DIY-Donnerstag, Playful Writing

Playful Writing #1 Anstoß

14. Februar 2019
Playful Writing

Ich liebe den DIY -Donnerstag, denn ich kann mir hier dreimal pro Monat kreativen Input holen und beim vierten Mal – nun, dann bin ich hochmotiviert, etwas zu schreiben. Ich hoffe, Dir geht es mit diesem Tag ebenso. Mein Thema wird diesmal das spielerische Schreiben oder Playful Writing sein. Es geht dabei übrigens auch ganz viel um Planung. Das ist kein Widerspruch – denn es geht darum, wie man spielerisch plant.

Spielerisches Planen heißt die Planung aller Aspekte beim Schreiben mit Freude anzugehen. Ja, Du kannst dir einen strengen und langweiligen Arbeitsplan machen, aber Du kannst auch mit Farben und Bildern und Belohnungssternchen arbeiten. Du kannst dich jeden Tag pflichtschuldig an den Schreibtisch setzen, um zu schreiben oder dir eine Wordcount-Kiste basteln, die Geschenke für bestimmte Ziele bereithält. Ich bin ganz einfach überzeugt davon, dass jeder Aspekt der Schreibarbeit sehr viel Spaß machen sollte.

Damit Schreiben Spaß macht

Auf Instagram habe ich letztens einen Quote von Dorothy Parker gepostet.

„Ich hasse es zu schreiben, ich liebe es, geschrieben zu haben.“

Ja, das Gefühl kenne ich so gut – aber kann man das nicht ändern? Sollte sich nicht jeder Teil des Schreibprozesses ganz wundervoll anfühlen? Hey, die meisten von uns schreiben, weil es ihr Traum ist. In einem Podcast, den ich letztens gehört habe, hieß es: Schreib nur, wenn Du dich glücklich dabei fühlst.

Das kann ich wirklich komplett unterschreiben. Denn auch wenn ich der Meinung bin, dass jeder Aspekt des Schreibprozesses gut geplant sein soll, dann heißt das nicht, dass man sich dabei und damit quälen muss. Im Gegenteil: Nicht nur beim Schreiben, auch bei allen anderen Schritten, die dich am Ende zu einem Buch führen, solltest du dich wundervoll und glücklich fühlen. Das heißt

  • Beim Planen deines Buchprojekts
  • Beim Schreiben
  • Während der Überarbeitung
  • Und sogar beim Werben für dein Buch
Gamification

Wenn Du an deinem eigenen Schreibprojekt arbeitest, dann gibt es keinen Lehrer, keine Noten, keine Belohnungen. Niemanden, der dich daran erinnert, dass Du heute noch nicht geschrieben hast oder etwas planen solltest. Niemand – außer dir selbst. Programme zählen Worte, aber wer legt dir die Hand auf die Schulter und belohnt dich für die Arbeit? Nun, das solltest du selbst tun. Dafür gibt es sogar einen Fachbegriff. Gamification.

Als Gamification (aus englisch game für „Spiel“) (…) wird die Anwendung spiel­typischer Elemente in einem spielfremden Kontext bezeichnet. Zu diesen spieltypischen Elementen gehören unter anderem Erfahrungspunkte, Highscores, Fortschrittsbalken, Ranglisten, virtuelle Güter oder Auszeichnungen. Durch die Integration dieser spielerischen Elemente soll im Wesentlichen eine Motivationssteigerung der Personen erreicht werden, die ansonsten wenig herausfordernde, als zu monoton empfundene oder zu komplexe Aufgaben erfüllen müssen. (Wikipedia)

Ja, Schreiben ist eine komplexe Angelegenheit. Genauer gesagt: ein Buch zu schreiben. Mach‘ ein Spiel daraus!

Spielfeld

Ich meine das mit dem Spielen bei dieser Blogreihe übrigens sehr wörtlich. Auch ich will Spaß haben, wenn ich diese Blogreihe verfasse, denn nur so kann ich dich anstecken.

