Cover Secrets, DIY-Donnerstag

Cover Secrets #6 Arbeiten mit Ebenen

14. Juni 2018
Arbeiten mit Ebenen, Layern und Vignetten

So, nun komme ich zu den Feinheiten der Covergestaltung. Oder zu den Basics, denn jeder gute Covergestalter wird sich nicht mit einem Bild und Schrift drauf begnügen. Im Gegenteil, er wird versuchen, ein Cover so vielschichtig wie möglich zu machen. Und das meine ich im übertragenen, aber auch im wortwörtlichen Sinne:

  • Ein Cover, das viele verschiedene Signale sendet. Den Autor, den Titel, das Thema, das Genre deutlich macht. Die literatische Bedeutung herausarbeitet. Buchhändler und Leser anspricht.
  • Ein Cover, das aus vielen verschiedenen Bildebenen besteht, die so geschickt übereinander gelegt und zusammengestallt sind,so  dass ein einheitliches, wirkungsvolles Cover entsteht.

Der Minimalentwurf muss zumindest eine Grundfarbe, Name der AutorIn, Titel und vielleicht noch den Zusatz, Roman oder Thriller etc. enthalten.

Obwohl beide Cover sehr minimalistisch sind, habe ich hier – natürlich mit Absicht – schon viel richtig gemacht.

  • Schrift passt zum Genre
  • Nicht zu viele Schriftarten verwendet
  • Sinnvolle Aufteilung auf der Coverfläche

Und ganz so einfach sind diese Cover auch gar nicht, da ich für die Grundfarbe und jede Schriftinfo eine eigene Ebene in meinem Fotovbearbeitungsprogramm (Photoshop) angelegt habe. 4 Ebenen. Warum? Weil ich – wenn ich die Farbe ändern will oder die Schriftart, nicht ganz von vorne anfangen muss. Ich kann jede Ebene seperat verändern.

Stellt euch das so vor, als ob ihr das Cover aus einem Blatt Papier und Wortschnipseln  erstellt. Ihr nehmt ein einfarbiges Papier, schneidet die Worte aus und schiebt dann auf dem Cover so lange herum, bis es euch gefällt. Das hört sich kindisch an, ist aber eine sehr gute Methode, sich an Proportionen und Schriftgrößen heranzutasten. Außerdem – wenn ihr zwar eine optische Vorstellung von eurem Cover habt, aber das Cover nicht selber gestalten wollte, dann könnt ihr euren Papierentwurf an eine CovergestalterIn geben und sagen: So in etwa!

Adobe Photoshop

Nun sieht das Ganze als Entwurf schon etwas traurig aus. Man will mehr sehen, mehr über das Buch erfahren. Und hier sollte ich ein Werkzeug einführen. Keine Angst, das wird keine Werbung, das hat Adobe Photoshop gar nicht nötig. Es ist nur das Programm, mit dem ich seit 10 Jahren arbeite und mit dem ich mich am besten auskenne. (In einem weiteren Blogbeitrag zeige ich euch dann, wie ihr mit Online- Gestaltungsprogrammen und Apps sehr kostengünstig bis umsonst arbeiten könnt und auch so zu einem schönen Cover kommt.)

Photoshop von Adobe ist ein großartiges Fotobearbeitungsprogramm, jeder Gestaltungsprofi verwendet es. Es arbeitet unter Mac und Winsows, es ist ein Klassiker. Ich rechne nicht damit, dass ihr es euch anschafft, falls ihr es nicht schon habt, denn es kostet mittlerweile monatlich in der Creative Cloud im Abo so um 60 Euro/mtl und ist selbst als Einzelprogramm, also ohne Cloud, so ihr es noch irgendwo bekommt, sehr teuer. Aber um das auch ganz klar zu sagen: Photoshop ist DAS Program, was man sich anschaffen sollte, wenn man vorhat, professionelle Buchcover zu erstellen.

Ich bin sehr dafür, dass man die Technik günstig und die Tools einfach hält, denn wichtiger für die Covergestaltung als jedes Gestaltungsprogramm ist die Fähigkeit des Gestalters, gut mit Proportionen, Typografie, Farben und Bildaufteilung umzugehen. Kurz: Wenn ihr keine guten gestalterischen Fähigkeiten habt, nützt auch das teuerste Programm wenig.

Gestalten mit Photoshop

Zu wissen, wie man mit Ebenen arbeitet, ist vermutlich das wichtigste Tool bei Photoshop. Ihr könnt das Online lernen oder euch selbst beibringen, ich gebe euch hier nur eine kurze Einführung in die Möglichkeiten, die Photoshop bietet. Hauptsächlich will ich euch für die verschiedenen Ebenen sensibilisieren, die ein gutes Cover hat und braucht.

Hier sehr ihr die 3 Schriftebenen. Wenn ich will, kann ich auf das kleine Auge links der Ebene klicken und diese Ebene ausschalten. Natürlich kann ich sie auch verändern, also den Text. Und ich kann Ebenen verdoppeln, wenn ich eine Ebene verändern will, aber noch nicht sicher bin, ob mir das gefällt. Dann habe ich sozusagen immer noch die alte Ebene in Reserve.

Hier habe ich die lila Ebene verdoppelt und ein Ornament ausgeschnitten. Unter dem ausgeschnittenen Ornament habe ich eine rosa Ebene eingefügt. So erscheint das Ornament rosa. Ich hätte es auch anders machen können, also gleich ein rosa Element einsetzen können – auf einer extra Ebene. Die oberen Ebenen verdecken die unteren Ebenen. Hier liegen die Schriftebenen ganz oben.  Aber – keine Angst – ihr könnt die Ebenen auch verschieben und entscheiden, welche Ebene ihr oben und welche ihr unten haben wollt. Schicht für Schicht könnt ihr so euer Cover aufbauen.

Vignetten

Es gibt n0ch eine Ebene, die ich eingefügt habe und die jeder, der ein Smartphone besitzt, wird sie kennen. Unter den verschiedenen Tools, mit denen ihr ein Foto bearbeiten könnt, gibt es auch die Vignette. Die Vingette hat die Funktion, den Blick des Betracherts zu fokusieren und stärker auf das Objekt/Bild zu lenken. Zudem ist es, als ob ihr in eine Szene hineinblickt. Die Vignette gibt dem Foto Tiefe.

Wenn ihr euch an das Beispiel von letzter Woche erinnert, dann wird euch jetzt vielleicht auffallen, dass der Coverdesigner auf dem Kissing-more-Cover genau das gemacht hat: Um den Blick stärker auf den Buchtitel zu fokusieren, wurde diese Vignettte eingefügt.

Die Vorlage, also das Origninalbild, hat übrigens auch eine Vignette. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr, dass die Ecken des Bildes dunkler als der Rest sind. Die hat der Fotograf bei der Bildbearbeitung eingefügt. Vignetten sind eine ziemlich geniale Art, Tiefe in ein Bild zu bringen und den Blick des Betrachters auf den wesentlichen Teil eures Covers/Bildes zu lenken.

Layer

Als Layer bezeichne ich eine transparente Ebene. Die Vignette ist in diesem Fall auch ein Layer, also eine leicht transparente Ebene, die über dem Cover liegt. Man sieht durch einen Layer auf die nächte Ebene. So, als ob ihr eine transparente und farbige Folie über ein Bild legt. Das Geniale an Photoshop ist – man kann jede Ebene in einen Layer verwandeln, indem man die Deckkraft der Ebene reduziert.

Hier habe ich die Deckkraft der schwarzen Vingette auf 48 % heruntergesetzt, damit sie unauffällig ist. Ein weiteres Beispiel: In meinem Beitragsbild liegt ein tranparenter weißer Layer über dem Bild. Darauf habe ich den Titel des Blogbeitrags geschrieben, der so besser lesbar ist. Mit Ebenen und Deckkraft habt ihr unendliche Möglichkeiten, eure Cover zu gestalten. Ihr könnt auch Deckkraft von Fotos herunterziehen.

Und so – zum Beispiel – zwei Fotos ineinanderblenden. Ein sehr schönes Beispiel für die Arbeit mit Layern ist die Covergestaltung von Sonya Pletes für die deutschen Twilight Cover. Auch wenn ich kein Fan des Inhalts bin – auf die Cover bin ich richtig neidisch. Über dem Foto des Mädchens liegt eine Blume mit einer gelben Blüte (mit vielleicht 30 % Deckkraft), die auf der Stirn endet. Das Cover wirkt geheimnisvoll, mysteriös, gleichzeitig emotional und stimmungsvoll.

Auch die Deckkraft einer Schrift kann heruntergezogen werden. Ihr seht das bei dem zweiten „s“ in Biss zur Morgenstunde, es ist blasser. So erhält der Satz zwei Lesarten: Bis zur Mittagsstunde oder (Ein) Biss zur Mittagsstunde. Ein Wortspiel, das ich immer gehasst habe, weil es einfach überhaupt nicht raffiniert ist. Aber – schön gestaltet.

Gestalten mit Ebenen und Layern

Wie immer nützen einem Tools nichts, wenn man sie nicht geschickt benutzen kann. Dies ist aber schlicht eine Sache der Erfahrung und des Trainings. Eine Regel könnt ihr euch auf jeden Fall merken: Wenn die Einzelelemente euer Gestaltung, also die Fotos oder die Muster und Ornamente, nicht gut gewählt oder qualitätsvoll sind, werden sie auch durch das miteinander Mischen nicht besser. Das ist ein wenig so wie beim Kochen: Gute Zutaten, intelligent zusammengestellt und miteinander kombiniert, ergeben ein gutes Gericht.

Wie schon gesagt, gibt es Plattformen im Internet, die viele Photoshjop-Funktionen haben und mit denen ihr Online ein Cover kreieren könnt. Doch bevor ich euch diese vorstelle, ist es wohl sinnvoll, ein paar Worte über Typografie, also die Schrift auf dem Cover zu verlieren. Da dies ein umfassendes Thema ist, werden das vermutlich zwei bis drei Blogbeiträge werden, in denen ich euch erzähle, wie ihr an günstige Schriftfonts herankommt, wie ihr sie kombiniert und welche Schrift am besten zu welchem Cover passt.

Bis in vier Wochen und –

Eine kreative Zeit!

Katrin

#cover #redbugwriting #covergestaltung

7 Wege zu einer Buchidee

7 Wege zu einer Buchidee #7 INSPIRIERT

13. Juni 2018
Inspiration

Nun – natürlich durfte bei den Wegen zu einer Idee die Inspiration nicht fehlen. Und sogleich befinde ich mich auf ganz dünnem Eis, denn viele von euch werden sagen: Inspiriert? Was soll das sein? Meint man nicht einfach nur: Mir fällt was ein? NEIN. Genaus das ist Inspiration nicht. Keine Lösung oder tolle Idee (Ich könnte mal was über Vampire schreiben!), sondern eine Eingebung, die von irgendwo anders als dem eigenen Gehirn, dem Verstand zu kommen scheint.

Unter Inspiration (lateinisch inspiratio ‚Beseelung‘, ‚Einhauchen‘, aus in ‚hinein‘ und spirare ‚hauchen‘, ‚atmen‘; vgl. spiritus ‚Atem‘, ‚Seele‘, ‚Geist‘) versteht man allgemeinsprachlich eine Eingebung, etwa einen unerwarteten Einfall oder einen Ausgangspunkt künstlerischer Kreativität. (Wikipedia)

Sehr früh, aber nachweisbar der Antike, fragten sich Künstler, woher sie ihre Ideen wohl bekommen und selbstredend spielten auch die Götter eine große Rolle. Cicero sah die Idee als einem unerwarteten Hauch, der den Poeten ereilt – eine mächtige Gewalt, deren Wesen der Poet hilflos und unbewusst ausgesetzt sei.

