Über das Schreiben

Über das Schreiben – Visuelles Tagebuch #3

25. Mai 2016
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Schreiben und Bilder

Ich weiß eigentlich gar nicht, ob es die Wortkombination gibt: Ein visuelles Tagebuch. Ich habe das einfach mal so genannt, denn neben meinem normalen Tagebuch, habe ich so mit zwanzig angefangen, Bilder aus Zeitschrift auszuschneiden und in ein Buch zu kleben. BilderEs gibt Dinge, die konnte ich nicht richtig ausdrücken, wollte mir aber das Gefühl und die Farben und die Umgebung merken und immer wieder abrufen können. Also eine visuelle Erinnerung aufheben. Als Malerin kam mir das ganz normal vor. Mein künstlerischen Arbeiten sind oft abstrakt, erzählen aber trotzdem eine Geschichte, ein Gefühl, oder auch eine Erinnerung und lösen Gedanken und Erinnerungen in anderen aus. Schreiben und Malen haben für mich sehr viel miteinander zu tun. Das merkte ich besonders, als ich begann, Kunstgeschichte zu studieren und Worte für Bilder finden musste, Bilder beschreiben, Bilder interpretieren, Bilder deuten. Heute wird mir klar, dass diese Erfahrung  sowohl sehr wertvoll für meine künstlerische Arbeit, als auch mein Schreiben war.

Traumbilder

Natürlich gehört zum guten Schreiben die Fähigkeit, sich gut auszudrücken, aber es gibt Dinge, die lassen sich nicht sofort in Worte fassen. Nicht nur, weil einem die Technik dazu fehlt, sondern auch, weil man sie noch nicht ganz begriffen hat.Bilder Ich habe mir eine Zeitlang meine Träume notiert (und viele Schriftsteller tun das),  weil diese Traumbilder mir etwas über mein Unterbewusstsein erzählt haben. Was – war mir nicht ganz klar, aber ich schrieb sie erst einmal in mein Tagebuch. Aber damit fing ich oftmals nicht den gesamten Traum ein. Was war mit dem Gefühl, das der Traum in mir ausgelöste? Was war mit der Angst, der Ahnung, den anderen Gefühlen und Stimmungen? Dafür brauchte ich mein visuelles Tagebuch. Hier habe ich Bilder eingeklebt und zusammengestellt, die dieses Gefühl ausdrückten und für mich aufbewahrten. Vor kurzem habe ich bei Pinterest (mein neues visuelles Tagebuch), ein Dream-Board angelegt. Und ich war erstaunt, was für Bilder ich mit dem Wort „Traum“ verbinde und dort sammele. Gerade ist es eines meiner liebsten Boards, weil ich mich durch die Bilder, die ich dort ablege immer wieder selbst überrasche und inspiriere.

Visuelle Tagebücher – DIY

Ganz wichtig war in meinen visuellen Tagebüchern die Zusammenstellung der Bilder. Meist ließ ich den Großteil der Seite weiß und plazierte das Bild wie in einer Ausstellung. Ich gab ihm damit eine Bedeutung, kombinierte es mit andere, mir wichtigen Bildern. bilderOder ich bearbeitete das Bild, zerschnitt es oder erfand etwas dazu. Heute ersetzt Pinterst viel von dieser visuellen Arbeit. Aber dann wieder … es ist etwas anderes, ob man selber, mit Hand ein Bild auschneidet, aufklebt, und die ganze DIY-Bewegung ist vermutlich nichts anderes – sie erinnert uns daran, dass wir Menschen sind und Dinge berühren und spüren wollen.

Bilder und Schreiben

Große Schriftsteller schreiben nicht nur auf, was sie beobachten oder denken, sondern erschaffen Bilder mit Worten. Bilder, die den Leser nicht nur an andere äußere, sondern auch innere Orte führen. Wer gut schreiben möchte, sollte daher lernen, in Bildern zu denken. Es geht dabei nicht nur darum, eine Szenerie vor sich zu sehen und zu beschreiben, einen Ort, eine Situation, sondern es geht auch darum, Bilder für Stimmungen oder innere Zustände zu finden. Und dabei etwas weiter zu gehen, als zum Beispiel das Wetter – schlecht, weil der Held traurig ist – zu beschreiben. Große Autoren können das, sie beschreiben ein Handtuch, das schlaff an einem Haken hängt oder einen Weihnachtsbaum, der alle Nadeln verloren hat und erzählen damit die kraftlose Stimmung ihres Helden oder ein missglücktes Weihnachtsfest.

bilderUnd jetzt seid ihr dran. Stellt euch ein visuelles Tagebuch für euer Buchprojekt zusammen. Oder für euren nächsten Urlaub oder euer Leben insgesamt. Bilder wirken viel stärker auf das Unterbewusstsein als Worte, machen euch glücklich, helfen euch, eure Träume zu verwirklichen. Und – sind die beste Vorbereitung auf ein visuelles Schreiben.

Fantasie hängt ganz eng mit Bildern zusammen. Mit Fantasie erschafft ihr Bildern von Orten und Helden, die es noch nicht gibt, und die ihr neu erfinden müsst, wenn ihr ein Buch schreibt. Wie ihr eure Fantasie, außer durch Bilder, noch ankurbeln könnt und was der Unterschied von Fantasie und Ideen ist – am nächsten Mittwoch.

Welche Bilder regen eure Fantasie an?

Katrin

#rbpub #redbugwriting

 

 

 

 

Über das Schreiben

Über das Schreiben – Tagebuch #2

18. Mai 2016
tagebuch
Mein erstes Tagebuch

Als ich etwa zehn Jahre alt war, schlug mir mein Vater vor, ein Tagebuch zu führen. Es war mehr die Art, wie davon sprach, die mich mehr faszinierte, als die Aussicht, jeden Tag aufzuschreiben, was ich gemacht habe. Das war nämlich tatsächlich das erste, was ich getan habe. Einfach zu notieren, was so los war in meinem Kinder-Alltag. In meiner Erinnerung hört sich das etwa so an: Heute hatte ich Schule. Wir haben in Bio einen Film gesehen. Nachmittags habe ich den Hamsterkäfig saubergemacht und habe mich mit xy getroffen. Wir haben erst draußen gespielt und uns Eis geholt und sind dann zu mir gegangen. Ich schrieb auf ein DinA4 Blatt mit einer winzigen Schrift und brauchte für jeden Tag etwa drei Zeilen. Das tat ich jahrelang, ohne eigentlich zu wissen, warum das so wichtig sein sollte.

Biographisches Schreiben

Es gibt einen Ansatz im Kreativen Schreiben, der nennt sich autobiographische Selbstreflexion. Über sich selber – schreibend – nachzudenken, kann innerhalb einer Therapie sinnvoll sein, um Schmerzen und Probleme zu lösen. Es kann aber auch ganz allgemein helfen, sich klar zu machen, wo man im Leben gerade steht, was man möchte. Künstler – egal ob Maler, Musiker oder Schriftsteller – arbeiten nicht nur mit einer Gitarre oder dem Pinsel oder einem Schreibprogramm – sie benutzen ihre eigenen Erfahrungen, Erlebnisse, um ihre Kunst zu erschaffen.

