Martin Luther 2017

Martin Luther #8 Gott übersetzen

23. Februar 2017
Gott übersetzen

Zeus oder Poseidon um 460 vor Christi

Seit ich es im Theologiestudium gelernt habe, fasziniert es mich: Wie haben die ersten Menschen, die dann irgendwann nicht mehr an viele Götter (man denke Zeus und Merkus etc.), sondern an EINEN Gott geglaubt haben, ihn genannt?

Etwa Gott?

Echt jetzt? So profan? Ich meine: Ihr (Römer) sagt Götter und wir sagen – GOTT? Ist das echt der beste Werbeslogan, den ihr auf Lager habt? Für das neue Konzept? Den NEUEN Glauben?

Oh, nein, die ersten Monotheisten, die Juden, hatten ein ziemlich gutes Konzept für ihren neuen Glauben. Ein Wahnsinnskonzept! Der neue Gott, war nicht einfach: Gott.

Leider hat das Konzept ein wenig unter der Übersetzung gelitten. Woran – in bester Absicht – auch Luther schuld ist. Kein Vorwurf! Eher atemlose Bewunderung für jemanden, der sich mit Althebräisch, Griechisch, Latein und Deutsch so gut auskannte, dass er diese Schriften überhaupt übersetzen konnte. Der Reihe nach:

Luther übersetzt

Im Herbst 1521 übersetzte Luther das Neue Testament in nur elf Wochen ins Deutsche. Als Vorlage dienten ihm unter anderem die Bibel von Erasmus von Rotterdam. Auf Griechisch. In der Sprache, in der die Texte des Neuen Testaments ursprünglich aufgeschrieben worden sind. Eine schlaue Entscheidung, wenn man eine gute, eine möglichst wahrheitsgetreue Übersetzung möchte, und das wollte Luther.

Ganz logisch folgte für Luther ab 1523- 1534 die Übersetzung der Schriften des späteren Alten Testaments. Und folgerichtig übersetzte er sie mit seinen Kollegen aus dem Althebräischen.

Althebräisch

Für mein Theologie-Studium musste ich Althebräisch lernen. Eine Sprache, die mir liegt, da sie mehr mit Zeichnen als mit Schreiben zu tun hat. Ich mag das Schriftbild.

Althebräisch wird von rechts nach links geschrieben und besteht nur aus Konsonanten. In Deutsch sähe das ungefähr so aus: MM ist Mama. BRT ist Brot. TXT ist Text. Wenn man das lesen will, geht es erstaunlich gut. Das meiste ergibt sich aus dem Kontext.

Punktation

Später hat man angefangen, das Ganze mal etwas verständlicher und deutungssicherer zu machen und 7 Vokalqualitäten eingeführt. Das sind übrigen keine Buchstaben, sondern Punkte bzw. kleine Striche, die – vereinfacht gesagt -anzeigen, ob man ein a oder o oder u einfügen muss. Was ja auch einfacher war, als in die alten Texte überall Vokale hineinzuquetschen. Ein Text mit eingefügten Vokalzeichen heißt „punktiert“.

Der kleine T-Träger ist also Lautqualität: a. Auf Deutsch könnte Mama dann so aussehen. Der „Vokal“ steht immer unter dem Buchstaben und wird danach eingefügt. So könnte man Mama tatsächlich von rechts oder links aus lesen.

Die alte Schrift

Für Luther und seine Kollegen war es ganz klar, dass man für eine gute Übersetzung die frühesten Urschriften verwenden muss. Das waren zu seiner Zeit die Handschriften der Masoreten. In Althebräisch mit angefügter Punktation (und ihr wisst ja jetzt auch, was das bedeutet.)

Man kannte damals nichts Neueres. (Heute übrigens schon: Ab 1947 hat man in elf Felshöhlen im Westjordanland etwa 850 Schriftrollen aus der Antike gefunden (Qumranschriften), die von etwa 500 verschiedenen Schreibern zwischen 250 v. Chr. und 40 n. Chr. erstellt wurden. Logisch waren da auch Schriften dabei, die später Bibelschriften wurden. Ein wahnsinniger Fund, aber das ist eine andere Geschichte.)

Ich will nur sagen: Luther war ganz nah dran an dem alten Gott. Dem neuen Konzept. Denn in diesen althebräischen Schriften ging es um DEN Gott. Wer war der Typ? Wie war der Typ?

Der Gott der Juden

Mein Theologieprofessor, Friedrich-Wilhelm Marquardt, war ein … Querdenker, ein Kopfaufbrecher. Einer von den Professoren, die man sich glücklich schätzen kann, in seinem Leben getroffen zu haben. Er ist schon länger tot, aber ich denke gerne an ihn. Mit Hochachtung. Eine „pointierte Stimme im jüdisch-christlichen Dialog“ (Wikipedia). Oder auch jemand, der sich ziemlich gut mit dem jüdischen Denken auskannte. Also der Kultur und den Menschen, die das Alte Testament verfasst haben. Von meinem Professor habe ich gelernt, dass die Juden den Namen ihres Gottes nicht aussprechen. Hä?

Wir beschwören das Höchste und können – nichts sagen? Wir haben da eine heilige Schrift, die lesen wir täglich, aber wir sprechen das Wort „Gott“ nicht aus? Wie machen wir das? Was machen wir dann?

Der, dessen Name nicht genannt werden darf

Nein, nicht Voldemort. Aber schon eine große starke Macht, der man mit einem WORT und überhaupt Sprache (die ja nur von Menschen erfunden wurde) nicht gerecht werden kann. Weshalb die Juden gesagt haben: Im Prinzip kann man den Namen dieser großen Macht nicht ausprechen. Unmöglich. Also, immer wenn wir über hämhämhäm reden, sagen wir etwas anderes. Nämlich: (mein) Herr.

Denn wir haben zwar ein Wort für Gott, doch das nehmen wir ja schon für all die anderen Götter wie Zeus und so.

„Gott“schreiben

Okay, schon klar. Guter Trick. Aber was machen wir nun, wenn wir über Gott – also den, dessen Name nicht genannt werden darf – schreiben wollen?

Um es nicht unnötig spannend zu machen: Es gibt den, dessen Name nicht genannt werden darf in den alten Schriften. Er wird mit vier Buchstaben gekennzeichnet. Was ihr hier oben seht, sind die hebräischen Buchstaben JHWH (von rechts nach links). Auch Tetragram genannt. Also Vierbuchstabenwort (nicht punktiert).

JHWH ist also der, dessen Name nicht gesagt werden darf. Es gibt sogar eine Bibelstelle, wo er sich seinem Volk vorstellt:

Übersetzt: „Ich bin JHWH, dein Gott (…)  du sollt keine andern Götter haben neben mir.“ (Moses 20,2-3).

YES! müssen die Übersetzer hier ausgerufen haben. Da haben wir sie alle nebeneinander. Die Wörter für Gott und Götter und dann noch diese 4 Buchstaben, die also hämhämhäm sind.

Gott lesen

Kleines Problem: Wie übersetze ich nun diese 4 Zeichen? Am besten doch wohl gar nicht. Gar nicht? Das höchste Prinzip? Oder man nimmt die Buchstaben einfach so. Als Zeichen? Aber wie soll man das den Leuten verkaufen?

