DIY-Donnerstag, Epub Insights

EPUB Insights #7 Captions

12. Juli 2018

Liebe AutorInnen und SelfpublisherInnen,

manchmal sieht man in E-Books, und mir ist das auch schon passiert, dass eine Bildunterschrift nicht unter einem Bild, einer Zeichnung, einem Diagramm steht, sondern oben auf der folgenden Seite. Im Kindle Previewer sieht das dann z.B. so aus:

Auf der linken Seite: das Autorenporträt, aber die dazugehörende Bildunterschrift taucht leider erst auf der nächsten Seite auf.

Image und Caption zusammenhalten
In den KDP Guidelines wird folgender Code vorgeschlagen:
<img src=“../Images/Katrin_Bongard.jpg“  style=“display:block“ />
<div><p class=“caption“>Katrin Bongard ist Malerin und Autorin …</p></div>
Das gewährleistet zwar, dass die Caption unter dem Bild steht. Verhindert meines Erachtens aber nicht unbedingt, dass die Bildunterschrift auf die nächste Seit rutscht.

Eine weitere Möglichkeit ist es, Bild und Bildunterschrift zusammen in einem <div> Container zu platzieren. Auf diesen läßt sich dann das Attribut page-break-inside mit dem Wert avoid anwenden, um die Elemente in dem Container zusammenzuhalten. Sinnvollerweise ordnet man dem <div> Element eine aussagekräftige Formatklasse zu. Da es sich hier um die Autorenseite des Buchs geht, habe ich sie .autor genannt.

<div class=autor><img src=“../Images/Katrin_Bongard.jpg“ alt=“Porträt Katrin_Bongard“>
<p class=“caption“>Katrin Bongard ist Malerin und Autorin …</p></div>

Damit die Bildunterschrift nun nicht vom Bild getrennt wird, muss die dazugehörige CSS Anweisung lauten:

div.autor { display: inline-block; page-break-inside: avoid; }

Das funktioniert sehr gut in Epubs, die z.B. im iBook-Store hochgeladen werden. Der große Nachteil ist, dass diese Methode nicht von allen E-Readern unterstützt wird. Vor allem bei KDP funktioniert es leider nicht, da KDP zwar die CSS Eigenschaften  page-break-before und pagebreak-after bedient, allerdings nicht page-break inside.


Ich glaube nach vielen Versuchen auf zahlreichen von mir getesteten Readern und Lesegerräten, dass es am einfachsten ist, zwei <div> container miteinander zu verschachteln. In den ersten kommt das Bild und in den zweiten die dazugehörige Bildunterschrift.

Hier noch einmal zum kopieren:

<div><img src=“../Images/Katrin_Bongard.jpg“ alt=“Porträt Katrin_Bongard“ style=“display:block“ />
<div><p class=“caption“>Katrin Bongard ist Malerin und Autorin …</p></div>
</div>

 

Image und Caption trennen

Im umgekehrten Fall, wenn der nach einem Bild folgende Text auf einer neuen Seite beginnen soll, ist es natürlich erst einmal möglich eine neue xhtml Seite für den Text einzufügen. Falls das aus irgendeinem Grund nicht die komfortabelste Lösung ist, funktioniert in diesem Fall das Attribut page-break-before: mit dem Attribut always!important;

Im folgenden Beispiel habe ich nachträglich das Impressum von der Titelseite auf die nächste Seite gesetzt.
.impressum {
font-weight: normal;
font-style: normal;
font-size: 0.72em;
line-height: 1.23em;
text-decoration: none;
font-variant: normal;
text-indent: 0em;
text-align: center;
color: #000;
margin: 40em 0em 0.71em 0em;
padding-top:40em;
page-break-before:always!important;
}

Bis denne
Uwe
Social-Media-Tipps für AutorInnen

Social-Media-Tipps für Autor-Innen #2 Facebook

11. Juli 2018
Facebook

Okay, beginnen wir mit Facebook. Wie ich ja letzte Woche schon angedeutet habe, ist die Plattform nicht unbedingt mein Freund. Sobald ich mich in meinen FEED bei Facebook verirre, komme ich in eine sehr merkwürdig, leicht depressive Verfassung. Klar, ich weiß, dass Kinder entführt werden und Krieg auf der Welt herrscht. Doch was soll ich mit der Information anfangen, dass der Ehemann von irgendjemanden Krebs hat oder ein Kind im Krankenhaus liegt? Ich kann nicht helfen! Ich will auch nicht ständig kopflose Männer mit Waschbrettbäuchen sehen. Wie konnte das geschehen? Ich meine: Wie konnte mein Facebook-Feed sich in dieses Monster verwandeln?

