Adventskalender 2016

Adventskalender #3

3. Dezember 2016
Adventskalender #3
Adventskalender #3Adventskalender #3

Was wäre Weihnachten ohne Schokolade? Irgendwie nicht dasselbe, oder? Deshalb gibt es für euch heute etwas zum Naschen. Wir können versprechen, es ist eine edle Lindtschokolade, aber beim Einpacken haben wir uns die Sorte nicht gemerkt, also lasst euch von einer der besonderen Extraschokoladen überrasschen.

 

 

Lindtschokolade

adventskalender #3Übrigens: „Die Verwendung von Kakao und der Schokolade sowohl als Lebensmittel als auch als Medizin ist für Lateinamerika und Europa belegt. Schokolade wurde als generell kräftigend, leicht verdaulich und als Aphrodisiakum empfohlen. Noch bis ins 19. Jahrhundert wurde Schokolade in Apotheken als „Kräftigungsmittel“ verkauft.(Wikipedia)

Wenn ihr euch oder eure Freunde gerne mit etwas Leckerem verwöhnen wollt, dann kommentiert bitte bis 24 Uhr unter diesem Beitrag. Morgen losen wir aus und verkünden die Gewinner, die ihr Päckchen dann sofort bekommen.

Held og lykke!

(Viel Glück auf Dänisch)

***Unser Adventskalender ist für unsere Buchbloggerfreunde und alle RedBug-Fans. Wer mitmachen möchte – gerne! Schreibt euch entweder in den Newsletter speziell für Buchblogger ein,  oder in den  Newsletter für Leser, Autoren und RedBug-Freunde. Damit erhaltet ihr übrigens auch Zugang zu allen Worksheets mit Schreibtipps***

Adventskalender 2016

Adventskalender #2

2. Dezember 2016
Adventskalender #2
Adventskalender #2Adventskalender #2

Erinnert ihr euch doch an das Türchen von gestern? Ja? Gut, denn heute gibt es auch schon den zweiten Teil zu gewinnen!

 

 

 

Loving more – Katrin BongardAdventskalender #2

(Vorsicht! Spoileralarm!)

*Leidenschaftlich. Romantisch. Intelligent.*

Ella und Luca sind zusammen. Aber nicht alle sind begeistert. Besonders Lucas Ex-Freundinnen haben es auf Ella abgesehen. Doch Ella wäre nicht Ella, wenn sie nicht mit spitzer Zunge zurückschlagen würde.

Seit sie einen neuen Video-Blog über Bücher präsentiert und einen Job in einem Café hat, ist ihr Blog angesagt und sie populär geworden.

Und Lucas bester Freund Fritz ist auch auffallend oft dabei …

Hat euch „Loving“ gefallen? Dann kommentiert einfach bis 24 Uhr unter diesem Beitrag und bewerbt euch für die Fortsetzung „Loving more„. Am nächsten Tag losen wir aus und verkünden die Gewinner, die ihr Päckchen dann sofort bekommen.

Fortuna!

(Viel Glück auf Lateinisch)

Fortuna war Alina Frechen hold. Loving more geht an dich :)

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Adventskalender 2016

Adventskalender #1

1. Dezember 2016
Adventskalender #24
adventskalender #1Adventskalender #1

Es geht los. Mit dem ersten Tag des Adventskalenders. Don’t judge a book by its cover – ist das Motto für dieses Jahr und darum sind diesmal alle (natürlich neuen) Bücher bei uns verpackt. Doch wir sind ja nicht grausam und sagen schon, was euch hinter dem Cover erwartet …

 

Loving – Katrin Bongard

adventskalender #1*Romantisch. Magisch. Unausweichlich.*

Mit dem Partyleben an der Schule hat Ella nicht viel zu tun. Und sie hätte nie gedacht, dass ausgerechnet sie – die sich für Bücher und Buchblogs interessiert – sich in den coolen Luca verliebt. Luca, den alle Mädchen für den tollsten Jungen der ganzen Schule halten. Und den Ella eigentlich nur oberflächlich und arrogant findet. Doch bei einem Schulprojekt lernen die beiden sich besser kennen … Sich nicht zu verlieben – einfach unmöglich!

Dieses Buch über die erste Liebe (und die Liebe zu Büchern) ist perfekt für alle Buchliebhaber und Fans von romantischen Geschichten.

Wenn ihr „Loving“ gewinnen wollt, dann kommentiert bis 24 Uhr unter diesem Beitrag. Am nächsten Tag losen wir aus und verkünden unter diesem Beitrag die Gewinner, die ihr Päckchen dann sofort bekommen.

Viel Glück!

Wir haben gelost: Das erste Päckchen geht an: *drumroll*: Fabella.

 

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7 Schritte zu deinem Buchprojekt

7 Schritte zu deinem Buchprojekt #4 – Unterstützer

30. November 2016
Unterstützer

Niemand realisiert ein Buchprojekt ganz allein. Noch nicht mal ein Selfpublisher, den irgendwo auf dem Weg braucht man – Unterstützer.

Ein Supportteam

Als ich mein erstes Jugendromanprojekt begann, hatte ich drei Kinder zwischen 8 und 12 Jahren, habe mit meinem Partner für verschiedene Filmproduktionen gearbeitet und war gerade in eine Riesenwohnung gezogen. Bester Zeitpunkt? Nope. Aber richtiger Zeitpunkt? Schon irgendwie. Denn ich hatte eine Idee, die mich sehr interessiert hat, einen Partner, der mich motiviert hat und genug Leidenschaft für mein Projekt. Um anfangen zu können, war für mich der Aufbau meines Supportteams absolut wichtig. Wer würde mein Projekt unterstützen? Wer Verständnis dafür haben, dass ich im Zombiemodus mein Zimmer verließ und ständig in Gedanken war, weil meine Buchcharaktere mich vollquatschten?