Schon Platon wollte das alles etwas sachlicher haben, doch mal ganz dreist zusammengefasst – bei allem Hin- und Her – ist es immer noch so, dass Künstler behaupten, dass ihnen Ideen von außen/oben zugefliegen. Auf einmal da sind, ohne Nachdenken, ohne logisches Denken. Ich kann das bestätigen und – nicht wirklich erklären, also wie es funktioniert und was da passiert. Keiner kann das.

Inspiration im Wandel der Zeit

Wie alle Begriffe und Vorstellungen, hat sich auch die Vorstellung von der Inspiration über die Jahrhunderte verändert. Oder besser gesagt: Es gab verschiedene Interpretationen. Da Inspiration im Christentum eine große Rolle spielt, rücken viele gerne davon ab. Auch wegen Sätzen wie diesen:

Gemäß der Annahme einer Verbalinspiration wird der Wortlaut der Bibel selbst als von Gott inspiriert angesehen. (Wiki)

Da ich Theologie studiert habe, weiß ich, dass an der Bibel nicht ein Mensch, sondern etliche gschrieben haben: Historiker, Poeten, Autoren. Und das noch nicht mal in einer kreativen Sitzung, sondern über Jahrhunderte verteilt. Alle inspiriert? Ja, sagen die Kirchenväter, aber vor allem ist die ganze Bibel, das Gesamtwerk, ein von Gott mitgeteiltes Werk. Daran haben sich viele Wissenschaftler abgearbeitet, aber das sprengt hier das Thema. Ich will nur klar machen, warum der Begriff „Inspiration“ für unsere rationale und vermunftorientierte Welt manchmal etwas schwer zu schlucken ist. Fast so schwer wie „unbefleckte Empfängnis“.

Big Magic

„Für einen Moment stellten sich mir die Nackenhaare auf, und mir wurde schlecht, ein wenig schwindelig. Es fühlte sich an, als würde ich mich verlieben oder hätte gerade etwas Erschreckendes erfahren oder würde von einer Klippe auf etwas Wunderschönes, und Faszinierendes, aber Gefährliches blicken. Diese Symptome verspürte ich nicht zum ersten Mal, also wusste ich sofort, was los war. Eine derart intensive emotionale und körperliche Reaktion erlebe ich nicht oft, aber oft genug (und sie deckt sich ziemlich mit den Symptomen, die Menschen auf der ganzen Welt zu allen Zeiten geschildert haben), um sie getrost bei ihrem Namen zu nennen: Inspiration. So fühlt es sich an, wenn eine Idee zu dir kommt.“ (Elizabeth Gilbert in „Big Magic“, 2015)

Elizabeth Gilbert ist Journalistin und Autorin, sie lebt, sie schreibt – heute. Ich will damit sagen: Das Thema ist noch nicht vom Tisch. Oder etwas poetischer: Inspiration ist die höchste Form einer künstlerischen Eingebung.

Was da passiert ist seltsam, unerklärlich, aber als Künstlerin habe ich diese Momente, besonders als Malerin, sehr oft erlebt. Im Schreiben gibt es ein paar markante Situationen, in denen ich eine Idee für ein Projekt im Bruchteil einer Sekunde komplett empfangen habe. Es war kein Zusammensuchen, die Idee war da, von vorne bis hinten. Genau wie Gilbert es schildert, war ich danach leicht hungrig, dieses taumelige Gefühl, man weiß gar nicht so recht, was da gerade passiert ist.

Mehr als eine Idee

Wenn man eine KünsterIn ist, arbeite man im Grunde sein ganzes Leben daran, offen zu bleiben. Für Eindrücke, für Gefühle, für Inspiration. Das ist das Schwerste. Denn diese Offenheit kommt mit einem hohen Preis. Das, was für andere ganz normal ist: Arbeiten, Listen, Aufgaben, Pünktlichkeit, Geld verdienen, Pflicht erfüllen – löst sich immer mehr auf. Es verträgt sich nicht unbedingt mit diesem Zustand von schwindeliger, taumeliger Abgehobenheit. Zudem sind inspirierte Ideen meist ihrer Zeit voraus, oder so „merkwürdig“, dass die wenigsten Verleger oder Agenten ein Gespür dafür haben und sie verstehen oder erspüren können, welches Potential in ihnen liegt. Alles das, was ihre Großartigkeit ausmacht, sieht unter Marktbedingungen sehr zweifelhaft aus.

Woher kamen die Ideen für die Harry Potter-Bücher?

J. K.. Rowling: Ich habe keine Ahnung wo die Ideen herkamen und ich hoffe es auch niemals herauszufinden, es würde mir die Freude verderben wenn sich herausstellen würde dass ich eine lustige kleine Falte auf der Oberfläche meines Gehirns habe, die mich an unsichtbare Bahnhofsgleise denken lässt. (Quelle)

Mein Lieblingsbeispiel: J. K. Rowling. Sie hatte ihre Harry-Potter-Inspiration 1990 in einem Zug auf der Fahrt von Manchester nach London. Die ganze Idee, wie sie sagt, war auf einmal da.

Un- inspiriert

Ein Buch mit einem schönen Plot, gut erdacht, ist eine solide Sache. Es ist – okay. Im Drehbuchbereich musste ich so arbeiten, ich konnte nicht auf Inspiration warten und habe mir oft etwas ausdenken müssen, damit ich etwas vorzeigen oder abgeben konnte. Für viele Autoren ist es ähnlich. Der Verlag sucht etwas (meist teilen das die Agenten den Autoren mit) und der Autor überlegt sich was. Schlau. Geschäftstüchtig. Na, klar. Wenn man davon leben will, kann man nicht warten, bis die Muse einen küsst, was nichts anderes heißt, als inspiriert zu werden. Seltsamerweise merkt man Büchern allerdings an, wenn sie uninspiriert geschrieben wurden.

Ich will das Brojob-Schreiben nicht verurteilen, aber ich denke, das wir viel mehr inspirierte Bücher brauchen. Doch wie sollen sie entstehen? Inspirierte Ideen kommen nicht, wenn man sich mal eben auf das Bett legt und die Augen schließt. Und selbst wenn man dann endlich eine hat, sind sie sehr viel schwerer in einem Verlag unterzubringen. Selbst wenn so eine Idee dann veröffentlihct ist –  erkennen die Leser die Idee oft nicht an, und verstehen sie vielleicht erst Jahre oder Jahrzehnte später.

Auch Künstler unterschätzen ihre besten Einfälle oft. Die Idee kam so schnell und merkwürdig (das Wort muss ich einfach öfter benutzen), dass sie diese Eingebung als nicht wirklich wichtig erachten. So ging es Stephen King mit seiner Idee für „Carrie„. In seiner Autobiografie „On Writing“ erzählt er, dass er das Manuskript in den Papierkorb geworfen. Bäm, weg damit, war zu einfach, ist bestimmt Schrott. Seine Frau es herausgeholt hat und King beschworen hat, daraus ein Buch zu machen. Sein erstes veröffentlichtes Buch!

Finding the magic

Das Gemeine an Inspirationen ist, dass sie nicht auf Kommando kommen. Es gibt kein Rezept. Sich in die Wanne legen, einen Spaziergang machen, meditieren – alles gut und schön, aber wenn ich zurückdenke, dann wurde ich in den merkwürdigsten und unerwartetesten Momenten inspiriert. Und nicht einmal, als ich es darauf angelegt habe. Also, hey, nicht aufgeben!

Denn … Ich bin überzeugt davon, dass Bücher, die auf einer inspirierten Idee basieren, am längsten bleiben und am wertvollsten für die Menscheit sind. Wir brauchen – alle – inspirierte Werke. Sie erinnern uns an etwas Größere, Besseres, Vollkommeneres. Erheben uns. Nein, ich sag nicht göttlich. Oder christlich. Das ist gar nicht nötig.

Auf Inspiration zu warten, kann sehr zermürbend sein, da garantiert die Miete zwischendurch fällig wird. Doch wachsam für diese Momente zu bleiben, in denen man diesen kleine Schauer hat, dieses Prickeln spürt, einem leichten Schwindel hat, lohnt sich. Selbst wenn es am Ende nur das eine Buch ist, das diesen Anspruch erfüllt. Nur ein Werk, das von euch in Erinnerung bleibt.

Okay, das klang jetzt fast nach Predigt. Und ist auch schon der Abschluss dieser Blogreihe. In den nächsten beiden Wochen bin ich in Schreibklausur. Was danach am Writers Wednesday stattfindet, ist noch nicht ganz klar, wir haben ein paar Ideen, die werden wir in den beiden nächsten Wochen mal hin- und herschaukeln. Kann ja sein … wir werden inspiriert, etwas vollkommen anderes zu machen. Mal sehen!

Eine gute Zeit!

xoxo

Katrin

#redbugwriting #rbpub #amwriting #schreibtipps

DIY-Donnerstag, Epub Insights

EPUB INSIGHTS #6 Italics

7. Juni 2018

Howdy liebe AutorInnen und SelfpublisherInnen,

immer wieder kommt es vor, dass in Romanen Textstellen, einzelne Wörter oder längere Passagen herausgehoben werden sollen. Hier kommen dann oft italics zum Einsatz.

Dabei spielt es keine Rolle, ob der Text für eine digitale oder analoge Ausgabe gesetzt wird.

Italics ist die englische Bezeichnung für kursive Schriftschnitte. Sie sind im 16.Jhd in Italien eingeführt worden und der Begriff hat sich jetzt in der englisch dominierten Computersprache durchgesetzt.

Einfach nur schräg?

Auf den ersten Blick handelt es sich einfach um eine nach rechts schräggestellte Schrift. Nun wird aber nicht einfach die normale Schrift zur Seite gekippt (das nennt man oblique), sondern jede gute Schrift enthält einen eigenen Schriftschnitt mit kursiven Buchstaben. Sie unterscheiden sich oft von den Buchstaben der Normalschrift.

In manchen Schriften, wie hier in der Calibri werden das a und das g einstöckig, das f erhält eine Unterlänge etc.

In anderen gibt es in der kursiven Variante Ligaturen, die im normalen Schriftschnitt nicht vorkommen.

Manchmal gibt es auch echt crazy Versuche, das kursive Zeichen vom normalen abzusetzen. Des et-Zeichen hier in der Garamond ist so ein Fall. Er geht meines Erachtens fast ins Unleserliche, obwohl die ursprüngliche Kombination aus e und t eher zu erkennen ist.

Wann italics?

Da es sich um Hervorhebungen im Text handeln soll, versteht es sich von selbst, dass die italics nur sparsam eingesetzt werden sollten.

Auf keinen Fall ganze Abschnitte, Briefe, Epiloge, Prologe etc in italics setzen. Kursive Schrift ist in meinen Augen meist schlechter zu lesen, als aufrechter Text. Ich persönlich neige dazu, langen kursiven Text zu überspringen, oder zumindest flüchtiger zu lesen. Er zeigt, wenn er abschnittweise benutzt wird, hier kommt etwas, das nicht direkt mit der Haupthandlung zu tun hat. Also höchstens überfliegen und weiter  zur eigentlichen Story. Damit bewirkt kursive Schrift genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich erreichen soll. Statt die Textstelle betont herauszuheben und die Aufmerksamkeit auf sie zu lenken, hetzt sie mich als Leser vom Text weg.

Wann kommt kursive Schrift also zum Einsatz? Was wird in italics gesetzt?

  • Betonungen

»Du machst Frühstück?«

Doch richtig Klick gemacht hatte es nicht.

  • Firmen-/Markennamen

»Gehen wir noch zu Starbucks

wenn ich mal die Gala oder eine andere dieser Hochglanzzeitschriften las.

Gerion bockte seine Harley vor dem Zeltplatz auf.

»Hast du die Nivea-Werbung gesehen?«

als käme sie direkt aus einem Tim-Burton-Film.

  • Filmtitel

Auf der Premiere von Heimweh.

