Story World

STORY WORLD #4 Fantasy: The Upside Down – Die Höhle des Löwen

27. Februar 2019
STORY WORLD #4 Fantasy: The Upside Down - Die Höhle des Löwen

STORY WORLD #4 Fantasy: The Upside Down - Die Höhle des Löwen

 

Unsere Helden haben eine neue aufregende und anregende Welt betreten, in denen die gewohnten Regeln Kopf stehen. Sie sind zu größerer Freiheit und neuen Herausforderungen gelangt. Am Ende des Zweiten Akts wartet die bisher gefährlichste Story World auf sie. Sie betreten die Welt des Feinds.

Die Höhle des Löwen

Fantasy Geschichten haben den Vorteil, dass die Höhle des Löwen eine Drachenhöhle sein kann. Die größte Herausforderung, die letzte Prüfung, kann so monumental ausgedrückt werden, wie sie die Heldin sie erlebt. Fantastische Geschichten sind so erfolgreich, weil die genau so episch sind, wie das Leben sich anfühlt.

Vorbereitung in der Upside Down

Die Upside Down birgt neue Möglichkeiten, Gefahren und Herausforderungen. Harry lernt, seine magischen Kräfte gezielter einzusetzen, entdeckt Quidditch, den Zaubersport für sich, findet neue Freunde und Feinde. Das Schulgelände bietet vielfältige Arenen, in denen die unterschiedlichen Aspekte des Alltags ausgetragen werden können. Der gemütliche Gemeinschaftsraum, in den sich die Gryffindors zurückziehen können. Klassenräume, in denen die Schüler in Fächern der Zauberkunst unterrichtet werden. Die große Halle, in der die gesamte Schulgemeinschaft sich versammelt um gemeinsam zu essen und zu feiern. Hagrids Hütte am Rande des Verbotenen Waldes.

Während das Rätsel um Harrys Eltern und seine seltsamen Eigenschaften das einzig Geheimnisvolle an der Welt der Durselys war, gibt es in Hogwarts eine Menge zu entdecken. Nichts scheint auf einen Blick erkennbar zu sein. Treppen verschieben sich nach Lust und Laune, die Bewohner der vielen Gemälde, die das Schloss schmücken, können zwischen den Rahmen umherreisen, wie es ihnen gefällt. Das Erscheinungsbild der Schule ist im stetigen Wandel. Geister, die durch Wände gehen, Besen als Sportgeräte, und geheime Falltüren unter denen Unbekanntes lauert. Schnell sind Harry und seine Freunde in ein Rätsel verstrickt, dass sie tief in das Schloss hineinführt.

Der Durchgang zur Unterwelt

Die Höhle des Löwen kann vom Helden nicht ohne Weiteres betreten werden. Um ein Held zu sein, muss man Dinge wagen, die sonst nicht zur Debatte stehen. Das Durchhaltevermögen und die Willenskraft eines jeden Protagonisten werden auf der Schwelle zur Unterwelt auf die Probe gestellt. Erst nach einigen Prüfungen gelangt der Held in die Welt des Feinds. Und damit in die größte Nähe zu seiner einen, lebenswichtigen Schwäche.

Die Welt des Feinds ist die Umgebung, in der der Held sich am meisten in Frage stellen muss. Während der erste Teil der Upside Down ein farbenfrohes Panorama der Gegensätze ist, wird hier der tiefere Sinn der Auseinandersetzung mit dem Anderen offenbart. Diese Story World illustriert all das, was den Feind stark und selbstsicher macht.

In Harrys Fall führt ihn die Suche nach dem Unbekannten in eine Welt der Rätsel und Schachzüge. Voldemort ist berechnend und manipulativ. Er genießt es, im Hintergrund zu agieren und durch seine Abwesenheit Angst und Unsicherheit zu schüren. Die Räume, durch die Harry und seine Freunde sich manövrieren sind menschenverlassen. Entwickelt, um jeden der es wagt, sich an Fluffy vorbeizuschleichen, davon abzuhalten, an das tiefste Geheimnis der Burg zu gelangen.

Auch Bilbo betritt die Höhle des Löwen durch ein geheimes Portal. Eine verborgene Tür in der Felswand des Einsamen Berges, von der selbst der Feind nichts weiß.

Der Berg

Bilbos Reise zum Einsamen Berg führt ihn nicht zum Gipfel, sondern zu dem, was unter ihm lauert. Hier, inmitten von Gold, Silber und Edelsteinen hat sich der Drache ein Versteck gemacht, in dem er misstrauisch über seine Schätze wacht. Die Stadt am Fuße des Berges lebt in Angst und Schrecken vor dem großen Ungeheuer. Eingenistet in der ehemaligen Zwergenfestung schnarcht das Untier und träumt von seinem Reichtum.