Um Hilfe bitten

Es war klar, dass meine Familie am unmittelbarsten von den Veränderungen betroffen sein würde. Daher habe ich erst mit meinem Partner gesprochen und mich dann mit meinen Kindern an einen Tisch gesetzt und ihnen erklärt, was ich die nächsten Monate vorhabe. Mit Radio Gaga habe ich dann ganz überraschend zwei dotierte Preise gewonnen und eine Bestseller gelandet. Aber ich glaube, ich habe mich unbewusst viel mehr in das Projekt hineingehängt, weil ich wusste, andere sehen mir dabei zu.

UnterstützerFür mich ist es sehr wichtig, mir Hilfe zu holen. Egal ob in meiner Partnerschaft, meiner Familie, oder in meiner (anderen) Arbeit. Ich gehe zu den Menschen, die in meinem direkten Umfeld sind. Okay, es wäre hilfreich, wenn der Postmann nicht klingeln würde. Der wird nicht unbedingt eingeweiht, aber sonst so gut wie jeder. Wer kann helfen? Übernimmt mein Partner das Essenkochen in der Zeit? Oder den Einkauf? Geht er öfter mit dem Hund oder übernimmt in der Zeit die Wäsche? Das alles könnte Schreibzeit werden.

Stürmer und Verteidiger

Cornelia Funkes Mann hat ihr Tee in ihr Schreibhäuchen gebracht und sich viel um die beiden Kinder gekümmert. Tabitha King hat das Manuskript von Carrie ihres Mannes Stephen aus dem Mülleimer befördert und ihm vermutlich einen Pep-Talk gegeben. Ich habe mir viele erfolgreiche Autoren angesehen: Jep. Hinter jeder/m erfolgreichen AutorIn steht ein guter Unterstützer. Auch ich habe Super-Unterstützer. Während ich vorstürme, hält mir jemand den Rücken frei. Das kann praktische, aber auch moralische Unterstützung bedeuten. Mein Partner ist der beste Unterstützer – ever! Meine beste Freundin und meine Schwester freuen sich auf mein nächstes Buch. Sie fragen nach, und das motiviert. Ich stürme vor, und meine Unterstützer helfen, dass das Leben mich nicht einholt und vom Schreiben abhält. Wichtig für mich: Wenn sich meine Helfer dann später Unterstützung für ihre Projekte bei mir holen – bin ich da.

Der Verlag als Unterstützer

Natürlich können auch Verlage tolle Unterstützer sein. Ich habe mein erstes Buchprojekt zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, als es noch kein Selfpublishing gab. Der Verlag (Beltz & Gelberg) war sehr wichtig für mich. Meine Lektorinnen (ich hatte zwei) haben mich im Lektorat auf viele Dinge aufmerksam gemacht. Zum Teil sogar mitrecherchiert. Genial! Meine Lieblingslektorin bei Oetinger (jetzt selbstständig) hat mir ihre ganz eigene Sichtweisen auf meine Protagonisten gezeigt. Ein Grund, warum ich es so liebe, mit einem Verlag/Profilektoren zu arbeiten, ist der zweite Blick auf das Manuskript.

Betaleser

Bei meinem letzten Buchprojekt, der dystopischen Serie „The World“, hatte ich gleich sieben Betaleser.  Das mache ich sonst nicht, aber bei einem so ambitionierten Projekt wollte ich ein erstklassiges Feedback. Nicht nur meine Lektorin, sondern sechs Menschen zwischen 19 und 59 haben mir ihre Meinung zum Text gesagt. Meine Betaleser waren kritische und aufmerksame, aber auch unterstützende Leser, die mir geholfen haben, den Text besser zu machen. Betaleser können Fans, Buchblogger, Freunde oder Verwandte sein. Hauptsache, sie unterstützen mein Projekt. Am besten spricht man sie schon vor dem Projekt an, denn es hilft, wenn jemand schon gespannt auf den Text wartet.

Für mich ist es immer wieder wichtig, mir anzusehen, von welchem Punkt aus ich ein Projekt starte und dann die richtigen Leute im Umfeld um Hilfe zu bitten. Genauso wichtig ist es für mich, die Menschen auf Abstand zu halten, die keine Hilfe sind, vielleicht sogar neidisch/ärgerlich/überkritisch sind. Gerade vor einem Buchprojekt kann es auch wichtig sein, die Außenwelt ein wenig auszublenden.

Wie macht ihr das, wenn ihr ein (Buch)projekt beginnt? Habt ihr Tipps, wo man Unterstützer finden kann?

xoxo

Katrin

#redbugwriting #amwriting #rbpub

Adventskalender 2016

Der RedBug-Adventskalender 2016

27. November 2016
redbug-adventskalender 2016
Red Bug-Adventskalender

Alle Jahre wieder und natürlich auch dieses Jahr wird es einen Red Bug-Adventskalender geben. Wir outen uns ja nicht zum ersten Mal als Weihnachtsfreaks und Verschenken gehört für uns definitiv zur Vorweihnachtszeit!

redbug-adventskalenderHaben wir schon 24 Bücher im Programm? Öh – fast. Deshalb findet ihr in diesem Jahr täglich ein Buch und an manchen Tagen sweets = edle Lindschokolade. Für 2016 haben wir haben uns etwas ganz Besonders ausgedacht. Wobei, also … hm … denken wir uns nicht jedes Jahr etwas Besonders aus?! Genau. Dieses Jahr steht der Red Bug-Adventskalender unter dem Motto: „Don’t judge a book by its cover“ oder: Beurteile ein Buch nie nach dem Cover.

