Wie veröffentliche ich mein Manuskript

Wie veröffentliche ich mein Manuskript? #4- Kleine E-Book-Label

2. Dezember 2015
Wie veröffentliche ich mein Manuskript Kleine Ebook Label
Wir lieben kleine E-Book-Label

Kleine E-Book-Label schießen überall aus dem Boden, denn es ist einfach zu genial, wie einfach es geworden ist, einen Verlag zu gründen. Öh … wobei … Neieiin! Ganz so einfach ist es nicht. Besonders dann nicht, wenn man bestimmte Qualitätsansprüche hat. Die fangen mit einem guten Lektorat an und enden mit schöner Marketingarbeit und netten Gesprächen mit Autoren. Und – um das auch gleich zu sagen: Nur um diese E-Labels/Kleinverlage geht es heute. Okay, wir sind natürlich befangen, da wir selber Mitgründer eines eBook-Label sind, das wir lieben und mit viel Einsatz, dem Wunsch nach Qualität, viel Kunst und royaler Unterhaltung zu einer Marke für Jugendliteratur machen möchten. (Red Bug Books). Andere, haben andere Ziele. „Wir veröffentlichen Originale und Ersterscheinungen, wir halten im Print Vergriffenes verfügbar und wir kümmern uns um Lizenzausgaben toller Bücher aus sympathischen Verlagen.“ (culturebooks) „Wenn Robbie Williams „Let me entertain you” singt, stimmen wir mit ein. Das wichtigste Ziel: Für unsere Leser die besten Autoren finden und ihre Geschichten publizieren.“ (dotbooks) Oder etwas trockener: „Im 11punkt Verlag entstehen E-Book-Projekte, die neue digitale Formate und innovative Konzepte ausprobieren wollen.“

Was für E-Book-Label gibt es?

E-Book Label gibt es in 100 verschiedenen Farben und bieten gute Möglichkeiten, sich als Autor zu entwickeln. Wenn ihr euch entscheidet, euch bei einem zu bewerben, dann seht euch zuerst genau an, was für ein Programm das Label hat. Welche Autoren es vertritt. Haltet die Bewerbung persönlich und geht davon aus, dass sie tatsächlich gelesen und sorgfältig geprüft wird. Und so leicht bekomme ich einen Vertrag? Oder ist es schwer? Okay, an dieser Stelle brauchen wir mal wieder ein Diagramm, um etwas zu verdeutlichen, was alle Verlage/Labels, ja eigentlich alle Firmen, Läden, Restaurants, Blogs usw, betrifft. Eine sehr einfache Sache, die man aber manchmal vergisst, wenn man auf der Suche nach einem Verlag ist – egal ob groß oder klein: eBook-Label

Welches Label passt zu mir?

Es gibt Verlage für verschiedene Geschmäcker, für verschiedene Produkte, für unterschiedliche Bedürfnisse und in unterschiedlichster Qualität. Das ganze Spektrum. Das soll nicht unbedingt eine Wertung sein. Ich esse zum Beispiel sehr gerne Pommes. Wenn ich Pommes will, werde ich sicher nicht in ein Edelrestaurant gehen. Never – ever. Genauso geht es vielen Lesern, die nicht zu Peter Handke greifen, wenn sie Unterhaltung suchen.

Das ganze Spektrum hat seine Berechtigung. Wenn ihr also ein Autor/Koch seid, dann überlegt euch zum einen gut, was ihr könnt, zum anderen, wo ihr veröffentlichen/kochen wollt. Schwer einen Verlag zu finden wird es dann, wenn ihr sehr weit außen auf der Herzseite fühlt und schreibt, euch aber in den Kopf gesetzt habt, in einem renommierten Belletristikverlag unterzukommen. Oder – um das Gleichgewicht zu wahren – wenn ihr verkopfte Literatur mit vielen Fremdwörtern schreibt und dann in einen Unterhaltungsverlag wollt. Okay, das kommt wohl eher selten vor. Wir wollten nur das Prinzip verdeutlichen. Leicht wird es dann, wenn ihr ganz nah bei euch und eurem Schreiben bleibt, also genau das Label aussucht, welches zu euch passt. Sozusagen euer Lieblingsrestaurant.

Bewerbung bei eurem Lieblingslabel

Ab da ist der Bewerbungsvorgang dann ganz ähnlich wie bei den großen Verlagen: Auch ein E-Book Label will einen Text von euch sehen, also genau wissen, was ihr so könnt und wie ihr so schreibt. Die Wartzeit könnt ihr deutlich verkürzen und auf den Agenten solltet ihr unbedingt verzichten. So sollte es klappen. Zugegeben, auf der Herzseite der Verlage ist es etwas leichter als auf der Kopfseite, wenn ihr nicht gerade mit einem Uniabschluss in Literatur durch die Gegend rennt. Und Socialmedia Aktivitäten sind dort weniger gefragt als das Schreibhandwerk.

Warum ein E-Book-Label ein guter Start sein kann

Ein kleines E-Book-Label kann eure Heimat werden, oft ist es ein guter Absprung für den nächsten Schritt. Zu einem größeren Verlag oder auch ins Selfpublishing, weil ihr irgendwann das Gefühl habt, ihr könnt das alles auch ganz allein. Ein kleines Label kann aber genauso gut ein Schritt zu mehr Freiheit sein, wenn ihr schon eine Autorin in einem großen Verlag seid. Ganz deutlich hat das letztens Cornelia Funke gemacht, als sie aus ihrem renommierten, amerikanischen Verlag ausgestiegen ist und ihr eigenes Label Breathing Books gegründet hat. Für mehr künstlerische Freiheit, für mehr Unabhängigkeit. Ja, genau das wollten wir auch, als wir Red Bug Books gegründet haben! Tja, wer weiß – vielleicht sind viele kleine Label ja die Zukunft …

Nächste Woche tauche wir in das wirklich sehr große Thema Selfpublishing ein. Oder sagen wir: Wir stecken einen Zeh in das große Gewässer.

Bis dahin cheers!

Eure Redbugx

#redpub

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