Moment mal, haben sich Luther und die Kollegen vielleicht gesagt: Wieso übersetzen wir diese 4 Zeichen nicht mit dem Wort, das die Juden immer lesen, wenn sie an diese Stelle kommen. Die sprechen zwar die 4 Buchstaben nicht aus, aber sie sagen schon etwas, wenn sie den Text lesen. Nämlich: (mein) Herr.

Luther übersetzt Gott

Aber nun, Herr? Das ist ja nicht so ganz richtig. Und auch, wenn damals ganz sicher keine Frau unter den Übersetzern war, gab es schon das Gefühl, dass es eine bessere Lösung geben musste. Was haben Luther und sein Team also mit diesem Zeichen gemacht? Wie sollte er JHWH = GOTT übersetzen?

Nun, er hat HERR einfach mal groß geschrieben. Schaut in eure Lutherbibel. Genau. Groß. Das ist GOTT.

Statt den 4 Zeichen – 4 anderer Zeichen. HERR. Es war ja auch irgendwie richtig, auch wenn es schade ist, dass es nun HERR ist und nicht etwas, was weder männlich noch weiblich ist.

Also an alle Feministinnen: Luther und Co sind schuld. Und an alle Ungläubigen: Freunde, es geht hier nicht um Gott. Und an Luther: Good work.

Die neue Lutherbibel

Die Bibelgesellschaft hat übrigens im Lutherjahr 2017 die Lutherbibel in einer neuen, überarbeiteten Form herausgebracht. 70 TheologInnen  haben 5 Jahre lang daran gearbeitet. Etwa 40 Prozent sind geändert worden. HERR ist gleichgeblieben.

„Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ (Neue Lutherbibel 2017)

7 Schritte zu deiner EPUB

7 Schritte zu deiner EPUB #1 Einblicke

22. Februar 2017

Ab heute werde ich Katrin für 7 Wochen ablösen und erklären, was eine EPUB ist, wie sie sich zusammensetzt und wie ihr sie selber so schön gestalten könnt, dass ihr ein wunderschönes E-Book erhaltet. Wie gestalte ich mein Manuskript, um es bei Amazon, Tolino Media oder, oder … hochzuladen, damit Menschen es downloaden/kaufen und auf ihren E-Readern lesen können?

Am Ende dieser Reihe gibt es dann ein kleines Geschenk – mein ganz persönliches EPUB-Template – mit dem schon ein großer Teil an EPUB-Arbeit für euch erledigt ist. Eine Art Arbeitsgrundlage.

Okay, ihr schreibt, ihr habt ein Manuskript, ihr wollt es selber herausbringen – aber wie geht das? Ist ein Manuskript fertig geschrieben, überarbeitet, gekürzt, lektoriert und korrigiert, stellt sich die Frage: Wie konvertiere ich den Word-Text jetzt in eine EPUB?

Was ist EPUB?

Als wir 2011 mit unserem E-Book Label Red Bug Books gestartet sind, hatte ich keine Ahnung, von HTML, CSS, und wußte auch nicht, was EPUB ist. Ich denke, den meisten Autoren geht es heute noch genauso. Für die meisten ist Word das Textverarbeitungsprogramm, in dem sie ihre Manuskripte verfassen und stehen dann vor der Frage, wie sie ihr Manuskript in ein E-Buch verwandeln können.

Seit 2011 hat sich eine Menge getan. Es gibt neue Programme und Dienstleister, die den Autoren zur Verfügung stehen, und auch die Distributionsplattformen sind bemüht, die Konvertierungshürde von Word zu EPUB immer niedriger zu legen. Auf einigen Plattformen, wie Amazon und Tolino Media kann man einfach eine Worddatei hochladen und sie wird dort automatisch in ein EPUB Format konvertiert. Wo ist der Haken?

In allen Fällen hängen die Ergebnisse sehr davon ab, wie sauber die Worddatei formatiert ist. Sogar in Büchern renommierter Autoren sieht man immer wieder seltsame Formatierungen und E-Books angesehener Verlage müssen zurückgezogen werden, weil sie zu viele Formatierungsfehler aufweisen.

Did it myself

Natürlich gab es auch 2011 schon einige Programme wie Calibre, Sigil etc, die eine Textdatei mehr oder weniger automatisch konvertierten. Das Ergebnis ließ allerdings meist sehr zu wünschen übrig. Man konnte direkt aus Indesign – ich glaube ab Version CS4 – eine EPUB exportieren. Aber auch das funktionierte nicht wirklich gut. Fast alle Layout-Funktionen, die Indesign bereitstell und es zu einem so hervorragenden Tool für Print machen, spielen für ein E-Book keine Rolle. Ich musste das Layout dann meist soweit runterschrauben, bis ich fast wieder bei Word angelangt war.

Also um es gleich zu sagen, ich habe mir damals angewöhnt, die Word-Datei direkt mit HTML-Tags auszustatten und diese dann kapitelweise in XHTML-Dateien zu verwandeln. Das funktionierte super. Und ich arbeite heute weitgehend noch immer so.

Wie  sieht eine EPUB von innen aus?

Um das zu können oder vielleicht den Text gleich von Hand in eine EPUB zu verwandeln, musste ich mir zuerst einmal klar machen, was eine EPUB überhaupt ist und wie sie funktioniert.

Klar, im Gegensatz zu einem gedruckten Buch oder einer PDF, kann ein Leser die Schriftart, die Größe der Buchstaben, Seitenränder, Zeilenabstände selbst wählen und damit das Aussehen des Textes verändern. Außerdem passt sich, wie wir wissen, der Textfluss der EPUB der Größe des jeweiligen Bildschirms an. Das kennen wir ja von Webseiten, Blogs und E-Mails. Und wenn man mal in eine EPUB hineinschaut, erinnert sie im Aufbau auch an eine Webseite. Es gibt zum Beispiel wie bei einer Webseite HTML beziehungsweise XHTML-Dateien, Bildordner, Stylesheets, etc.

Das was aussieht wie eine einzige Datei, ist eigentlich eine ganze Reihe von Dateien und Ordnern, die in einem Zipordner zusammengefasst und statt der Endung .zip die Endung .epub erhalten haben. Hier mal ein Beispiel aus einem Template.

epub template zip

Unzipped man eine EBUP, findet man zwei Ordner und eine Datei:

OEBPS und Co.

Ich stelle sie hier ganz kurz vor, damit man einen ersten Überblick bekommt.

Zuerst ist da eine mimetype Datei. Dort steht lediglich eine Zeile: application/Epub+zip. Sie ist dafür da, dass die Endgeräte erkennen: Hey, da kommt ein E-Book. Die lassen wir einfach in Ruhe. 

Dann gibt es dort ein Verzeichnis namens META-INF. Auch das bleibt unangetastet. Hier befindet sich eine xml Datei, die auf den Stammordner der EPUB verweist, in dem die .opf Datei liegt. Die .opf Datei zeigt dem der E-Reader, wo er alle Informationen und Dateien zum Buch findet.