Weil wir das richtig gut und genial finden, obwohl wir tolle Cover haben und schöne Cover lieben, haben wir alle druckfrischen Bücher ganz geheimnisvoll eingepackt. Ihr wisst zwar, welches Buch verlost wird, eine Inhaltsangabe gibt es auch, aber das Cover … bleibt ein Geheimnis. Schöner Nebeneffekt: So bekommt ihr euer Buchpäckchen, wenn ihr gewinnt, schon verpackt ins Haus geschickt. Perfekt, um es sich selbst in der Vorweihnachtszeit zu schenken oder im letzten Moment aus dem Versteck zu ziehen, falls die beste Freundin an Weihnachten doch noch aus dem Ausland vorbeikommt ;)

adventskalender 2016Lisa, die Büroelfin

Alle Kalenderbeiträge hat dieses Jahr Lisa geschrieben, die im Oktober ein 5-tägiges Schulpraktikum bei uns gemacht hat. Ehrlich, wir hätten nie gedacht, dass sie alle 24 Beiträge in 5 Tagen schreiben kann, die Links heraussucht und, und, und. Aber, hey, sie ist eben eine Profibloggerin und kennt das alles von ihrem eigenen Buchblog – Träumen von Büchern. Wir waren sehr beeindruckt und schicken nochmals einen großen, fetten Dank!

Tja, und nun braucht ihr nur noch 3x  Mal zu schlafen, dann geht es los. Eine wunderbare friedliche Vorweihnachtszeit wünschen euch –

die RedBugx Uwe, Katrin, Isa

und Lisa :)

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7 Schritte zu deinem Buchprojekt

7 Schritte zu deinem Buchprojekt #3 – Selbstvertrauen

23. November 2016
selbstvertrauen

Eine der wichtigsten Voraussetzungen, um ein Buch zu schreiben ist Selbstvertrauen. Oder auch Selbstbewusstsein. Seltsamerweise wird das meist verschwiegen. Denn Selbstvertrauen ist tricky.

Können und Selbstvertrauen

Man sollte denken, dass Autoren, die viel vom Schreiben verstehen, die es können, ein besonders hohes Selbstvertrauen haben, oder? Doch, nein. Mein Vater kommt aus einer Familie von Lehrern, er war sogar Hochschullehrer. Er hat mir – in bester Absicht – schon vor der Schule Lesen beigebracht. Ich war ziemlich erstaunt, als ich feststellte, dass man in der 1. Klasse Lesen lernt. Denn ich konnte es schon. Statt, dass es mich selbstbewusster gemacht hat, hat es mich mächtig verunsichert. Was würden die anderen Kinder sagen, wenn sie merken, dass ich schummelte? Und weil ich zu den anderen Kindern passen wollte, habe ich so getan, als könnte ich nicht richtig lesen. Schule war nicht mein Ding. Aus einer selbstbewussten Wortführerin in der Buddelkiste wurde ein extrem schüchternes Kind.

Ich weiß, dass ich nichts weiß

Auch das Wissen über Literatur, Sprache, Ausdruck war nicht unbedingt hilfreich, als ich man mit geschwellter Brust ein Buch schreiben wollte oder – noch schlimmer – es bewerben sollte. Denn da ich weiß, wie differenziert die deutsche Sprache ist, wie schnell man ein Wort in einen falschen Kontext stellen kann, kurz, wie schwierig es ist, ein richtig gutes Buch zu schreiben, dann kann mich das ganz schnell sehr einschüchtern. Da beneidet ich fast Autoren, die gar nicht merken, wie viele Fehler sie machen, denn die können mit allergrößtem Selbstvertrauen drauflosschreiben.

Wenn ich auf den Buchmarkt schaute, dann sind da Autoren, die sehr gut und/oder sehr erfolgreich schreiben und sehr schüchtern und unsicher sind. Und Autoren, die kaum die Rechtschreibung beherrschen und keine Probleme damit haben, Textpassagen bei Facebook zu veröffentlichen und laut Werbung für sich zu machen. Okay, ich lerne: Selbstvertrauen ist nicht an Können gekoppelt.

Selbstvertrauen wiederfinden

Fest steht, dass man Selbstvertrauen braucht, wenn man ein Buch schreiben wollt. Ich würde sogar sagen, es ist eine Grundvoraussetzung. Nur, wie bekommt man es? Ich habe sehr viel von Marissa Peer gelernt. Sie ist eine der erfolgreichsten Verhaltenstherapeutinnen in England. Sie sagt, dass die meisten von uns ihr angeborenes Selbstvertrauen mehr oder weniger verloren haben und es wiedergewinnen sollten. Ganz besonders dann, wenn sie zu einer dieser drei Gruppen gehören

  • Die extrem Schüchternen, die ungern in der Öffentlichkeit sprechen.
  • Die sehr extrovertierten Menschen, die mit ihrem (lauten) Verhalten nur eine tiefsitzende Unsicherheit überspielen.
  • Die Perfektionisten und Workaholics, die ihre Unsicherheit hinter viel Arbeit und besonders großen Anstrengungen tarnen.
Selbstvertrauen ist lernbar