Hobbingen mit seinen sanften Hügeln und gemütlichen Bewohnern ist in weite Ferne gerückt. Im Inneren des Berges trifft ein Hobbit auf einen Drachen. Zwischen den unterschiedlichen Perspektiven beider Lager spannt sich eine schicksalshafte Brücke: die Schwäche des Helden.

Die Drachenhöhle

Man könnte meinen, der Drache wäre ein Spiegelbild von Bilbos Status Quo. Faul geworden. Gierig. Stets…zuhause. Man bewacht misstrauisch was man hat, teilt nicht und verbirgt seine Reichtümer vor der Außenwelt. Anders als Bilbo hat der Drache sein Gold geklaut, erobert, unrechtmäßig beansprucht. Doch auch Bilbo ist hier, um etwas zu stehlen. Letztendlich ist er der Meisterdieb der Expedition. Ein Dieb, gekommen um von einem Räuber zu stehlen. Und Bilbo hat bereits einen Schatz, den er vor den anderen verbirgt. Ein goldenes Relikt, dass ihm später noch viele Schwierigkeiten bereiten wird und in dem das Potential zu einer neuen epischen Geschichte steckt.

Der Stein der Weisen

Nachdem Harry erfolgreich die Hürden zur Höhle des Löwen überwunden hat, trifft er im letzten unterirdischen Raum auf Voldemort. Voldemort oder Tom Riddle, kommt aus schwierigen Familienverhältnissen. Wie Harry ist er ohne Eltern aufgewachsen. Sein Ziel ist es, den Tod zu überwinden und für immer unsterblich zu sein. Die Muggel-Welt zu unterwerfen und die Zauberwelt mit dunkler Magie zu regieren. Dafür sucht er den Stein der Weisen, das magische Relikt, das seinen Besitzer unsterblich macht. Und findet ihn in Hogwarts. Um ihn zu bekommen muss er Harry besiegen.

Das Mittel zur Befreiung wird in beiden Geschichten von einem wertvollen Talisman symbolisiert. Einem magischen Gegenstand, der sowohl für den Feind, als auch die Verbündeten des Helden große Bedeutung hat. Das Objekt der Begierde wird zum Zentrum der Auseinandersetzung zwischen Held und Feind. Wer das Heiligtum für sich gewinnen kann, wird als Sieger aus dem Kampf hervorgehen. 

Die Welt des Feindes

Die Welt des Kampfes ist im Idealfall eng und konzentriert. Wenn die Heldin in der Ordinary World noch unfrei und eingeschränkt war, ist sie hier buchstäblich in die Ecke gedrängt. Der Druck der in der Höhle des Löwen entsteht, muss in jedem Fall höher sein, als der Druck des Status Quo. Hier gibt es kein zurück mehr. Die Entscheidungen der Heldin haben sie hier hin geführt und jetzt muss sie sich mit den Konsequenzen konfrontieren. Natürlicherweise bedroht die Welt des Feinds die neugewonnen Freiheit der Upside Down.

Voldemort lässt den Raum in Flammen aufgehen und versperrt Harry so den Weg nach draußen. Hier haben wir einen Jungen, der nie dazugehört hat. Elf Jahre lang in einem Schrank unter der Treppe gewohnt hat. Seit seinem ersten Geburtstag von Tante und Onkel kleingehalten, gehänselt und unterdrückt wurde.

Und jetzt, wo er sich endlich befreit hat und in eine Welt durchgedrungen ist, in der er nicht nur Loyalität, Anerkennung und Freundschaft gefunden hat, sondern die ihm auch ermöglicht, zum ersten Mal in seinem Leben seinen verstorbenen Eltern nah zu sein, steht alles erneut in Frage. Harrys Alternativen sind schmal. Zu den Durselys zurückzukehren, in dem Wissen, dass die Welt die eben erst betreten hat, nicht mehr existiert, wäre um einiges schmerzhafter, als wenn er nie aus dem Privet Drive aufgebrochen wäre.

Wenn Voldemort seinen Plan verwirklichen kann und sich die Zauberwelt unterwirft, wird nicht nur die gesamte Zaubergemeinschaft verändert werden. Hogwarts und alles, wofür die magische Schule steht, ist in Gefahr. Für Harry ist der Kampf um die neue Welt persönlich. Er kämpft nicht nur für die Zauberwelt, er kämpft um sein neues Zuhause.

Heimat

Zuhause. Für viele von uns ist das ein Ort. Ein Gefühl, dass sich in bekannten Hügeln und Bergen, einem familiären Duft, das Zwitschern der Vögel in den Kiefern, den Lichtern der Großstadt oder dem Rauschen der Wellen ausdrückt.