Die Antwort ist: Ich bin selber schuld. Als ich auf Facebook ging, damals, in keine-Ahnung-wann, habe ich mich mit vielen internationalen AutorInnen und LeserInnen befreundet. Jeder, der ein Buch veröffentlichte oder las, stand mir nah. In meiner Vorstellung. Die Wahrheit ist aber: All diese Menschen sind nicht wirklich meine Community. Dazu später mehr …

Friends and family

Facebook ist ohne Zweifel eine geniale Erfindung und Marc Zuckerberg ein Genie. Ich sage das nicht, weil er gerade der drittreichste Mann der Welt geworden ist, sondern weil er 2004 Facebook gegründet hat und vorausgesehen hat, was kommen wird: Social Media. Seine Grundidee war: Leute, die sich kennen, können sich unkompliziert (College, Schule) miteinander vernetzen. Klar, ging es um Dating, Beziehungen, aber auch um Interessen. Heute funktioniert das Netzwerk immer noch sehr gut in den Bereichen, in denen man sich mit Familienmitgliedern und Freunden oder auch Bekannten über Privates und Interessen austauschen möchte.

Aber, hey, wir reden hier Business. Und auch da ist Facebook sehr stark geworden und für AutorInnen höchst interessant. Ich gehe sogar so weit zu sagen: Wenn ihr als AutorIn keine Website haben wollt, euch ein Blog oder Twitter euch nicht liegt, dann solltet ihr auf jeden Fall einen Facebook- oder Instagram-Account haben. (Instagram ist 2012 von Facebook gekauft worden, seitdem hängen beide Plattformen eng zusammen.) Doch es gibt auch sonst viele Gründe für einen Account.

Facebook-Seiten

Wenn ihr euch bei Facebook anmeldet, erstellt ihr einen privaten Grundaccount. Die meisten von euch werden den schon haben. Aber – habt ihr auch eine Facebookseite? Von eurem privaten Account aus könnt ihr Facebook-Seiten (ja, Plural) erstellen, die weniger persönlich sind und sehr nützlich sein können. Buchblogger haben fast immer eine zusätzliche FB-Seite zu ihrem Blog. Und Verlage natürlich auch. Ihr könnt eure Seite unter eurem Autorennamen oder dem Namen eures Buch- oder Serienprojekt erstellen. Vorteile:

  • Auf Facebookseiten erhaltet ihr Einblick in Statistiken. Über Followerenteicklung, Seitenbesucher, und so weiter, was hilfreich ist, um zu sehen, wie sich eure Fanbase zusammensetzt. Ihr könnt sehen, wann eure Leser und Fans aktiv sind und aus welchem Land sie kommen.
  • Ihr könnt verschiedene Leute beauftragen, für euch Posts auf der Seite zu veröffentlichen.
  • Wenn ihr wollt, könnt ihr Werbung schalten und einzelne Posts bewerben.
  • Ihr könnt unter eurem Autorennamen geschäftlich unterwegs sein und bleibt als private FB-Nutzer – genau – privat.

Vermutlich kann die Liste hier noch etwas länger sein. Mein Rat ist: Legt euch einen Account und dann eine Facebookseite als AutorIn an und erforscht von dort aus die FB-Welt.

Wichtig: Auch wenn ihr nur eine FB-Site erstellen wollt, braucht ihr vorher einen persönlichen Acccount. Und: Bestimmte Dinge, könnt ihr bei FB nur als Privatperson tun.

Trick: Nun kenne ich Kneipen und Bands, die melden dem Namen der Kneipe, der Band einen persönlichen FB-Account an, weil sie alle Vorteile nutzen wollen, die eine SITE nicht hat. Okay, ein Trick, den ihr natürlich auch anwenden könnt. Dann behauptet ihr, dass euer Buchprjekt ein Geburtsdatum und einen Wohnort hat und achtet bitte darauf, dass es über 13 ist, damit es rechtlich überhaupt auf FB mitmachen darf ;)

Facebook Gruppen

Ein großer Vorteile des persönlichen Accounts ist ganz eindeutig die Möglichkeit, einer FB-Gruppen beizutreten. Und das ist wirklich eine tolle Sache auf Facebook. Es gibt Gruppen für alles!

Für AutorInnen, besonders für die, die am Anfang stehen, machen Autoren-Gruppen Sinn. Zum Austausch von Erfahrungen über Wattpad, über Amazon, über Verlage und Selfpublishing. Je spezialisierter die Gruppe, desto besser.

Als AutorInnen seid ihr sicher auch Leser, vielleicht sogar (Buch-)blogger und auch dafür gibt es Gruppen, die euch Buchtipps geben, beraten und helfen. Und wenn ihr noch professioneller seid, dann macht es Sinn, eine eigene Fan-Gruppe zu gründen, in der eure Leser etwas über eure neuen Veröffentlichungen und Termine von Lesungen erfahren.