Und als drittes gibt es einen Ordner namens OEBPS. (Open E-Book Publication Structure Specification). Das ist der interessante Ordner. Hier befindet sich das eigentliche Buch, der Text, die Fotos, etc. Wenn man ihn öffnet, findet man eine Ebene darunter wieder mehrere Ordner und zwei Dateien.

Die Dateien sind:
  • eine .opf Datei. Hier sind die Metadaten, wie Titel des Buches, Autor, evtl. ISBN, Erscheinungsdatum, Sprache, in der das Buch geschrieben ist, etc. hinterlegt. Hier werden alle XHTML-Dateien, Fotos, CSS etc aufgelistet und auf die Navigationsstruktur verwiesen. Im Gegensatz zu Webseiten, auf denen man frei umherklicken kann, soll ein E-Book ja in einer bestimmten Reihenfolge gelesen werden.
  • eine .ncx Datei, die das interaktive Inhaltsverzeichnis steuert.
Die Ordner sind in diesem Fall:
  • images mit dem Coverbild und anderen Bildern, Fotos, Diagrammen, Illustrationen etc., falls das Buch welche enthält. Hier sind es noch ein Porträtfoto vom Autor und das Logo des Verlags.

  • styles, in dem die CSS Datei zu finden ist. In diesem Fall mit dem Namen redbug-styling.css. Damit kann man die Formatierungen im Text steuern und beeinflussen, wie der Text auf den Readern erscheint.

  • text, in dem sich xhtml Dateien mit dem Inhalt des Buches befinden. Dabei bekommt jedes Kapitel im Buch eine eigene Datei. Hier durchnummeriert sec_001; sec_002; etc. sec steht dabei für section. Also Buchabschnitt. Wegen der besseren Übersicht habe ich mir damals angewöhnt, hinter der Nummerierung den Inhalt des Buchabschnitts zu vermerken.

Falls ihr Fragen habt, auch ganz konkret, immer her damit. In der nächsten Woche schaue ich mir die opf und ncx-Dateien einmal genauer an.

Bis dahin eine gute Woche!

Uwe

#rbpub #redbugwriting

Martin Luther 2017

Martin Luther #7 Wie reden Engel?

16. Februar 2017

Wie reden Engel?

Diese Frage muss sich Luther doch oft gestellt haben, als er die Bibel übersetzte. Aus dem Konfirmandenunterricht habe ich mitgenommen, dass Luther der Verehrung von Engeln sehr kritisch gegenüberstand. Man brauchte sie nicht, um mit Gott reden zu können. Obwohl er sie nicht für verehrungswürdig hielt, har er aber offensichtlich nicht nur an die Existenz von Engeln, Dämonen und Teufeln geglaubt, sondern sie auch wahrgenommen.

Begriffe ändern sich.

Nach der Ächtung im Wormser Edikt war Martin Luther vogelfrei. Das hört sich eigentlich gut an. Frei wie ein Vogel, wer möchte das nicht sein? Ungebunden umherfliegen, tun und lassen können, was einem beliebt. Bis zum 16. Jhd wurde der Begriff auch eher so benutzt. Vrî als ein vogel ûf dem zwî sagt zum Beispiel Konrad von Würzburg im 13.Jhd. Erst im 16. Jhd wurde der Begriff im Sinne von Rechtlosigkeit genutzt. Wer vogelfrei war, konnte straflos getötet werden, ihm durfte weder Essen noch Behausung gewährt werden. Falls er verheiratet gewesen sein sollte, wurde seine Frau vorsorglich zur Witwe erklärt.

Im Gehäus auf der Wartburg

Luther hatte Glück, mächtige Freunde – und plötzlich viel Zeit. Man entführte ihn auf die Wartburg. Dort machte er sich, wie wir alle gelernt haben, daran, die Bibel zu übersetzen.

Habe ich mir immer sehr gemütlich vorgestellt. Schöngeistig in einer Schreibstube mit Ruhe und Stift. Eigentlich genauso wie bei Dürer, der ein paar Jahre vorher seinen Hieronymus ins Gehäus gesetzt hatte. Man muss wissen, Hieronymus hatte gut 1100 Jahre vor Luther in Bethlehem große Teile der Bibel ins Lateinische übersetzt. Seine Vulgata war die maßgebliche Bibelübersetzung für die katholische Kirche. Dürer hat seinen Stich ab ca. 1510 verbreiten lassen. Gut zehn Jahre später sitzt Luther auf der Wartburg und übersetzt. Zufall. Irgendwie lag das wohl in der Luft.

Vergleicht man Dürers Meisterstich mit dem Lutherreliquienzimmer auf der Wartburg, sieht das doch ganz ähnlich aus. Mit Sicherheit kannte Kurfürst Friedrich der Weise Dürers Kupferstich, als er das Zimmerchen auf der Wartburg einrichten ließ. Gut, es fehlen die wichtigen Attribute des Heiligen Hieronymus. Der Kardinalshut, das Stundenglas und der Totenschädel, die ihn immer an die Vergänglichkeit des irdischen Daseins erinnern sollten. Und natürlich der Löwe. Dem soll Hieronymus der Legende nach, während seines Eremitendaseins in der Wüste, einen Dorn aus der Pranke gezogen haben. Woraufhin der Löwe ihm ein zahmer Begleiter wurde.

Auch um Luther ranken sich Legenden. Er soll sich z.B. nächtlichen Angriffen von Dämonen und Teufeln durch einem gezielten Wurf mit dem Tintenfass gewehrt haben. Der berühmte – oft nachgemalte – Fleck der verspritzten Tinte ist auf dem Bild leider nicht mehr zu sehen. Leider auch keine Spur von den Dämonen.

 Wartburg

Übersetzungsprobleme

In dieser Stube hat Luther die Bibel also ins Deutsche übersetzt. Erstmal das Neue Testament. Ins Deutsche? Das ist ein anderes Thema, eigentlich hat er das Deutsche mit der Bibelübersetzung neu erfunden. Aber da Sprache ein sehr wandlungsfähiges Ding ist, fällt es schwer, den originalen Luthertext heute zu lesen. Er ist mittlerweile mehrfach „modernisiert“ worden. Whatever.

Ich könnte mir vorstellen, dass auch die Suche nach den richtigen Worten Luther manchmal heftig zugesetzt hat, und dass die Worte und die Tinte einfach nicht so aus der Feder liefen, wie sie sollten. Da kann man schon Mal ein Tintenfass werfen.

Die Verkündigung

Folgendes Szenario: 1 Kapitel im Lukasevangelium: Gott möchte einen Menschensohn auf die Erde schicken. Er hat dazu Maria ausgewählt, die ihm diesen Sohn gebären soll. Um Maria darauf vorzubereiten, schickt Gott seinen Engel Gabriel zu Maria, der ihr die Sache erklären soll. Was sagt nun der Engel?