  • Buchtitel

Hast du schon Love on Paper gelesen

  • Song-/Plattentitel:

Ich konnte nicht glauben, dass es mein Handy war, das Mercedes Benz spielte.

Ich versuchte nicht daran zu denken, dass ich mir für den Preis Janis Joplin’s Greatest Hits auf Vinyl hätte kaufen können

  • Songtexte

Hey Brother! There’s an endless road to rediscover.

  • Kurze innere Gedanken:

Obwohl ich ihn in meinem Kopf sehr deutlich hörte: Gib es auf, Alter!

Ich ergänzte ihn still in meinem Kopf: Lasse.

Und alles wegen mir, hätte ich hinzufügen können.

Unauffällig verschwinden? Zum einen, um mir eine endlose Diskussion mit Sophia zu ersparen, …

Nicht meine Aufgabe! Schon klar.

Das kann doch jetzt nicht wahr sein.

  • Zitate

Die Überschrift prangte mir entgegen: Lasse Paulsen tödlich mit Motorrad verunglückt. 

Auf dem Küchentisch lag ein Zettel. Schlafe bei Ole.

  • Ausrufe

»Fuck!« Gerion warf sich zurück ins Zelt

  • Text in einer anderen Sprache

Okay, right! Ich hatte Lasse meinen Namen verschwiegen.

Noch mal an den Fans vorbei? No way.

  • Um die Bedeutung eines Textes eindeutiger zu machen

Er hätte die Schokolade teilen können

Er hätte die Schokolade teilen können

Er hätte die Schokolade teilen können

  • Schiffsnamen

Die Pauline segelte am Kieler Leuchtturm vorbei.

Die meisten Beispiele stammen übrigens aus Flying Moon – Lasse von Katrin Bongard.

Und was ist mit den Satzzeichen?

Kursive Buchstaben, Ziffern und Satzzeichen unterschneiden den Bereich des vorangehenden Zeichens.  Das gilt übrigens nicht nur für die hohen Ruf-  oder Fragezeichen, sondern auch für die niedrigen wie Kommas, Semikolons, Punkte, Doppelpunkte und Ellipsen. Sie erscheinen daher näher an den vorangehenden Buchstaben herangerückt.

Es gibt ja nun Fälle, in denen das Satzeichen zum kursiven Textteil gehört.

Sie rief: »Awesome!« Übrigens werden hier auch beide Anführungszeichen kursiv gesetzt.

Im Gegensatz zu folgendem Beispiel:

»Sie war einfach awesome!«

Hier gehört das Rufzeichen nicht eigentlich zum kursiven fremdsprachigen Wort, sondern zu dem gesamten Ausruf. Es müsste also heißen:

»Sie war einfach awesome!« In diesem Falle, in dem nicht die gesamte wörtliche Rede kursiv ist, werden auch die beiden Anführungszeichen aufrecht gesetzt. Entsprechendes gilt auch für Text in Klammern, (der in Romanen ja kaum vorkommt).

Trotzdem empfehle ich die einfachste Regel: Alle Satzzeichen nach kursivem Text auch kursiv setzen.

Warum? Je nach Schriftart können die hohen aufrechten Satzzeichen, wenn man sie mit kursivem Text kombiniert, unschön mit dem vorangegangenen Zeichen kollidieren. In einem analog gesetzten Buch ist das kein Problem, dort kennt man die verwendete Schrift, weiß also, wie die Zeichen aufeinader reagieren. Außerdem ist es in Satzprogrammen wie Indesign zum Beispiel recht einfach möglich, den Abstand zwischen kursivem Buchstaben und aufrechtem Satzzeichen zu kontrollieren.

Für EPUB habe ich so etwas leider noch nicht gefunden.

Enge, Hetze Schnelligkeit

Ein Grund, warum kursiver Text enger erscheint und weniger Platz einnimmt als aufrechter Text, sind eben die besagten Unterschneidungen der schräggestellten Zeichen.

Daher wurden anfangs in Italien ganze Bücher, nicht nur weil es chic war, in italics gesetzt, sondern auch, um Platz zu sparen. Heute nutzt man die normale aufrechte Antiqua als Brotschrift. Sie ist meines Erachtens auch viel leichter zu lesen. In den KDP Veröffentlichungs-Guidelines wird extra darauf hingewiesen, dass der normale Text nicht durch Auszeichnungen hervorgehoben werden darf, um das Leseerlebnis nicht zu beeinträchtigen.

Beim Durchsehen von E-Books fällt mir immer wieder auf, seltsamerweise mehr als bei gedruckten Büchern, dass mir die kursive Schrift zu eng erscheint. Zu klein, zu mickrig. Sie soll etwas hervorheben, verkriecht sich aber in sich selbst. Wie gesagt ein ganz subjektives Empfinden. Und vermutlich stoße ich auf typographisches Unverständnis, wenn ich mit minimal vergrößerten Laufweiten oder Buchstabengrößen in E-Books experimentiere.

statt:

Oder hier bei einem recht langen kursiven Abschnitt:

statt:

Noch ein Beispiel mit einer minimal vergrößertem letter-spacing:

statt:

Im folgenden, letzten Beispiel habe ich sogar den text-size bei dem Wow etwas vergrößert, um dem Ausruf mehr Gewicht zu geben.

statt:

In HTML und CSS

Das bedeutet aber, dass ich kursiven Text nicht einfach mit <i>Text</i> bzw. <em>Text</em> Tags versehe, sondern ihnen –autsch– je nach Bedarf eine eigene Klasse gebe. (Sehr aufwendig!)

Also:

<span class=“italic“>Text</span> und diese dann in der CSS entsprechend mit letter-spacing und font-size properties auszeichne.

Supertypografen werden jetzt sagen: natürlich! Die Mühe lohnt sich. Ihr – habt die Wahl.

Und jetzt aber ab in die Sonne bis in vier Wochen

Uwe

7 Wege zu einer Buchidee

7 Wege zu einer Buchidee #6 GETRÄUMT

6. Juni 2018
Erträumt und erdacht

Wenn wir das Wort Traum hören, dann denken wir in der Regel an etwas Schönes. Etwas, das sich erfüllen soll, das wir uns wünschen. Mein Traum wäre es … Und es klingt sehr viel netter als: Ich will oder möchte, was man besonders Mädchen gerne abtrainiert. Also etwas zu wollen. Daher kommt es vielleicht auch, dass so viele AutorInnen behaupten, sie hätten ihre Romanidee – geträumt.

Geträumt klingt romantisch, als hätte sich die Muse zu einem ins Bett gelegt und fast gegen den eigenen Willen verführt: Schreib ein Buch über … Ist das nicht unschuldiger als: Und dann habe ich mir überlegt, mal ein Buch über … zu schreiben? Und anhören tut es sich auch gut. Romantisch. Mysteriös.

Doch das heißt nicht, dass ich Traum-Ideen für schlecht halte. Im Gegenteil: Sie sind sogar ein wunderbarer Weg zu einer Buchidee. Warum werde ich heute genauer erläutern.

Einfach mal geträumt

Das prominenteste Beispiel für eine geträumte Buchidee ist vermutlich Stephenie Meyer. Nach eigener Aussage …

Die Grundidee zur Handlung von Twilight basiert auf einem Traum vom 2. Juni 2003, der Meyer veranlasste, ihr Buch zu schreiben. Sie sah, wie sich ein junges Mädchen und ein Vampir auf einer Lichtung trafen und unsterblich ineinander verliebten. (Fandom powered bei Wiki)

Angesichts der schon 2003 weit verbreiteten Vampirliteratur, zahlreicher Geschichten und Sagen über Vampire, kommt einem der Traum nicht mehr unbedingt nötig vor, um eine Vampir-Lovestory zu schreiben. Schon im 18. Jahrhundert war die Kombination: Vampir- Gefahr-Sexualität/Erotik ein beliebtes Thema.

Das Vampir-Thema steht für die Angst vor dem Tod und lebendig begraben zu werden, aber auch für verdrängte Sexualität und Erotik. Besonders den Vertretern der so genannten Schwarzen Romantik ließ die in diesen Künstler-Kreisen kultivierte Todessehnsucht den Vampir als Projektionsfläche interessant erscheinen. (Wikipedia)

Doch an diesem Beispiel lässt sich sehr gut zeigen, wie Inhalte, Ideen und Geschichten Eingang in unsere Träume finden und daraus nicht als gänzlich neue, aber doch gekärte und ganz einfache Ideen wieder auftauchen können.

Was ist ein Traum?

Ein Traum ist eine psychische Aktivität während des Schlafes. Er wird als besondere Form des Erlebens im Schlaf charakterisiert, das häufig von lebhaften Bildern begleitet und mit intensiven Gefühlen verbunden ist. (Wikipedia)

Die Ursache und Funktion von Träumen sind bis heute nicht gänzlich erforscht. Die Vorschläge der Wissenschaft gehen von der Verfestigung von Erinnerungen bis zur Aufarbeitung von Geschehnissen oder auch der Bereinigung von Erlebtem. Vermutlich das, was viele Computer zwischen zwei und drei Uhr nachts machen, wenn der Cache geleert wird oder das System gereinigt wird. Okay, mit dem Unterscheid, dass der Computer einem am Morgen nicht seine Träume präsentiert. (Oder das kommt noch … ;)

Träume verarbeiten

Alles, was wir lesen, hören, sehen wird in der Nacht und den Träumen – nun sagen wir mal neutral – verarbeitet. Es ist nicht so, dass etwas in der Nacht aus dem Nichts zu uns kommt. In der Regel ist es ganz einfach: Träume sind Geschichten, die wir mit am Tag Gesehenem und Gehörten zusammenbringen können. Also den Tag über erlebt haben. Wenn man am Abend „Lost“ sieht, muss man sich vielleicht nicht wundern, wenn man nachts von einer Insel träumt. Unterdrückte Sehnsüchte blubbern auf, verdrängte Wünsche suchen sich ihre Bahn aus  dem Unterbewusstsein.

Andere Dinge, die wir den Tag über aufnehmen, überfordern uns. Nachrichten, Mitteilungen, Gefühle. Manchmal erzeugen sie Albträume. Kann man ein Ereignis einordnen, erklären, wirkt es weit weniger bedrohlich. In der Nacht verarbeitet unsere Psyche ereignisse und macht daraus etwas, was vielleicht erst bei genauem Hinsehen Sinn ergibt. Und erstaunlich schlüssig sein kann.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Stephenie Meyer schon lange Zeit vor ihrem Traum Vampirbücher gelesen und sich mit Romantik beschäftigt hat. Vielleicht gab es sogar die ein oder andere Geschichte, die sie besonders schön fand. Auch wenn ihr Oberbewusstsein sich nicht an alles erinnern kann, im Traum ist auf einmal alles präsent und wird in eine neue Geschichte verwandelt.

Ideen aus Träumen

Wir saugen täglich Ideen und Bilder auf und meist merken wir es noch nicht mal. All das ist oder wäre gutes Material für eine Geschichte, wenn wir es richtig sortieren könnten. Durchblicken würden. Doch unsere bewusste Wahrnehmung hat genug mit roten Ampeln und dem Schmieren des Schulbrotes für unsere Kinder zu tun.

Nun – kein Problem. Dafür haben wir die Schlaf- und Traumphasen. Das einzige, was wir jetzt noch tun müssen, ist zu garantieren, dass wir uns am Morgen auch an die Träume erinnern.

Wann träume ich?

Menschen träumen sehr viel öfter in den sogeannten REM-Phasen. Rapid eye movement heißt, dass sich die Augen im Schlaf zuckend bewegen. Wenn man nicht allein im Bett schläft kennt man das von der PartnerIn oder auch Kindern. Wird man iin dieser Phase geweckt, dann erinnert man sich doppelt so häufig an seine Träuem, haben Schlafforscher herausgefunden. Aber, nun, man kann schließlich niemanden neben sein Bett stellen. Die REM-Phasen nehmen bei Erwachsenen nur noch 20 % der Schlafzeit ein und nehmen zum Ende der Schalfzeit zu. Wer sich also überhaupt nicht an seine Träume erinnert, kann den Wecker einfach mal etwas vorstellen. Vielleicht hilft das schon.