Wichtig: In eine Gruppe zu gehen heißt nehmen und geben. Wer nur abstauben will, wird sich keine Freunde machen. Daher geht mit Zeit und Motivation in eine Gruppe und verlasst sie, wenn ihr euch nicht mehr einbringen wollt.

Das ist natürlich noch wichtiger bei einer Gruppe, die ihr selbst gegründet habt. Nur alle paar Monate einen Veröffentlichungstermin in eure Gruppe werfen oder zum Kaufen eures Buches auffordern, ist kein guter Stil. Daher nehmt euch Zeit. Um Ausschnitte aus Büchern zu posten, etwas über euer Privatleben zu erzählen, eine Buchaktion zu starten. Habe ich eine Autorenseite auf Facebook? Oder eine FB-Gruppe als Autorin? Nein. Ich muss meine Zeit sehr genau einteilen und habe sie in diesem Fall woanders angelegt. Aber – wenn Facebook meine Lieblingsplattform wäre, würde ich das tun. Und – never say never

Facebook- Veranstaltung

Ein weiteres grandioses Tool für private Nutzer bei Facebook ist die Veranstaltung. Seiten können keine Veranstaltungen eröffnen, nur Privatpersonen (oder siehe Trick …). Ich weiß noch, wie ich zum ersten Mal (dank meiner amerikanischen FB-Freunde) eine Book-Launch-Party erlebt habe und dachte: Wow. Alle interessierten Leser waren live dabei, chatteten zur gleichen Zeit, kauften zur gleichen Zeit das entsprechende Buch. Der Wahnsinn.

Facebook

Das wollte ich auch! Also haben wir für Red Bug Books zwei Buchevents veranstaltet und hatten sehr viel Spaß. Klar, kurz davor wollte keiner von uns an den PC, aber dann war es einfach nur nett und interessant und sehr emotional. Die Buchlaunch-Veranstaltungen haben dann sehr zugenommen, es wurden im Grunde Gewinnspiel-Partys und wo der Trend jetzt gerade hingeht, weiß ich nicht. Wir sind gegangen als es für uns am schönsten war. Doch – wenn ihr mit euren Fans überall in der Welt eine Book-Party feiern wollt, ist die FB-Veranstaltung ein guter Ort. Einfach in eurem Profil auf den Reiter „Veranstaltung“ gehen, Zeit und Ort eingeben, ein schönes Bild hochladen – here we go.

Merken: Wir Menschen auf diese Erde leben in verschiedenen Zeitzonen. Entweder ihr konzentriert euch nur auf die europäischen Fans oder müsst eine unkonventionelle Partyzeit wählen.

Zeit

Ist überhaupt der größte Faktor bei allen Social-Media-Plattformen. Und daher ist es gut, eine Plattform zu eurer Lieblingsplattform zu machen und dort die meiste Zeit zu verbringen. Gebt es auf, überall sein zu wollen, das führt nur zur Verwässerung und Stress. Will man trotzdem präsent sein und sagen: Hey, FB-Community, ihr könnt mich hier finden, auch wenn ich sonst hier nicht viel rumhänge, dann gibt es grandiose Hilfetools. Mein Lieblingstool ist BUFFER. Buffer ist eine Social-Media-Managing-Plattform. Heißt: Das Posten euer Inhalte wird euch zwar nicht ganz abgenommen, aber vereinfacht, indem ihr Posts vorplanen könnt. Sehr hilfreich, wenn ihr im Urlaub seid oder eine paar Tage ungestört schreiben, aber trotzdem regelmäßig posten wollt. Die Miniversion ist zudem FREE.

Facebook-Ads

Mittlerweile kennen wir sie alle, diese Posts im Facebook-Feed, die von irgendwoher zu kommen scheinen und uns mit genau den Werbeartikeln bespielen, die wir entweder kurz davor gegoogelt haben oder auf unser Profil zugeschnitten sind. Viagra wurde mir noch nie angeboten, Männer ersticken oft in dieser Werbung. Facebook ist sehr stolz darauf, seine User gezielt mit Werbung zu bespielen, trotzdem ist die Plattform von ganz präzise noch weit entfernt. Doch das wird besser werden, soviel ist sicher.

Ich werde mich hier mal auf die Vorteile für AutorInnen für Werbung bei Facebook konzentrieren. Denn – anders als früher, wo es tausende von Euros gekostet hätte, eine Werbung in einer Zeitung zu schalten – ist FB-Werbung extrem skalierbar. Von sehr günstig (nur wenige Euros) bis zu egal wie viel. Klar, auch hier gilt, je mehr Geld ihr anlegt, desto besser, aber ihr wollt vielleicht nur die dreihundert Fans=Leser mit Werbung bespielen, die eure Bücher gerade lieben. Kein Problem. Ihr erstellt einen ganz normalen Post, der relevant für eure Leser ist. Sagen wir, die Veröffentlichung eines nächsten Buchbandes. Und dann stellt ihr die Werbekampagne bei FB so ein, dass nur eure dreihundert Follower diese Werbung sehen können. Klar, nur, wenn sie zu dem Zeitpunkt auf FB sind. Aber immerhin, ihr habt eure Werbung gezielt angebracht. Und damit auch finanziell in einem kleinen Rahmen gehalten.

