Die Bewerbung
Dein Manuskript ist fertig oder zumindest gut geplant und jetzt möchtest Du dich bei Verlagen bewerben. Und schickst eine Bewerbung heraus.
Die Verlagsbewerbung kann auf zwei verschiedene Arten passieren. Entweder deine Agent:in bewirbt sich für dich oder Du tust es ganz direkt. Sofern Du niemanden im Verlag kennst, ist dies eine sogenannte unaufgeforderte Zusendung eines Manuskripts. Viele große Verlage wollen das gar nicht mehr, sie ersticken in Manuskripten und verlassen sich lieber auf die Kontakte zu den Agent:innen. Daher kann es sehr viel Sinn machen, sich über eine Agentur bei einem Verlag zu bewerben. Dafür – richtig – muss die Agentur dich erst einmal annehmen.
Wie bewirbst Du dich bei einer Agentur?
Okay, das mag jetzt seltsam klingen, aber die Bewerbung bei einer Agentur ähnelt der Bewerbung bei einem Verlag. Klar, hast Du ein anderes Ziel, fragst nach etwas anderem, aber Du solltest dich auch mit einem Buchprojekt bei einer Agentur bewerben. Denn ohne Buchprojekt (entweder komplett geschrieben oder komplett geplant mit den ersten ca 50-100 Seiten) hat die Agentur nichts, womit sie sich für dich bei den Verlagen bewerben kann. Und es macht auch für dich überhaupt keinen Sinn, wenn die Agentur dich zwar annimmt, Du aber nicht weißt, ob ihr und deine Projekte überhaupt zusammenpassen.
Wie bewirbst Du dich in einem Verlag?
Wenn Du ins Internet zu den einzelnen Verlagen gehst, dann gibt es meist eine Reiter mit dem Namen „Manuskripte“ oder „Manuskripte einreichen.“ Das ist die Stelle, wo dir gesagt wird, ob der Verlag Stoffe annimmt und was er alles haben möchte. Zwei Dinge deines Buchprojekts solltest Du immer parat haben: Ein Exposé und eine Leseprobe.
Was ein Exposé ist und was hinein gehört und wie Du das Anschreiben formulierst, habe ich in diesem Blogbeitrag beschrieben. Und wenn Du eine Vorlage für ein Exposé suchst, dann habe ich ein freies Worksheet mit einer Checkliste für dich.
Die Leseprobe ist im besten Fall der Anfang deines Buchprojekts. Ein starker Anfang überzeugt mehr als ein paar gelungene Seiten aus der Mitte deines Manuskripts. Eine Leseprobe ist nicht nur dafür da, der Agentur oder dem Verlag zu zeigen, dass Du schreiben kannst. Das versteht sich von selbst. Es zeigt vielmehr, ob Du verstanden hast, was der Verlag braucht/sucht/gebrauchen kann. Viele denken, der Verlag wird mit ihrem Manuskript ein Wunder vollbringen. Es perfekt machen, es mit allen Mitteln in die Welt bringen. Sie übersehen, dass auch der Verlag letztendlich nicht entscheidet. Sondern die Leserinnen.
Der Bewerbungablauf
Der Bewerbungsablauf ist immer ähnlich. Du schickst ein gutes Exposé, eine sehr gute Leseprobe und ein gutes Anschreiben. Nein, es muss besser als gut sein, es muss herausstechen. Denn Du konkurrierst mit vielen, vielen anderen Autor:innen. Mit Profis, die die Agentur wechseln, mit sehr erfahrenen Autor:innen, die vielleicht vorher nie eine Agentur hatten. Also mit professionellen Autor:innen, die schon wissen wie der Hase läuft. Die auch wissen, wie ein gutes Exposé geschrieben wird, weil sie es schon etliche Male getan haben, genauso wie eine gute Leseprobe zu schreiben.
Und sie haben vielleicht sogar noch viel mehr vorzuweisen. Eine große Community, die ihnen folgt. Oder schon einen Bestseller in der Vergangenheit oder andere Erfolge.
Wo bewerben?
Gerade kleine Verlage sind oft noch offen für Bewerbungen. Ich sage nicht: Bewirb dich nicht bei einem großen Verlag, aber ganz eindeutig kann ich sagen: Bewirb dich nicht bei einem großen Verlag, der nicht offen für Bewerbungen ist. Es ist sehr wichtig, dir genau durchzulesen, was der einzelne Verlag sich wünscht oder nicht. Und wenn ein Verlag offen für Bewerbungen ist, dann folge den Wünschen. Und zwar sehr exakt. Back keinen Kuchen und steck dein Manuskript hinein, auch wenn das kreativ und aktiv ist. Denk ans Dating. Es wird ganz schnell zu Stalking, wenn Du zu viel Einsatz zeigst.
Abschlussgedanken
Was Du schreibst, ist wichtig. Wenn es noch nicht gut ist, kann es besser werden. Es wird nie „perfekt“ sein, das wissen auch Verlage, die dein Manuskript annehmen und dann, wenn es solide Verlage sind, trotzdem noch einmal mit dir in die Überarbeitung gehen. Das ist gut so. Denn jede Überarbeitung macht dein Manuskript, dein späteres Buch besser.
Wenn Du wissen willst, wie Du ein gutes Manuskript erstellst und dich damit erfolgreich bei Verlagen und Agenturen bewirbst, dann sieh dir gerne meinen Write & Shine-Kurs an, der dich in 4 Wochen fit für den Start ins Buchbusiness macht.
xoxo
Katrin





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