Red Bug Books

Rückblick 2013 oder der Marshmallowturm

20. Januar 2014

Ich bin Künstlerin und keine Geschäftsfrau *äh* Moment mal, hat sich das nicht im letzten Jahr geändert? Jein. Ich bin KÜNSTLERIN und Geschäftsfrau. Geschäfte machen? Ehrlich, ich habe immer noch nicht so richtig verstanden, wie das geht. Aber Ausstellungen kann ich machen und, Verträge für meine Bücher und ich kann meine Kunst/Bilder und Bücher verkaufen. Also? Passend zum Thema haben wir letztes Jahr mit Red Bug Books einen interessanten Preis gewonnen: Den Kreativradar. Für kreative Geschäftsleute. Yeah *** Eine der beeindruckensten Erfahrungen dort war für mich die Marshmallowchallenge, eine Art Lehrstunde für Manager. Marshmallowchallenge? Okay, ich erkläre es euch.

20 ungekochte Spaghetti, 1 Meter Kordel, 1 Meter Klebeband, 1  Marschmallow ein Team von 3-4 Leuten, 20 Minuten Zeit.

Und jetzt – los. Mit diesem Material den höchsten Turm bauen. Einzige Bedingung: Keine Tricks und ganz oben auf dem Turm muss der Marschmallow sein. Man denkt, es wäre so einfach … Der Turm unseres Teams (3 Künstlerinnen) stand am Ende immerhin. Eigentlich wollte ich ja viel höher und überhaupt … aber dann ist man tatsächlich  froh, wenn er überhaupt stehen bleibt. (Fragt mal Uwe und sein Männerteam *gig*).

Was ich gelernt habe? Etwas Ähnliches, was mir Red Bug Books das Jahr über schon beigebracht hat: Wenn dein Plan nicht aufgeht (der ja so genial war: Einfach alle Spaghetti zusammenpappen, Marschmallow oben drauf (… ha, ha), fang einfach noch mal von vorne an. Wir haben Buchserie probiert und ein Bilderbuch entwickeln wollen. Bilderbuch vertragt (weil extrem aufwendig), Serie verworfen (will das überhaupt jemand?). Wir haben New Adult entdeckt, was nie geplant war, aber einfach gestimmt hat. Bingo. Und wir haben uns nie als Geschäftsleute gesehen und plötzlich diesen Preis gewonnen. Es heißt ja immer, Künstler sind wie Kinder und darum so gar nicht für Geschäftliches geeignet. Aber nun ratet mal, wer die höchsten Marshmallowtürme baut? Na? Die Kindergartenkinder. Yawoll. Die bauen im Marshmallowexperiment höher als die Manager und werden nur noch geschlagen von den Architekten. Warum? Weil sie in den 20 Minuten etwa 10 Türme bauen. ihre Konzepte immer wieder umwerfen, immer wieder bei 0 beginnen. Erwachsene tendieren dazu, an ihren Plänen festzuhalten. Das, was sie sich vorgenommen haben, durchzuhalten. Ihre Türme werden oft nicht fertig. Also … was war noch mal unser Problem? Genau. Es gibt keins. Wir werden genauso kindisch weitermachen wie bisher. Genauso kreativ, genauso verrückt. Vamos!

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1 Comment

  • Reply Ira 20. Januar 2014 at 21:47

    Dann freue ich mich doch schon einmal auf die nächsten kindischen, kreativen und verrückten Ideen von Euch! :-)

    Und ich weiß jetzt, wie ich die nächste Teenie-Party beschäftigen werde: Man nehme „20 ungekochte Spaghetti, 1 Meter Kordel, 1 Meter Klebeband, 1 Marschmallow ein Team von 3-4 Leuten, 20 Minuten Zeit. “ und gucke sich dann an, was daraus wird. ;-)
    Liebe Grüße,
    Ira

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