Wenn die Facebook-Aktie derzeit eine gute Anlage ist, dann wegen Facebook-Ads. Um alle Tricks und Kniffe zu lernen, kann es sich lohnen, einen Online-Kurs zu belegen, aber ich finde, man lernt es auch so sehr schnell, indem man einfach mal mit zehn Euro herumprobiert.

Ihr könnt übrigens jeden Post in Werbung verwandeln, auch ein Video.Überhaupt Videos …

Videos auf Facebook

Wenn man eine Information per Text und Video veröffentlicht, dann entscheiden 72 % der Nutzer sich für das Video, sagt eine Studie von HUBSPOT. Das bestätigen alle anderen Studien: Video schlägt Lesecontent. Logisch. Geht schneller, ist in der Regel unterhaltsamer. Video wird zudem auf Facebook vor anderen Inhalten bevorzugt herausgestellt. Das heißt, ihr errreicht mit einem Vidoe mehr User/Follower/Leser. Denn, das werdet ihr auch schon gemerkt haben, wenn ihr auf FB unterwegs seid: Es lesen immer weniger Menschen eure Posts! Immer weniger Likes, immer weniger Kommentare. Denn  – immer weniger Menschen bekommt eure Posts zu sehen, Klar, als erstes werden Nutzern bei Facebook die gesponsterten Inhalte gezeigt. (Das könnte dann tatsächlich irgendwann ein Facebook-Killer sein, wenn wir NUR noch mit Werbung bespielt werden. Oder? Wer weiß.)

Tipp: Macht öfter mal ein Video von euren Büchern oder euch.

Facebook-Community

Foto von Afta Putta Gunawan von PexelsDamit ihr mich nicht falsch versteht: Auch ich habe tolle Menschen bei Facebook getoffen. Vor allem Buchblogger und Leser und Künstler. Wie ich am Anfang schon sagte, ist es wichtig, auf Facebook seine eigene Communitiy zu finden. Menschen, mit denen man sich nicht nur virtuell gerne austauschen würde, sondern auch mal treffen könnte. Dafür ist es wichtig, dass ihr euch auf Facebook grundsätzlich wohlfühlt und den Stil und die Art, wie Menschen dort kommunizieren, euch liegen. Wenn ihr es richtig macht, wird die Gruppe eurer Fans und Freunde am Anfang klein sein und sich dann langsam, organisch vergößern.

Selbst, wenn ihr dort weniger kommuniziert und kommentiert, könnt ihr die Möglichkeiten von Facebook nutzen. Zum Beispiel Werbung zu schalten oder Veranstaltungen zu eröffnen. Dies ist aber wesentlich effektiver, wenn ihr eine Gruppe von Leuten/Freunden gefunden habt, die ihr ansprechen könnt und von denen aus sich die Botschaft weiter verbreitet.

Tipp: Und wenn ihr eine Communitiy gründet, dann postet nicht was dort draußen alle anderen machen (Waschbrettbauch usw.). Schon gar nicht, wenn es euch nicht gefällt, sondern findet lieber so schnell wie möglich euren eigenen Style.

Okay, das war ein schneller Ritt durch Facebook. Vermutlich hätte ich daraus auch eine ganze Blogserie machen können! Daher habe ich beschlossen, zwischen den Beiträgen über die einzelen Social-Media-Plattformen über bestimmte Themen zu bloggen, die  ganz grundsätzlich und für alle Plattformen relevant sind und damit die Blogserie zu ergänzen. Zum Beispiel – Thema der nächsten Woche – Follower. Wie bekommt man sie? Wie findet man die richtigen?

Ach ja, noch ein Tipp für euch. Da die Social-Media-Welt ständig in Bewegung ist und sich ändert – werden wir in unseren monatlichen Newsletter ab jetzt einen aktuelle Social-Media-Tipps packen: Hashtags, die angesagt sind oder neue Tools, tolle Apps oder Neuerungen auf FB/Instagram und so weiter. Dass sich der Newsletter noch aus vielen anderen Gründen wie Schreibtipps und Booknews lohnt, muss ich hoffentlich nicht extra sagen, peoples ;) Willkommen, in der Red Bug Community!