Mein geheimes Tagebuch

Ich hatte als Kind ein Lieblingsbuch: „Harriet, Spionage aller Art“ von Louise Fitzhugh. Harriet will Schriftstellerin werden. Und über das schreiben, was sie selber sieht und erlebt. Ihr Kindermädchen empfiehlt ihr, doch ein Tagebuch über ihre Beobachtungen zu führen. Und sie tut es. Gnadenlos. Eines Tages gerät dieses geheime Tagebuch in die Finger ihrer Mitschüler. Jep. Eine Katastrophe. Ich bewunderte vor allem, wie ehrlich Harriet in ihrem Tagebuch war. Und ich?FullSizeRender Kopie 10

Je älter ich wurde, desto klarer wurde mir, dass es keinen Sinn macht, jeden Tag zu notieren, ob ich den Hamsterkäfig sauber gemacht habe oder eine eins im Deutschaufsatz bekommen habe (wobei, Moment mal, ich bekam ja immer nur eine zwei, da Inhalt und Ausdruck zwar eins waren,  ich aber so schlecht in Rechtschreibung war  … #erinnerung). Außerdem traf mich die Pubertät mit voller Wucht. Ich fing an, viel von meinem Frust aufzuschreiben. Kleine Ärgernisse, Beobachtungen, Kummer. Irgendwann hatte ich das Gefühl, das Schlimmste hinter mir zu haben und traf eine Entscheidung. Ich wollte mich nicht länger mit Negativem beschäftigen. FullSizeRender Kopie 11Ich vernichtete alles, was ich vor 16 aufgeschrieben hatte und begann – ein neues Leben. Mein erstes richtiges Tagebuch war eine chinesische Kladde mit einem Stoffeinband und sehr schön gestalteten Seiten. Ich beschloss, in diese Buch nur noch wichtige und tiefgreifende Gefühle/Ereignisse einzutragen. rückblickend muss ich über meine Naivität etwas schmunzeln. Und natürlich war nicht alles tiefgreifend und bedeutend, was ich notierte. Aber es war mehr der Vorsatz, mich vor mir selbst etwas mehr zu zeigen. Also füllte sich dieses Tagebuch mit Theaterbesuchen, Büchern, Gedanken und *hust* endlosen Seiten über Jungs und Liebeskummer.

Tagebuch und Schreiben

Ich habe das Tagebuchschreiben erst aufgegeben, als ich Kinder hatte und einfach nicht mehr dazu kam. Außerdem hatte ich begonnen, ein Mutterbuch für alle drei Kinder zu schreiben, mit frühen Erinnerungen an Schwangerschaft und erste Jahre. Aber nichts war umsonst. Über all die Jahre habe ich – fast nebenbei – gelernt, meine Gedanken und Gefühl in Worte zu fassen. Dinge zu durchdenken UND auszuformulieren. Und natürlich Erinnerungen festgehalten. Meine Zeit als Hausbesetzerin ist komplett erfasst :) und irgendwie schon ein Zeitdokument.

Autoren und Tagebücher

Ich würde Jedem, der schreiben möchte, empfehlen, ein Tagebuch zu führen. Sich daran zu gewöhnen, Dinge regelmäßig zu notieren. Gutes Schreiben kommt aus der Mitte des Lebens und dem Inneren des Schreibenden. Leben verschmilzt mit den Gefühlen, den Wünschen, den Ängsten zu etwas, das sich für den Leser auch deshalb so real und echt und aufrichtig anfühlt, weil es mit Erfahrungen und Beobachtungen aufgeladen ist. Wer ein gutes Beispiel für das Tagebuchschreiben einer Autorin sucht, der kann die Tagebücher von Anais Nin lesen. Obwohl sehr viel aufgrund von Persönlichkeitsrechten ihres Mannes und anderer Persönlichkeiten nicht veröffentlicht wurde, ist es beeindruckend, wie offen sie über andere schreibt und wie offen sie mit sich selber war.

Leben und Tagebuch

Mein Tagebuchschreiben hat sich mit der Zeit verändert. Das lag auch daran, dass ich als Künstlerin (Malerin) mit der Zeit sehr viel mehr durch Zeichnungen und Farbe ausdrückte, als durch das Schreiben. Meine Tagebücher wurden visueller, es kamen Zeichnungen und Skizzen dazu. Auch das sind Erinnerungen, nur eben in Bildern. Heute benutze ich PinterestTagebuch dafür. Mehr über das visuelle Tagebuchschreiben in der nächsten Woche. Diese Woche gibt es kein Worksheet, sondern etwas anderes:

Ich verschenke eine Kladde. Pure & simple wartet sie darauf wartet, mit euren Erinnerungen und Beobachtungen gefüllt zu werden.

Kommentiert dafür unter dem Beitrag bis Mittwoch, den 25. Mai um 12 Uhr.

xoxo

Katrin

#rbpub #redbugwriting

Red Bug Books

4 Jahre Red Bug Books

17. Mai 2016
redbugbooks

Über Blogtouren und Buchveröffentlichung hätten wir es fast vergessen. Wir haben ja Geburtstag.

RedBugBooks

 

Red Bug Books wird Mitte Mai 4 Jahre alt.

Okay, vier Jahre, das heißt bei Firmen vermutlich, dass sie gerade so aus den Kinderschuhen heraus sind. Manchmal fühlen wir uns auch so. Tapsig, aber auch kindisch gut gelaunt. Und – oh, schaut mal: So sah unser Leben 2013 aus. Damals haben wir das auf dem Kreativradar Brandenburg mal vorgetragen und Ellen Bakes von 1,2,3 Comics hat beim Erzählen Sketchnotes gemalt, auch Graphic Recording genannt.

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Tja, also #proudmoment: das mit den Taschenbuchlizensen haben wir tatsächlich vollbracht.#oetingerTB. Besonder witzig ist im Rückblick die obere rechte Ecke: Die, die Print-Books lesen. Die waren bei uns immer etwas abgeschoben. Da mussten wir tief in die Shelfie-Kultur einsteigen, um zu verstehen: Printbücher sind immer noch extrem sexy. Unser nächster Zukunftsplan daher: Wie sähe denn ein von uns konzipiertes, wunderschön gedrucktes Printbuch aus? Mit Lesebändchen, Umschlag und kleinen, netten optischen Extras? Wir denken da gleich mal royal, versteht sich. Was haltet ihr davon?

Aber nun ist Partyzeit und klar, dazu gehört ein (Gewinn-)Spiel. Wie jedes Jahr wollen wir an unserem Geburtstag etwas an unsere Leser, Fans und die Buchblogger-Community zurückgeben, denn euch verdanken wir viel. Dieses Jahr haben wir drei Buch-Themenpäckchen zusammengestellt, da uns die Idee des monatlichen Überraschungsbuchpäckchens gerade absolut begeistert.

Rockig, rauschig, Radio

gewinnspiel

 

 

Dieses Päckchen ist etwas für alle, die es etwas grundy, edgy, anders mögen und gerne über die Radiocrew eines kleinen freien Senders lesen wollen. Mit rockiger Musik und einem Filmklassiker. Eine Duftkerze und stylischen Pucca Tee gibt es auch dazu. Wer sich mit Energie auftanken und abrocken möchte – das ist euer Päckchen.

 

Sonnengelb, süß, Sommer

Gewinnspiel

 

 

 

Eigentlich ist er ja schon fast da – der Sommer. Da passte ein sonniges Buch über eine Filmcrew, die einen verliebten Sommer in einem alten Haus in Potsdam-Babelsberg verbringt, ein Film, der bei Regentagen die Sonne zurückbringt und zum Wohlfühlen was für die Haut und den Bauch.

 

Poppig, pinkig, phantasisch

Gewinnspiel

 

 

Kennt ihr den süßen Film, „Eine für Vier“ nach dem Buch von Ann Brashares? Dies ist die Fortsetzung und die sieht schon nach Urlaub aus. Dann bucht auch gleich die (Buch)Reise nach New York, mit tollen Tipps für Manhattan und Brooklyn und der Garantie, sich zu verlieben. Last but not least – Yogitee und eine extragroße Tube Wildrosencreme. Alles mit auf den Balkon nehmen, dann kann man auch schon jetzt auf Reisen gehen.