Der von mir hochverehrte Eugen Drewermann hat in einem Interview zu seinem neuen Buch über Luther Folgendes erläutert:

»Im Lateinischen in der Übersetzung, die die katholische Kirche bis heute beibehält, steht: ›Du bist voll der Gnade.‹ Und Luther sagt neun Jahre später im Brief zum Dolmetschen: ›Das geht überhaupt nicht. Die Deutschen denken dann an ein gefülltes Bierfass.‹ Und es steht griechisch nicht da. Griechisch steht da das Partizip Passiv Perfekt von einem Wort, das von Gnade abgeleitet ist. Sagt man jetzt ›du Begnadigte‹, dann wäre Maria freigesprochen worden von ihrer Schuld, sozusagen in Huntsville noch gerade dem Galgen entronnen. Das wird der Engel nicht gemeint haben. Oder wollte er sagen: ›du Begnadete‹? Dann wäre in Maria etwas wie Beethoven oder Goethe zu vermuten. Auch nicht ist das gemeint. Luther schreibt neun Jahre nach seiner Bibelübersetzung: ›Ich hätte sagen sollen: So redet der Engel. Es grüßt dich Gott, du liebe Maria.‹«

In unserer Familienbibel (Lutherbibel revidierte Fassung von 1984) heißt es in LK 1,23: Sei gegrüßt, du Begnadete! Irgendwie weiß man, was gemeint ist.

Wie reden Engel?

Die Frage, die aber doch eigentlich im Raum steht ist. Halloooo! Engel? Wie reden die denn überhaupt? Welche Sprache? Hört man die? Ich meine, mit den Ohren. Oder pflanzen sie einem Gedanken direkt ins Gehirn, ins Herz? Woher kommen die plötzlichen Eingaben, Intuitionen, unausweichlichen Entscheidungen? Da haben es die bildenden Künstler vielleicht etwas einfacher als die Autoren.

Der Engel, Gott und die Taube

Sie haben sich natürlich auf unzähligen Darstellungen dieser wichtigen biblischen Geschichte angenommen. Auf den beiden Stichen hier – von Martin Schongauer und Albrecht Dürer – scheint der Engel jedenfalls gar nicht den Mund aufzumachen. Er segnet die Botschaft nur irgendwie ab. Maria sitzt demütig mit dem Rücken zum Engel. Ihre keusche Unschuld durch die Lilie der Reinheit symbolisiert. Die Message selbst scheint irgendwie auch mit der Taube zu tun zu haben, die wohl den Heiligen Geist darstellt. (Damals kann es die berühmte Trinität ja noch nicht gegeben haben, sondern nur eine Dualität aus Gott und dem Heiligen Geist, oder?) Überbringt die Taube, der Geist Gottes, also die Botschaft? Auf beiden Darstellungen scheint Maria den Engel jedenfalls nicht wirklich wahrzunehmen.

Wie reden Engel

Bei Martin Schongauer sitzt er noch weit im Hintergrund. Die Botschaft kommt als feiner Strahl direkt aus Gottes Wolke. Hier stören die Engelsflügel nicht. Im Gegenteil sie können in ihrer voller Pracht ausgebreitet werden. Der Strahl Gottes trifft Maria trotzdem und zwar mitten in den Scheitel. Man spürt direkt, wie die Botschaft mit einem kleinen Pikser in ihr Hirn gepflanzt wird.

Dreißig Jahre später, um 1510, muss der Engel seinen Flügel extra zurückklappen, um die Nachricht, die Gott aus den Wolken sendet, nicht zu stören. Maria hat zwar die Augen geöffnet, sie scheint aber zu lauschen. Schon fast auf die Botschaft zu reagieren. Whaaaaat? Sie kann es nicht fassen. Und Gabriel sitzt nur dabei: Maria, reg dich nicht auf, alles klar, du machst das schon. Du Begnadete, voller Gnaden Begnadigte, du hast Gnade bei Gott gefunden, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Jesus geben.

Da fliegt das Tintenfass.

 

 

7 Tipps (nicht nur) für Schreibanfänger

7 Tipps (nicht nur) für Schreibanfänger #7 Kürzen

15. Februar 2017

Heute gibt es um das Kürzen. Auch ein hochsensibles Thema. Denn wir Autoren wissen es ja alle: Es tut so gut, wenn man die ersten 5000 Worte auf dem Papier hat, täglich den Wortfortschritt zählt, am Ende sagen kann: 300 oder 400 Seiten „geschafft“. Irgendwie leben wir ja auch in einer Gesellschaft, die tief im Inneren der Überzeugung ist: Mehr ist besser. Mehor Besitz, mehr Wissen, mehr Liebe, mehr Zuwendung. Und ganz logisch scheint es dann zu sein, dass es auch besser ist, mehr Worte auf dem Papier oder in seinem späteren Buch zu haben. Es gibt Selfpublisher, die berechnen die Pv.H.reise ihrer Werke nach Umfang. Mehr Seiten – höherer Preis. Und Amazon rechnet bei der Ausleihe die Seitenzahlen ab. Je umfangreicher, desto besser – oder?

Umdenken

Nein. Kürzen ist eine Form der Überarbeitung und ein ganz wichtiger Schritt für die Verbesserung meines Manuskripts. Ich gebe zu, wenn ich Probleme mit dem Kürzen habe, dann eher psychologische, als technische. Helfen tut mir dann die Erinnerung an meine Zeit als Drehbuchautorin, denn da ging es ganz brutal zu. Denn was der Drehbuchautor nicht kürzt, dreht der Regisseur nicht oder halbherzig. Und was der Regisseur zuviel dreht, schneidet der Cutter weg und was der noch übrig lässt, fällt dann dem Urteil des Produzenten zum Opfer. Kill your Darlings kommt genau aus dieser Situation. „Gewöhn dich lieber gleich daran, dass du vermutlich von den besten Stellen Abschied nehmen musst.“ Echt?

Kill your darlings

Ein Drehbuch/Buch ist am besten, wenn es aus einem Guss ist. Der Traum ist natürlich ein Buch, an dem niemand mehr etwas wegstreichen will. An dem man auch gar nichts wegstreichen kann, weil dann etwas fehlen würde. Das so auf den Punkt genau funktioniert, dass es unangreifbar ist.

Nun, genau dafür kürze ich. Aus einem Guss heißt, dass die Szenen in meinem Buch, die nicht unbedingt wichtig sind, Nebengedanken, die nichts zum Thema beitragen, Dialoge, die die Handlung nicht voranbringen, gestrichen werden. Leider heißt das oft aber auch, dass sehr geniale Nebengedanken und einfach irre witzige Dialoge, die nicht in (dieses) Buch passen, gestrichen werden müssen. Freunde, das ist so hart! Kleiner Fun-Fakt über mich: Früher habe ich geniale Passagen in einer Extradatei gesammelt, um sie irgendwann einmal zu verwenden. Ja, ihr lacht und die Erfahrenen unter euch wissen: Man verwendet sie nie. 

Das Mindset für das Kürzen

Kennt ihr Marie Kondo? Sie ist eine japanische Ordungsberaterin und Bestsellerautorin und hilft Menschen, ihre Wohnung zu entmüllen. Ihre Methode nennt sie die Konmari-Methode und ihre Grundsätze kann ich ohne Probleme auf meine Manuskripte bei der Überarbeitung anwenden, wenn ich sie ein wenig umformuliere:

  • Alles auf einmal, in kurzer Zeit und perfekt aufräumen

Das Kürzen eines Manuskripts sollte nicht zu lange dauern. Am besten klappt es mit Abstand vom Text und einer großen Entschlossenheit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

  • Alle Dinge zum Aufräumen werden auf einem Haufen gesammelt

Okay, der Haufen IST euer Manuskript.