Traumtagebuch

Ich habe lange ein Traumtagebuch geführt. Das ist nichts anderes, als ein Tagebuch, das mit einem Stift griffbereit neben dem Bett liegt. Sobald ich aus einer Traumphase erwache, egal ob in der Nacht oder am Morgen, mache ich Licht und schreibe alles auf, an das ich mich erinnern kann. Am Anfang ist das meist nicht viel. Eher Fetzen von Geschichten. Doch es wird mehr. Versprochen

Manchmal erwache ich aus einem Traum und befinde mich in einem halbwachsen Zustand. Nicht wach genug, die Augen zu öffnen und etwas aufzuschreiben, aber wach genug, zu wissen, dass ich gerade geträumt habe. Dann versuche ich mir das Traumgeschehen selber zu erzählen. Am besten mehrmals, weil es dann besser hängenbleibt. Auch wenn ich dann wieder einschlafe, erinnere ich mich am Morgen meist daran.

Bin ich so schon einmal im Traum auf eine neue Buchidee gekommen? Nein. Aber Kunstwerke sind mir im Traum schon eingefallen und manchmal habe ich sie auch umgesetzt. Träume helfen mir aber zu verstehen, warum ich über bestimmte Inhalte schreiben möchte, was mir wichtig ist, worauf es mir ankommt, wie ich besser damit umgehen kann. Eine Menge an Minierkenntnissen, die ich im Schlaf erhalte und die mir in Träumen mitgeteilt werden.

Traumhafte Ideen

Ideen, die man sich nicht ausgedacht hat, sondern die aus dem tiefen Unterbewusstsein kommen, treffen oft ein kollektives Bewusstsein. Also etwas, was viele Menschen verstehen und teilen können. Sie sind oft viel mächtiger und erfolgsversprechner als Ideen, die im Wachzustand erdacht wurden. Daher kann es sehr viel Sinn machen, sich den Tag über mit einem Thema ganz unsortiert und chaotisch zu beschäftigen und es der Nacht zu überlassen, daraus eine Idee zu schmieden.

Manchmal bekommt man vielleicht auch den Hinweis, ein Thema komplett fallen zu lassen. Auch das muss man ernst nehmen. Was das Oberbewusstein noch nicht anerkennen kann, hat das Unterbewusstsein längst akzeptiert. Es hat zwar nicht die besseren Ideen, aber es kann sehr viel besser gute von schlechten Ideen unterscheiden. Kommt man mal nicht weiter oder hat eine Schreibblockade, kann ein kleines Schläfchen also genau die richtige Entscheidung sein.

In diesem Sinne, werde ich gerade sehr müde ;) Nächste Woche schließe ich die Blogreihe mit „inspiriert“ ab. Ideen, die wie aus dem Nichts und bei vollem Bewusstsein zu einem kommen.

Bis dahin, schreibt gut!

xoxo

Katrin

 

#schreibtipps #amwriting #redbugwriting #rbpub

 

DIY-Donnerstag, Lettering

Red Bug Lettering #6: How To Spitzfeder

31. Mai 2018
Beitragsbild Lettering Lukas Horn

Spitzfederkalligrafie. Spitzfederkalligrafie! Das Wort ist ein Sing-Sang im Ohr. Es schreit nach Klassik. Und es ist ein Evergreen im Design, da es die Grundlage für gute Letterings und tolle Fonts ist. Ich habe schon früh angefangen, mich für diese Kunst des Schreibens zu interessieren, weil es nicht nur Spaß macht, sondern auch sehr meditativ, sehr beruhigend ist.

Ich lege dir mein Spitzfeder-Tutorial ans Herz und zeige dir alle Basics. Also lass uns loslegen!

Material – Was brauche ich?

— eine Spitzfeder, mittelhart bis weich
— Federhalter
— Tusche
— Papier zum Beschreiben & Papier als Unterlage
— ggf. Lineal & Bleistift

Feder – Die Spitzfeder

Beitragsbild Lettering Lukas Horn

Hier siehst du ein paar meiner Spitzfedern. Es gibt verschiedene Formen, Farben und Aussparungen. Wichtig ist bloß die Spitze. Wenn sie spitz zuläuft wie auf dem Bild, bist du an der richtigen Adresse!

Du bekommst sie im Internet, in größeren Kaufhäusern oder in Schreibwarenläden (manche haben noch sowas). Dort findest du auch den Federhalter und Tusche.
Frag auch einfach mal in deiner Familie herum. Mir wurden schon oft alte Federn geschenkt. Gerade ältere Menschen haben oft noch interessante Schreib- und Zeicheninstrumente herrumliegen. Wenn du Glück hast, gibt es gleich eine tolle persönliche Geschichte dazu (also nicht vergessen zu fragen!).

Spitzfedern gibt es in verschiedenen Härten. Wir benutzen hier mittel bis weich. Aber falls du dir welche kaufst, kannst du gleich gucken was sie noch alles an unterschiedlichen Federn dahaben. Es gibt verschiedene Hersteller, aber das Wichtigste ist, dass die Spitze sich so wie im unteren Bild spreizen lässt.

Beitragsbild Lettering Lukas Horn

Verwechlungsgefahr gibt es mit den Federn hier unten. Ganz links, die Feder mit dem Knick, ist zwar auch eine Spitzfeder, sie ist aber für eine schrägere Schreibweise geeignet. Die werde ich hier, der Einfachheit halber, auslassen. Daneben sind drei Exemplare zu sehen, die scheinbar spitz zulaufen, aber wenn du genau hinschaust, siehst du, dass sie leicht flach und teilweise sogar abgeschrägt sind. Die benutzen wir hier nicht.

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Federhalter

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Den Federhalter gibt es meistens genau da, wo du deine Feder kaufen kannst. Such dir einen aus, der dir gefällt. Alle funktionieren auf dieselbe Weise. Es gibt auch sehr aufwändig bearbeitete Halter, die Skulpturen ähneln, aber das spielt fürs Schreiben keine Rolle und lenkt manchmal nur ab.

Tusche

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Das Besondere an Tusche ist, dass viele Pigmente enthalten sind.

Vergleich: Apfelsaft hat immer einem großen Anteil Wasser. Würde man das Wasser so gut wie komplett entfernen, hast du Apfelsirup. Apfelsaft schmeckt erfrischend nach Apfel, ist also eher leicht. Apfelsirup hingegen besitzt die geballte Ladung an Apfelgeschmack (eine Geschmacksexplosion). Das ist dasselbe wie mit der Tusche, sie ist wie ein Sirup (aber sie ist natürlich nicht so zäh wie man sich Sirup vorstellt), bloss, dass anstelle des Apfelgeschmacks jetzt eine geballte Ladung Pigmente (also Farbanteil) drin ist. Ja, genau so wollen wir es!

Nimm eine dunkle Tusche. Am besten schwarz, dunkellila, -blau, oder -rot. Hersteller: Egal.

Wenn du eine Farbe anstatt Schwarz nimmst, suche dir eine aus, die dich inspiriert, oder die einfach toll aussieht (dann macht das Schreiben noch viel mehr Spaß, finde ich).

Alternativ kannst du auch Tinte nehmen, oder etwas verdünnte schwarze Farbe aus der Tube (natürlich nur wenn es nicht anders geht, ich mache es auch manchmal).
Die Feder tauchst du später ins Tuschefass. Falls das jedoch zu hoch ist, empfehle ich, dass du deine Tusche in ein kleines Näpfchen umfüllst.

Papier

Ich benutze oft recyceltes Kopierpapier, was es überall zu kaufen gibt.

Es ist wichtig, dass deine Tinte auf dem Papier liegen bleibt, also sich nicht ins Papier saugt.

Und dass dein Papier nicht zu grob ist, so dass die spitze Feder im Papier hängen bleibt. Papier ist eine kleine Wissenschaft für sich und ich habe auch erst viel rumprobiert. Meistens sammele ich altes Papier. Zum Beipsiel Zettel, die nur auf einer Seite bedruckt sind. So etwas hab ich oft herumliegen und es ist perfekt zum Üben. Also schaut euch auch mal um!

Die richtige Unterlage

Wenn du mit Feder schreibst, denk daran, dass du auch klecksen wirst. Das passiert so oder so, auch bei mir öfters. Lege dir eine Zeitung oder Papier unter, so das der Tisch nicht schmutzig wird.

Vorzeichnen & Grundlinien ziehen

Ich bin ein Verfechter von freiem Schreiben. Sich nicht einschränken lassen. Aber ich gestehe, in der letzten Zeit passiert es doch ab und zu, gerade für professionelle Projekte, dass ich das Lineal heimlich ansetze und vorplane (psst, aber nicht weitererzählen!). Hier gilt: Wenn du gerne mit vorgezogenen Linien arbeitest oder arbeiten willst, gerne! Ziehe mit Lineal Linien vor, auf denen du schreibst, um die Orientierung zu behalten. Bist du eher ein Freigeist und es schränkt dich ein, verzichte drauf! Aber trotzdem empfehle ich, dass man beide Richtungen mal probiert hat (damit man weißt, was einem am besten gefällt).

Eintauchen

Bevor du richtig eintauchst – und damit meine ich in eine Art Meditations- & Konzentrationszustand (die reinste Ruhe, glaube mir) – gebe ich dir noch einen Tipp für das Eintauchen der Feder in die Tusche. Möchte sie nicht so richtig an der Feder haften, liegt dass meistens daran, dass ein Hauch von Maschinenöl auf der Feder liegt. Das passiert durch die Herstellung und das ist eine Sache, bei der ich am Anfang gar nicht wusste ob ich zu ungeschickt zum Schreiben mit Feder bin, oder ob die Feder kaputt war. Eine zweite Möglichkeit, warum die Tusche nicht haften will, kann sein, dass die Feder durch das Anfassen ein wenig fettig worden ist.

Die Lösung klingt erstmal abschreckend, aber sie hilft erstaunlicherweise zu 100%.

Um den Rest Öl oder Fett loszuwerden, halte ich die Feder unter eine Feuerzeugflamme (direkt in die Spitze der Flamme, dort wo es also am heißesten ist). Vorher habe ich mir das offene Fass Tusche bereitgestellt. Die schöne Feder wird jetzt rußig-schwarz. Halte sie aber so lange hinein, bis die Spitze der Feder orange zu glühen anfängt. Leg jetzt das Feuerzeug beiseite und die Feder schnell (nicht hastig, aber nur solange deine Feder noch heiß ist) in die Tusche. Es zischt kurz und dann bist du bereit fürs Schreiben. Du wirst jetzt bemerken wie toll die Tinte am Metall haftet.
Diesen Trick mache ich hauptsächlich bei neuen Federn. Mehr als einmal würde ich das erhitzen einer Feder nicht weiterempfehlen.

Jetzt bist du bereit

Erstmal: Wie funktioniert die Spitzfeder und worauf muss ich achten?
Generell ist das Besondere an der Spitzfeder, dass sie sich, wenn du aufdrückst, spreizt.

Wenn du nur leicht aufdrückst, entstehen dünne Linien, wenn du stark aufdrückst entstehen dicke Linien. Das ist die ganze Magie hinter der Spitzfeder und das ist auch genau das, was du jetzt übst.

Hoch Runter Hoch Runter Hoch

Der Dick-Dünn-Kontrast ist am Anfang extrem wichtig. Damit du auch siehst was du tust. Die Federn sind aus Stahl und sie halten ganz schön was aus. Also hab keine Angst vor dem Aufdrücken.