Vermutlich finden fast alle sich mehr oder weniger in einer dieser Gruppen wieder. Denn die wenigsten von uns haben ein großes Selbstvertrauen.selbstvertrauen Marissa Peer arbeitet mit extrem erfolgreichen Menschen, die oft unglücklich sind, weil sie dachten, der Erfolg würde ihnen Selbstvertrauen geben. Oder das Geld. Nein. Natürliches Selbstbewusstsein ist locker und entspannt. Es hat nichts damit zu tun, wie gut und erfolgreich ich bin. Oder wie viele Bücher ich schreibe oder verkaufe. Es ist wichtig, dass ich das kläre, bevor ich ein Schreibprojekt beginne. Denn wenn ich nur schreibt, um dadurch mehr Selbstvertrauen zu bekommen, stehe ich mir selbst im Weg. Selbstvertrauen muss ich mir selber geben.  Die Zweifel beiseite schieben. Ich erinnere mich dann gerne daran, wir ich als Kind jede Sache mit Freude und Zuversicht begonnen habe. Selbstvertrauen steht jedem zu. Manchmal muss man es sich einfach nehmen und es gegen alle behaupten, die es klein halten wollen.

Es ist großartig, anzufangen

Denn man sein Bestes gibt, ist es genug.  Man kann sich jederzeit verbessern. Ich mache mir das klar, bevor ich ein Buchprojekt beginne. Sage es mir vor dem Schreiben und wenn ich kritisch meine Texte lese, sage ich mir, dass ich großartig bin, weil ich angefangen habe. Und großartig, wenn ich täglich an meinem Projekt dranbleibt. Auch, wenn ich nicht schreibe, sondern „nur“ nachdenke oder plane. Davon abgesehen: Niemand ist perfekt, auch meine Leser nicht. Wer soll wen kritisieren? Und warum? Ich konzentriere mich darauf, an den großartigen Leser zu denken, für den ich das Beste gebe.

Ich habe euch heute ein Worksheet mit ein paar schönen Übungen für Selbstvertrauen gemacht. Genauer gesagt, für jede der drei Gruppen. Vielleicht werdet ihr feststellen, dass ihr je nach Situation zu unterschiedlichen Gruppen gehört. Auch gut. Die Übungen sind extrem effektiv und wirksam, also nicht wundern, wenn ihr schneller zu schreiben anfangt, als ihr dachtet :)

klick-hier-um-die-worksheets-zu-downloaden

Ich freue mich auf die nächste Woche mit euch!

xoxo

Katrin

#amwriting #rbpub #redbugwriting

7 Schritte zu deinem Buchprojekt

7 Schritte zu deinem Buchprojekt #2 – Ort und Zeit

16. November 2016
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Ow yeah, ich liebe dieses Thema. Heute geht es um Ort und Zeit, zwei Dinge, die man ganz sicher für ein Buchprojekt braucht. Einen guten Ort zum Schreiben und genug Zeit. Oder?

Was brauche ich …

Kennt ihr das auch, wenn euch Leute sagen, was sie alles vorhaben und dann gleich anfügen, was ihnen fehlt? Ich würde gern schreiben, aber ich habe keinen geeigneten Ort! Ich würde gerne ein Buch schreiben, aber mir fehlt die Zeit! Okay. Ich kann das gut nachvollziehen. Wenn man in Ruhe schreiben will und kein Zimmer hat, dann ist das schon ein Problem. Und wenn man drei Kinder hat und dazu noch einen Fulltime-Job, dann fehlt einem ganz bestimmt die Zeit. Oder? Schauen wir uns diese wunderbaren Vom-Schreiben-Abhalter mal genauer an.

Zeit

Vermutlich das größte Thema, und zwar egal zu welchem Zeitpunkt eures Lebens. Entweder hat man Schule oder Studium, einen Job oder Kinder und ich verspreche euch, das wird nicht besser, das wird sogar immer schlimmer, denn am Ende fehlt einem dann noch ganz schlicht die Lebenszeit. Da er ist es gut, wenn man sich klarmacht, dass die Zeit relativ ist. Sich nicht nur lang oder kurz anfühlen kann, sondern sich tatsächlich ganz unterschiedlich nutzen und weiten lässt. ort und zeit

Die amerikanische Anne Tyler hat in ihrem Essay „Still just writing“ darüber geschrieben, wie sie es geschafft hat, mit zwei Kindern zum schreiben zu kommen. Es geht. Denn wenn man genau hinsieht, dann gibt es diese Autoren nicht, die so viel Zeit hatten, dass sie schließlich (aus lauter Langeweile?) ein Buch begonnen haben. Nehmen wir David Baldacci. Er hat neun Jahre als Strafverteidiger gearbeitet und nebenher Drehbücher und Kurzgeschichten geschrieben, bevor er Vollzeit-Autor wurde. Was ich sagen will: Glaubt mir, ihr habt Zeit. Ihr müsst sie nur nutzen.

Ort

Ich hätte so gerne ein ruhiges Zimmer, in dem ich schreiben kann. Ja, wer hätte das nicht gerne? Ich habe seit kurzem ein eigenes Schreibzimmer. Schreibe ich deshalb mehr? Schneller? Nein. Schreibplätze sind überall. Im Wartezimmer des Arztes, im Café, in öffentlichen Bibliotheken (sehr zu empfehlen), auf der Couch, im Bett. Besonders für Frauen, die Kinder haben (wollen), kann es sehr taff werden, einen (ruhigen) Ort zum Schreiben zu finden. Ich erinnere mich, dass Fay Weldon, gelesen habe, dass sie ihre Bücher oft am Küchentisch geschrieben hat, während ihre Kinder um sie herumkrabbelten (sie hatte vier). Mich hat das sehr inspiriert, und ich dachte mir: Wenn sie das schafft, dann geht es! Manchmal kann es sogar ganz gut sein, wenn man sich einer Umgebung aussetzt, die lebendig ist und vielleicht sogar unruhig, denn so bleibt der Geist in Bewegung und man selber locker.