  • Entscheiden, was weggeworfen wird aufgrund der Frage: Macht es mich glücklich, wenn ich diesen Gegenstand in die Hand nehme?

Nein, meine Sätze nehme ich nicht in die Hand, sondern in den Mund. Macht es mich glücklich, was ich lese? Macht es Spaß, meinen eigenen Text zu lesen? FÜHLE ich etwas? Macht mich glücklich, was ich geschrieben habe?  Oder auch auf eine gute Art traurig/aufgeregt/nachdenklich? Ja? So soll es sein.

  • Jeder Gegenstand, den man behält, bekommt seinen Platz zugewiesen

Was ich behalte, muss an der richtigen Stelle im Text stehen. Passen. Ich muss Platz dafür haben. Siehe oben: Gute Sätze, für die man keinen Platz im Manuskript findet, muss ich streichen. Es geht also nicht nur darum, ob ich Dinge, Personen oder Dialoge mag, sondern auch, ob sie im Zusammenhang hilfreich sind.

  • Alle Dinge müssen dort richtig verstaut werden

Richtig verstaut heißt für mich, sie müssen der Dramaturgie des Textes dienen. Es nützt nichts, die Handlung ausufern zu lassen, weil man einen Nebencharakter so mag, die Frage ist: Trägt er zum Thema oder Handlung bei?

Klar, einfach und elegant

Es ist manchmal frustrierend, wenn Leser die Klarheit und Einfachheit eines guten Textes, für simpel, einfach und ungekonnt halten. Meist liegt es daran, dass diese Leser keine guten Texte kennen. Das ist wie im Designbereich. Ein gutes Design ist reduziert auf das Wesentliche. Ein klare Botschaft, etwas, für das es steht. Und ist sehr wohl auch emotional. Gefühlsduselei, und Klischees sind wie eine vollgerümpelte Wohnung. Noch ein Spitzendeckchen oder eine Zierkerze, von der man sich nicht trennen kann. Noch ein Kleid, das man nie anzieht, noch ein Küchengerät, das man nie benutzt. Als guter Autor muss man seinen Text mit der gleichen Brutalität aussortieren, wie Marie Kondo die Wohnungen ihrer Klienten.

Kürzen in der Praxis

Natürlich gibt es auch für das Kürzen Regeln. Aber das Wichtigste ist, der Logik des Textes zu gehorchen. Ihn in etwas zu verwandeln, das – ganz unabhängig von der eigenen Sentimentalität – eine eigene Einheit und Klarheit hat. Dafür muss man sich von Vielem trennen. Was man erhält, ist nicht nur ein schönerer und klarere Text, sondern auch eine klarere Sicht auf das, was der Text aussagt. Und – ja – das ist auch die größte Angst, wenn man kürzt: Was ist, wenn nichts übrig bleibt, was es wert ist, gesagt zu werden?

Und da – muss man durch :)

So, das wären meine 7 Tipps. Ich werde nun einen kleinen Urlaub nehmen und mich meinem eigenen Blog etwas widmen, Beiträge sortieren – genau! Nach der Konmari-Methode.

In den nächsten 7 Wochen wird Uwe an dieser Stelle erklären, wie man seinen (Word)Text in eine wunderbare ePub verwandelt. Einfach eine Word Datei bei Amazon hochladen – ist  nämlich meistens keine so gute Idee. Wer also ein paar Shortcuts von Uwe lernen möchte (und er kennt wirklich alle Tricks!), der ist hier die nächsten 7 Wochen genau richtig.

Danach blogge ich wieder über … Hm. Und jetzt seid ihr dran. Was interessiert euch besonders? Welche Themen interessieren euch? Welche Schreibtricks oder vielleicht auch Social-Media-Tricks wollt ihr gerne von mir/uns wissen?

Ihr könnt eure Vorschläge  in die Kommentare schreiben oder an mail@redbug-books.com mailen.

Bis bald, wenn es hoffentlich schon Frühling ist – juhu!

xoxo

Katrin

#redbugwriting #amwriting #rbpub

 

Love on Paper, Red Bug Books

LOVE ON PAPER – Buchpäckchen

15. Februar 2017
Love on Paper

Hui, das war ein kleiner Ritt: 7 Blogbeiträge in 7 Tagen und nun ist das Buch in der Welt. Wer aufmerksam ist, wird bemerken, dass wir den Blurb noch mal ein wenig verändert haben. Wir hatten das Gefühl, einige  könnten denken, die Geschichte sei Fantasy. Also das Einsteigen in ein Buch, aber das hat Cornelia Funke wohl für immer am besten erzählt ;) In Love on Paper dagegen geht es um Maya, ihre Liebe zu Büchern, das Schreiben, das Lesen und eine große Liebe. Ganz real!

Intelligent, humorvoll, intensiv. Mit Einblicken in einen Verlag, Gedanken über Literatur, Liebe auf den erste Blick und einer starken Protagonistin. Für alle, die Bücher und das Leben lieben

Jede Liebe beginnt mit einer Geschichte

Maya arbeitet als Volontärin in einem Verlag und träumt von einer literarischen Entdeckung. Doch ihre tägliche Arbeit ist alles andere als aufregend. Bis ihre Leidenschaft durch ein ungewöhnliches Manuskript über eine große dramatische Liebe wieder erwacht. Als man das Buch im Verlag nicht herausbringen will, gibt sie nicht auf und will unbedingt herauszufinden, wer diesen leidenschaftlichen Text geschrieben hat. Sie ahnt nicht, dass alles was sie gelesen hat, wahr ist und sie schon bald Teil der Liebesgeschichte sein wird.

Buchpäckchen Love on Paper

Ein Buchpäckchen zu jeder Buchveröffentlichung – das gehört mittlerweile dazu. Diesmal haben wir euch kleine (gesunde) Sünden in Form von Schokolade eingepackt, sowie Tee und unser Lieblings-Weleda-Duschgel. Klar, die Farbe war hier ausschlaggebend ;) Auch wenn das Buch gar nicht so rosarot ist, sondern eher sehr emotional und nachdenklich und – humorvoll.

Wer das Buchpäckchen gewinnen möchte, sollte NewsletterabonnentIn sein und

hier bis zum 15. März kommentieren.

Wen nur das Buch interessiert, der kann auch an der Verlosung von 5 Printbüchern teilnehmen und dort auch – ganz persönlich – seine Meinung zu Cover und Blurb und überhaupt loswerden. Wenn er/sie mag. Wir sind – vielen Dank! – sehr erfreut über die netten und interessanten Kommentare, die bisher abgegeben wurden.

Seid ihr bei Lovelybooks? Auch dort könnt ihr könnt ihr ein Printexemplar gewinnen.

Und wer ein leidenschaftlicher E-Reader ist hier ein Tipp: Bis zum 15.5.2017 gibt es das E-Book günstiger.