Bilbos Reise hat ihn in mit der Welt der Elben vertraut gemacht. Er hat unterirdische Königreiche und unheimliche Wälder gesehen. Seit dem ersten Schritt über die Schwelle seiner Hobbit-Höhle, ist er weit herumgekommen. Er hat Trolle und Spinnen besiegt, ist auf einem Adlerrücken durchs Gebirge gesegelt. Jede neue Umgebung hat ihn mit einer anderen Seite an sich bekannt gemacht. Seine Liebe für Elbenkunst, ungeahnte Loyalität und Verschlagenheit. Bereits vor der Ankunft am Einsamen Berg hat Bilbo innere Welten durchquert, die zuvor im verborgenen lagen. 

Hier, am Ende der Reise muss auch Bilbo muss um ein Zuhause kämpfen. Stellvertretend für sein geliebtes Hobbingen hilft er den Zwergen, ihren Berg zurückzuerobern. Und transformiert seine größte Schwäche. Am Herd seiner Höhle hat er für die Verteidigung seines Zuhauses keinen Finger gekrümmt. Alles, woran ihm lag, war seine eigene häusliche Bequemlichkeit. Jetzt, nach unzähligen Prüfungen und Herausforderungen, hat sich sein Horizont geweitet und er erkennt, dass ein Zuhause etwas ist, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

You Might Also Like

3 Comments

  • Reply 12 Schreibaffirmationen zum Selberlettern #1: Mut - Red Bug CultureRed Bug Culture 1. März 2019 at 14:40

    […] an Isabel, die gerade ihre Story World Reihe schreibt. Sie hat die Idee für meine Blogreihe […]

  • Reply roland 2. März 2019 at 23:01

    Du willst es wissen, liebe Isabel?

    Nun gut, hier der erste Schritt:
    Ich hielt es nicht mehr aus. Nachdem es zuhause nur Streit und Zank wegen mir gegeben hatte, war schließlich mein Vater bereit mir die erforderliche Einverständnis-Erklärung zu geben. Ich reiste glücklich nach Hamburg ab und von dort gleich weiter mit der Bahn nach Amsterdam, wo der Frachter, auf dem ich einen Ausbildungsvertrag hatte, lag.

    Nie werde ich in meiner nächtlichen Eisenbahnfahrt nach Hamburg das Rattern der Eisenbahnschwellen vergessen, es war eine tolle Zukunftsmelodie….

    rattatatat, tatat, rattatatat, tatat, rattatatat,tatat …………….

    …..auch nie die Ankunft über die Eisenbahnbrücken der Elbe mit Blick auf den Hafen von Hamburg in der Morgensonne…..den Geruch von Öl und Teer und die himmelhochstrebenden Schiffs-Ladekräne . Nun war ich endlich, nach drei langen ‚Leidensjahren‘ meinem ungeliebten Elternhaus und der auch nicht sonderlich geliebten Heimat entkommen

    Die ganze Nacht, in dem damals noch von Dampfloks gezogenen Schnellzuges nach Hamburg, war ich so aufgeregt und glücklich wie noch nie – ich empfand nun, dass ich den ersten Sieg meines Lebens errungen hatte. Immer wieder riss ich das Abteilfenster auf und streckte meinen Kopf in den rußigen Fahrtwind, jauchzend und vor Freude weinend.

    Als der Zug morgens um sieben langsam über die Elbbrücken rollte und ich die ersten Hafenkräne des Hamburger Hafens auftauchen sah, kam mir das vor wie die Freiheitsstatue von New York! Meine Tante,, die Ehefrau meines Kapitän-Onkels, mit ihrer Tochter holten mich am Bahnsteig ab. Als sie mich mit meinem riesigen Koffer aus dem Waggon klettern sahen, da lachten sie und lachten sie – sie konnten sich gar nicht mehr einkriegen. Denn, da ich mich die halbe Nacht lang aus dem Zugfenster hinausgelehnt hatte, war mein Gesicht mit Rußpartikeln gesprenkelt – und durch meine aus den Augen gewischten Tränen – ziemlich rußverschmiert. Ich sah aus wie ein Kaminkehrer.

    Das war nun der Unterschied! Von meiner Stiefmutter in meiner Heimat hätte es einen empörten Aufschrei gegeben: Wie schaust denn du aus! – man muss sich ja schämen…! in Hamburg aber zeigte man mir das Wesen des Humors!

    Ein neues und ganz anderes Leben begann für mich. Aber es fing schon mal besser an als erwartet . . . .

    >

  • Reply 12 Schreibaffirmationen zum Selberlettern #2: Atem - Red Bug CultureRed Bug Culture 12. April 2019 at 11:03

    […] an Isabel, die gerade ihre Story World Reihe schreibt. Sie hat die Idee für meine Blogreihe […]

  • Leave a Reply