Jeder Ort zu jeder Zeit

Wenn ihr zu schreiben anfangen wollte, dann ist der beste Zeitpunkt: Immer, wenn es geht. Und der beste Ort: Überall. Ist euch das zu extrem? Die meisten Wattpad-Autoren arbeiten so. Ihr Schreiben ist ein einziger Strom von Sätzen, der ihnen gerade und egal wo in den Sinn kommt und sofort vermerkt wird. Selten tiefgründig, aber meist sehr lebendig. Es gibt auch prominentere Beispiele: Lauren Olivier sagt, dass sie gerne auf dem Handy schreibt und sich die Texte danach selber zumailt. Ups! Ich habe das probiert. Es geht. Erstaunlich gut. Denn genauso, wie man sich in der Öffentlichkeit in ein Buch hineinzoomen kann, geht das auch beim Schreiben.

Wenn ihr jetzt denkt: Wow, dann kann ich mir die restlichen fünf Schritte auf dem Weg zu meinem Buchprojekt sparen, dem gebe ich euch recht. Jep, fangt gleich an. Wer das Gefühl hat, noch mehr Vorbereitung zu brauchen, auf den freue ich mich nächste Woche. Ich möchte allerdings, dass ihr eins schon mal mitnehmt: Weder ob ihr „genug“ Zeit habt oder den geeigneten Ort, spielt eine Rolle, wenn ihr anfangen wollt zu schreiben.

Eine gute Zeit!

xoxo

Katrin

#redbugwriting #amwriting #schreiben

7 Schritte zu deinem Buchprojekt

7 Schritte zu deinem Buchprojekt #1 Vom Wunsch zur Absicht

9. November 2016
Wunsch
Der Wunsch

Ich denke, es ist zurzeit einer der populärsten Wünsche, ein Buch zu schreiben. Gerade jetzt, wo es so einfach ist, ein Buch zu veröffentlichen. Warum fällt es dann vielen so schwer? Warum fällt es sogar Autoren schwer, ein bestimmtes Wunschbuch zu schreiben? Es liegt wohl daran, dass Schreiben nicht gleich schreiben ist und es sehr viele verschiedene Gründe für diesen Wunsch gibt. Ein Wunsch kann eine ziemlich diffuse Sache sein. Daher ist es gut, wenn man all seine Gedanken und unterschiedlichen Beweggründe für seinen Wunsch genau kennt, bevor man anfängt ein Buch zu schreiben. Oder anders gesagt: Der Grund, warum viele Menschen zwar ein Buch schreiben wollen, aber es dann doch nie tun, liegt daran, dass sie sich nie mit den Dingen beschäftigen, die vor dem Beginn eines Schreibprojektes wichtig sind. Und genau darum wird es in den nächsten 7 Blog-Beiträgen gehen.

Ich möchte ein Buch schreiben …

Ich bin mit einer Mutter aufgewachsen, die immer den Wunsch hatte, einen Roman zu schreiben. Sie hat sehr viel gelesen und mir die Liebe zu Büchern von klein auf vermittelt. Sie hat mir den ersten Bibliotheksausweis machen lassen, sie hat mir alle Kinderbuch-Klassiker geschenkt, Märchenbücher vorgelesen, mit ihr habe ich über Bücher diskutiert. Und sie hat mir den Respekt vor Büchern und Schriftstellern vermittelt. Sie hat Anglistik und Germanistik studiert und ihre Doktorarbeit über „Ethische Lehren und Dekorative Gestaltung in Ben Jonsons Höfischen Maskenspielen“ geschrieben. Sie hat Gedichte geschrieben, sie hat wissenschaftliche Artikel geschrieben – doch sie hat nie ihren Roman begonnen.

Vom Wunsch zur Absicht

„Der Wunsch ist ein Begehren nach einer Sache oder Fähigkeit, ein Streben oder zumindest die Hoffnung auf eine Veränderung der Realität oder Wahrnehmung oder das Erreichen eines Zieles für sich selbst oder für einen Anderen.“ (Wikipedia) Wie ihr seht, nehme ich Worte sehr wichtig, denn um Worte geht es auch beim Schreiben. Hier wird Wunsch als: Hoffnung, auf Veränderung der Realität definiert. Prüft euren Wunsch. Viele wollen gar kein Buch schreiben, sondern eigentlich nur einen stumpfsinnigen Job loswerden oder viel Geld verdienen. Ist das Buch wirklich das beste Projekt dafür?Wunsch

In der Wunsch-Phase sind viele angehende Autoren nicht ganz ehrlich mit sich. Kein Vorwurf! Aber ein diffuser Wunsch wird nie zu einer klaren Entscheidung oder dem Umsetzen in eine Tat führen. Wenn der Wunsch nur ein unklares Gebilde mit verwischten Grenzen ist, macht ihn zu einer klaren Absicht.

„In der Psychologie ist ein Vorsatz eine Absicht, in einer bestimmten Situation ein bestimmtes Verhalten auszuführen.“ (Wikipedia). Mit Absicht sind wir also schon einen Schritt weiter. Dieser Übergang vom Wunsch zu Absicht, ist der erste Schritt hin zu eurem Buchprojekt. Und ein aufregender, also genießt ihn.