 

Gewinnspiel

Um eines der Päckchen zu gewinnen, solltet ihr Red Bug Fans sein und unseren Red Bug Culture- Newsletter oder den Blogger-Newsletter abonniert haben.

Wir freuen uns darüber hinaus über Klicks auf unserem neuen, lebendigen, bunten Instagram Account. Bei 240 Followern verlosen wir dort auch noch etwas Schönes.

Und dann, ach ja, solltet ihr hier kommentieren und uns sagen, welches Päckchen ihr gewinnen wollt und warum es euch besonders gefällt. Zeit dafür ist bis zum 15. Juni um 12 Uhr Mittag.

Auf einen großartigen Sommer!

Das Redbug Team

Lass uns fliegen Blogtour

Lass uns fliegen Blogtour – Die Rückkehr

15. Mai 2016
Blogtour
Welcome back –

von unserer kleinen Blogtour. Alle aussteigen, Beine vertreten, Kaffee für alle!

Als erstes möchten wir den Buchbloggerinnen Anja, Ina, Lisi, Conny, Ira, Mone, Mel, Manja, Liss & Sarah für euren Einsatz und eure interessanten, bunten, liebevollen Beiträge auf dieser Blogtour danken. YEAH! Ohne euch wäre es nicht gegangen. Merci beaucoup :)

Bei allen Blogtour-Stopps konnte man ein Printbuch gewinnen und unter dem Beitrag erfahrt ihr, wer gewonnen hat.Lass uns fliegen Und es gibt die Möglichkeit für alle, die im ersten Blogbeitrag und unter diesem Beitrag kommentieren, das Tourpäckchen zu gewinnen. Wer also noch nicht im ersten Beitrag kommentiert hat – schnell noch mal zurück zu Tag 1. Besonders freuen würde uns zu erfahren, wie euch die Blogtour gefallen hat und was wir das nächste Mal besser machen können. Zeit für das Kommentieren habt ihr bis Montag, den 16. Mai um 12 Uhr Mittag.

Bevor wir die Gewinner der Printbücher bekanntgeben, haben wir noch eine kleine Überraschung: Ein Interview mit Amber, die Vincents Gedichte für „Lass uns fliegen“ geschrieben hat.

Fragen an Amber

Amber ist 18 und schauspielert seit sie sechs ist. Sie hat in vielen Film-und Fernsehproduktionen mitgespielt und ihr kennt sie vielleicht aus Ostwind, wo sie die „Fanny“ gespielt hat. Sie ist Teil der Tarantula Theatergruppe, die seit neuestem ihre Stücke selbst schreibt und unabhängig aufführt. Neben dem Schauspiel interessiert sie sich für Meditation, Yoga, Reisen und – sie schreibt Gedichte, die ihren eigenen Sound haben. Last but not least ist sie Katrins Tochter ;)

RBB: Hi Amber, du bist Schauspielerin, meditierst, machst Yoga, reist gerne, schreibst Gedichte … gibt es für dich einen roten Faden, der all deine Interessen verbindet?

GIF_9Ja, ich denke all diese Sachen beschäftigen sich sehr mit Beobachtung. Beobachtung des Geistes, des Körpers, seiner Umgebung. Beim Schauspielern und Schreiben muss ich dann meine Beobachtungen einfach nur rauslassen und kann sie so verarbeiten.

RBB: Seit wann schreibst du Gedichte? Wann begann dein Interesse für diese Art des Schreibens?

Ich habe, sobald ich schreiben konnte, angefangen, Tagebuch zu schreiben, weil mein Bruder das immer gemacht hat und ich das irgendwie cool fand. Und daraus haben sich dann nach und nach die Gedichte entwickelt. Ich glaube meine ersten Gedichte in dieser Form sind von 2011.

RBB: Du hast in „Lass uns fliegen“ Vincents Gedichte geschrieben, wie kann man sich den Arbeitsprozess vorstellen?

Zuerst hat Mama mir eine grobe Rahmenhandlung von Vincents Geschichte und eine Charakterbeschreibung gegeben. Daran hab ich mich orientiert, als ich die ersten Gedichte geschrieben hab. Nach ein paar Entwürfen hatte ich das Gefühl, dass ich einen Style gefunden hab, in dem ich mich wohlfühlte und von da aus weitergeschrieben.

RBB: War es schwierig, mit der eigenen Mutter zu arbeiten? Wie habt ihr euch abgesprochen?

Nein überhaupt nicht, weil wir von Anfang an auf derselben Wellenlänge lagen, was Vincent angeht. Dadurch, dass sie meine Gedichte kennt, hat sie mir kompletten Freiraum gegeben, was für mich sehr gut war. Das Vertrauen in mein Schreiben hat mir geholfen, offener zu sein und sogar mutiger zu schreiben, als ich es sonst tue.

RBB: War es schwierig, in die Haut eines Jungen zu schlüpfen?

Nein. Ich glaube für mich wäre es fast schwieriger gewesen, Gedichte für Paulina zu schreiben, weil ich eigentlich besser mit Jungs klarkomme als mit Mädchen.

RBB: Wie unterschied sich die Arbeit an Vincents Gedichten zu der Arbeit an deinen eigenen Gedichten?

Manchmal scheue ich mich davor, zu persönlich in meinen eigenen Gedichten zu werden und verallgemeinere viel. Denn wenn ich es Leuten vortrage ist es natürlich klar, dass es komplett meine Gedanken sind. Vincent war wie ein Schutz für mich und so konnte ich persönlicher schreiben. Das merke ich auch jetzt, im Nachhinein bei meinen eigenen Gedichten. Natürlich stecke ich genauso in Vincent Gedichten, trotzdem würde ich sie nicht als „meine“ bezeichnen. Es waren seine Stimmungen. Er ist auf jeden Fall romantischer als ich!

RBB: Deine Gedichte sind sehr musikalisch, fast wie Songtexte. Was bedeutet Dir Musik?

Ich höre weniger Musik als ich es sollte. Denn immer wenn ich es tue, bin ich inspiriert und glücklich. Jetzt hab ich auch endlich wieder einen iPod, also ändert sich das hoffentlich bald.

RBB: Vincent schreibt mit Hand, Paulina lieber auf dem Laptop. Wie schreibst du deine Gedichte?

Moleskine Notizbuch und schwarzer BIC-Kugelschreiber.

RBB: Eine letzte Frage: Hast du eine Traumrolle als Schauspielerin?

Vielleicht Marie Antoinette.

RBB: Danke für deine Offenheit!

Buchgewinner

Danke, an alle, die diese Blogtour begleitet haben. Auf allen Blogs gab es viele, schöne Kommentare und die Möglichkeit, ein Printbuch von „Lass und fliegen“ zu gewinnen. Es wurde gelost und now we prowdly present:

Merlins Buecher: SOPHIES LITTLE BOOK CORNER   MADITA***
Manjas Buchregal: CHRISTINE SCHROETER
LisiBooks: SANDRA ADELHART
AlwaysTime …: KATJA
Inas Little Bakery: HIBISCUS FLOWER
Seitenfluesterer: BIANCA STAHL
MonesLeseinsel: JANINA ADELT
Büchermops: GRIT0707
MelBücherwurm: STERN44
Gooodreading: JUTTA.LIEST
RedBugBooks: KATHRIN ZIMMERMANN

*** Da Sophie schon ein Buchexemplar in der Leserunde gewonnen hat, hat sie ihr Exemplar zur Verfügung gestellt. Anja hat neu gezogen. Danke, Sophie, für die Großzügigkeit – aahhh, wir lieben unsere Leser!

Bitte schickt eure Adressen an mail@redbug-books.com, denn wir verschicken die Bücher.