Um ein Gefühl für deine neue Feder zu bekommen, teste das Auf und Ab, wie ich in dem Video. Mehr musst du erstmal nicht wissen, um Buchstaben malen zu können.

Schreibschrift Style mit der Spitzfeder

Wie im Video oben gezeigt, ist das Schreiben mit der Spitzfeder ein Wechsel aus Auf und Ab und Druck und wenig Druck. Das Prizip kannst du jetzt auf das Alphabet unten anwenden. Schwarze Linien sind die Abbewegung (Aufdrücken erzeugt dicke Striche) und die blauen sind die Aufbewegung (fast kein Aufdrücken, dadurch dünne Linien). Probiere es aus. Wenn du dich bereit fühlst, schreibe ganze Worte. Die schwungvolle Bewegung für diese lebhafte Schrift kommt aus dem ganzen Arm und der Schulter.

Also, immer locker bleiben.

 

Beitragsbild Lettering Lukas Horn

Frust beim Spitzfederschreiben:
Was oft passiert, ist, dass sich, wenn man nicht feinfühlig genug aufdrückt (passiert mir öfter mal), die Feder auf dem Papier beim schreiben entleert. Dann hast du einen dicken Farbklecks auf dem Papier. Das ist vielleicht ärgerlich wenn du gerade einen total langen Text nur in Spitzfederschrift schreibst. Aber fürs Üben sind Kleckse und Tropfen viel, viel eher eine hochwillkommene Inspiration. Mein Logo ist übrigens von solchen Klecksen inspiriert. Mein Kalligrafieprofessor hat mir erst die Faszination für diesen kleinen „Fehler“ nahegebracht.

Es ist der Zufall und das Leben, gebündelt in einem kleinen Tropfen. Also genieße alles was beim Schreiben so nebenher geschieht.

Falls die Tusche deiner Feder beim Schreiben mitten drin leer geht, habe keine Angst nochmal einzutauchen und im Strich neu anzusetzen. Mit richtiger Tusche geht das. Es bleibt meistens auch viel Tusche auf dem Papier ‘liegen’. Das ist gut so, pass nur auf, dass du nicht mit dem Ärmel eintauchst.

Konstruierter Style mit der Spitzfeder

Falls du eher ein Fan von geometrischen Formen bist, dann schau dir mal diese Vorlage an. Sie ist, wie gesagt, konstruiert und auch mit Spitzfeder zu schreiben.

Beitragsbild Lettering Lukas Horn

Tricksen & Schummeln

Beim Schreiben dieser Schriftart wird dir auffallen, dass viel getrickst und geschummelt wird. Weil sie so geometrisch ist, gibt es Elemente, wie zB. die Serifen (die kleinen horizontalen Striche an den Enden der Buchstaben), die dann einfach dünn gezeichnet werden. Oder die Tropfen (i-Punkt, oder oberhalb beim c), die manchmal gekonnt, ein richtiger Farbtropfen sind, aber oft auch vorgezeichnet und ausgemalt sind.

Mehr Vorlagen zum Üben

Guckt euch die Fonts auf dem PC an, da gibts nämlich welche, die mit der Spitzfeder geschrieben wurden.

Das ist eine super Vorlage zum Üben. Du kannst sie dir in groß ausdrucken.

Schaut genau was in den Buchstaben passiert. Ähnlichkeiten zwischen den einzelnen Buchstaben, Unterschiede etc.

Meistens findest du Fonts unter irgendetwas mit Bodoni oder Script im Namen.

Trocknen lassen & sauber machen

Wenn du fertig mit dem Schreiben bist, spül deine Feder gut ab und trockne sie anschließend mit Papiertuch. Es soll weder Tusche, noch Wasser mehr zu sehen sein.

 

Toll dass du mitgemacht hast! Ich freu mich übrigens über Fragen in den Comments. Also, falls dir etwas unklar ist, schreib einfach.

think green, think free & follow (erstmal) the rules

Lukas

 

P.S.: Hier ein paar Links für Materialien die ich so benutze

Tusche (ist eine größere Variante, du kannst auch ein kleineres Fass nehmen)

hier

Spitzfeder & Federhalter

hier

7 Wege zu einer Buchidee

7 Wege zu einer Buchidee #5 ERLEBT

30. Mai 2018
Erlebt …

Diesmal geht es um die Krone der Erfahrung. Nicht (nur) gesehen oder gehört, sondern wirklich erlebt. Nicht nur davon gehört – und nicht gesehen, wie alles sich ereignet hat. Nicht nur gesehen, sondern gespürt, wie es sich anfühlt, gerochen, geschmeckt und geschmerzt hat. Selbst Erlebtes ist mächtig und stark. Daher wollen wir auch keine CoachIn oder BeraterIn, die keine Ahnung hat, wie es in dem Bereich zugeht, in dem sie uns beraten will. Oder wie heißt es so schön: Nimm keine Ratschläge von jemandem an, der nicht da stehst, wo du hinwillst.

Nun kennt ja jeder die Bücher von Menschen, die durch den Fluss durchschwommen/die Wand erklommen/die schreckliche Kindheit gehabt/die böse Krankheit überwunden/den Stein der Weisen gefunden (okay, ich hatte hier eigentlich nicht vor zu reimen …). Ich meine die Erlebnisliteratur, bei der der Autor seine eigenen Erfahrungen in einem Buch erzählt. Diese Bücher können grausam schlecht oder grandios großartig sein, aber um diese Bücher geht es mir heute nicht.

In diesem Blogbeitrag geht es um Ideen für Belletristik. Literatur.

Nach meiner Erfahrung …

Aber wie soll man auf eine Buchidee kommen, wenn man selber noch gar keine Erfahrungen gemacht hat? Zumindest keine besonderen, herausragenden? Man schummelt sich durch. Logisch! Versteht mich nicht falsch, ich empfehle das jetzt nicht, es ist nur einfach das, was viele von uns tun, um überhaupt an Erfahrungen heranzukommen oder zu sehen, wie es sich anfühlt, etwas erlebt zu haben, oder zu können, oder zu wissen. So ist das, wenn man jung oder unerfahren ist.

Ich habe zwei jüngere Brüder und bis ich 9 Jahre alt war, haben wir ein Zimmer geteilt. Mit 6 kam ich in die Schule, meine Bruder erst später. Ehrlich – ich konnte ihnen ALLES erzählen, sie haben mir alles abgenommen. Ich konnte nie einschlafen und habe meine Brüder dann gerne mal vom Schlafen abgehalten. Und ihnen vorgesungen. Englisch versteht sich. Konnte ich das? Nope. Aber es war sehr faszinierend, den amerikanischen Akzent nachzuahmen und ihnen etwas vorzuknödeln. Sie fanden es großartig. Beeindruckend. Sie haben es mir 100 % abgenommen. Und ich konnte schon mal reinfühlten, wie es sich anfühlt, Englisch zu sprechen. Bevor ich die Sprache – wirklich – kannte und konnte.

Nachgeahmt

Kinder lernen so. Sie schauen, was die Großen, die Erwachsenen machen und ahmen es nach. Kein Kind würde laufen lernen, wenn wir alle auf dem Boden rumkrabbeln würden. Wer unerfahren ist, ahmt erfahrene Leute nach. Vollkommen okay. Warum? Weil man spürt, da ist was. Da gibt es etwas zu erfahren, zu erleben.

Die alte Kunstausbildung hat den Schülern verboten, etwas Eigenes zu erschaffen, sie sollten erst einmal die Meister kopieren, um von ihnen zu lernen. In der Schule lernen wir nach einem vorgegebenen Lernmuster, so, wie man es vor uns gelernt hat. Es geht schneller, als wenn wir uns das Kasper-Hauser-mäßig selbst beibringen müssten.

Erwachsen werden

Doch, nun,  irgendwann kommt der Punkt, da erwartet die Welt mehr von uns, als nachgeahmt und abgeguckt oder nur so zu tun als ob. Wenn ich jetzt mit meinem Fake-Englisch ankäme, dann würde man mich nur noch bemitleiden. Selbst meinen Brüder kann ich nichts mehr vorsingen, sie können mittlerweile selber Englisch, da könnte ich es höchstens mit Japanisch versuchen.

So ähnlich ist es mit dem Schreiben. Ihr könnt Liebesszenen oder Stress oder Krankheit für Zwölf oder Dreizehnjährige oder auch Fünfzehnjährige schreiben, die noch nie Sex oder eine Krankheit hatten, und sie werden es toll finden, aber … wenn ihr keine Erfahrung damit habt, dann könnt ihr nur hoffen, dass niemand eure Bücher liest, der sich auskennt. Er oder Sie – wird es merken.

Das stärkste Argument …

… gegen eigene Erfahrungen von Autoren heißt:  Soll ich etwa einen Menschen umbringen, um zu wissen, wie ein Mörder sich fühlt? Heißt das, ich kann nicht über Mörder schreiben? NEIN. Absolut nicht. Aber ich sage es mal so: Da die wenigsten Menschen Mörder sind, habt ihr eine große schriftstellerische Freiheit. Das gutgeschriebene Buch eines Mörders … wäre allerdings etwas anderes.

Was muss eine AutorIn alles erlebt haben?

Nun, die einfachste Antwort darauf ist: Sehr wenig, wenn sie nicht vorhat, über tiefgreifende Erfahrungen zu schreiben. Oder sehr wenig, wenn sie LeserInnen hat, die nicht viel erlebt haben. Richtig. In den meisten Büchern geht es nicht um (echte) Erfahrungen. Eher das, was sich der Leser erhofft und wünscht. Die wundersame Heilung, die Liebe zu dem unscheinbaren Mädchen, der beste Sex, obwohl man erst Siebzehn ist.

An diesem Punkt kann man schon etwas frustriert fragen: Wozu muss ich dann überhaupt etwas erleben oder erlebt haben, wenn ich etwas schreiben will? Und meine Antwort ist: Weil man nur Leuten etwas in Fake-Englisch vorsingen kann, die kein Englisch sprechen. Aber es gibt eben noch andere Menschen da draußen. Und wollen wir nicht gerade mit diesen großartig, tollen, erfahrenen Menschen in Austausch treten? Nichts anderes ist Schreiben.

Was habe ich erlebt?

Was habe ich erlebt? Ist eine wunderbare Frage, wenn man ein Buch beginnen will. Und es muss gar nicht so wahnsinnig spektakulär sein. Die meisten angehenden AutorInnen wissen gar nicht, auf welchem Schatz an Erfahrungen sie sitzen. Selbst wenn man in dem langweiligsten Kaff der Welt aufgewachsen ist, gibt es die Erfahrung, nun, eben in einem langweiligen Kaff zu leben. Es ist eine Erfarung, die täglich gelebt wird. Klar, ist es schwieriger, aus einem etwas drögen Leben ein spannendes/lustiges/dramatisches Buch zu machen.

Doch ich finde es weitaus interessanter, als seine Geschichte in einer amerikanischen Kleinstadt spielen zu lassen, die man maximal von Google Earth kennt, mit Progagonisten, die man sich aus amerikanischen Teenager-Serein zusammensucht und Probleme und Krankheiten aufzurufen, die man noch nicht ansatzweise erlebt hat. Weil das jeder kann. Und auch machen wird. Auf diesem Terrain seid ihr niemals sicher. Niemals bei euch. Niemals origninell, niemals authentisch. Die Nächsten, die es besser als ihr faken können, werden euch ausstechen.

Wirklich erlebt

Wenn ich nach einer neuen Buchidee suche, dann gibt es natürlich vieles, was mich zu schreiben interessiert, was ich aber noch nicht erlebt habe. Ich könnte ja mal über xy schreiben. Klar. Ich überlege aber dann sofort, wie ich der Erfarhung meiner Protagonisten nah kommen kann. Das fällt dann unter das Thema Recherche und manchmal heißt Recherche eben auch: Es zu erleben. Eine Boxrunde. Einen Yogakurs. Eine Bergtour.