Bis nächste Woche

xoxo

Katrin

#redbugwriting #rbpub #socialmedia #amwriting

 

Archetypen, DIY-Donnerstag

Archetypen #8 : THE SAGE

5. Juli 2018
ARCHETYPEN #8 THE SAGE

Übersetzt bedeutet SAGE weise, a SAGE ist ein Weiser. Das sagt viel über die Motivation dieses Persönlichkeitstyps aus. Ein SAGE ist fasziniert davon, Dingen auf den Grund zu gehen. Wissen und Wahrheit spielen eine große Rolle für diesen Archetyp. SAGE Marken stellen Informationen bereit, die es dem Nutzer erlauben seinen Horizont zu erweitern und über seine Umwelt zu reflektieren.

Okay, wer weiß, welcher Charakter aus Harry Potter den SAGE Archetypen perfekt verkörpert?

Niemand?

Okay, wirklich nicht?

Hermine Granger

Hermine ist ein Ass. Das kann man nicht anders sagen. Ihre schnellen Schlüsse, genialen Einfälle und intelligenten (Not)Lösungen haben sie zu einer Heldin der Harry Potter Romane gemacht. Die Beste in der Klasse ist kein Understatement. Zumindest was schulische Leistungen angeht. Oder, wenn man es genau nimmt, auch außerschulische Leistungen (die Suche nach Nikolas Flamel, das Aufspüren eines Horkruxes oder das Gründen von Dumbledores Armee) und wenn man es, ganz nach Hermines Geschmack, noch genauer nimmt, in Leistungen im Allgemeinen.

Sie ist eine Hochleisterin im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre Aufsätze sind länger als alle anderen, sie kennt die Bibliothek wie ihre Westentasche und hat, nicht zuletzt, als scheinbar einzige Hexe in ihrem Jahrgang, Eine Geschichte von Hogwarts gelesen. Ein Vorteil, der sich nicht unbemerkbar macht. Hermine fallen Prüfungen leicht. Sie meistert ihre Hausaufgaben mit Bravour und hilft Harry und Ron mit so manchem Geistesblitz aus den vertracktesten Situationen. Nicht, dass sie sich darauf ausruhen würden. In Hermines Augen droht eine stetige und nervenaufreibende Gefahr: Das sie etwas übersehen haben könnte. Das es etwas gibt, dass sie noch nicht gelesen, gedacht oder verstanden hat.

Das macht vielleicht eine Angst deutlich, die tief im Bewusstsein eines jeden SAGES schlummert. Die Angst vor dem Chaos des Lebens. Von den Unbegreiflichkeiten, Absurditäten, absolut unerklärlichen Phänomenen des Lebens. Das Hermine nicht gut auf Wahrsagen zu sprechen ist, liegt sicher nicht nur an der zweifelhaften Qualifikation von Professor Trelawney sondern auch an der Tatsache, das Wahrsagen etwas ist, dass nicht zu verstehen ist. Unsagbar vage, völlig subjektiv und absolut unlernbar. Ja, Subjektivität ist nicht die stärkste Disziplin eines SAGE. Sie lieben die kühle Objektivität von Fakten. Von Schlüssen, die mit einem klaren Kopf gezogen werden, Erkenntnisse die aus logischem und diszipliniertem Nachdenken entstanden sind. Nicht aus irgendeiner Laune. Ein Glück, das Hermine Ron an ihrer Seite hat.

Stärken und Schwächen

Ein SAGE liebt Daten und Fakten. Lernt und liest mit einer Leidenschaft, die so manchen EXPLORER sprachlos macht. Kann man das Leben denn aus Büchern lernen? Aus Ideen und Theorien zusammenspannen? Versuchen, die Welt zu verstehen, in dem man versteht, was andere über sie in Erfahrung gebracht haben? Ja, für einen SAGE ist das möglich. Denn er oder sie weiß, Wissen ist Macht. Nicht, dass sie besonders machthungrig sind. SAGES Vorstellung von Macht ist nicht die eines RULERS, auf einem goldenen Thron oder aus einem Auto mit glänzenden Felgen auf die Welt herabzusehen. SAGES wollen verstehen. Sie wollen wissen. Erst dann haben sie das Gefühl, ihr Leben wirklich in der Hand zu haben.

Man könnte einem SAGE Kontrollzwang vorwerfen, aber das würde ihnen nicht gerecht werden. Sicherlich, der Drang, Wissen anzusammeln, zu ordnen und zu lebhaften Mustern zusammenzufügen zeugt von einer gewissen manischen Besessenheit. Aber wer kann es ihnen verübeln? Unsere Welt ist so reich an Erkenntnissen. Sie lauern unter jedem Stein, hinter jeder Ecke, in jedem Buch. Ein SAGE weiß das und wirft sich mit Elan in das unendliche Unterfangen, die Welt zu begreifen. Sie lieben es, ihr Wissen zu strukturieren und aufzuarbeiten, schreiben und diskutieren gerne. Argumente sind ihr Kunsthandwerk.