Ich erlaube mir ein Buch zu schreiben

Im Fall meiner Mutter ist die Sache wohl ganz offensichtlich. Sie hatte den Wunsch, einen Roman zu schreiben, hat aber letztendlich die hohe Hürde aus Respekt vor dem Schreiben/der Literatur nie überspringen können. Schade! Für alle, die ebenso respektvoll und ehrfürchtig zur Literatur und der Kunst des Schreibens  stehen – und versteht mich richtig, ich finde das gut – ist es wichtig, die Schriftstellerei ein wenig von ihrem Podest zu heben. Dafür kann man sich sowohl die Biografien von Schriftstellern oder die Entstehung von bestimmten Romanprojekten einmal näher anzusehen. Nicht, um die Kunst der großen Schriftsteller damit klein zu machen, sondern um sich etwas vor Augen zu halten: Alle Autoren haben irgendwann und wo an einem Punkt begonnen, an dem sie unsicher und auch noch nicht besonders gut waren. Also: Erlaubt es euch auch.

Wertschätzt den Wunsch

Viele sagen: Ich würde gerne ein Buch schreiben – aber das klappt ja doch nie/werde ich nie Zeit dafür haben/schaffe ich niemals. Moment mal. Ich brauche hier vermutlich keinen Vortrag über positives Denken oder die Funktionsweise des Gehirns zu halten, damit man deutlich merkt: So läuft es nicht. Ein Wunsch ist ein Samen, der in die Erde gelegt, gepflegt und mit positiver Ermunterung begossen werden muss. Ein Wunsch wird mit Bestätigung zur Absicht. Sagt also lieber gleich: Ich schreibe ein Buch. BÄM! No matter what. Klar, ist es zur Zeit noch ein Wunsch, aber ihr habt die Absicht, bald damit anzufangen. Und wenn jemand kommt und milde lächelt und euch fragt, wie viele Seiten ihr schon geschrieben habt, oder wie der Titel eures Buches lautet, dann sagt selbstbewusst: Mein Buch ist gerade in der Planungsphase. Ich sage Dir Bescheid, wenn Du es lesen/kaufen kannst.

Entspannen

Manchmal denke ich, ich hatte Glück, da ich nie den Wunsch hatte, Schriftstellerin zu werden. Echt nicht. Ganz im Gegenteil. Ich wollte nicht in der Wohnung hocken und schreiben, sondern raus in die Welt und etwas erleben. Es gab also nie den Wunsch und damit auch nie den Druck, diesen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen. Es gab eigentlich immer nur das Gefühl: Ja, das kann ich/könnte ich machen, aber das muss nicht sein. Als ich dann mit dem Schreiben begann, war es ein  … Versuch. Gerade, wenn ihr ganz dringend ein Buch schreiben wollt und es euch sehr wichtig ist – und das gilt auch für Autoren, die ständig unter Pseudonym schreiben und irgendwann mal IHR eigenes Buch schreiben wollen – nehmt den Druck heraus.

Entspannt euch, denn bis ihr am Schreibtisch sitzen, oder an eurem Laptop oder wo immer und zu schreiben anfangt, sind es noch 6 entspannte weitere Schritte, und ich werde sie mit euch gehen.

Wie ist es für euch? Wie lange habt ihr schon den Wunsch, ein Buch zu schreiben? Oder ein bestimmtes Buch zu schreiben? Teilt das sehr gerne mit uns allen.

Bis nächste Woche!

Cheers

Katrin

#redbugwriting #rbpub #amwriting

Über das Schreiben

Über das Schreiben #21 3-Akte-Struktur – Zusammenfassung

2. November 2016
3-Akte-Struktur-Zusammenfassung
3-Akte Struktur – Worksheets

Zum Abschluss noch die 3-Akte-Struktur-Zusammenfassung. Heute habe ich als Extra drei Worksheets zu den 3 Akten und eine Übersichtsgrafik gemacht, die ihr euch einfach und umsonst downloaden, ausdrucken und über den Schreibtisch hängen könnt. Yay!

3-Akte-Struktur-Zusammenfassung -Katrin_Bongard

3-Akte-Struktur-Zusammenfassung

Zur Erinnerung: Die 3-Akte-Struktur wird oft als die vereinfachte 5-Akte-Struktur bezeichnet und die gibt es schon sehr lange. Die 5-Akte-Struktur entstand als Teil des Regeldramas in der französischen Klassik und geht auf Theorien aus der Antike zurückgeht. Wir reden hier also von sehr, sehr alt. Alt ist ja nicht immer besser, daher sollte man wohl eher sagen: altbewährt. Denn vieles, was für das Theater galt und gilt, lässt sich auf das Kino übertragen. Und was für Drehbücher gilt, lässt sich sehr gut auf Romane übertragen. Trotzdem ist es „nur“ eine Hilfe und kein starres Muster, das man befolgen sollte. Wenn man ein Buch schreibt, ist es sicher gut, eine Struktur im Kopf zu haben, aber das Schreiben eines Romans ist eine sehr emotionale Angelegenheit und daher ist eine Struktur nur die Hälfte der Arbeit.