Noch bis Montag, den 16. Mai um 12 Uhr Mittag könnt ihr hier kommentieren, um das Abschlusspäckchen zu gewinnen. Denkt dran, ihr solltet auch bei Tag 1 kommentiert haben. Die GewinnerIn wird hier am Montag ab 12 Uhr verkündet.

Die Gewinnerin des Päckchens ist gezogen: Tada: Bianca Stahl. Da hat jemand wohl gerade eine Glückssträhne :) Wir gratulieren. Bitte schick uns eine Postadresse an mail@redbug-books.com.

Schöne Pfingsten euch allen!

Die Redbugx

Über das Schreiben

Über das Schreiben – Lesen #1

11. Mai 2016
schreiben und lesen

In den nächsten Wochen werde ich hier das, was ich in „Von der Idee zum Manuskript“ begonnen habe, vertiefen. Und zwar ganz persönlich. Erst wollte ich es Schreibkurs oder Schreibwerkstatt nennen, aber ich sehe mich nicht als Lehrer und auch nicht als Handwerker und „Die Kunst des Schreibens“, das klang auch irgendwie zu hochgestochen. Also packe ich die Schreibtipps in einen Erfahrungsbericht und hoffe, die Blogbeiträge sind auch etwas für die, die gerne lesen, was ich schreibe, auch wenn es in diesem Fall eher sachbezogen ist. Beginnen möchte ich am Anfang meiner Schreibleidenschaft – mit dem Lesen.

Lesen und Schreiben

Ich konnte schon vor der Schule lesen und schreiben. Doch einen Vorsprung vor allen anderen zu haben, ist nicht unbedingt ein Vorteil, wenn man sich gut in eine Gruppe intergrieren will. So hatte ich mit den besten Möglichkeiten einen schlechten Start. Zudem kam ich mit dem ganzen Konzept von Schule nicht besonders gut zurecht. Das Melden habe ich bis zum Schluss nicht verstanden: Mitteilen von Informationen an jemanden, der es weiß (Lehrer), nur um zu zeigen, dass man etwas weiß? Ist das nicht Angeben? Aber dafür gab es die guten Noten. Ich beschloss, mich nicht zu melden und nichts zu sagen, kurz: Nicht aufzufallen. Meine Fluchtmöglichkeit war – Das Lesen. lesenWar ich vorher eher das wilde Draußenkind, wurde ich bei Schulbeginn ein Super-Nerd. Ich las 3-4 Bücher am Tag, fing mit schmalen Kinderbüchern an, las Hanni & Nanni, 3 Fragezeichen (alle Bände), Astrid Lindgren, Preußler … anspruchsvolle Kinder- und Jugendbücher, Literatur, Kitsch, Schrott, alles. Ich glaube, Ulrich Plenzdorf hat gesagt, dass man 1000 Bücher gelesen haben muss, um EIN Buch zu schreiben. Da würde ich ihm absolut zustimmen. Dass unter 1000 Büchern auch mal ein paar Heftchenromane vorkommen können – okay. Aber noch wichtiger ist, dass man die großen SchriftstellerInnen liest.

Der Horizont

Lesen wurde bis zur Pubertät mein Ersatzleben. Okay, ich hatte Freunde, ich machte Sport, ich hatte noch andere Hobbys, aber Lesen war meine Sucht und wurde dann mein Forschungsgebiet. Ich lese bis heute unheimlich gerne How To-Bücher und – naheliegend – habe auch sehr viele Bücher über das Schreiben gelesen. Warum soll man viel gelesen haben, um gut schreiben zu können? Damit man mit einer gewissen Demut ausgestattet ist, wenn man zu schreiben beginnt. Demut kann einen auch am Schreiben hindern und einschüchtern, aber letztendlich verhindert sie, dass man sich als große Autorin feiert (oder feiern lässt), aber etwas schreibt, was nicht wirklich gut oder originell ist. Das ist wie mit Songsschreiben oder Mode entwerfen. Man denkt, Mensch, dass ist ja eine tolle Idee!, weil man keine Ahnung hat, dass man diese tolle Idee gerade im Radio gehört hat oder auf dem Laufsteg gesehen hat. Weil einem der Horizont fehlt. Das ist nicht so schlimm, wenn man seine Fans findet und diese damit ganz zufrieden sind (bekanntermaßen funktionieren nachgemachte Dinge oft sogar besser als die Originale), aber keine gute Idee, wenn man in die Gemeinschaft der großen Autoren/Künstler/Literaten aufgenommen werden will. Und das wollte ich immer. Wenn schon – denn schon.

Was sollte man lesen?

Es gibt viele Listen von Büchern, die irgendwann mal aufgestellt wurden über das, was man lesen sollte. Sie sind ein guter Einstieg. Zum Beispiel hat der Duden eine Reihe herausgebracht: 100 Bücher der Weltliteratur. Oder es gibt die ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher. Ich würde sie auf keinen Fall von oben nach unten durcharbeiten, sondern nur das lesen, was einen gerade interessiert. lesenUnd das ist unterschiedlich, je nachdem wie alt man ist oder wie leseerfahren. Ich habe schon früh sehr viel Literatur gelesen, aber irgendwann erkannt, dass ich für manche Bücher einfach zu jung bin, um sie wirklich zu verstehen. Macht nichts, solange man etwas findet, das einen interessiert, man kann diese Bücher später mit mehr Gewinn erneut lesen. Nur quälen sollte man sich damit nicht. In der Regel ergeben sich Leseketten. Ich fand Doris Lessing interessant, kam vom ihrem Goldenen Notizbuch zu den Tagebücher von Anais Nin, über sie zu ihrer Beziehung zu Henry Miller, zu ihm als Autor. So hangelt man sich von einem Buch/Autor zum nächsten und frisst sich seinen eigenen Weg durch die Weltliteratur.

Bestseller

Es gibt auch noch andere Listen, auf den stehen die Bücher, die sich gerade am besten verkaufen. Das war schon immer so, und ich habe sehr viel aus Büchern gelernt, die gerne gelesen wurden und werden. Der Duden fand das auch und hat Populäre Bestseller mal in einem Buch zusammengestellt. Bestseller zu lesen ist besonders gut für Autoren, die sich gut verkaufen wollen. In der Regel beherrschen die Bestsellerautoren alle Tricks, auch wenn es schwer ist zu sagen, was das für Tricks sind. Auch hier gilt: Je mehr Bestseller man aufmerksam liest, desto eher erkennt man die Gemeinsamkeiten.

Was man weniger lesen sollte

Wer nur zur Entspannung liest und – wie ich es manchmal auf Buchblogs lese – um sein Gehrin abzuschalten, der kann dieses Kapitel gleich überspringen. Wer liest, um etwas über das Leben oder Schreiben und die Literatur zu lernen, der sollte daran denken, dass Lesen einen auch vom Lernen und Verstehen abbringen kann. Wie meine ich das? Nun, wer immer nur in seiner intellektuellen Komfortzone liest, wird sich nicht weiterentwickeln. Und auch die Gespräche über Bücher und Literatur immer weniger verstehen. Wer also wachsen will und bei Literatur mitreden möchte, sollte sich ab und an mit einem Buch beschäftigen, das etwas mehr Anstrengung erfordert. Den Kopf in Schwung bringt. Neue Gedanken durch den Kopf bläst.