Wünsche und Bedürfnisse

ARCHETYPEN #8 THE SAGE
Der Geist eines SAGES ist mit zielstrebiger Sicherheit darauf ausgerichtet, alles, was in seine Reichweite kommt, einzuordnen. Das lässt sie in den Augen anderer Archetypen bisweilen voreingenommen erscheinen. Ein SAGE lässt das Leben nicht auf sich wirken, sondern wirkt auf das Leben. In der so unverkennbaren, logischen Art und Weise dieses Archetyps. Ihre Urteilskraft ist so stark, dass sie dazu neigen, vorschnell zu werten. Aber ihre Motivation ist rein. Und folgt einem einfachen und unschuldigen Prinzip. Wenn es existiert, muss man es verstehen können. Das gibt ihnen einen uneingeschränkten Vorteil, nämlich ein unbändiges Interesse an allem und jedem.

Es macht sie zu anregenden Gesprächspartnern und exzellenten Ratgebern. Ja, ein Problem zur Hand zu haben, dass es zu lösen gilt, ist eine fast unwiderstehliche Versuchung für einen SAGE. Dann fahren sie zu wahrer analytischer Größe auf. Alles was ihnen jemals begegnet ist, kann in Sekundenschnelle aus der Gedankenbibliothek abgerufen und benutzt werden. 

Denn, das Wissen eines SAGE liegt nicht unbeachtet in einer staubigen Kiste am Rand ihres Bewusstseins, nein, vielmehr ist ein Material, dass sie unablässig bearbeiten, eine Klinge die geschliffen werden muss, ein Bücherregal, dass es zu sortieren gilt. 

Talente und Berufungen

Wahrheit liegt SAGES am Herzen. Und die Suche danach begeistert und inspiriert sie. Sie sind hingebungsvolle Forscher und Studenten einer oder mehrerer Wissenschaften, spitze in Berufen, bei denen es darauf ankommt, logische und konsequente Schlüsse zu ziehen und sich ihrem wachen und wendigen Geist zu bedienen. Ein SAGE kann ein guter Lehrer sein, wenn sie den Unterricht so gestalten können, wie es ihnen am richtigsten erscheint. Wirklich in ihrem Element sind sie, wenn sie auf ihre eigenwillige Art und Weise arbeiten können und andere Menschen sich ganz auf ihren scharfen Verstand verlassen können.

Auch wenn es sie nervt, aus dem Takt und dem Konzept bringt, tut es SAGES gut, mit Menschen zusammensein, die das Leben nehmen, wie es kommt. Die überrascht, begeistert, erzürnt und entbrannt sind, ohne sich vorher einen Plan gemacht zu haben. Von Menschen lernt man am besten, auch wenn ein SAGE das nur zögerlich zugeben würde. Jemanden zu kennen, der seinem Bauchgefühl folgt, Regeln bricht und Erkenntnisse erlebt, ist für einen SAGE nicht nur eine Quelle stetigen Augenverdrehens, sondern das Beste, dass ihnen passieren kann. Denn bei allem theoretischen Wissen über die Welt und ihre Bewohner, gibt es Dinge, die nicht verstanden werden, sondern nur gelebt werden können. Und dieses Wissen, ist goldwert. SAGES, die sich dem Unbekannten genau so liebevoll widmen können, wie dem bereits Erkanntem, sind Weise im wahrsten Sinne des Wortes.

ARCHETYPEN #8 THE SAGE

Social-Media-Tipps für AutorInnen

Social-Media-Tipps für Autor-Innen #1 Einleitung

4. Juli 2018
Social Media

Zurück aus der Schreibzeit und obwohl das nächste (Schreib-)Projekt schon wartet, freue ich mich wieder zu bloggen. Ich mag dieses Format, die kleinen Bits, die man mitteilen kann. Ich liebe das Schreiben, egal in welcher Form. Und wie entspannend, mal nicht 200-300 Seiten zu schreiben, sondern nur 1000 Wörter in einen Blogbeitrag zu tippen und dann sagen zu können: Fertig!

Nun also so ungefähr 6-10 Beiträge zu Social Media. Für jede Plattform einen Beitrag, wobei die Liste bei mir nicht vollständig ist, weil ich nicht über Dinge bloggen werden, mit denen ich mich nicht sehr gut auskenne. YouTube ist so eine von mir stiefmütterlich behandelte Plattform. Perfektionismus und die enge Bindung ans Filmgeschäft halten mich davon ab, Videos zu veröffentlichen, also habe ich YouTube und auch Vimeo mal weggelassen – was nicht heißt, dass ich sie nicht irgendwann noch einmal anfüge. We’ll see …

Wie ihr seht, habe ich die Anzahl der Beiträge diesmal nicht von vornherein festgelegt, da ich mir offen halten möchte, mal einen Beitrag über Zeitmanagment oder anderes einzufügen, der alle Plattformen betrifft. Außerdem warten da draußen noch viele weitere Apps und Orte, die täglich aufpoppen können, vielleicht wichtig werden und die ich dann dann ergänzten kann.