Spannung und Wendepunkte

Die 3-Akte-Struktur hilft euch nicht nur, die 3 großen Teile/Akte eines Romans gut und sinnvoll voneinander abzugrenzen, sie hilft euch auch beim Spannungsverlauf eurer Geschichte

3-Akte-Struktur_Katrin Bongard

Dynamische Grafik zur 3-Akte-Struktur

3-Akte-Struktur

Gewöhnliche Grafik zur 3-Akte-Struktur

Meine Spannungskurve sieht ein wenig anders aus, als die normalen Grafiken zur 3-Akte-Struktur. Ich finde, es lässt sich mit ihr nicht nur besser arbeiten, sondern sie erinnert euch auch daran, dass Held und Leser sich in einer spannungsvollen Geschichte eher auf einer Achterbahn als auf einer Bergwanderung befinden. (Und wobei hättet ihr mehr Spaß und Aufregung?). Auch wird deutlich, dass es am Midpoint (Mittelpunkt des 2. Aktes) einen Umschlagpunkt gibt, der zum Tiefpunkt am Ende des 2. Aktes führt, es also noch mal richtig bergab geht, bevor es dann zur Klimax und Ende wieder bergauf geht.

Die Moral von der Geschichte …

Geschichten gibt es seit es Menschen gibt. Sie wurden früher am Lagerfeuer erzählt, sie verbinden Menschen. Sie sollen unterhalten, es werden mit ihnen aber auch Lebenserkenntnisse weitergegeben. Was ich so besonders großartig an guten Geschichten finde ist, dass sie emotionales Wissen vermitteln: Wie verhalten sich die Helden? Was treibt sie an? Wie bewältigen sie Schwierigkeiten? Wir alle suchen Liebe, Anerkennung, aber auch Wachstum und Abenteuer. Die 3-Akte-Struktur steht für diese Erfahrungsreise. Wenn man sie mit der Reise des Helden vergleicht, findet man daher auch viele Parallelen. Denn wir wissen es alle: Die wenigsten Wege führen direkt und ohne Schwierigkeiten zum Ziel.

Warum auch Geschichten sich verändern

Menschen haben sich immer schon Geschichten erzählt, doch mit den Menschen verändern sich auch ihre Geschichten. Neben der Tatsache, dass die 5-Akte-Struktur zwei Akte mehr als die 3-Akte-Struktur hat, gibt es noch einen wesentlichen anderen Unterschied zwischen beiden Modellen, den ich sehr interessant finde. Geht die alte 5-Akte-Struktur davon aus, dass Menschen letztendlich immer wieder auf ihr Grundniveau an (Leiden) zurückkehren, wünschen wir „moderne“ Menschen uns einen Fortschritt, eine Entwicklung, ein Weiterkommen.

3-5-akte-struktur_Katrin_Bongard

 

Darum liegt der Endpunkt der 3-Akte-Struktur deutlich über dem Niveau des Startpunkts. Das gefällt mir an dieser 3-Akte-Drama-Struktur, dass sie die Entwicklung der Helden (und Leser) einplant und ermöglicht. Der Held startet an einem niedrigeren Punkt seiner Entwicklung und landet auf einem höheren Niveau an Erkenntnis. Gute Bücher sollten euch genau das geben: Ein Mehr an Entwicklung, Einsicht und Erkenntnis. Und als gute Autoren führt ihr eure Helden und Leser genau an diesen Punkt.

3-5-akte-struktur_Katrin_BongardAusblick

Gerade beginnt der NaNoWriMo, ein Projekt für Autoren, mit dem Ziel einen Roman im Monat zu schreiben. Tja. Oder Schreibhemmungen zu überwinden, in dem man seinen Wortfortschritt zählt. Hm. Und da fällt mir wieder auf – auch, wenn ich euch hier Schreibtipps gebe – das Schreiben ist für mich doch eher eine Kunst, als ein Handwerk, bei dem es auf das Herstellen einer möglichst hohen Stückzahl an Worten ankommt. Ich weiß, ich weiß – für viele klappt das gut, sich in der Gemeinschaft anspornen zu lassen, überhaupt zu schreiben – I’m just saying …

Wobei ich bei den nächsten #writerswednesdays wäre. Wie fängt man überhaupt an, zu schreiben? Wie findet man die Kraft und Zeit, das Selbstbewusstsein und die Energie, ein Buchprojekt zu starten? Gerade angehende Autoren, die viele gute Bücher gelesen haben, haben großen Respekt davor, selber zu schreiben. Gut so! Denn meist wird ein Buch besser, wenn man es mit einer gewissen Ehrfurcht und Respekt vor den großen Autoren beginnt. Doch oftmals wird genau aus dem gleichen Punkt kein Schreibprojekt begonnen. Und das ist schade. Die nächsten Wochen werde ich mich daher genau um euch, die angehenden Autoren, die immer schon anfangen wollten zu schreiben, kümmern. Ich führe euch Schritt für Schritt über die erste Schwelle, bis ihr am Schreibtisch sitzt und gar nicht anders könnt, als anzufangen. Vertraut mir :)

Bis dahin –

xoxo

Katrin

#amwriting #redbugwriting #rbpub

Über das Schreiben

Über das Schreiben #20 3-Akte-Struktur – Das Ende

26. Oktober 2016
3-Akte-Struktur Ende

Auch wenn im 3. Akt alles auf die Klimax und ein riesiges Crescendo zuläuft, ist das nicht das Ende eurer Geschichte.  Das Ende sind die wenigen Seiten danach, die eure Geschichte abschließen. Ich weiß, das klingt jetzt sehr banal, aber gute Ende sind gar nicht so leicht zu schreiben. Was ist ein Ende eigentlich genau? Nun, es kann vieles sein: Ein Abschluss, eine finale Schlussfolgerung, eine Lösung, ein endgültiges Aufgeben, ein Sieg, ein Sterben, das Ende einer Auseinandersetzung oder ein Ausblick in die Zukunft.

