Social-Media-Tipps für Autor*innen

Social-Media-Tipps für Autor*innen #8 Instagram

22. August 2018
Instagram – Wie alles begann

Ah, endlich komme ich zu meiner Lieblings-Social-Media-Plattform: Instagram. Als früher Fan der APP, habe ich mir Sorgen gemacht, ob bei der Übernahme von Facebook nicht alles kaputt geht. Doch erstaunlicherweise – ist alles sehr nett geblieben. Trotzdem noch mal ein Blick auf die Entstehung von Instagram.

Die Anwendung wurde von Kevin Systrom und Mike Krieger entwickelt, die in San Francisco ihre auf HTML5 basierende Check-In-Software burbn erstellt hatten. Sie erweiterten burbn nachfolgend auf Fotos und veröffentlichten Instagram schließlich am 6. Oktober 2010 im App Store. (Wikipedia)

Instagram war am Anfang edgy und cool und blurry und irgendwie seltsam fragwürdig. Mochte man das überhaupt? Den Look von Polaroidfotos in einer App? Besonders Die kreative Community im Netz entdeckte Instagram jedoch schnell für sich und ging sehr künstlerisch damit um. Hier lag ein Potenzial, auch wenn niemand so genau wusste wo? Oder, okay, Zuckerberg wusste es, der, kurz nachdem die APP auch für Android verfügbar war, zuschlug und das Unternehmen für 1 Milliarde Dollar kaufte. Ups! Mittlerweile hat Instagram 1 Millarde User, die Anlage hat sich gelohnt. Und für euch lohnt sich nicht nur, sich mit Instagram zu beschäftigen, ich würde AutorInnen sogar dringend raten, diese Plattform ganz besonders intensiv zu nutzen. Warum? Nun, es ist sozusagen ein konzentriertes Facebook.

Microblogging auf Instagram

Das Gute an Facebook ist die Kombination aus Text und Bild/Video. Doch leider ist Facebook sehr unübersichtlich geworden und nicht sehr stylish. Bevor das Cover eines Buches gefunden wird, kommen erstmal 5 Musikvideos und 3 Schreckensnachrichten und 10 Katzenvideos und unser Gehirn macht plopp! Prokrastination ist noch das Beste, was uns dort passieren kann. Instagram beruhigt das Auge meist schon deshalb, weil es nur Fotos gibt und alles in Quadrate eingeteilt ist und man sich von dem Interesse am Fotos zum Text leiten lassen kann. Also nicht alles zugleich präsentiert bekommt. Vom Bild zum Text sollten eure Fans kommen, denn Text ist nun mal die Stärke von uns AutorInnen! Anders als bei Twitter und Pinterest hat man viiiieel Platz für Text. Die Leute lesen hier gerne einen kurzen oder auch langen Text zum Bild, besonders die Buch-Community und die ist für uns AutorInnen ja so wichtig.

Nutze Instagram für kurze Texte über deine Bücher, dein Schreiben, deine Buchcharaktere und für Gedanken und Informationen über dich als AutorIn und Mensch.

Das Bild ist dabei der Einstieg in deine Gedankenweilt, denn Bilder sind bei Instagram wichtiger als Text! Und hier tut sich auch schon die erste Aufgabe für AutroInnen auf: Zeigt sehr gute Bilder!

Bilder auf Instagram

Ich bin ein Mensch, dem Ästhetik extrem wichtig ist. Ich leide, wenn ich schlechte Schriftarten, fade Farbzusammenstellungen, verwackelte, schlechte Fotos, hässliche Motive, aufdringliche Fotos, billige Materialien, kurz gesagt: Eine schlechte Gestaltung sehe. Die Fragen, die ich mir zu meinen Fotos stelle, solltet ihr euch auch stellen:

  • Sind sie in einer guten Auflösung (also scharf)?
  • Haben sie Style?
  • Ist die Perspektive interessant
  • Steigern sich die Farben im Bild?
  • Ist das Motiv interessant?
  • Gibt es einen guten Grund, dieses Motiv zu zeigen?

Okay, werdet ihr vielleicht sagen, aber soooo streng sind doch die meisten User auf Instagram gar nicht. Äh – ja. Aber wenn ihr als professionelle AutorInnen auf Instagram seid, dann solltet ihr besser und poppiger sein, als der durchschnittliche Benutzer der Plattform. Es ist wie auf einer Party: Ihr seid die Gastgeber! Nicht etwas die Gäste, die auch mal eine zerknüllte Serviette auf den Boden werfen können. Daher sollten eure Bilder:

  • spannend
  • aufregend
  • neu
  • persönlich
  • bewegend
  • hüsch/schön
  • niedlich
  • interessant
  • informativ
  • inspirierend sein

Das müssen übrigens nicht immer nur Fotos sein, natürlich gehen auch Zeichnungen oder Bildfelder mit Quotes. Die Mischung macht es. Wichtig noch einmal: Fotos sind auf Instagram wichtiger als der Text. Aber ein gutes Bild wird die Nutzer sehr schnell zu eurem Text leiten. Kommt euch das bekannt vor? Genauso ist es mit dem Cover eines Buches und dem Inhalt.

