz besonders sensible Exemplare dieser Gattung. Welche Serie wann fortgesetzt wird, planen wir im Frühjahr sehr genau und berichten dann.

DIY-Donnerstag: Oh, und hier kommt nun die erste echte Neuerung. Denn ab 2018 wird es einen DIY-Donnerstag geben. Für den haben sich vier Redbugx zusammengetan und werden im Jahr 2018 jeweils 12 Blogbeiträge schreiben.

      • Lukas, der Letterer erklärt:
        – Wie schüttel ich ein einfaches und kraftvolles Lettering aus dem Ärmel
        – Das Wunder des einzelnen Buchstabens: Über Schönheit, Spannung & Balance. 
        – Der Handlettering-Entwurfsprozess
        – Typografie–Lettering–Kalligrafie: Was ist was?
        – Tipps für die Gestaltung deines eigenen Font
      •  Katrin, Coverexpertin verrät:
        – Wie man mit Covern Leser leiten und verleiten kann
        – Was gehört auf ein Cover, was ist wichtig, wie ordne ich es an?
        – Wo bekomme ich Bilder, Muster und Vorlagen her? Wie baue ich sie ein.
        – Tipps für die Gestaltung deines eigenen Buchcovers
      •  Isa, das Social-Media-Medium wird:
        – Über die 12 Archtetypen schreiben.
      •  Uwe, der E-Pub-Experte erläutert:
        – Basics, die man kennen sollte, um eine Epub from Scratch zu erstellen.
        – Essentials über Epub-Tools wie: InDesign, Sigil, Jutooh und Ulysses.
        – Kleine Insights, um die Epub dann auch noch schön aussehen zu lassen.
                       
Silvesterbonbon

Ausblick 2018Wer sich bis hierhin durch unsere Pläne durchgearbeitet hat, hat eindeutig eine Belohnung verdient. Lesestoff! Für ein paar Tage ganz günstig. In der Silvesteraktion von Tolino-Media gibt es Flying Moon – Premiere bis zum 2.1.2018 für nur 1, 99 Euro. Es ist der 3. Band der Serie, lässt sich aber auch wunderbar als Einzelband lesen. Und weil manche Leser mobi bevorzugen, haben wir das Buch parallel bei Amazon auch bis zum 2.1.2018 heruntergesetzt.

Tja, das wäre unser Ausblick 2018. Und? Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr vielleicht sogar Wünsche an uns? Welche Serie soll fortgesetzt werden, welche Schreib-Tipps fehlen euch noch? Last but not least – was habt ihr euch denn für 2018 vorgenommen??

Eine guten Rutsch ins Neue Jahr wüüüüünschen!

Die Redbugx

 

 

Adventskalender 2017

Adventskalender 2017 – Tag 24

24. Dezember 2017
Adventskalender 2017 – Tag 24

Es ist soweit! Und bevor du in Kugeln, Tannennadeln und Tiramisu versinkst- hier noch ein Geschenk von uns. Zur Feier des Tages ein ganz besonders glamouröses Buch, dass die glitzernde Filmwelt und die stille Natur Schwedens vereint. Liebe, Familie und Freundschaft. Perfekt für den ersten Weihnachtsfeiertag, wenn das Haus noch still ist und der Baum in der Sonne glitzert. Frohe Weihnachten euch allen!

FLYING MOON – PREMIERE

Schon zweimal hat Moon den Jungschauspieler Lasse Paulsen getroffen. Jedes Mal war es Liebe und Leidenschaft, aber immer hat das Schicksal die beiden wieder getrennt. Als sie sich zum dritten Mal auf einer Premiere treffen, könnte es endlich eine Zukunft für das Paar zu geben. Lasse will nach Berlin ziehen und Moon hat die Schule beendet und ist frei. Nur ist Lasses Leben alles andere als einfach. Seine Karriere hebt ab und er wird schnell immer bekannter und begehrter. Und Moon hat ein eigenes Leben und Freunde, die sie nicht vernachlässigen will. Lasse gibt nicht auf und lädt Moon zu dem legendären Weihnachtsfest bei Lasses Familie in Schweden ein – doch dort warten neue Überraschungen …

Der dritte Teil der Film-Love-Story diesmal aus Moons und Lasses Perspektive erzählt.

GEWONNEN! Flying Moon PREMIERE geht an Büchervielfalt!

Wenn du mit Lasse und Moon Weihnachten feiern willst, kommentiere einfach bis 24 Uhr unter diesem Beitrag. Am nächsten Tag verlosen wir und verkünden hier den/die GewinnerIn, die ihr Päckchen dann sofort bekommt.

Merry Christmas! Von allen Redbugx

***Unser Adventskalender ist für unsere Buchbloggerfreunde und alle RedBug-Fans. Wer mitmachen möchte – gerne! Schreibt euch entweder in den Newsletter speziell für Buchblogger ein,  oder in den Newsletter für Leser, Autoren und RedBug-Freunde. Damit erhaltet ihr übrigens auch Zugang zu allen Worksheets mit Schreibtipps.***

Adventskalender 2017

Adventskalender 2017 – Tag 23

22. Dezember 2017
Adventskalender 2017 – Tag 22

Okay, wir geben’s ja zu…wir sind echte Berlin Fans. Da kann der Himmel über dem Kiez noch so grau sein, irgendwo entdeckt man ein buntes Graffiti oder einen frechen Spruch, zwei sich intensiv unterhaltende Kreative oder den Ladenbesitzer, der seit zwanzig Jahren sein Schild nach draußen stellt. Und irgendwie ist alles wieder gut. Welche Stadt willst du unbedingt einmal in der Weihnachtszeit besuchen?

 

BERLIN LOVE – Mädchenflüsterer

Louis ist ein erfolgreicher Mädchenflüsterer. Anders als der klassische Frauenversteher punktet er auf die unterschwellige Art. Auch Maya fühlt sich magisch von ihm angezogen und schwebt im siebten Himmel, als er sie auf eine Hochhaus-Baustelle zu einer seiner legendären Partys einlädt. Was sie nicht ahnen kann: Louis ist in die unnahbare Muriel verliebt …

GEWONNEN! Berlin Love geht an Sabrina!

Wenn du dich in Berlin verlieben willst, kommentiere einfach bis 24 Uhr unter diesem Beitrag. Am nächsten Tag verlosen wir und verkünden hier den/die GewinnerIn, die ihr Päckchen dann sofort bekommt.

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Adventskalender 2017

Adventskalender 2017 – Tag 22

22. Dezember 2017
Adventskalender 2017 – Tag 22

Manche Dinge lassen sich am besten in Gedichten ausdrücken. Wenn das Herz bis zum Hals klopft und die Augen nutzlos blinzeln und das Leben einem die Sprache verschlagen hat. Dann können ein paar einfache Worte eine gewaltige Wirkung entfalten. Unser heutiges Buch ist ein Gedichtband, der genau das macht. Das Leben verdichtet und einem das Gefühl gibt, dass manche Dinge zu echt sind um sie in lange Sätze zu verpacken. Kraftvoll, lebendig, echt.

STATION UC

WEGGEKIPPT AUFGESETZT
AN DEN SCHRANK GESCHLAGEN
DIE SPRACHE VERLOREN
AN LETZTE ZEICHEN

Uwe Carow hat die Realität in ihre Schranken gewiesen,
sie gezwungen, vor seiner Sprache zurückzuweichen.

Hanna Haupt
aus der Laudatio zum
Brandenburgischen Literaturpreis

 

GEWONNEN! Station UC geht an Sabine!

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Hav en god dag! (Hab einen tollen Tag…auf Dänisch!)

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