Es gibt auch viele Erfahrungen, die auf dem Weg liegen, und die man dan einfach mitnehmen sollte. Mein Partner kommt aus dem Ruhrgebiet aus einer Bergarbeiterfamilie. Vor einigen Jahren, als es noch Fördergruben gab, habe ich dann gefragt, ob ich nicht mal … unter Tage und so. Das hat leider nicht gekappt. Frauen unter Tage bringen Unglück. Wurde mir zum Beispiel ganz entspannt gesagt. #metoo. Ich habe mir also viele Filme angesehen und – nun – zumindest erlebt, wie es sich anfühlt, etwas nicht zu erreichen. Und was dabei passiert ist und wie es sich anfühlt.

Von erlebt zur Buchidee

Weitaus einfacher ist es für mich, zu fragen, was ich (schon einmal) erlebt habe und das dann zu benutzen. Wenn meine Protagonisten Segeln oder Motorradfahren, dann, weil ich das kann und gemacht habe. Ich weiß, wie die Federung eines Cross-Motorrads wippt, wie es sich anfühlt, wenn ein Boot sich zur Seite legt. Ich kenne auch die Fachbegriffe aus dem Segeln. Perfekt. Perfekt, weil ich das Erlebte viel detailgetreuer schildern kann als jeder andere. Es glaubhafter und lebendiger wird.

Gefühle erleben

Wenn man etwas erlebt hat, dann hat man meist eine körperliche Erfahrung. Schwitzen, straucheln, stürzen. Aber nach einem Boxkampf oder einer Prügelei wird man auch wissen, wie sich bestimmte Dinge im Herzen anfühlen. Anders gesagt: Welche Gefühle man während des Kampfes hatte. Angst, Zweifel, Wut. Und die vergisst man nicht. Meist muss man sich nur in die Situation zurückversetzen, um das Gefühl zu erspüren. Was Psychotherapeuten mit traumatisierten Patienten machen, ist auch für euch möglich. Nehmt Kontakt zu den alten Gefühlen auf, die ihr mit den Erfahrungen abgespeichert habt und erlebt sie neu. Und dann schreibt.

Ermutigung

Wenn ihr auf der Suche nach einer starken Buchidee seid, dann solltet ihr auf jeden Fall in euren gelebten Erfahrungen nachsehen, ob dort nicht die beste, weil persönlichste und authentischste Idee überhaupt schlummert.

Und das ganz egal, ob ihr vorhabt Fantasy zu schreiben oder eine realistische Geschichte. Denn es spielt keine Rolle, ob eure Protagonisten Flügel haben oder Panzer, sie müssen Gefühle haben. Ihr tut also gut daran, diese schon einmal erlebt zu haben. Trauer,  Verlust, Glück, Not, Angst …

Etwas erlebt haben. Lässt sich das überhaupt steigern? Vermutlich nicht. Trotzdem kommen Buchideen – zumindest für mich – noch auf zwei anderen Wegen zu mir. Nächste Woche also: Geträumt.

Eine schöne Woche

xoxo

Katrin

#schreibtipps #redbugwriting #rbpub #amwriting

 

Buchblogger, Wir stellen vor

Buchbloggerin – Tintenhain

29. Mai 2018
Mona – Tintenhain

Mona gehört zu den Buchbloggerinnen, die ungefähr genauso lange bloggen, wie unser Buch-Label besteht. Wir teilen also die Freuden und Leiden von GründerInnen und das schweißt ganz schön zusammen. Zudem hat sie einen exellenten Geschmack, was Bücher und Schreibstil anbelangt und ist eine sehr sorgfältige und zuverlässige Bloggerin. Ja, stimmt, auf Mona kann man sehr leicht ein Loblied singen und ihr Tintenhain ist schnell ein angenehmer und interessanter Ort im Netz für uns geworden. Nun also an Mona die erste Frage: Wie ging es los?

RBB: Wie bist du zum Lesen gekommen?

Mona: Ich habe es in der Schule gelernt! Ernsthaft, sobald ich lesen konnte, fand ich das toll und habe alles gelesen, was lesbar war. So wurde meine Mutter auch auf meine in der zweiten Klasse einsetzende Kurzsichtigkeit aufmerksam: Ich konnte das Schild vom Sportplatz auf der anderen Straßenseite nicht lesen!

RBB: Was ist deine erste Leseerinnerung?

Mona: Mein erstes selbst gelesenes Buch hieß „Die ABC-Mädchen“ und ich hab es immer noch. Meine Mutter hatte das Buch unter dem Sofakissen versteckt und immer wenn keiner zu Hause war, habe ich heimlich darin gelesen. Als ich es dann zum ersten Zeugnis geschenkt bekam, hatte ich es bereits fertig gelesen. Meine Kinder bekommen aus dieser Erinnerung heraus auch immer ein Buch fürs Zeugnis – ohne Bedingungen.

Bloggen und Familie

Manchmal fragen wir uns, wie zuverlässige BuchbloggerInnen das so hinkriegen, mit Kindern und Familie und womöglich noch einem Beruf? Denn irgendwann merkt man, dass da noch mehr ist, als Bücher und lesen und wir mögen, wenn es Teil des Bloggens wird, darüber zu schreiben, denn das große Ganze ist einfach spannend. So haben wir mitbekommen, dass Mona ihr dritte Kind bekommen hat und auf einmal haben wir die Berichte über „Purzelchen“ gelesen und „live“ mitbekommen, wie das so mit den Leseanfängen eines Buchblogger-Kindes ist.

Und wie war das bei Dir, Mona?

RBB: Was war dein Lieblingskinderbuch?

Mona: Mein Lieblingsbuch war sehr lange Zeit „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ von Alexander Wolkow. Das Buch ist ziemlich zerfleddert. Eigentlich sollte es eine Übersetzung von „Der Zauberer von Oz“ ins Russische werden, doch Wolkow hat in seiner Begeisterung etwas Eigenes daraus gemacht. Den ersten Band hatte mein Vater mir von einer Dienstreise nach Berlin mitgebracht. Die anderen Bände musste ich mir immer aus der Bücherei oder vom Nachbarsjungen ausleihen. Nach der Wende habe ich sie mir alle in einer Neuauflage Stück für Stück vom Taschengeld gekauft.

RBB: Gibt es ein Buch, dass dein Leben verändert hat?

Mona: Es gibt Bücher, an die ich mich auch Jahre später noch sehr gut erinnern kann, interessanterweise sind das eher die Bücher meiner Kindheit und Jugend. Dass ein Buch mein Leben verändert hat, glaube ich nicht. Vielmehr denke ich, dass Bücher mich in meinem Denken und Werden beeinflusst haben und mich über Vieles nachdenken lassen. Natürlich haben Bücher auch einen positiven Einfluss auf die eigene Fantasie und da hoffe ich, dass ich meinen Kindern durch erzählte Geschichten eine gute Portion mitgeben konnte.

Leserin

Im Tintenhain findet man viele Rezensionen, vor allem aus dem Bereich Jugendbuch. Wir beobachten einen Trend in Monas Buchvorlieben und der geht eindeutig Richtung – nicht zu brutalem – Thrillern und Krimis.

RBB: Was erhoffst du dir, wenn du ein neues Buch aufschlägst?

Mona: In erster Linie erhoffe ich mir gute Unterhaltung. Ich freue mich aber immer sehr darüber, wenn ich zum Beispiel in einem Krimi nebenbei noch etwas Neues erfahre. So erging es mir zuletzt in Elisabeth Herrmanns „Zartbittertod“, woraufhin ich mich zum ersten Mal intensiver mit der deutschen Kolonialgeschichte und dem Aufstand der Herero beschäftigt habe. Ich fange dann auch oft an, im Internet zu recherchieren. Natürlich liebe ich es auch, wenn ein Buch mich so sehr fesselt, dass ich alles um mich herum ausblenden kann. Dann fällt auch schon mal das Mittagessen für die Familie aus.

Lesen in Gemeinschaft

Es gibt noch eine Besonderheit an Mona und das sind ihre Lesekreise. Wer sich nun fragt, was das ist, oder wie man in so etwas reinkommt oder sogar einen Lesekreis gründet? Im Tintenhain findet ihr die Antwort,   Mona ist Expertin. Sie hat mit Freundinnen den Buchclub gegründet und trifft sich dazu noch an einen Buchstammtisch.

RBB: Wo liest du? Hast du einen Lieblingsort zum Lesen?

Mona: Ich mache es mir am liebsten im Wohnzimmer in einem Sessel gemütlich. Aber ich lese auch gern im Garten (wobei ich da immer nach dem Unkraut schiele), auf dem Klo oder im Bett. Im Bett schlafe ich leider nach wenigen Seiten ein und wache vom Umkippen des Buches wieder auf, um endgültig das Licht zu löschen.

RBB: Welche Klassiker würdest du jedem empfehlen?

Mona: Ich bin ja ein großer Fan von Jane Austen, aber ich würde ihre Bücher trotzdem nicht jedem blindlings empfehlen. Bei Empfehlungen schaue ich schon, was der- oder diejenige sonst gern liest.

Buchbloggerin

Dass wir Mona überhaupt kennengelernt haben, hängt mit ihrer Offenheit auch kleinen Verlagen und Selfpublishern gegenüber zusammen. Ja, warum soll da nicht das ein oder andere gute Buch versteckt sein? Genau!

2017 hat Mona sogar noch mehr getan. „Litfaßsäule, die Aktion mit und für Autoren und Selfpublisher.“ Ein bis zweimal im Monat gibt sie einer AutorIn die Möglichkeit, ihr Buch auf ihrem Blog vorzustellen. Der Versuch geht erstmal über ein halbes Jahr. Da stellt sich für uns direkt die Frage:

RBB: Was ist dir beim Bloggen am allerwichtigsten?

Mona: Am wichtigsten ist natürlich, dass es Spaß macht, sonst wird es verkrampft und ist nicht mehr authentisch. Und das ist wahrscheinlich das allerwichtigste: Authentizität.
Ich hoffe, dass sich meine Leserinnen und Leser gute Buchtipps abholen können und Lust auf einen Austausch haben. Gerade vom Austausch lebt ja ein Blog.

RBB: Jep, finden wir auch. Danke, Mona für das schöne Interview.

Mona bei Twitter, bei Facebook, bei Instagram.

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Archetypen, DIY-Donnerstag

ARCHETYPEN #6 : THE CAREGIVER

24. Mai 2018

Archetypen #6 THE CAREGIVER

 

CAREGIVER

Manche Menschen blühen auf, wenn sie jemandem anderen helfen können. Das ist ganz einfach ihre Natur. Jenseits davon Martyrer zu sein, haben sie doch einen besonderen heilenden Touch. In ihrer Nähe und mit ihrer Hilfe fühlt man sich bestärkt, umsorgt und behütet. Das ist das Geschenk des CAREGIVERS und die besondere Stärke von Menschen dieses Archetyps.

 

Molly Weasley

Molly Weasley ist ein CAREGIVER par excellence.
Stets besorgt darum, wie es allen anderen geht, immer am Kochen, Kümmern und Kommunizieren. Für die Menschen, die sie liebt geht sie auf die Barrikaden. Und ihre leidenschaftlichen Wutausbrüche sind immer ein Ausdruck ihrer Zuneigung. Molly … cares.

 

Harry wird von ihr sofort in die Familie aufgenommen. Hat jemand einen Platz in ihrem Herzen, dann hat er auch Platz an ihrem Esstisch. Wo jeder großzügig bekocht, umsorgt und gepflegt wird. Auch in Gruppensituationen ist Molly oft diejenige, die das Wohlergehen jedes Einzelnen im Blick hat. Und das auf ganz pragmatische Art und Weise. Sind alle warm, wohlgenährt und sicher? Hat jeder einen Platz zum Schlafen, einen weichen Pullover, genug menschliche Nähe?