Lesen und leben

Ich wollte nie Schriftstellerin werden. Obwohl ich wirklich die besten Voraussetzungen dafür hatte. Aber mir war ganz klar, dass das Lesen mich lange Zeit vom Leben abgehalten hat. Und ich wollte mehr: lieben, viel erleben, viel mehr lernen. Und zwar durch Erfahrungen im Leben, mit Menschen, in anderen Ländern, außerhalb meiner kleinen Lesewelt. Mir war auch klar, dass jemand, der immer nur in seinem Schreibzimmer hockt, sicher gute Bücher schreiben kann, aber wenig Glaubwürdigkeit haben wird, wenn es um Erfahrungen geht. Und das wollte ich: eine gewisse Glaubwürdigkeit, wenn ich über das Leben schreibe. Das wurde manchmal ganz schön anstrengend und wenn ich aus diesen Lebensphasen zurückkehrte, habe ich mich gerne wieder in die Welt der Bücher verkrochen. In ein Studium zum Beispiel. Man kann so viel aus Büchern lernen! Aber auch da habe ich am liebsten Bücher von Schriftstellern oder Wissenschaftlern gelesen, die etwas er-lebt haben. Schreiben/Lesen und das Leben zu verbinden, ist eine Kunst für sich. Wer ein großer Schriftsteller werden will, sollte es versuchen.

Auf dem heutigen Worksheet habe ich euch eine eigene kleine Literaturliste zusammengestellt. Sie ist nicht vollständig, denn dann hätte ich eine Woche daran gesessen. Sie teilt die Bücher der 100er Listen ein wenig nach Leseerfahrung und Alter ein und ergänzt sie auch ein wenig. Sie hilft, wenn man seinen Lesestatus in Richtung Qualität, statt in Richtung Quantität aufbessern möchte ;) Großer Vorteil auch für alle, die ihre Bücherkaufetats ständig überziehen: Fast alle der Bücher stehen in den öffentlichen Bibliotheken.

Leseliste

Da ich meinen eigenen Plan, heute über das Plotten und Planen zu schreiben beim Plotten und Planen dieses Beitrags über Board geworfen habe, sage ich wohl besser nicht, worüber ich nächste Woche schreibe. Wer weiß? Lasst euch überraschen.

Ich wünsche euch eine sonnige Woche

xoxo Katrin

#redbugwriting #rbpub

 

 

 

Von der Idee zum Manuskript

Von der Idee zum Manuskript – Die Normseite #12

4. Mai 2016
normseite

Für diesen Beitrag sitze ich wieder im Büro. Ihr kennt das sicher, man hat einen kreativen Hirnteil und einen, der die etwas langweiligeren Arbeiten macht. Die Normseite hat eher mit dem unkreativen Hirnteil zu tun. Natürlich nervt es, sich nach der Arbeit an einem Roman Gedanken über die Form zu machen. Die Präsentation. Aber sie ist wichtig. Daher heute ein paar Tipps, die euch fit for presentation machen.

Die Normseite

Die Normseite wird auch Normalseite oder Manuskriptseite genannt. Festgelegt wurde sie in dem zwischen dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und dem Verband deutscher Schriftsteller vereinbarten Normvertrag vom 1. Juli 1992. Oh, Gott, das hört sich nach vielen langweiligen Paragraphen an. Sie sind aber wichtig, damit Lektoren ihre Arbeit abrechnen können oder damit es bei Schreibwettbewerben eine einheitliches Seitenmaß für alle gibt.normseite Denn – 10 Seiten mit riesiger Schriftgröße und fetten Seitenrändern sind eben etwas anderes als 10 Seiten dicht gedruckter Text. Also hat man sich über eine Maßeinheit geeinigt, die für alle gilt. Wie Kilo oder Liter oder Meter. Sehr sinnvoll. Manchmal wundere ich mich allerdings, wenn Leser lieber mehr Geld für ein dickes Buch ausgeben – als käme es  nur auf die Menge an Seiten an. Oder es bei Amazon im Ausleihsystem nur nach gelesenen Seiten geht, egal, was da nun draufsteht. Keine Wunder, dass Betrüger diese Lücke nutzen. Ähnlich ist es bei den Schreib-Challenges wie National Novel Writing Month. Es geht um Quantität – nicht Qualität. Daher ist es gut, auch nach einem Tag mit nur wenigen, aber gut geschriebenen (Norm-)Seiten sehr zufrieden mit sich zu sein. :)

Zeichen, Zeilen, Leerzeichen

Und immer dann, wenn ihr einen Text irgendwo einreicht (Verlag, Wettbewerb, Agentur) solltet ihr ihn richtig formatieren. Mit Computern und Schriftprogrammen wie Word ist das viel einfacher als früher mit der Schreibmaschine. Zeit für Zahlen:

Eine Normseite ist eine gedachte DIN A 4 Seite.FullSizeRender Kopie 19

Sie besteht aus 30 Zeilen und 60 Anschlägen. Anschläge sind Buchstaben/Zeichen und Leerzeichen. Leerzeichen gehören zum Text, versucht sie nicht krampfhaft zu vermeiden. Wenn ihr einen Text bei einem Verlag oder Wettbewerb einreicht, solltet ihr Absätze und Leerzeilen  daher immer genauso einfügen, wie sie euer Text verlangen. Immerhin sind Pausen (also Leerzeilen) wichtig für das Verständnis eines Textes, den Rhythmus und so weiter.

Doch bevor ihr jetzt anfangt, auf jeder Seite die Buchstaben und Leerzeichen in jeder Textzeile zu zählen … legt besser vorher die Formatierung in eurer Seitenformatierung fest. Also bei Word>Format>Dokument>Seitenränder. Wenn ihr die Abstände oben, unten, rechts, links und der Fußzeile und Zeilenabstände und Schriftgröße richtig festlegt, dann entsteht ganz von selbst eine Formseite. (Empfehlungen für die Maße der Seitenränder findet ihr im Worksheet).

Abstände, Schriftgröße

Für die Schriftart empfehle ich Courier. Sie entspricht der alten Schreibmaschinenschrift und ist etwas größer und klarer als die anderen Schriftarten. Außerdem wird diese Schriftart nie in Büchern verwendet, so dass ihr ein richtiges Manuskriptgefühl habt, wenn ihr schreibt. Kleiner Tipp: Wenn ihr eueren Text einmal mit Abstand lesen möchtet, dann markiert den ganzen Text und ändert die Schriftart in Times Roman. Auf einmal lest ihr den Text wie ein gedrucktes Buch. Sehr hilfreich ;)normseite

Setzt den Zeilenabstand auf 1 1/2.

Und die Schriftgröße auf 12 pt

Wenn ihr jetzt auf eurem Computer schreibt, entsteht eine Formseite, die etwa 1800 Zeichen hat.

Tipp: Denkt daran, alle Seiten nur einseitig auszudrucken, wenn ihr sie irgendwo analog einreichen wollt oder müsst.

 

 

Seitenzahlen, Fußzeile

Alles wunderbar. Nur noch zwei Kleinigkeiten. Bitte nummeriert eure Seiten. Stellt euch vor, einer LektorIn fällt euer Manuskript vom Tisch, und sie muss es nachher nach Inhalt sortieren. Ja, genau.

normseiteAuch sinnvoll: Nutzt die Fußzeile. Hier kommt euer Name hin, das Entstehungsjahr und der Name eures Werkes. Stellt euch vor, der Lektor nimmt einen Stapel Manuskript mit nach Hause und … eben.

Wenn ihr das mit den Zahlen und Abständen etwas genauer haben wollt, dann ladet euch unser freies Worksheet für die Normseite herunter. Wer die alten Worksheets vermisst, kann sich auch gerne noch in unseren Newsletter eintragen und damit freien Zugriff auf alle Sheets bekommen.

Nächste Woche … hm. Ich denke, ich werde die Sache mit dem Plotten und Planen einer Novel mal ein wenig vertiefen. Also das mit der Schreibwerkstatt hier auf dem Blog etwas ernster nehmen und euch in die tiefen Geheimnisse des Schreibens einweihen.

