7 Schritte zu deinem Buchprojekt

7 Schritte zu deinem Buchprojekt #5 Vision

7. Dezember 2016

Für jedes große Projekt braucht man eine Vision, ganz besonders für ein Buchprojekt.

Die Vision ist mehr als ein Ziel

Wenn ich mit einem Buch beginne, dann habe ich natürlich das Ziel – es fertigzustellen. Aber was noch viel wichtiger ist: Ich habe eine Vision. Das heißt, ich sehe das fertige Buch an einer bestimmten Stelle in der Welt. In einer Umgebung, mit einem bestimmten Cover, in den Händen meiner Leser. Als ich mein erstes Buchprojekt Radio Gaga schrieb, hatte ich immer die Vorstellung, meine jugendlichen Leser tragen das Buch später in den Taschen ihrer Baggy-Pants mit sich herum. Ich wollte immer, dass es eine Art Lieblingsbuch für Jugendliche wird (damals wusste ich noch nicht, wie viele Erwachsene Jugendbücher lieben). Für coole Typen, die das Buch zerfleddern, weil sie es mehrmals lesen. Dieses Bild hat mir sowohl beim Schreiben als auch beim Fertigstellen der Geschichte sehr geholfen. Und das, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch kein Buch veröffentlicht und keinen Verlag hatte.

Visionen sind sexyVision

Klar, hatte ich das Ziel, dass mein Buch in einem Verlag erscheint. Das war die Voraussetzung (damals) für diese Vision. Aber – ehrlich – dieses Bild: Mein Buch in einem Verlag – war nicht besonders sexy. Was sollte ich mir da vorstellen? Verlage sind Büros. Mit Lagerhallen. Natürlich auch Menschen, aber die waren sehr abstrakt. Ein Ziel ist eine rationale Angelegenheit. Eine Vision ist dagegen ein großartiges Bild, eine Herzensangelegenheit. Und so gehe ich an jedes meiner Buchprojekte heran.

Visionen helfen durchzuhalten

Ein Buch zu schreiben dauert. Man trägt es manchmal schon vor dem Schreiben lange mit sich herum und das Aufschreiben braucht auch seine Zeit. So betrachtet wird ein Buchprojekt schnell – Arbeit. Manche vergleichen es etwas romantischer mit einer Schwangerschaft. Und nennen das spätere Buch: „Mein Baby“. Nach drei Schwangerschaften/Geburten kann ich euch sagen, da gibt es schon einige Unterschiede. Ich meine, ich empfange ein Kind und dann muss ich „nur noch“ warten. Und es kommt dann auch ziemlich genau nach 9 Monaten. Ein Buchprojekt ist eher ein Neugeborenes, denn es verlangt tägliche Zuwendung. Schlafmangel ist absolut ein Thema und kleine Nervenzusammenbrüche auch. Eine Vision ist bei einem Buchprojekt daher so etwas wie das Licht am Ende des Tunnels. Man vergißt die Mühen, den Schweiß, den Stress, denn da ist die Vision, das wunderbare Bild, das einen täglich motiviert, weiterzuschreiben.

Je detaillierter desto besser

Ich hatte schon viele Visionen: Das eigene Buch in meinem Lieblingsbuchladen. Die Leserbriefe von begeisterten Lesern. Die Lesung in der örtlichen Stadtbibliothek. Das vom Lesen zerfledderte Lieblingsbuch. Der Karton mit Belegexemplaren, der bei mir ankommt. Der Preis, den ich für mein Buch gewinne. Den Platz in den Top 100 Kindle-Charts und, und, und. Hey, mir wird gerade klar, dass ich diese Dinge tatsächlich alle erreicht habe. Jedes Mal versuche ich, die Vision für ein neues Buchprojekt so deutlich wie möglich vor mir zu sehen. Manchmal ist das gar nicht so leicht. Vision_EugeniaIch war mir bei meinem ersten Buch nie sicher, ob ich ein Taschenbuch oder ein Hardcover sehe. Lustigerweise wurde es am Ende die (damals noch ungewöhnliche) Klappenbroschur. Also etwas dazwischen. Und in der Regel übertrifft die spätere Realität die Vision. Ich hätte zum Beispiel nie gedacht, dass jemand Zeichnungen meiner Buchchraktere macht. Doch, yay!, Eugenia hat Ella und Luca aus Loving gezeichnet.

By the way. Ich liebe meine Leser!

Und auch euch, liebe Blogleser ;)

Die Vision ist eines der wichtigsten Dinge, bevor ihr euer Buchprojekt startet. Also – visualisiert!

Bis zur nächsten Woche

xoxo

Katrin

#rbpub #redbugwriting #amwriting #schreibtipps

 

 

 

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