7 Schritte zu deinem Buchprojekt

7 Schritte zu deinem Buchprojekt #6 Schreibtools

14. Dezember 2016

Ja, auch so etwas profanes wie Schreibtools gehören zur Vorbereitung für ein Buchprojekt. Nun könnte ich hier ganz simpel sagen: Schreibtools? Ein Stift und Papier. Und Ende. Denn mehr braucht man nicht, um seine Geschichte aufzuschreiben. Aber, hey, wir leben (Gott-sei-dank) im 21. Jahrhundert und da sieht die Sache schon ein wenig besser aus. Denn ernsthaft? Wer will sein Buch heute noch mit der Hand schreiben? Okay, Cornelia Funke und Peter Handke rufen Einspruch, aber das sind Ausnahmen.

Hardware

Ich liebe mein MacBook. Ich muss es noch mal sagen: Ich LIEBE mein MacBook. Seine Schreibgeräte kann man lieben und sollte man lieben. Es muss kein MacBook sein, aber ich halte ein Laptop für das allerbeste Arbeitsgerät, wenn es um das Schreiben geht. Ich kann es überall mit hinnehmen, es ist leicht, es hat einen Akku, und wenn ich will, dann habe ich auch Wlan. Wenn ihr professionell schreiben wollt, dann rate ich euch, ein Laptop anzuschaffen, egal ob ein MacBook oder ein Yogabook oder was es sonst noch so gibt. Was neben der Transportfähigkeit auch genial ist – man kann es auf den Schoß nehmen. Beine hoch, denn das ist wesentlich gesünder, als am Schreibtisch zu hocken.

Zweite Wahl ist ein feststehender Computer. Dritte Wahl ein iPad oder ein anderes kleines mobiles Schreibgerät. Dazu braucht ihr unbedingt, unbedingt!, eine mobile Festplatte zum Abspeichern der täglichen Arbeit. Ich maile mir meine Texte auch manchmal zu, um sie zu sichern, aber dafür braucht man ein Netz, was ich im Café gar nicht haben will.

Ich benutze dann noch einen Notizblock oder ein Notizbuch, Karteikarten, Post its und einen Feinliner zum Notieren von Gedanken und zum Gliedern und Anlegen von Textstrukturen. Da ich einfach gerne mit Papier herumspiele und nicht immer alles am Computer erledigen will, ist diese Aufteilung für mich ideal.

Softwareschreibtools

Als ich anfing, Drehbücher zu schreiben, hatte ich eine Freundin, die beim Film arbeitete. Sie erzählte mir von Final Draft, einem Drehbuch-Schreibprogramm. Es war sehr teuer, aber sie konnte es mir billiger vermitteln. Wahnsinn. Ich habe es einmal benutzt und dann … nie wieder. Ich schreibe mit Word. Also Microsoft Word für Mac. Und Ende. Alle Drehbücher, alle Bücher, immer nur Word. Von mir könnt ihr lernen: Es geht ganz schlicht nur mit einem einfachen Textverarbeitungsprogramm mit Rechtschreibkontrolle. Trotzdem stelle ich euch die gängigen Schreibprogramme für Autoren gerne kurz vor.

Schreibprogramme für Autoren

Was ich auf mein Notizbuch/Block, Karteikarten oder Post its auslagere, ist bei der Autorensoftware integriert. Da öffnen sich Nebenfenster und man kann Recherchematerial ablegen und bei richtig guten Schreibprogrammen bekommt man sogar Unterstützung beim Stil. Doch der Reihe nach.

  • yWriter: Das Programm hat ein Autor entwickelt und es ist kostenlos, was beides für die Software spricht. Es gibt ein Ablagesystem für Notizen und ein gutes Backup-System. Infos & Download: yWriter
  • Scrivener: Das Programm kostet 45 USD für Mac. Es hat aber nicht nur umfangreiche Funktionen wie eine Gliederungshilfe oder Features zum Anlegen von Charakterbögen, sondern man kann Karteikarten anlegen und sortieren und das alles in zwei verschiedenen Ansichten gliedern. Info und Download: Scrivener
  • Ulysses: Ist sicher das stylish-ste  und eleganteste Schreibtool für Mac, eine App, die 2016 hochverdient den Apple Design Award gewonnen hat. 45 Euro für den Mac und 25 für die iOS- Geräte (mittlerweile gibt es ein Abo-System). Denn hat man ein iPhone und ein iPad kann man beim Weiterschreiben einfach das Arbeitsgerät wechseln und weitermachen. Wenn ich mir eine App hole, dann diese. Info & Download: Ulysses
  • Papyrus Autor:  Wer noch ein wenig mehr Geld anlegen will, kauft sich Papyrus Autor für 179, Euro, bzw. 149 Euro (Studenten), gibt es für Windows und Mac. Dafür bekommt man zu allen bereits erwähnten Features noch eine Duden-Rechtschreibprüfung und eine Stilanalyse, denn das Programm meckert, wenn man zu viele Wortwiederholungen oder Schachtelsätze hat. Info & Download: Papyrus Autor

Viele schwören auf diese tollen Programme, ich bin wohl doch eher der Typ, der zwischendurch mal scribbeln muss. Was bringen die Programme beim Veröffentlichen?

Veröffentlichen

Verlage wollen bitte kein handgeschriebenes Manuskript bekommen und den Text am liebsten in Word sehen (was es  für PC und Mac gibt). Damit kommt ihr also auch auf jeden Fall hin. Wenn ihr euer Buch auf einer Plattform oder bei Amazon anbieten wollt, dann könnt ihr es ebenfalls als Worddokument hochladen. Oder eine PDF oder ePub erstellen, was das eleganteste ist, allerdings nicht ganz so einfach. Das nehmen euch Programm wir Scrivener oder Ulysses ab, aus denen heraus man gleich eine ePub erstellen kann. Wie gut das klappt kann ich allerdings nicht sagen.

Vorerst solltet ihr euch nur merken, dass ihr den Text, wenn ihr mit Hand schreibt, auf jeden Fall abschreiben müsst, bevor ihr ihn irgendwo einreicht. Oder eure Datei in ein Word-Dokument verwandeln solltet, falls ihr nicht Word verwendet. Ausnahme: Wenn man bei Wattpad veröffentlicht, dann kann man seinen Text gleich in eine Onlinemaske schreiben und braucht noch nicht einmal einen eigenen Computer.

Das Großartige am Schreiben ist aber, dass man wirklich fast nichts braucht. Daher entstehen große Roman auch mal gerne im Gefängnis oder auf einsamen Inseln. Auf keinen Fall würde ich mich vom Schreiben abhalten lassen, bloß weil man keinen Laptop oder Computer hat. Erst kommt die Kreativität, dann das Schreibgerät! Und, ja Cornelia, mit Stift und Papier geht es natürlich immer. ;)

Bis nächste Woche –

xoxo

Katrin

#amwriting #redbugwriting #rbpub #schreibtipps

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