Wer unsere 7 Tage-Making Of-Reihe irgendwie verpasst hat und gerne noch mal nachlesen möchte, der schaut am besten hier vorbei.

Katrin hat auf ihrem Blog übrigens auch schon etwas über das Setting und die Charaktere von Love on Paper gebloggt. Wer hineinschnuppern will, kann ja mal rüberskippen.

Eine gute Zeit und –

Viel Glück!

Love on Paper, Red Bug Books

Love on Paper #7 Minilesung

13. Februar 2017
Letzte Minuten und Minilesung

Lesungsvideo? Okay, technische Probleme? Fangen wir gar nicht davon an … und schieben wir lieber alles auf die leichte Nervosität, die ja wohl zu jedem Booklaunch dazugehört.

Alles gut lief jedenfalls heute beim Hochladen des E-Books. Irgendwann gegen keine Ahnung wieviel Uhr heute, könnt ihr es downloaden.

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Oder – ganz vernünftig – morgen früh. Da erwartet euch dann unser Valentinsgeschenk … auch Preisaktion genannt ;)

Un da iss es auch schon: Love on Paper

Vor-Lesung

Soooo und jetzt zur versprochenen Minilesung … (und ja, die Qualität der Bildaufnahme ist noch zu verbessern. Vielleicht morgen … oder, nach dem Ausschlafen, oder oder … )

Euch einen schönen Abend!

Love on Paper, Red Bug Books

Love on Paper #6 Leseprobe

12. Februar 2017
Leseprobe

Schon Tag 6 – uuuahhhh – und nur noch zwei Tage bis zum Bookrelease! Okay, an diesem Punkt haben wir kein Wochenende mehr und sind uns eigentlich auch nicht sicher, ob wir heute geschlafen haben oder gerade nur träumen, dass wir diesen Beitrag schreiben …? Ups!

Nun, falls ihr noch schlaft oder gerade bei eurem Morgenkaffee seid, heute haben wir — yay!— eine Leseprobe für euch.

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Bevor ihr nun in den Text abtaucht, wollen wir euch noch sagen, wie unglaublich viel Spaß uns diese Woche mit euch gemacht hat. Ein großer  Dank für die warmherzigen Kommentare an Ina und Roland! Und ein Dank an euch alle, die ihr hier so zahlreich (wie unsere Statistik zeigt) vorbeischaut und uns gute Laune macht!

Kuschelt euch auf euer Sofa oder richtet euch im Bett auf, ein Tee oder Kaffee, ein paar Kekse dazu und dann lesen. Perfekt!

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Viel Spaß mit der Leseprobe!

Leseprobe_Love_on_Paper

Morgen gibt es den letzten Beitrag in dieser kleinen Bookrelease-Reihe mit einem Video von Katrin. Bei ihr auf dem Blog gibt es ein übrigens ein schönes Making Of zu Love on Paper.

Wer sich um ein Printexemplar bewerben möchte, kann hier sehr gerne vorbeischauen.

Love on Paper, Red Bug Books

Love on Paper #5 Interview

11. Februar 2017
Interview mit Katrin

Schaut ihr auch so gerne hinter die Kulissen von Filmen und Theaterstücken? Vielleicht liegt es daran, dass wir so viel mit dem Filmgeschäft zu tun haben, jedenfalls sehen wir immer das Making Of zu Filmen. Und teilen daher auch gerne das, was bei uns hinter den Kulissen passiert. Heute ist es ein Interview mit Katrin zur Entstehung von Love on Paper. Eine Autorin wird ja nicht gerne ins Rmapenlicht gezerrt. Nun, wie gut, dass Katrin noch ein royales ICH hat, das sich gerne zeigt ;) Interviewt hat sie die wunderbare Isabel.

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Was hat dich inspiriert, Love on Paper zu schreiben? Gab es einen Moment, in dem du wusstest; das ist meine nächste Geschichte?

Bei dieser Geschichte gabe es einen exakten Moment, an den ich mich gut erinnere, da ich den Hook der Geschichte geträumt habe. Ich bin ganz erstaunt aufgewacht und dachte: Wow, das ist ein toller Hook für eine Geschichte. So, als ob man den Blurb schon geträumt hätte und jetzt eigentlich nur noch die Geschichte erzählen muss (lacht). Ha, nur noch …

Wie arbeitest du, was ist das allererste was du tust, wenn du ein Buch beginnst?

Also ehrlich gesagt versuche ich als erstes herauszufinden, ob die Idee trägt oder sich nicht gleich wieder in Luft auflöst. Also überlege ich, wie die Geschichte laufen könnte. Und das mache ich erstmal nur im Kopf.

Hat dich ein Soundtrack beim Schreiben von LOVE ON PAPER begleitet?

Meist lege ich eine meiner Mix-CDs ein, um in die Stimmung zu kommen. Wenn ich dann abgetaucht bin, nehme ich die Musik gar nicht mehr aktiv wahr. Ein Song kann dann so etwas wie das Pendel bei einer Hypnose sein. Anhören – wegtauchen. Bei Love on Paper war es am Ende dieser Ed Sheeran Song – Afire Love (das ist mir jetzt schon ein wenig peinlich …) Ich meine, er ist ein verdammt guter Musiker, aber seine Songs sind alle etwas cheesy. Hm, das war wohl die perfekte Mischung.

Was war das Schwierigste daran, dieses Buch zu schreiben?

Die Zeit war ziemlich bumpy für mich. Meine Mutter ist gestorben, und es gab viele Veränderungen in meinem Leben, die ich erstmal verdauen musste. Abschiede, auch beruflich, die ich betrauert habe. Also habe ich Trauer und Verlust als Thema mit in das Buch genommen. (lacht) Das hat es allerdings nicht unbedingt leichter gemacht, es zu schreiben. Und dann sollte es auch kein Trauerbuch werden und ist es zum Glück auch nicht geworden.

Du hast schon über 20 Romane veröffentlicht, was bleibt gleich, was verändert sich?

Was gleich bleibt ist, dass man eigentlich nie auf der sicheren Seite ist und seine gute, sorgfältige Arbeit leisten muss: Dass man eigene Ideen entwickeln, den eigenen Stil pflegen und seine ganze Energie in ein Buch geben muss. Ich will eigentlich immer besser werden, mich mit jedem Buch steigern. Tja, eigentlich bleibt nichts gleich. Alles ändert sich, ständig.

Pssst … hast du einen Lieblingscharakter?

Oh ja. Wie immer liebe ich meine männlichen Charaktere besonders. Den männlichen Hauptcharakter in diesem Fall. (Kann ich hier schon Namen nennen? Hm. Na, ihr wisst dann schon, wen ich meine …)

Was kannst du uns über Maya erzählen, die Heldin in LOVE ON PAPER?

Alle weiblichen Charaktere meiner Bücher sind mir immer etwas ähnlich. Was dann auch gleich das Problem ist, weil ich natürlich Abstand finden muss, um ihnen Raum zu geben, sich zu entwickeln. Maya liebt Bücher genauso wie ich. Sie liest intensiv und viel. Sie ist im großen Kreis eher schüchtern und unsicher (wie ich früher), doch in einem Zweiergespräch blüht sie auf, und kann sehr intensiv werden. Maya hat aber auch viele Eigenschaften, die ich nicht teile. Sie ist zum Beispiel sehr fürsorglich und viel weniger rebellisch als ich.