Noch etwas in eigener Sache: Mein neues Buch „Lass uns fliegen“ ist gerade als E-Book herausgekommen – juhuuuh – und kommt am 27. Mai auch in Print (by Oetinger). Darin geht es sehr viel um die Kunst des Schreibens. Um das, was man planen kann, und das, was nicht planbar ist. Wie die Liebe … Wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch der Blogtour anschließen oder an der Leserunde teilnehmen und ein Printbuch gewinnen. Die Bewerbung läuft noch. Ich würde mich freuen, euch dort zu treffen. Wer ganz für sich lesen möchte – im Mai ist das E-Book günstiger!

STORIES-5

Ich freue mich auf nächste Woche.

See ya all :)

Katrin

#redbugwriting #rbpub

Lass uns fliegen Blogtour

Lass uns fliegen Blogtour Tag #1

2. Mai 2016
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Howdy,

wir begrüßen euch am Abfahrtreffpunkt für unsere Lass uns fliegen-Blogtour. Stellt euch vor, ihr steigt in einen bunt bemalten VW-Bus, der innen mit Blumen und Lichterketten geschmückt ist, in dem sehr gute Musik läuft, es duftet nach gutem Kaffee und frisch gebackenem Brot … Jep. Ihr seid dabei.

Lass uns fliegen

Bevor wir losfahren, möchten wir euch kurz mit dem Buch bekannt machen, um das es die nächsten zwei Wochen gehen wird. GIF_2Und dabei nicht zu viel verraten. Nun – perfekt – wir nehmen einfach ein paar der 13 Gifs, die wir für Lass uns fliegen gefilmt haben.

Die Protagonisten

Da ist Paulina. Sie tanzt. Sie liebt die Disziplin, die Konzentration, die anmutigen Bewegungen – besonders jetzt, wo ihr Leben aus der Balance gerät, ihre Eltern Probleme haben und sie sich oft allein fühlt.

Und dann ist da Vincent, der das gut verstehen kann, weil er viel skatet undlass uns fliegen Blogtour auch sein Leben gerade alles andere als einfach ist. Er kifft oder hängt mit Hendrik ab. Oder schreibt. Meist möchte er einfach nur abtauchen.

Eine Begegnung

Das letzte, was Vincent will, ist sich zu zeigen. Zum Beispiel in der Schreib-AG, in der ihm Paulina als Partnerin zugeteilt wird. Und schon gar nicht darüber reden, dass er selber schreibt. Rap-Songs? Gedichte? Er hat noch nicht einmal einen Namen dafür.

Und dann – eine Schulparty. Das kennt man doch. Nur die coolen und angesagten Cliquen können das genießen. Doch warum stürzt ausgerechnet Paulina auf dieser Party ab? Sie ist angesagt, sie ist cool. Betrinkt sich mit Jelly Shots – geht das überhaupt?
GIF_5

Alles ist anders …

Paulina kennt das nicht, dass sich jemand um sie kümmert. Ihr hilft. Ihr zuhört. Aber Vincent kann das. Er zeigt ihr auch, wie man schreibt. Dass man sich öffnen muss, damit ein Text gut wird. Dass man manchmal besser mit der Hand schreibt, als auf dem Laptop.

Für Paulina ist das neu. Schreiben, skateborden oder sich wirklich zu öffnen. Nicht nur zu reden, über dies und das. Wieso ist das alles im Vincent so viel einfacher als mit ihrem Freund?

Lass uns fliegen Blogtour

Vincent und Paulina lernen sich immer besser kennen. Aber wird Paulina deshalb ihren Freund verlassen? Oder Vincent über seine wahren Probleme reden?

An wen schreibt Paulina Twitternachrichten?

Werden beide den Mut haben, ihre Texte auf dem Schulfest vorzutragen?

Eine Reise zu 10 Buchblogs

Ihr wollt Antwort auf alle Fragen? Dann fahrt mit uns die nächsten 14 Tage von Blog zu Blog. An jeder Station könnt ihr ein Printbuch gewinnen und am Ende ein wunderschönes Tour-Päckchens, das Isabel für euch gepackt hat.

Lass uns fliegen

Wer das Päckchen gewinnen will, der kommentiert heute unter diesem Beitrag UND wenn die Blogtour am 15. Mai hierher zurückkehrt unter dem Abschlussbeitrag. Alle, die am Anfang und Ende der Tour kommentiert haben, wandern in den Lostopf.

Morgen hält der Tourbus bei Anja auf Merlins Bücherblog. Wir sind schon sehr gespannt, was uns dort erwartet.

Pöööööck … der fährt ja schon los … bis in zwei Wochen!

Die Redbugx

Von der Idee zum Manuskript

Von der Idee zum Manuskript – Anschreiben an Verlage oder Agenten #11

27. April 2016
Anschreiben an Verlage oder Agenten
Das fertige Manuskript

Wer ein fertiges Manuskript vor sich liegen hat, ist sicher als erstes einmal sehr stolz auf sich und vermutlich auch ein wenig erschöpft. Und zwar egal ob als Profi oder Debütautor. Ab jetzt möchte man die Sache am liebsten an eine gute Fee abgeben, die mit ihrem Zauberstab *pling* das Ganze in ein wunderschönes Buch verwandelt. Selbst wenn man vorhat, das Buch ohne einen Verlag herauszugeben und sich ein Lektorat zu sparen (für Anfänger nicht empfehlenswert), ist das Korrektorat und die Cover-Herstellung am besten in Profihänden aufgehoben. Vom Marketing gar nicht zu reden. Falls ihr hier unentschieden seid, lest vielleicht unsere Blogreihe: Wie veröffentliche ich mein Manuskript.

Anschreiben an Verlage oder Agenten

Zwei Berufsgruppen kennen sich besonders gut mit Manuskripten aus: Agenten und Verlage. Agenten nehmen euch, wenn sie gut sind, das Groblektorat ab, bereiten euer Manuskript für die Verlage vor, sprechen mit ihren Verbindungsleuten, vermitteln euch (irgendwann) einen Verlagsvertrag. Anschreiben an Veralge oder AgentenVerlage erhalten ihre Manuskripte ganz überwiegend aus der Hand von Agenten, weshalb dieser Zwischenschritt auch in Deutschland mittlerweile sehr üblich geworden ist. Aber ganz egal, ob ihr euch als erstes einen Agenten sucht, oder gleich an einen Verlag wendet, ihr müsst ein Anschreiben aufsetzen. Anrufen und Ansprechen oder (schock!) einfach mal vorbeigehen, ist nämlich gar keine gute Idee.