Was kommt …

Ziemlich gut kenne ich mich mit folgenden Plattformen aus, da ich fast jede Plattform sofort nach Erscheinen ausprobiert und erforscht habe:

  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Instagram
  • Website

Jede Plattform bekommt einen Blogbeitrag und auch über die (Autoren)-Website werde ich etwas sagen, also den Ort, wo nur ihr im Netz zu finden seid. Ich wollte das schon ganz lange und jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Für mich heißt „richtiger Zeitpunkt“ der Punkt, an dem ich weiß, wie diese Plattformen funktionieren. Jetzt, wo ich euch sagen kann, wie meine Erfahrungen sind, was ich für gut, nützlich oder übertrieben halte.

Dazu kommt, dass ich sehr viel Social-Media-Arbeit für Red Bug Books mache und auch hier etwas andere, aber sehr hilfreiche Erfahrungen im Bereich Book-Marketing gemacht habe. Ihr erfahrt von mir:

  • was die Verlage interessiert,
  • was die Buchblogger interessiert
  • und was die Leser interessiert.

Und um das noch etwas präziser zu sagen: Wie ihr

  • ein gutes Profil auf der jweiligen Plattform aufbaut
  • gute Inhalte findet
  • großartige Fotos erstellt
  • mit Zeitmanagement umgeht
  • mehr Follower bekommt
  • gut mit euren Followers interagiert
  • euch als AutorInnen zu einer (guten) „Marke“ entwickelt
  • authentisch bleibt
Schreiben und Leben

Egal ob Selfpublisher oder VerlagsautorIn – es wird immer wichtiger, auf den Sozialen Plattformen präsent und aktiv zu sein. Nun sind wir AutorInnen ja nicht gerade bekannt für eine hohe soziale Kompetenz. Ha, ha, darum SIND wir ja Autoren geworden, damit man uns – in Ruhe lässt. Okay, das ist natürlich etwas übertrieben. Doch wer täglich 3 bis 8 Stunden allein in seinem Schreibkämmerlein zubringt, der wird nicht gerade sozialverträglicher. Es ist also schon eine Anstrengung, die man unternehmen muss.

Doch wenn ihr eure Schreib-Auster einmal verlassen habt, spürt ihr, wie sich euch eine ganz neue Welt eröffnet. Auf einmal habt ihr – Kontakt mit euren Lesern! Kontakt mit anderen AutorInnen, Kontakt mit der Welt der tausend Meinungen, die es über das, was ihr so macht und schreibt und postet und veröffentlicht gibt. Ja, das ist ganz schön gruselig, aber wenn man es eine Weile ausprobiert, auch sehr aufregend und cool.

Warum überhaupt Social Media?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine Familie sehr nützlich ist, wenn man kein Schreibnerd werden will. Ein (Brot-)beruf übrigens auch und alles, was uns neben dem Schreiben an die Luft und unter Leute bringt. Früher ist der Schriftsteller dann vielleicht abends in die Kneipe gegangen oder ins Café oder hat gleich dort geschrieben, mitten im Leben.

Und um das auch gleich zu sagen: Soziale Medien heißen zwar sozial, ersetzen aber weder Familie, noch Freunde, noch die Erfahrung des echten Lebens. Und darum sind sie manchmal eben auch etwas  anstrengend. Social Media ist ein Job, der noch auf den Job des Schreibens oben drauf kommt. Sowohl zeitlich als auch kreativ. Genau, kreativ. Denn wer als AutorIn erfolgreich auf Facebook, Pinterest oder Twitter unterwegs sein will, der sollte das möglichst kreativ und bunt und anders machen, denn sonst fällt er/sie nicht auf. Und darum geht es letztendlich. Das, wovor sich die meisten AutorInnen noch viel heftiger drücken: Aufzufallen.

Schreiben und Verlag

Brrr, grrr – ist das nicht die Arbeit des Verlages?Aufsehen zu erregen, um die Autorin, um das Buch, um den Inhalt bekannt zu machen? Die nehmen doch schließlich satte 90 % des Nettoladenpreises, weil sie sagen, dass sie diese Arbeit – neben Lektorat und Druck – übernehmen? Jacob von PexelsIch winke mal nach oben zur rosaroten Wolke, von der ihr nun leider heruntersteigen müsst. Nope, die Verlage denken längst nicht mehr, dass sie allein dafür verantwortlich sind, dass eine AutorIn groß und bekannt wird. Umgekehrt – Verlage suchen sich immer öfter Influenzer, YouTuber und irgendwelche anderen Promis, die schon bekannt sind, um mit ihnen irgendein Buch zu machen. Die Follower werden schon kaufen.