LOVE ON PAPER handelt von der Liebe zum Schreiben; wann hast du dich ins Schreiben verliebt?

Ich habe ja schon mal erzählt, dass ich schon vor Schulbeginn lesen konnte. Also ging es mit Lesen los. Und mein Vater hat mich sehr früh, so mit 9 Jahren, ans Tagebuchschreiben herangeführt. Also begann auch das Schreiben und Reflektieren über mein Leben und andere Menschen sehr früh.

Wie können wir uns dein Arbeitszimmer vorstellen? Schreibst du an einem Ort oder wechselst du die Location, je nachdem was du gerade schreibst?

Ich bin eine Schreibkatze. Daher suche ich mir einen Ort und bleibe dort, bis die Energie verbraucht ist oder schwächer wird und wechsle dann zu einer anderen Stelle. Ich bemühe mich gerade, mich immer in mein Schreibzimmer zurückzuziehen, aber wenn ich ehrlich bin, bestimmt das Projekt den Ort. Manchmal habe ich so J.K. Rowling-Phasen, dann schreibe ich am liebsten im Café.

Wenn LOVE ON PAPER verfilmt werden würde, wer führt Regie?

Oh, coole Frage. Also ich bin ja für weibliche Regisseure. Und seit Dogtwon Boys ein Fan von der leidenschaftlichen Art, mit der Catherine Hardwicke ihre Projekte angeht. Auch wenn sie den 1. Twillight Film gemacht hat (und dann fast logischerweise gefeuert wurde …), sehe ich sie eher als Rebellin. Das mag ich an Regisseuren überhaupt, dass sie eigene Ideen haben und für sie kämpfen. C.H. würde bestimmt die richtige Mischung aus Coolness und Leidenschaft, Energie und Ruhe, Dunkelheit und Licht finden.

Wie entwirfst du Szenen, tauchen die Ort und Personen einfach vor deinem Inneren Auge auf? Oder lässt du dich von deiner Umgebung inspirieren?

Ich benutze Orte, die ich kenne, setze sie aber auch neu zusammen. Ich habe viele, viele Häuser und Ort gesehen, also kann ich mich da gut an meiner Erinnerung bedienen. Und, ja, ich sehe immer alles vor meinem inneren Auge ablaufen wie in einem Film.

LOVE ON PAPER in drei Worten:

Leiden-schaftlich     ehrlich    liebevoll

Deine Stimmung 3 Tage vor dem Booklaunch

Das muss ich mit einem Gif beantworten. (Grinst). Diese leichte Gefühl, als ob man gleich durchdreht …

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Yeah! Danke für deine Zeit!

Ich danke dir, Isi!

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Yay! Auf Katrins Blog findet ihr ein Making Of  zum Buch uuuunnnnd hier könnt ihr ein Print-Exemplar gewinnen.

Love on Paper, Red Bug Books

Love on Paper #4 Printverlosung

10. Februar 2017
Love on Paper – Printverlosung

Es ist ja nicht immer so – und unter uns gesagt eine Riesenherausforderung – wenn wir zum E-Book auch gleich(zeitig) ein Printbuch herausbringen. Denn alles, was die Herstellung angeht, ruht bei uns in einer Hand. Oder in zwei Händen, die allerdings beide mit dem gleichen Körper verbunden sind :). Und zwischen denen sich die Arbeit dann sehr schnell ausweitet.

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Print – Herstellung

Denn wenn der King of epub and print die wundervollste Epub mit 4-5 verschiedenen Schriftformatierungen, Kapitelvingnetten und überall den richtigen Abständen (weil gewisse Autoren da superanspruchsvoll sind) hergestellt hat, dann kommt noch die Druckvorlage für die Druckerei. Und hier ist dann alles noch mal ganz anders, da auf einmal verschiedene Schriftarten möglilch sind und Hurenkinder und Schusterjungen dazukommen.

Print und Proof

Man weiß nie so genau, wie das Cover nun endgültig aussehen wird … weshalb sich alle Verlage – und so auch wir – ein Proof-Exemplar von der Druckerei schicken lassen. Wir stellen fest: Der Schriftzug ist etwas zu rosa, und innen kann der Abstand zur Bindung etwas größer sein, damit man das Buch nicht so aufbiegen muss. Also wird nachgebessert. Die Vinette sieht gut aus – kann vielleicht etwas heller sein? Hinten scheint alles zu stimmen.

 

 



Scheint also alles zu stimmen, Cover sieht sogar auf Rosa gut aus, Zeit für die Printverlosung!

Eins von Fünf Printexemplaren gewinnen!

Wir haben ein Page angelegt, wo ihr eure Mailadresse eintragt, so können wir euch im Gewinnfall gleich benachrichtigen. Zeit sich zu bewerben, habt ihr bis zum 14. März. Ihr werdet damit auch Teil unseres Newsletters, aber versprochen, wenn euch unsere Nachrichten und Schreibtipps zu viel werden, könnt ihr sie jederzeit abbestellen. Eure Adresse werden wir natürlich – unter keinen – Umständen weitergegeben.

Hier geht’s zum Gewinnspiel.

Viel Glück und —– Let’s dance!

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Martin Luther 2017

Martin Luther #6 Luther und Einsamkeit

9. Februar 2017
Luther und Einsamkeit
Luther und Einsamkeit – Beziehungslosigkeit ist auch keine Lösung

Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan.
Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.
Von der Freiheit eines Christenmenschen
Martin Luther, 1520

Luther und Einsamkeit

Martin Luther #6 Luther und Einsamkeit - 17.Juli 1505

Ein junger Martin ist ins Kloster eingetreten. Ohne die Erlaubnis seines Vaters, ohne das Gutheißen seiner Familie. Wie Kinder das elterliche Haus verlassen, um ein eigenes Leben zu begründen, verlässt auch Martin den elterlichen Schutz. Nur liegt der Grund dafür nicht etwa in einer Heirat mit einem anderen Menschen, sondern in der Heirat mit dem Glauben. Martin will Mönch werden. Er verlässt also seine Heimat, um sich der Beziehung zu stellen, die er zum Glauben hat. Das ausdrückliche Missfallen seines Vaters dieser Entscheidung gegenüber macht ihn zu einem Flüchtigen. Und einem Sünder.  

Die erste Entscheidung seines Lebens, die Martin trifft, allein aus der Verantwortung sich selbst gegenüber, ist sein erster Verstoß gegen das Gebot des Vaters.


Martin Luther und Einsamkeit 1505-1508Aus der Glaubensgemeinschaft Familie halb geflohen, halb verstoßen, findet er sich verstört und ängstlich im Kloster wieder. Mit einer brennenden Frage: Wie bekomme ich einen gerechten Gott.
Er will Buße tun, fühlt sich ungenügend und unfähig, das aus reiner Liebe zu tun. Seine Angst macht ihn zum Zweifler. Warum kann ich nicht, ohne Angst zu haben, Buße tun?