Stell dir ein Fußball-Spielfeld vor. Stell dir die 11 Spieler vor und dann 11 Blogbeiträge. In den 10 folgenden Blogbeiträgen erkläre ich die verschiedenen Postionen, die Du beim Schreiben eines Buches einnehmen kannst und welche Taktik Du dabei am besten anwendest. Ich freue mich darauf, für jede Aufgabe beim Schreibprozess symbolisch eine Spielposition auszuwählen.

Fußballfans wissen das. Es gibt verschiedene Spielsysteme. Ich habe mich für meine Blogserie für die Spielaufstellung 3-4-3 entschieden. #fußball

Das 3-4-3-System wurde im internationalen Fußball lange Zeit nur von Mannschaften im Torrückstand eingesetzt, da es mit nur einem Innenverteidiger als sehr riskant galt. (Wikipedia)

Mich interessiert die riskante Spielaufstellung. 3 Stürmer, 4 Mittelfeldspieler und 3 Verteidiger.

Stürmer oder Verteidiger

Und es gibt natürlich auch verschiedene Spielpositionen. Beim Schreiben eines Buches ist es auch so. Mal muss man man wie ein Stürmer sein, vorpreschen, drauflosschreiben, den Wordcount erhöhen, möglichst viel Druck erzeugen, damit es voran geht. Dann wieder muss man eher in Verteidigungsposition gehen, sich zurückziehen, sein Werk vor sich selbst und manchmal auch vor der Welt verteidigen. Zum Beispiel beim Überarbeiten. Und dazwischen?  Ist es manchmal ein ständiges Hin- und Her.

Anstoß

Keine Angst, mehr Fußballlatein über Fußballaufstellungen kommt nicht. Denk einfach, jeder Punkt=Spieler in der Spielaufstellung ist ein Blogbeitrag. Und das Ziel für alle diese Beiträge ist – am Ende zu lernen, ganz spielerisch ein Buch zu schreiben. Meiner Erfahrung nach klappt das am besten, wenn Du eine gute Taktik und Vorbereitung hast.

Ach, und wofür steht in diesem Bild dann der Ball und das Tor? Der Ball ist die Energie, die du zum Schreiben aufwenden musst, das Tor das mögliche Buch, der Ball im Tor – Bingo, ein Buch. Dein Buch.

Gibt es Gegenspieler? Klar, wie in den meisten Spielen und glaub mir – das sind nicht die anderen Autoren. Nein, nein, da gibt es ganz andere Gegner auszudribbeln.

Der Spaß am Spiel

Ja, ich weiß, es ist vielleicht sonderbar, gerade ein Mannschaftsspiel als Beispiel für das Schreiben zu verwenden. Ist Schreiben nicht eine einsame Angelegenheit? Wäre nicht Schach besser als Vergleich geeignet?

Nun ja. Schreiben hat sehr wenig mit dem eigentlichen Schreiben und sehr viel mit dem ganzen Drumherum zu tun. Wenn es nur um das Schreiben ginge, nur darum, Zeilen aufs Papier zu bringen – das würden wir alle das leicht schafffen. Nein, es ist etwas komplizierter, denn es geht nicht nur um das Aus-sich- Herausströmen-lassen (auch wenn das zwischenzeitlich hilfreich sein kann). Es geht darum, ein Buch fertigzustellen, das andere Menschen mit Spaß und Interesse lesen. Ein Werk zu vollenden. Applaus einzusacken. Und das ist manchmal ganz schön tückisch.

Ein kleines Wunder, wenn der perfekte Spielzug gelingt, ein unhaltbares Tor geschossen wird. Ich muss vielleicht nicht sagen, dass es Regionalmannschaften und Weltklassemannschaften gibt. Doch hier geht es vor allem um den Spaß am Spiel,  denn der sollte – egal ob in einem Weltstadtstadium oder auf dem Boltzplatz – immer vorhanden sein.

Okay, der Ball ist im Spiel. Nächsten Monat beginne ich mit – dem Spielmacher.

Bis dahin

xoxo

Katrin

#redbugwriting #playfulwriting #rbpub #schreibtipps

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