Das richtige Anschreiben

Jeder Mensch ist anders, daher gibt es sicher nicht nur EIN richtiges Anschreiben. Als Agentin für Schauspieler und als Autorin, die sich sowohl bei Verlagen als auch Agenten schon beworben hat, weiß ich allerdings, dass es viele falsche Anschreiben gibt. Kurz gesagt, Anschreiben, die sofort in den Papierkorb wandern. Was ist also wichtig? Egal ob per Brief oder Mail:

  • eine persönliche Anrede. Sehr geehrte/r Herr/Frau …
  • eine saubere, gut lesbare Handschrift oder besser: eine schlichte, sachliche Schrifttypo.
  • ein kurze und verständliche BITTE, um Prüfung des Manuskripts/Aufnahme in die Agentur.
  • eine Angabe, zu welchem Genre das Buch gehört und wie viele Seiten es haben wird.
  • keine Rechtschreibfehler!
  • freundliche Schlussworte, ein Realname/Unterschrift.
  • eine Mailadresse für die Rückmeldung.
  • Anlagen: Die ersten 20/30 Seiten eures Manuskripts, Exposé, Lebenslauf etc.
Recherche

Macht euch die Mühe, für jedes Anschreiben einen Ansprechpartner zu recherchieren. Das Internet ist dabei extrem hilfreich. Schickt euer Manuskript an eine der LektorInnen des Verlages. Gibt es mehrere, dann versichert euch, dass er/sie der/die Richtige für euer Thema ist. Wenn ihr auf der Bewerbungsseite (Manuskripte) eine Mailadresse findet, die lektorat@ heißt (wie auch bei uns), dann ist es trotzdem nett, wenn man uns zumindest mit „Sehr geehrtes Red Bug Team“ anspricht und nicht mit: Liebes Lektorat … Die volle Aufmerksamkeit habt ihr, wenn ihr einen Namen recherchiert. Ihr zeigt damit, dass euch der Verlag wirklich interessiert und ihr nicht täglich 20 Päckchen packt und an Verlage schickt. Das „Sehr geehrte …“ ist  ein wenig veraltet und bei näherer Bekanntschaft wird man vielleicht schnell zu einem lockeren Ton übergehen. Da ihr aber nicht wisst, mit wem ihr es beim Öffnen der Mail/Post zu tun habt, seid ihr mit der alten Form auf der sicheren Seite.

Der richtige Ton: Bitten – nicht fordern

Eigentlich logisch: Ihr wollte etwas von jemanden, also bittet ihr ihn darum: Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mein Manuskript prüfen würden/könnten. Oder um Prüfung eurer Unterlagen. Prüfen heißt in der Verlagssprache: lesen und entscheiden.

Ihr könnt ganz sicher sein, wenn ihr eine gute Manuskriptprobe einreicht, dann wird sich jemand melden. Und wenn sich niemand meldet, dann liegt es nicht an eurem Manuskript. Es macht also keinen Sinn, die Größe und den Glanz eures Werks besonders hervorzuheben. Ich schrieb viele Jahre an diesem Meisterwerk … Schon meine Mutter sagte, besser könne man nicht schreiben …  Überhaupt interessieren biographische Details in der Regel im Anschreiben nicht. Ich schreibe schon, seit ich denken kann … ich wollte immer schon Autorin werden … Natürlich! Das müsst ihr nicht betonen.

Was ihr aber erwähnen solltet, sind Dinge, die einen Mehrwert für den Verlag oder Agenten haben. Vielleicht habt ihr schon Bücher veröffentlicht. Oder Preise gewonnen. Oder eine große Zahl von Büchern als Selfpublisher verkauft (Zahlen ab 50 000 sind interessant für Verlage und Agenten). DAS solltet ihr dann schon – ganz bescheiden – erwähnen. Just for fun – hier ein YouTube Video in dem amerikanische Literaturagenten über ihre besten Queryletters (Anschreiben) sprechen.

Anlagen

Anlagen sind Dinge, die ihr zu dem Anschreiben dazupackt.

  • die ersten 10-30 Seiten eures Manuskripts
  • Exposé
  • Lebenslauf
  • Auflistung eurer bisherigen Veröffentlichungen/Preise/Stipendien
Abschicken

Packt eure Manuskriptprobe (nicht das Ganze) in einen (Dina4) Umschlag, legt das Exposé dazu, schreibt auf den Umschlag den Verlagsnamen/Agenturnamen und den Namen des Ansprechpartners. Oder mailt alles und legt das Manuskript und Exposé als Worddatei bei. Ready to go.

Wenn die Probe gefällt, dann will der Verlag euer ganzes Manuskript sehen und meldet sich. Habe ich euch schon gesagt, wie ein Exposé oder ein Manuskript formal aussehen sollte? Okay, falls ihr hier unsicher seid, wartet bis nächste Woche, denn dann schreibe ich dazu noch etwas.

In unserem heutigen Worksheet gibt es ein Musteranschreiben zum freien Download.

Von der Idee zum Manuskript Worksheet 10

Eine schöne Woche – see ya :)

Katrin

Huch! Ja, hier ist wieder ein Gif versteckt! Für unsere Gifzeljagd. Wer hier schreibt, ist Paulina, die Heldin aus „Lass uns fliegen“ (meinem neuen Young Adult Roman) in dem es sehr viel ums Schreiben geht und das diese Woche herauskommt. (Ja, ich bin aufgeregt :) Ihr alle seid ganz herzlich zur Book-Release-Party eingeladen, die am Freitag von 19-21 Uhr auf Facebook stattfindet. Hier wird gefeiert, ihr könnt T-Shirts, Printbücher und Musik gewinnen und mir jede Frage – auch zum Schreiben und Veröffentlichen – stellen, die euch gerade durch den Kopf schießt.  

Ich freue mich auf euch!

Blogger Schenken Lesefreude

Welttag des Buches – Blogger schenken Lesefreude

23. April 2016
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1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum Welttag des Buches. „Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.“ (Zitat von der Weltag-Website)

Blogger schenken Lesefreude

Die deutschen Blogger feiern mittlerweile auch schon traditionell das Event: Blogger schenken Lesefreude. Wir haben in diesem Jahr VORLESEN zum Thema gemacht. Ausgewählt haben wir dafür das grandiose Bilderbuch von Martina Olten: „Echte Kerle“.

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Echte Kerle

Zwei Brüder reden abends im Bett über Mädchen. Voll langweilig sind die, kämmen den ganzen Tag ihre Puppen, machen sich vor Angst in die Hosen beziehungsweise ins Nachthemd. Und glauben doch tatsächlich an Gespenster!!! Sowas Blödes, die gibt’s doch gar nicht! Oder? Oder doch? Plötzlich müssen die beiden dringend Pipi machen. Und danach finden sie ihr Bett nicht mehr, sondern flüchten zitternd zum friedlich schlafenden Schwesterchen, das nicht im Traum daran denkt, sich vor Gespenstern zu fürchten…

Wir verlosen ein Bilderbuch-Exemplar in der Originalausgabe (groß).

Kommentiert diesen Beitrag bis zum 30. April 24 Uhr und sagst uns, wem ihr das Buch gerne vorlesen wollt. Euren Kindern, Enkeln, Nachbarn, Geschwistern, Freunden …

Am 1. Mai geben wir den/die GewinnerIn bekannt.

Viel Glück

Die Redbgux

Vorlesezeit mit einem genialen Kinderbuch hat Jessi Oßwald gewonnen. Bitte mail@redbug-books.com deine Adresse, damit wir das Buch gleich losschicken können. 

*********

Gifzeljagd

Huch … ja auch hier ist ein Gif versteckt. Für alle, die sich gerade fragen, was das hier macht? Es ist Teil unserer Gifzeljagd. Einer Schatzsuche in 13 Gifs, die ein kleine Liebesgeschichte ergeben. Hier: 3 von 13, die Party. Wer mitmachen und gewinnen will – gerne!

GIF_3

 

Unsere Gewinnspiele sind kostenlos. Wir speichern die Gewinneradressen nicht, und nutzen eine nur zum Verschicken des Buches. Mehr Rechtliches zu unseren Gewinnspielen: hier.

Buchmarkt, Gifzeljagd - Lass uns fliegen

Ode an die Buchblogger

21. April 2016
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Am 23. April ist es mal wieder so weit – es ist der Welttag des Buches.buchblogger
Und es gibt Blogger schenken Lesefreude. Natürlich sind wir wieder dabei, wenn Christina, Dagmar und ihr Team diese tolle Aktion auf die Beine stellen. Und wie immer wollen wir uns eine eigene schöne Aktion überlegen, um zur Lesefreude beizutragen.