Was diese Frage in Martin ausgelöst haben muss, ist gleichzusetzen mit der vehementen Kraft seiner späteren Überzeugungen. Wenn ich nicht Buße tun kann, bleibt mir Vergebung für immer verwehrt. Die hohle Beichte macht mich nur mehr und mehr zum Sünder, ohne Hoffnung auf Gnade, ohne die Aussicht auf Vergebung. Ein Gläubiger, ohne Aussicht auf Gnade und ein Sohn, ohne Aussicht auf Vergebung, ist ein Namenloser, Vogelfreier, Einsamer. Seine einzige Hoffnung auf Erlösung liegt in der Beantwortung seiner Frage. Wie bekomme ich einen gnädigen Gott.

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Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

Martin Luther #6 Luther und Einsamkeit - 1508-1510Ich weiß nicht viel über Johann von Staupitz, den Vikar des Klosters und vermeintlichen Mentor Luthers, aber er scheint mir einen recht pragmatischen Ansatz gehabt zu haben. Denn er entscheidet, Martin zu versetzen. Nach Wittenberg. Zum Studium der Theologie.

Ein Mönch mit Fragen, die kein Mitbruder ihm beantworten kann, scheint ein guter Kandidat für die Auseinandersetzung mit Theologie. Ein einsamer junger Mann, ein noch besserer Kandidat für ein Studium. Johann muss erkannt haben – die Ausweglosigkeit von Martins Einsamkeit ist nicht in der nüchternen Isolation eines Klosters zu heilen. Beziehungslosigkeit keine Alternative für den jungen Luther. Er schickt ihn unter Menschen, an einen Ort des Austauschs und der Kommunikation. Er schickt ihn dorthin, wo Zweifel zur Tugend werden kann und Menschen zusammenkommen, um gemeinsam Antworten auf Fragen zu bekommen.
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Die zweite Entscheidung, die Martins Leben für immer verändert, trifft ein Anderer für ihn. Mit seinem besten Interesse im Sinn. Was dieser Entschluss für Luther den Schüler bedeutet hat, wissen wir. Was er für Martin, den Sohn bedeutet haben muss, können wir nur ahnen.

 

Martin Luther und Einsamkeit - 1508-1518Johann hat ihm ein Vertrauen geschenkt, dass er sich selbst nicht geben konnte. Während seine eigene Entscheidung, die Trennung vom Elternhaus, tiefe Verzweiflung und ein nicht enden wollendes Hinterfragen seiner eigenen Tugend mit sich brachte, muss Johanns Interesse an Martins Entwicklung in ihm ein Selbstbewusstsein entfacht haben, das nicht nur seinen Ehrgeiz angestachelt, sondern mit Sicherheit auch seine Fähigkeit zur Selbstliebe geschult hat.

Kein Wunder, dass er sich, an der Universität angekommen, mit der Verlorenheit des Einzelnes beschäftigt. Und mit der einzigen Lösung, die er dafür finden kann: der Gnade Gottes. Er strebt einer Zugehörigkeit entgegen, die nur aus dem Glauben an einen gnädigen Gott entstehen kann. Und stößt auf Widerstand.  Die dritte Entscheidung trifft er, obwohl es ihm und seinen Nächsten schadet.

Freiheit und Verantwortung 

Religion und Glauben sind schon deshalb schwierige Dinge, weil sie fast ausschließlich das empfindliche Gleichgewicht von Freiheit und Verantwortung des Einzelnen angehen.

Aus dem allen folgt der Satz, dass ein Christenmensch nicht in sich selbst lebt, sondern in Christus und seinem Nächsten – in Christus durch den Glauben, im Nächsten durch die Liebe.“  Von der Freiheit eines Christenmenschen

Martin Luther #6 Luther und Einsamkeit - 1520
Hier steht er nun vor dem immer währenden Dilemma. Tut er was richtig für sich selbst ist, so schadet er anderen, tut er was er im Sinne der anderen tut, schadet er sich selbst. Wie also soll der Mensch sich verhalten? Es gibt keinen anderenA usweg als den Glauben. Das ist Martins einzige Überzeugung in einer Welt der Widersprüche. Wie also soll der Mensch glauben?

Das definiert er in seinem Text Von der Freiheit eines Christenmenschen und trennt den Mensch in den inneren, geistigen Menschen und den äußeren, körperlichen Menschen. Der innere Mensch glaubt, der äußere Mensch handelt. Luther setzt an dem Punkt an, an dem es ihm am sinnvollsten erscheint. Beim Einzelnen.

Sich selbst gegenüber, seinem Wohl und Heil zu Gute, muss der Einzelne glauben. Der geistige Mensch gibt die Richtung an, in die der körperliche Mensch handeln soll. Das eine kann sich ohne das andere nicht frei entfalten. Der Genuss, den er im Glauben wähnt, kann nur durch tugendhaftes Handeln erlebt, die Freiheit die das rechte Tun verspricht, nur durch den Glauben erreicht werden. Nicht zu glauben, macht den Menschen einsam. Richtig zu glauben, macht ihn doppelt zugehörig; zu Gott und den Menschen.

Der Streit der durch diesen Fokus auf den Einzelnen entfacht wird, führt zum erneuten Ausstoß Luthers. Doch diesmal ist es anders. Voller Tatendrang und von einem inneren Feuer getrieben, zieht er sich auf die Wartburg zurück und übersetzt die Bibel in elf Wochen.

Zurück in der Zelle

Martin Luther #6 Luther und Einsamkeit - 04.05.1521
Im Kloster in Erfurt war Martin allein. Zwischen den Welten gefangen, kein Zugehöriger und auch kein eigener Mensch. Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? 
Mittlerweile ist Martin sich sicher, das kann keine Frage sein, die nur ich mir stelle. Er ist vollends bereit, sich der Verantwortung zu stellen, die er seinen Nächsten gegenüber hat. In der Hoffnung, dadurch die Freiheit zu wertschätzen, die ihm sein Glauben gibt. Er übersetzt in eine Sprache, die die Meisten lesen können und ermöglicht einen Glauben, der auf eigene Verantwortung gestützt ist. Wer den Inhalt selbst liest, ist am Zug, ihn zu selbst zu deuten.

Die vierte Im Sinne der Gemeinschaft.

.Doch außerhalb der Wartburg sieht das Leben anders aus. In Wittenberg tobt der Streit. Luther muss die ihm lieb gewordene Isolation verlassen und kehrt nach Wittenberg zurück. Er weiß; die Qual des Einzelnen kann oft dem Wohlergehen der Gemeinschaft schaden. So predigt er Mäßigung, fordert die Besinnung auf die Liebe. Und gibt Am 9. Oktober 1524 seine Lebensform als Mönch auf. Die Stadt beruhigt sich. Und Luther, verliebt sich.

„Sieh, das ist die Natur der Liebe, wenn sie wahrhaftig ist! Sie ist aber dort wahrhaftig, wo der
Glaube wahrhaftig ist. Darum schreibt der heilige Apostel dies der Liebe zu, dass sie nicht
das Ihre sucht, sondern das, was des Nächsten ist.“ Von der Freiheit eines Christenmenschen

Und die fünfte aus Liebe.

Am 27. Juni 1525 heiratet er Katharina von Bora.