Schreiben und Follower

Früher waren Follower – genau! – die Leser von Büchern. Mehr brauchte man nicht. Menschen, die dein Buch lasen und im besten Fall mochten. Die haben Leserbriefe an den Verlag geschrieben, der sie dann freundlicherweise an die AutorInnen weitergeleitet hat. Ich kann mich an dicke Briefumschläge erinnern mit Nachrichten von Schülern – einfach niedlich und süß und nett. Und dann kamen E-Mails. Und dann kam Facebook. Und dann kam YouTube und Twitter und Instagram. Nicht zu vergessen – die Rezensionen bei Amazon. Briefe werden nur noch selten geschrieben.

Überhaupt wird weniger geschrieben als „kundgetan“. Auch daran muss man sich als AutorIn gewöhnen: Zwar verlangt jeder von dir, dass du dich sorgfältig und richtig und gewählt und grammatikalisch und rechtschreibmäßig korrekt ausrückst, aber fast keiner der Kommentatoren achtet selber darauf. Am Anfang fand ich das sehr befremdlich, von jemand, der so ungefähr jedes Wort falsch schrieb und keinen Satz richtig hinbekam, kritisiert zu werden. Woher das Selbstbewusstsein? Die Dreistigkeit?

Genauso, wenn mir Buchblogger bescheinigten, dass mein Buch: gut für zwischendurch oder voller Klischees sei. Welches „zwischendurch“? Oder anders gefragt: Zwischen was? Der wirklich wichtigen Literatur? Die dann aber seltsamerweise auf den entsprechenden Blogs nie zu finden war.

#authentizität

Social Media ist für die meisten Kreativen eine Gratwanderung. Zum einen möchte man seine Inhalte – Bilder oder Texte – mit vielen Leuten teilen, zum anderen will man sich keiner oberflächlichen oder ungerechtfertigten Kritik aussetzen. Das wird wohl immer ein Problem bleiben: Bist du da draußen, wird es ALLE Stimmen geben: die weisen und guten, die idiotischen und dummen.

social mediaDeshalb ist es so wichtig, sein Augenmerk nicht vorrangig auf die Follower(zahlen) zu werfen, sondern auf den eigenen Style. Authentizität ist ein sehr, sehr wichtiger Begriff in der professionellen Social-Media-Welt geworden. Authentizität heißt, sich so natürlich und echt wie möglich zu geben. Nur so kann man auf Dauer gute Inhalte posten. Nun wissen wir ja alle, dass das auch ohne Social Media schon gar nicht so einfach ist. Wer bin ich – überhaupt? Doch das ist eine weiter Punkt den ich an Social Media liebe: Man kann durch Social Media sehr viel über sich und sein So-Sein herausfinden.

Authentizität heißt, nicht zu versuchen, etwas zu sein, was man nicht ist. Gerade für AutorInnen mit Pseudonym werden die Grenzen hier sehr schnell schwammig. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Problem mit Pseudonymen habe und mangelnde Authentizität ist ein Grund dafür. Wenn sich AutorInnen von ihrem eigenen Namen distanzieren, was wollen sie mir dann Interessantes/Echtes/Großartiges in ihren Büchern mitteilen?

Social Media und Freiheit

Was ich an Social Media besonders liebe, ist die Freiheit, mich selber darzustellen. Vielleicht hat mein Verlag ein Bild von mir, die Presse oder TV, aber durch Social Media kann ich sagen: Hey, so sehe ich mich! Das ist mir wichtig, darüber blogge ich, das macht mich zu der Schriftstellerin, die ich bin. Das ist eine großartige Chance, die ich mir nicht entgehen lassen will. Ganz nebenbei – auch das Bild, das man von sich selber hat, ist Veränderungen unterworfen. Und muss ge-relaunched werden. So ist mein neuer Blog noch under construction und meine alte Website in vielem nicht mehr aktuell, weil sie durch den Blog ersetzt werden wird. Auch etwas, was man im Umgang mit Social Media lernen kann: Nichts bleibt wie es ist!

Bis zur nächsten Woche in der ich vermutlich mit Facebook beginne und – unabhängig von meiner Hassliebe zu dieser Plattform – gute Tipps und Tricks für euch habe. Wer seine Kommentare, Erfahrungen,Tipps und Fragen reinwerfen möchte, ist wie immer herzlich willkommen!

All the best

xoxo

Katrin

redbugwriting #schreibtipps #socialmedia #amwriting #rbpub