Selbst, wenn es eng wird, schafft sie es, den Komfort aufrecht zu erhalten, den sie als ganz natürlich ansieht. Gerade für Harry bedeutet das, mit Molly jemanden in seinem Leben zu haben, der einer Mutter am nächsten kommt. Sie ist resolut, tatkräftig und manchmal schlichtweg furchteinflößend. Aber immer mit voller Kraft dabei, das Leben für alle besser zu machen.

Stärken und Schwächen

Abgesehen von ihr altruistischen Fähigkeiten, sind CAREGIVER oft praktisch veranlagt. Sie sehen sofort, wo Not am Mann oder der Frau ist und packen beherzt zu. Wo andere noch nachdenken, sind sie schon voll in Action. Und da fühlen sie sich am wohlsten. Manchmal muss man einen CAREGIVER daran erinnern, dass auch er oder sie Reserven hat, die ab und an aufgefüllt werden müssen. Ihnen einen Tee zu machen und sie bitten, sich ein wenig auszuruhen, kann ihnen gut tun, auch wenn sie die ganze Zeit mit den Füßen zappeln.

Manchmal sind sie bevormundend oder überbesorgt, aber ihr Auge für das Machbare und Hilfreiche ist dennoch eine echte Stärke. Andere Archetypen mögen besser geeignet sein, um jemanden mit Gedankenspielen zu inspirieren oder zu beruhigen, CAREGIVER glänzen mit ihrem Sinn fürs Handfeste. Ein gutes Essen, eine warme Decke, eine liebevolle Umarmung.

Wünsche und Bedürfnisse

Einem CAREGIVER die Last von den Schultern zu nehmen, sich um alles und jeden Sorgen zu machen, kann ein schwieriges Unterfangen sein, zahlt sich jedoch aus. Denn, egal wie beschwingt sie alle anderen bekochen, versorgen und verpflegen, auch sie brauchen irgendwann einmal eine Pause. Ein nettes Angebot oder eine Hilfestellung sind da genau das Richtige. Am besten macht man keine große Sache draus, sondern webt es geschickt in das Konzept des CAREGIVERS mit ein. So können sie sich fallenlassen und werden gleichzeitig entlastet.

 

Verunsichert und unzufrieden sind CAREGIVER in Situationen, in denen es scheinbar nichts zu tun gibt. In denen viel gesagt, aber wenig getan wird. Sie sind immer an Gedanken, Vorschlägen und Lösungen interessiert, aber am wichtigsten ist ihnen, diese Ideen umzusetzen. Oft verlassen sie sich dabei auf ihr Bauchgefühl und ihre Erfahrung. Und damit liegen sie fasst immer richtig.

Zu versuchen, einen CAREGIVER daran zu hindern, zu helfen oder mit anzupacken ist, als würde man einem CREATOR verbieten zu basteln. Selbst wenn ihr Tatendrang für andere Archetypen eine Überforderung darstellt, lohnt es sich, sich in Erinnerung zu rufen, dass das der besondere Lebensabdruck eines CAREGIVERS ist. Und wenn man sich entspannt und ihre Hilfe annimmt, wird man bald feststellen, dass sie eigenständig, einfühlsam und äußert geschickt vorgehen.

Ihr Wunsch anderen zu helfen, entspringt nicht etwa einem Minderwertigkeitskomplex oder einem unangemessenen Machtanspruch. CAREGIVER haben einfach ein großes Herz. Und bevor man sie auf eine Wolke setzt – sie ziehen wie jeder andere auch, Befriedigung und Stolz aus dem, was sie am Besten können. Und das ist, im Fall des CAREGIVERS, praktische Hilfestellung.

Talente und Berufungen

CAREGIVER lieben es, von Nutzen zu sein. Sie genießen den Prozess des Wachsens und Gedeihens, des Heilens und Gesundens. Sie haben großes Mitgefühl, für die Kraft die es braucht, größer, stärker oder gesünder zu werden. Deshalb werden sie zu regelrechten Rittern der Schutzbedürftigen und fahren zu ungeahnter Größe auf, wenn es darum geht, jemanden vor Kummer oder Schmerzen zu bewahren oder in schwierigen Situationen zu unterstützen.

Sie haben andere Menschen, Tiere und Pflanzen im Blick. Sie erkennen sofort, wenn jemand Hilfe oder Zuwendung braucht und sind dann auf der Stelle bereit, erste Hilfe zu leisten. Aber nicht nur im Notfall erweisen sich CAREGIVER als Spezialisten. Auch in der alltäglichen Welt des Umsorgens sind sie einsame Spitze. Sie glänzen in Berufen, bei denen es darum geht, die Bedürfnisse anderer schnell zu erkennen und einfühlsam auf sie einzugehen.

Sie sind hingebungsvolle Freunde, Partner und Mitarbeiter.
Begabte Köche, Gärtner oder Handwerker.
Sie sind Lebensretter, Aufpasser, Pfleger und Beschützer.

Jeder von uns schwächelt einmal. Ob seelisch oder körperlich, das Leben ist ein wilder Ritt. Und wenn die Gummistiefel undicht, das Herz schwer oder der Magen leer ist, dann erweisen sich CAREGIVER als absolute Helden.

7 Wege zu einer Buchidee

7 Wege zu einer Buchidee #4 GESEHEN

23. Mai 2018
Gesehen

Lange Zeit hat mich beschäftigt, dass ich noch nie eine/n Tote/n gesehen habe. Warum auch? Eigentlich ziemlich normal, für jemanden, der in Berlin aufgewachsen ist. Meine Omas und Opas waren alle schon tot oder sind in Krankenhäusern gestorben, keine offenen Särge in Deutschland, und kein Job in einer Berufsgruppe, die Toten begegnet. Da ich der Meinung war und bin, dass ein Künstler viele Lebenserfahrungen machen sollte, kam mir das immer wie ein Makel vor. Geburt – check! Tod – ups! Keine Ahnung. Warum wollte ich das überhaupt – sehen? Also richtig vor Augen haben, denn im Fernsehen hatte ich Tote schon gesehen. Nicht nur Schauspieler, die die Luft anhalten, sondern richtige Tote.

Mit eigenen Augen
gesehen

Wenn man sagt: Ich habe es mit eigenen Augen gesehen!, dann meint man genau das. Es hat kein anderer davon gesprochen oder es für einen fotografiert, gefilmt, sondern man hat es selbst gesehen. Mit eigenen Augen. Damit wird es irgendwie echter, realer und – worauf es mir in diesem Beitrag besonders ankommt: Man hat es nicht nur gesehen, sondern in dem Moment auch etwas gerochen, gespürt, gefühlt.

Situationen, in denen es etwas „zu sehen“ gibt, sind aufregend. Wenn jemand auf einem Jahrmarkt schreit: „Seht her, schaut euch das an!“, dann gibt es einen Menschenauflauf. Und die Konzertveranstalter könnten einpacken, wenn es für Menschen nicht wichtig wäre, Künstler auf der Bühne live zu sehen. Obwohl sie nur Stecknadelkopf groß sind, wenn man auf den billigen Plätzen steht. Dass es vor den eigenen Augen passiert, spielt eine Rolle. Dass man dabei ist und hinsehen kann, ist aufregend.

Es gibt natürlich auch das gegenteilige Beispiel. Unfälle, Katastrophen, Gräueltaten, Krieg. Weil man es gesehen hat, ist man verstört, beschädigt, verletzt. Im Kino oder Fernsehen oder auf YouTube eine Kriegsdokumentation zu sehen, kann einen mitnehmen, es „vor Ort“ zu sehen, ist schlimmer und interlässt oft psychische Schäden.

Sehen und Gefühle

Wenn man schreibt, ist es wichtig, sich mit ein paar Dingen auszukennen. Ja, klar, die meisten googeln sich da durch. Wozu noch reisen, wenn man Google Earth hat? Doch es ist etwas anderes, wenn man Situationen, Orte, Naturschauspiele, Katastrophen, Ereignisse live gesehen hat. Sich auszukennen, zu wissen, worüber man schreibt, ist dann etwas ganz anderes. Moment mal? Reicht es denn, etwas nur zu sehen? Ich denke ja, denn als Zuschauer ist man viel weniger passiv, als man denkt. Die körperlichen Reaktionen sind eng mit dem Seh-Ereignis verbunden. Funny example: Mein Vater hat mir immer, wenn wir eine Blaskapelle gesehen haben, erzählt, dass man nur vor den Augen der Spieler in eine Zitrone beißen muss und so die ganze Kapelle durcheinanderbringen kann. Zuviel Speichel im Mund, die Musiker können nicht mehr spielen. Anblick- Reaktion.

Die Augen sind über das Gehirn mit vielen Körpersteuerbereichen verbunden. Sie lassen uns Angst haben, wenn wir Schatten sehen, uns schwitzen, wenn wir einem einschüchternden Menschen gegenüberstehen, lassen uns lachen, wenn wir sehen, wie jemand eine lustige Bewegung macht.

Das war sicher auch der Grund, warum ich eine Tote oder einen Toten sehen wollte. Es ging nicht nur darum, wie er oder sie aussah, sondern was ich dabei empfinden würde. Und wenn ich ganz ehrlich war, dann wollte ich nicht nur einen Toten sehen, sondern sehen, wie jemand stirbt. Den Übergang mitansehen.

Mit an-gesehen

Das erste Mal, als mir das passierte, saß ich vor dem Fernseher. Meine Tochter war klein und spielt mit den Knöpfen im Nähkasten, während ich irgendetwas reparierte und halbaufmerksam den Abfahrtslauf der Damen sah. Als ich den Aufprall an der Seitenbande und Sturz der Abfahrtsläuferin Ulrike Maier zufällig mitansah, war mir sofort klar, dass sie genau in dem Moment starb. Vorher noch lebendig auf der Abfahrt, kurz danach schlaff, leblos auf der Piste, die mehr einer Eisfläche glich. Ich stand einen Moment, nein, länger, unter Schock. Irgendwie konnte ich es nicht fassen. So was passiert nicht. Wird nicht gezeigt. Normalerweise. Wenn man es verhindern kann.

„Durch massive Gewalteinwirkung kam es an der Verbindungsstelle zwischen Kopf und Wirbelsäule zum Abriss des Rückenmarks vom Stammhirn, was zu zentraler Lähmung und sofortigem Hirntod führte.“ (Wolfgang Gärner: Unschuldig starren die Zäune. 29. Januar 2004)

Ich hatte richtig gesehen wie viele andere auch. Sofort tot.

Yoyeurismus

Voyeurismus (fr. voir für „sehen“ und voyeur für „Seher“) (…) bezeichnet der Begriff das heimliche Beobachten einer unwissenden Person, im weiteren Sinn jegliche Form der Lust am Betrachten. (Wikipedia)

Hätte ich eine Video oder nur ein Bild zu dem oben geschilderten Unfall gezeigt, hätte ich einen Voyeurismus bedient, was ich natürlich nicht wollte. Doch – zugegeben – man spürt das tiefe Bedürfnis, sich das selbst noch einmal anzusehen. So sind wir Menschen wohl.

Meist wird der Begriff Voyeurismus auf sexuelle Kontexte angewandt, aber Gewalt kann ähnlich stimulieren. Das ist nicht immer sehr schön und etwas, was uns vielleicht sogar an uns selbst stört, es ist aber auch zutiefst menschlich. Wir wollen etwas sehen und davon stimuliert werden.

Für Autoren ist das alles – Material für Ideen. Ein Seherlebnis kann zu einer Idee und das wiederrum zu einem ganzen Buch werden. Egal ob gut, schlecht, unscheinbar oder extrem dramatisch. Die Kraft und Macht, die ein Seherlebnis hat, anzuerkennen, ist der erste Schritt, zu lernen damit umzugehen. Schreiben ist daher auch eine Form der Therapie, wenn man Dinge, die man gesehen hat, verarbeiten will.