Instagram Profil

First of all: Ihr solltet als aktive AutorInnen ein öffentliches Profil haben. Ich verstehe – absolut – nicht, warum eine AutorIn auf Instagram ein privates Profil hat. Es gibt nichts zu verstecken und wenn, dann bitte nicht auf Instagram! Private Accounts sind etwas für Privatpersonen. Wenn ihr als AutorInnen auch noch (zusätzlich) einen privaten Account haben wollt – okay. Aber euer Autorenaccounts sollte öffentlich sein.

Wie ich schon in dem Beitrag über Twitter sagte, ist es sehr wichtig, dass ihr eine aussagekräftiges Profil und Profilbild auf Instagram habt. Klar bei einem verlag ist des das Logog und bei einem Autor? Genau. Um ein Autorenfoto kommt ihr hier nicht herum, selbst wenn ihr ein Pseudonym benutzt (nein, tut es nicht!). Der Leser will wissen, wie ihr ausseht. Wieder der Buchvergleich: denn da ist ein Autorenfoto im Umschlag auch nett.

In der Beschreibung sollte irgendwo das Wort: AutorIn/Writer/Schriftstellerin etc vorkommen. Vielleicht eure erfolgreichsten oder aktuellsten Bücher und ein paar Worte zu euch oder ein Quote, welcher euch gut beschreibt. Wenn ihr ein Businessprofil habt, dann könnt ihr sogar eine Kategorie wie Schriftstellerin oder Künstlerin wählen.

Instagram Business

Wie schon bei Pinterest erklärt, verschafft euch der Businessaccount die Möglichkeit, Werbung zu schalten und den Zugriff auf Statistiken, außerdem könnt ihre eine Kontaktmail oder einen Link hinterlegen. Alles sehr schön, denn als AutorInnen habt ihr ein Business, seid eure eigenen Promoter (und nein, ein Verlag kann das heute nicht mehr alles für euch tun). Macht also sehr viel Sinn (auch wenn es bei mir noch auf der ToDo-Liste steht). Ich habe euch ein schönes How-to-Video Auf YouTube rausgesucht, wo erklärt wird, wie ihr einen Businessaccount erstellt. Mit dem Businessprofil könnt ihr dann auch Werbung schalten, also Posts bewerben.

(Buch-)Werbung auf Instagram

Werbung – ihm – ist ja so ein Thema. Eigentlich das, was immer irgendwann in die vorher werbefreien Plattformen einkickt, weil die Macher irgendwann aus den roten Zahlen herauskommen müssen. Denn vorher ist und war zum Beispiel Facebook nur eine große Investitionsblase. Heißt: Sehr viele Menschen haben Geld in Facebook gesteckt, um irgendwann mal etwas auf und mit Facebook zu verdienen. Okay, ich mag es auch nicht, wenn alle 3 Sekunden ein Werbebanner aufspringt, aber – think about it: Facebook hat jahrelang umsonst GEGEBEN. Nämlich euch allen die Möglichkeit, euch zu vernetzen und Inhalte zu posten und so weiter. Umsonst. Genauso sieht es mit Instagram aus. Irgendwann müssen die 1 Millarde Dollar wieder hereinkommen, die Zuckerberg für das Unternehmen ausgegeben hat. Doch letztendich können wir alle davon (auch) profitieren. Nämlich selber Werbung schalten. Werbung für das eigene Buch, für den Schreibkurs für Lesezeichen und E-Readerhüllen oder was auch immer ihr gerade macht.

*Was übrigens nicht geht: Einen Post pushen, in dem man ihn bewirbt. Das finde ich sehr genial, denn so werden Fake-Accounts und Fake-Likes nicht auch noch unterstützt.

Instagram Stories

Besonders interessant für kurze Promo-Aktionen oder interessante News sind die Insta-Stories. Sie bleiben nur 24 Stunden aktuell, aber ihr könnt sie unter einem Button abspeichern und so bleiben sie für alle sichtbar. Zudem ist es der richtige Platz für Livevideos oder Videos, die ihr vor Ort dreht (auf der Buchmesse, auf einem Books-Event, auf einer Lesung), die aber nicht sehr schön in eurer Galerie aussehen würden.

Der Look auf Instagram

Ich habe mal ein paar Screenshots vom Red Bug Books-Instagram über den Beitrag verteilt, ein Businessprofil, das  von Isabel betreut wird und uns alle hier sehr glücklich macht. Mittlerweile – denn auch wir haben eine Zeit gebraucht, bis wir uns bei Instagram zurecht gefunden haben. Manchmal dauert es, bis ein Profil gut gestaltet ist, aber am besten ist, man fängt einfach an und wird besser.

Entscheidet euch für einen einheitlichen Look. Für bestimmte Farben und einen (oder zwei) Filter, die ihr am liebsten benutzt. Fragt wirklich sehr genau, warum ihr ein Bild potest. Und verseht es mit einem schönen Text. Instagram hat sehr viel mehr User, die kein Deutsch verstehen, aber die deutsche Community ist mittlerweile groß genug, so dass ihr auch nur auf Deutsch posten könnt.

So viel zu Instagram, yay! Falls ich etwas vergessen habe, fragt einfach in den Kommentaren nach. Nächste Woche – hm – denke ich ist es Zeit für den Beitrag über Authentizität. Warum Style und Authentizität nicht das Gleiche sind, weshalb ihr immer authentisch bleiben solltet, was das überhaupt heißt?

Bis dahin eine gute Zeit!

xoxo

Katrin

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