Ode an die Freude – Ode an die Buchblogger

Und da fiel es uns auf: Wir finden, dass es in der ganzen Buch-Community vor allem die Buchblogger sind, die Lesefreude enorm fördern. Und zwar nicht, weil es ihr Job ist, oder es ums „Geld-verdienen“ geht, sondern weil es auf ihren Blogs tatsächlich um die Freude am Lesen geht. Dieses Jahr möchten wir daher, als sehr kleines Buch-Label, kurz vor dem Welttag des Buches, unsere Ode an die Buchblogger anstimmen.

Kleine Ouvertüre

Als im Mai 2012 beschlossen, unser E-Book-Label zu starten, hatten wir keine Ahnung, sehr wenig Startkapital und noch nicht einmal ein klares Ziel. Vielleicht so was wie: Die Kunst und das Schreiben in einer grandiosen Symbiose zusammenzubringen oder auch: Mal etwas mit Büchern zu machen. Alle werden sicher sagen, dass man so bitte keinen Verlag eröffnet, aber wir haben erst sehr spät begriffen, dass wir das tatsächlich sind: Leute, die Bücher veröffentlichen und sich daher Verleger nennen dürfen. Begriffen haben wir es wohl erst, als es uns andere sagten und uns Preise dafür gaben, was uns wirklich sehr überrascht hat. Dies nur als kurze Vorrede für den eigentlichen Grund dieses Blogbeitrags:

Unsere Ode an die Buchblogger

Eine Ode ist eine Gedichtform und eigentlich gehört Musik dazu, schon klar, aber denkt an Ludwig von Beethoven und seine Ode an die Freude und ihr versteht und könnt der Absicht lauschen. (Irgendwie wirken alle YouTube-Versionen wie Parodien, aber wir meinen das ernst.)

Als wir in die Internetbuchwelt eintraten, war vieles neu für uns, aber letztendlich aus anderen Bereichen vertraut – das Buch, die Verlage, die Buchläden – bis auf die Buchblogger. Was waren das für Menschen, die wöchentlich oder sogar täglich über Bücher bloggten? Wie wir es auf der Uni gelernt hatten, forschten wir nach und stellten fest, dass es alle möglichen Spielarten von Buchblogs (wir sagen der Blog) gab: Vom intellektuell verschwurbelten Literaturblog mit gefühlt drei Follower, über den smart und intelligent geführten Bücherblog, bis zum Profiblog mit Absprunghoffnung ins Buchgeschäft. Von dem emotional und zuverlässigen Ich-liebe-Bücherblog, über den neben Familie und Beruf  Mein-Buchblog-eben-Blog, bis zum Schüler/Studentenblog. Von ausgefeilten Rezensionen bis zu Drei-Sätze-Kritiken mit unzähligen Rechtschreibfehlern. Wir waren überwältigt.

Beim Versuch, uns an anderen Verlagen und deren Verhalten Buchbloggern gegenüber zu orientieren, stellten wir schnell fest, dass wir wohl doch mehr Künstler als Unternehmer sind – wir wollten eigene kreative Lösungen finden. Doch erstmal sahen wir hin und hörten zu.

Wir erfuhren viele dunkle Geheimnisse von beiden Seiten
  • Empörte Blogger, die sich nicht gefallen lassen wollten, dass man ihnen Bestechung unterstellt, weil Verlage ihre Bücher zu hunderten über Buchblogs verteilten, um gute Verkaufsrankings zu erzielen.
  • Empörte Verlagsmitarbeiter, die von dreisten Abgreifaktionen erzählten und Schwarze Listen über Buchblogger führen.
  • Genervte Buchblogger, die ungefragt mit Büchern „zugemüllt“ werden, deren Genre sie nicht interessiert.
  • Genervte Verlage, die mit 1 Sterne Blogger-Kritiken konfrontiert sind, in denen sich Blogger ein Urteil über ein Buch erlauben, aber weder Grammatik noch Rechtschreibung beherrschen und von Literatur im allgemeinen keinerlei Ahnung haben.
  • Wir hörten tatsächlich nicht so viel Gutes über den jeweils anderen von beiden Seiten. Manchmal fragen wir uns, ob es besser wäre, wenn Verlage auch Sterne an Buchblogger vergeben dürften. Und wir warten bis heute auf ein selbstbewusstes Statement von Buchbloggern: Die Prüfung von unverlangt eingereichten Rezensionsexemplaren kann bis zu 3 Monaten dauern. Bitte haben sie Verständnis dafür, dass wir ihr Buch nicht zurückschicken können. Sollte wir von ihrem Buch überzeugt sein, melden wir uns bei Ihnen.
Aber wir sehen und hören auch sehr schöne Dinge
  • Von Verlagen veranstaltete Bloggertreffen auf der Buchmesse mit Kakao und Wertschätzung für die Blogger-Community.
  • Boggertreffen ganz ohne Verlage, weil Blogger sich untereinander austauschen, unterstützen, supporten.
  • Die Bereitschaft von Verlagen, Bücher zur Verfügung zu stellen und anwesend zu sein (!), um sich in Leserunden mit den Buchbloggern (und Lesern) in einem offenen Gespräch über ein Buch auszutauschen.
  • Die Bereitschaft von Bloggern, ihre Rezensionen auf ihrem Blog zu veröffentlichen und weit zu streuen, wenn sie begeistert von einem Buch sind.
  • Das sofortige Bereitstellen von Rezensionsexemplaren von Verlagen, wenn Buchblogger freundlich anfragen.
  • Das sorgfältige Rezensieren von Büchern plus Recherche zum Inhalt mit Musik-Referenzen und Links von Buchbloggern in ihrer Freizeit.

Manchmal haben wir das Gefühl, das Verhältnis Verlag – Buchblogger würde besser funktionieren, wenn beide Seiten sich mehr als Menschen betrachten würden. Menschen, die ja bekanntlich hinter den meisten Organisationen und Firmen und Blogs stehen.

Wir sind bis heute unsicher, ob wir das richtig machen, was wir so machen. Hier und heute möchten wir aber ausdrücken, dass wir uns sehr um ein gutes und ehrliches Verhältnis euch Buchbloggern gegenüber bemühen. Wir können vieles noch nicht so wie die großen Verlage. Manchmal ist das ganz gut so. Manchmal würden wir gerne mehr machen. Wir stecken noch in den Kinderschuhen als kleines Label, doch wenn wir groß sind, wollen wir ein richtig groß-art-iger Verlag sein. Was wir aber jetzt schon können, ist euch lobpreisen und euch nach eurer Meinung fragen:

– Was wünscht ihr euch von Verlegern und Autoren?

– Was wünscht ihr euch von uns?

– Wie sollte eine gute Zusammenarbeit aussehen?

Wir freuen uns auf die Zukunft mit euch

Uwe, Katrin, Isa und das ganze (kleine) Redbug Team

P.S.

-Macht es Sinn, hier auch ein Gif zu verstecken?

– Sollten wir die Gif-Sache nicht hier mal raushalten?

-Wenn wir schon eine Gifzeljagd machen, dann gehört hier ein Gif rein.

– Shut up. Außerdem vermailen wir doch in ein paar Tage noch ein Gif in unserem Buchblogger-Newsletter.

– Hier gehört aber auch ein Gif rein. Ich bin dafür.

– Wir stimmen ab.

– Immer dieses Vermischen von Arbeit und Vergnügen.

– Was ist denn nun was? Macht doch alles Spaß. Und ich liebe die Gifs. ALLE!

– Ich auch.

– Wir haben uns lieb. Und die Buchblogger. Und die Leser.

– Richtig.

– Haben wir ein passendes Gif?

– Ja. Und es passt sogar sehr gut … wir tanzen zusammen. Ach, ja *seufz*.

 

10/13 Lass uns fliegen Gifzeljagd