Der Kreis schließt sich

Wichtig ist, dass der Kreis eurer Geschichte sich an dieser Stelle schließt. Im Grunde seid ihr wieder an einem (neuen) Anfang angekommen. Alle Fragen, die ihr in Laufe eurer Geschichte aufgeworfen habt, sollten an dieser Stelle beantwortet sein. Alle Haupt – und (!) Nebenstories sollten zu Ende erzählt worden sein. 3-akte-struktur_ende_Katrin BongardDas heißt, das Ende ist nicht dafür da, diese Fragen zu beantworten. Das alles muss vor und während und vielleicht noch ganz kurz nach der Klimax geklärt worden sein. Also noch einmal: Das Ende ist nicht dafür da, die Fragen zu beantworten, die auf dem Weg liegengeblieben sind. NOPE. Ach, und der Ring der Königin lag übrigens in der Schublade und der Drachen konnte deshalb nicht fliegen weil … Nein! Gerade bei Thrillern bleiben am Ende viele offene Fragen. In der Hektik und Dramatik der Klimax können viele Dinge nicht erläutert werden, also schiebt man noch ein Gespräch oder eine Situation nach, in der geklärt wird, warum der Giftstoff tatsächlich tödlich war oder der Held im richtigen Moment aufgetaucht ist. Richtig elegant ist das nicht, aber manchmal einfach die beste Lösung. Habt ihr an eurem Ende alle Fragen geklärt? Falls nein – keine Panik, denn dafür ist die Überarbeitung da.

Was gehört ans Ende?

Was bleibt dann überhaupt noch am Ende zu erzählen übrig? Im besten Fall tatsächlich nichts mehr. Das Buch kann direkt nach der Klimax enden. Doch es ist schön, wenn man nach einer dramatischen oder besonders schönen Erfahrung noch einmal zusammenkommt, sich umarmt, verabschiedet. Ein paar Worte zu dem danach, eine kleine Szene, die dem Leser sagt, dass sich der Staub gelegt hat und der Held glücklich überlebt hat oder begraben wird. Wie ihr in der Zeichnung oben seht, senkt sich das Drama-Level am Ende, alle kommen „runter“ und entspannen sich.

Viele Autoren geben ihren Lesern dann noch einen kleinen Ausblick in die Zukunft der Heldin. Oder fügen einen Zeitsprung an die Geschichte an, um dem Leser ein wenig von „und sie lebten glücklich bis zum Ende ihres Lebens“ mitzugeben. Ich bin kein Fan von diesen Lösungen. Warum? Wissen zu wollen, wie es weitergeht (mit den Helden) ist sehr verständlich (ein guter Moment um über eine Fortsetzung nachzudenken). Doch eine Instant-Zukunft für den Helden an eine Geschichte anzukleben, bedient nur die Angst der Leser vor der Zukunft. Befriedigt ein Kontrollbedürfnis. Und das ist das Gegenteil von dem, was ein gutes Buch tun sollte. Mit einem guten Buch geht ihr auf eine (Abenteuer-)reise in euer Inneres, ihr bereist neue Orte und Gefühle. Am Ende eines guten Buches steht ihr vor einer neuen und unbekannten Zukunft. (Oh, yeah, darüber könnte ich jetzt ewig weiterschreiben …) Ein gutes Buch ist kein Pauschalurlaub mit Happy End-Garantie. Ein gutes Buch ist ein Hinweisschild in ein neues Denken, neue Gefühle, neue Vorstellungen. Kurz: Ein gutes Buch verändert euch, denn das ist die edelste Aufgabe von guter Literatur.

Drei Arten von Enden

In der Literaturwissenschaft unterscheidet man drei Arten von Enden.

  • Das geschlossene Ende (die Geschichte endet wie vom Leser erwartet.)
  • Das überraschende Ende (die Geschichte endet unerwartet)
  • Das offene Ende (die Geschichte und ihr Ende wird offen gelassen und muss vom Leser ergänzt werden).

Ich denke, es ist noch viel mehr möglich, aber nur zur Information: Euer Ende muss nicht zwangsläufig ein geschlossenes Ende sein, ihr könnt auch eine überraschende Lösung finden, oder es offen lassen. In der Belletristik gibt es offene Enden sehr häufig, da der Autor den Leser dort als mündigen und intelligenten Partner ansieht, der gerne zum Nachdenken gebracht wird. In der Genreliteratur verlangt der Leser eher nach Antworten, die ihm der Autor *bitteschön* abnehmen soll. Beide Erzählarten mischen sich übrigens sehr schön in der Jugendliteratur. Ein überraschendes Ende kann sowohl in der Genreliteratur als auch in der Belletristik einen interessanten Twist geben und ist vielleicht der schönste Kompromiss zwischen beiden Arten von Enden. Wenn ihr an die Achterbahn denkt: Am Ende sollten alle wissen/spüren/und sogar wollen, dass die Fahrt zu Ende ist.

Mein Gott, ich hätte nicht gedacht, dass ich so viel am Ende noch zu Enden schreiben würde. Anscheinend sind sie mir viel wichtiger, als ich dachte! Nächste Woche dann aber wirklich die versprochene Zusammenfassung mit Worksheet.

Bis dahin ein gute Zeit!

xoxo

Katrin

#redbugwriting #rbpub #amwriting