Sehen, um zu glauben

gesehenManches muss man sehen, um es zu glauben. Und manches kann man dann trotzdem kaum glauben. Ich hatte, als ich etwa zwanzig war, ein seltsames Erlebnis. Ich lief in Charlottenburg durch eine Neubausiedlung, es war der übliche Weg zur U-Bahnstation. Alle liefen hier lang. Ich ging an einem ziemlich hohen Neubau vorbei, hörte etwas aufschlagen und sah mich um. Es war ein Betonblumenkasten, der offenbar aus einem der oberen Stockwerke vom Balkon gekippt, gefallen und kurz hinter mir aufgeschlagen war. Ich ging einfach weiter. Kein Denken, kein Anhalten, nichts. Bis zum U-Bahnhof, die Treppen runter auf den Bahnsteig. Ich hatte ein seltsames Gefühl. Als ob ich geträumt hätte und das gar nicht möglich sein konnte. Ein Typ stellte sich neben mich. „Das war knapp“, sagte er freundlich. Er klang geschockt. Ich schluckte. Erst in diesem Moment konnte ich glauben, was ich gesehen hatte.

Viele Dinge muss man sehen, um sie zu verstehen, zu begreifen, sie in sich aufzunehmen. Aber angeblich kann man Dinge nicht erkennen, die man nicht kennt. Man blendet sie aus. Das Gehirn hat keine Synapsen für den Gegenstand gebildet, also ist er für uns einfach nicht da. Und genau deshalb sagen wir vermutlich: Ich muss es sehen, um es zu glauben.

Sehen und Ideen

Ein starkes Seh-Erlebnis ist sehr oft der Auslöser für eine Idee. Und wenn man nach Ideen sucht, dann sollte man die Augen offen halten. Denn es sind nicht immer die großen Ereignisse und Dinge, sondern manchmal minimale Veränderungen, die etwas in uns auslösen. Das Öffnen einer Blüte, eine Sternschnuppe, die schnell vorbeizieht. Diese Offenheit für Seheindrücke, kann besonders in einer Zeit, in der wir mit Bildern auf Sozialen Netzwerken überschüttet werden, schnell anstrengend und ermüdend werden. Eigentlich will man gar nichts mehr sehen. Augen zu.

Ich finde es sehr wichtig, meine Augen von zu viel Seh-Schrott fernhalten (Für mich ist das Facebook ;), damit ich mich für die wirklich wichtigen, schönen oder auch schmerzhaften Momente öffnen kann.

Und hätte es dann doch lieber nicht gesehen …

Als wir vor Jahren als Familie auf einen Frankreich-Roadtrip waren, sind wir in der Nacht mit dem Auto durch eine französische Kleinstadt gefahren. Ein Polizeiauto stand mit Blaulicht auf dem Marktplatz, ein Unfall, ein paar Menschen standen herum. Einer lag. Vor einem Autokühler. Bevor wir es verhindern konnten, hatten alle Kinder es gesehen. Und wir auch. Ein Toter. Es war klar, dass er tot war. Niemand hob ihn auf, kümmerte sich um ihn. Es war zu spät. Ich weiß noch, dass wir später am Abend lange mit den Kinder geredet haben. Über ihre Gefühle, was wohl passiert ist und wieso. Auch wenn es eine Erklärung gab, die Antwort konnte keinen von uns richtig befriedigen. Tot. Warum?

Ich denke heute, einen Toten zu sehen, ist jedes mal etwas anders. Ebenso anders wie eine Geburt. Sollte ich viel über das Sterbne schreiben wollen, werde ich mich wohl tiefer mit dem Begleiten von Sterbenden beschäftigen müssen. Mir dies nur anzulesen, es nur von anderen zu hören, würde mir nicht reichen. Ich muss es sehen. Und, klar, irgendwann werde ich es dann auch erleben. Darum geht es dann nächste Woche. Also – upsi – um Ideen, die man bekommt, wenn man etwas erlebt.

Bis dahin noch mehr Sonne!

xoxo

Katrin

#schreibtipps #redbugwriting #rbpub #amwriting

Cover Secrets, DIY-Donnerstag

Cover Secrets #5 Die richtige Auswahl des Coverbildes

17. Mai 2018
Auswahl des Coverbildes  – Welches Foto eignet sich für ein Cover?

Bevor ich über Photoshop und Ebenen spreche, ist mir eine Sache sehr wichtig, daher muss ich diesen Beitrag noch einschieben: Die richtige Auswahl des Coverbildes. Denn wenn ihr das Coverbild richtig auswählt, dann müsst ihr danach gar nicht mehr viel ändern und gestalten, das Meiste ergibt sich fast von selbst. Ihr spart euch also eine Menge an Gestaltungs- und Bearbeitungsarbeit. Als Beispiel nehme ich erneut die Cover der letzten Woche. Sie haben Fotos als Grundlage, aber natürlich bezieht sich alles, was ich hier schreibe, auch auf gemalte Bilder und Zeichnungen.

Profibilder

Wie ihr seht, ist hier das gleiche Foto die Grundlage des Covers. Es ist von einem Profi geschossen worden und von den Coverdesignern auf einer Profi-Plattform erworben worden.

Selbst wenn euch das Geld für einen Coverdesigner fehlt, solltet ihr an einem Bild oder Foto für euer Cover nicht sparen. Diese Fotos sind in der Regel bei richtigen Fotoshootings mit Models entstanden, gut ausgeleuchtet, haben die richtige Tiefenschärfe und sind in fast allen Fällen anschließend noch mit einem Fotobearbeitungsprogramm verbessert worden. Ihr habt also schon eine optimierte Grundlage für euer Cover. Scharf, in einem guten Blickwinkel, mit Menschen darauf, für die ihr nicht noch Bildrechte einholen müsst, da die Models diese schon an den Fotografen abgegeben haben. 

Format

Nun gibt es Fotos, die eignen sich besser für Cover als andere und damit ist klar, dass der erste Schritt die gute Auswahl sein sollte. Am besten hat das Bild oder Foto, das ihr für euer Cover auswählt, schon das Format eines Covers, also Hochformat. Auf den ersten Blick eignet sich diese Bild nicht besonders gut. Es ist im Original ein Querformat und die Menschen auf dem Bild gehen sowohl farblich, als auch von der Größe sehr in der Landschaft unter. Lauter Flächen, die man später im Cover nicht sehen wird. Zudem sieht man die beiden von hinten. Ist das das richtige Cover für einen New Adult Roman? Doch es wurde sogar zweimal für einen New Adult Roman ausgewählt. Warum?

Stimmung

Nun, das Bild hat sehr viele Vorteile: Zum Beispiel eine großartige Stimmung und Atmosphäre. Die hat der Fotosgraf gut inszeniert. Besonders schön sind die Lichtpunkte im Bild, also die gelben und weißen Punkte. Diese sind vermutlich bei der Bildbearbeitung vom Fotografen selbst hinzugefügt worden, womit eine zusätzliche Ebene entsteht, die das Bild stimmungvoller und auch etwas geheimnisvoller macht. Vielleicht hat er einen Filter benutzt. Doch egal. Die sanfte Abend/Morgenstimmung des Buches passt sehr gut zu beiden Büchern, die nicht mehr für jugendliche Leser, sondern schon Romane für ein älteres New-Adult-Publikum sind.

Farbigkeit

Besonders auffällig ist die Farbigkeit des Covers, das von Gelb- und Orangetönen dominiert wird. Diese sanften Farben sind für Cover ideal, denn schließlich muss noch Schrift auf dem Bild untergebracht werden und die sollte auf dem Hintergrund gut sichtbar sein. Auf einem unruhigen Cover braucht man zusätzliche Ebenen, die Ruhe hineinbringen. Hier ist das Fotos selbst ruhig und man kann mit den weiteren Elementen – Schrift, Logo – Akzente setzen, die sich von dem zartfarbigen Cover gut absetzen werden.

Bildaufteilung

Ein weiterer Vorteil ist der freie Raum über dem Paar. Der Himmel, der schon so schön leer ist, dass man den Titel sofort dort einsetzen möchte. Wie man sieht, wurde das Fotos nach oben erweitert, was gut möglich war, da der Himmel einfarbig ist. Im Cover von Abbi Glines dagegen entschied man sich für den roten Button und hat im Hintergrund noch Wolken in das Bild montiert. Gefällt mir nicht so gut, aber soll das Bild vielleicht etwas dramatischer machen, was mit dem Inhalt zusammenhängen könnte. In beiden Fällen bleibt das Paar von Titel und Autorenname unberührt, was mir gut gefällt. Schrift über Körpern ist natürlich möglich, aber hier bleibt eine schöne luftige Freiheit im Bild, die, wie gesagt, sehr stimmungsvoll ist.

Inhalt und Cover

Viele Leser mögen keine Gesichter auf Covern oder überhaupt Menschen. Ich verstehe das. Besonders ärgerlich ist es, wenn Menschen auf einem Cover keine Ähnlichkeit mit den Protagonisten im Buch haben. Ein falscher Haarschnitt, falsche Haar- oder Augenfarbe und schon hat man das Gefühl, das Cover gehört eigentlich gar nicht zum Buch. Doch eigentlich soll ja das Gegenteil erreicht werden. Der Leser soll das Buch gerne ansehen und kaufen und dann auch weiter liebhaben (sag ich mal als Autorin). Wenn ihr also Bilder von Gesichter und Menschen für das Cover auswählt, dann achtet darauf, dass sie entweder euren Charakteren entsprechen oder – wie hier – so undeutlich zu erkennen sind, dass niemand eine 100 prozentige Übereinstimmung erwarten wird.

Klarheit

Ein Cover soll schön und auffällig sein, die Aufmerksamkeit des Lesers erregen und ihn zum Kauf animieren. Früher musste es auf einem Büchertisch ins Auge fallen. Heute ist es ein wenig anders. Oder schwieriger. Ein Cover muss immer noch auf einem Büchertisch gut aussehen, aber zudem eine klare Gestaltung haben, die auch auf Websites gut funktioniert. Buchcover werden immer öfter digital wahrgenommen. Wir sehen sie oft zuerst auf Buchplattformen im Internet, dort sind sie aber meist nicht größer als ein Thumbnail und müssen trotzdem sofort gut erkennbar sein. Wenn ihr euch Buchcover auf dem Handy anseht, wird das Bild noch einmal kleiner. Je komplizierter das Cover, desto länger braucht ein Leser, um zu verstehen, worum es geht und ob ihm das Buch gefällt. Probiert also aus, wie klein ihr das Foto machen könnt und ob dann noch genug Information erhalten bleibt.

Cover und Genre

Vielleicht muss ich es nicht extra sagen, aber ganz eindeutig spielt die Fotos- oder Bildauswahl für den Inhalt des Buches bzw. das Genre eine große Rolle. Der Leser will schon am Cover erkennen, ob er es mit Fantasy, ener Liebesgeschichte oder einem Krimi zu tun hat. Über die Zeit haben sich bestimmte Farben und Motive für bestimmte Genres eingebürgert. Manchmal werden Regeln genial gebrochen, manchmal geht der Versuch daneben, etwas Neues zu machen, was man dann meist an den Reaktionen und Kritiken der Leser merkt. (Dazu blogge ich noch einmal an anderer Stelle). Orientiert euch an anderen Covern des Genres und wenn ihr ein Foto aussucht, sucht in der gleichen Richtung. Ist die Gefahr dann nicht groß, dass das Cover woanders auch auftaucht? Ja. Aber was soll’s. Es gibt viele Möglichkeiten, das Coverbild individuell zu gestalten.

Dazu komme ich in der nächsten Woche, wenn es um Ebenen und Layer, Vingetten und andere Elemente auf einem Cover geht.

Bis dahin: Seid kreativ und genießt das Leben!

Katrin

#covergestaltung #coversecrets #cover