Archetypen, DIY-Donnerstag

ARCHETYPEN #4 : THE OUTLAW

2. April 2018
Archetypen #4 : THE OUTLAW

Die Tatsache, dass dieser Blogbeitrag verspätet zu euch kommt, passt perfekt zu dem Archetyp, den ich euch heute vorstelle.

THE OUTLAW

Archetypen #4 : THE OUTLAW

 

High noon, lässig am Zigarillo kauend, denkt der OUTLAW darüber nach, ob es nicht mal wieder Zeit für einen Aufstand wäre. Dieser Archetyp macht sich nicht viel aus Regeln. Sein Ziel ist es, von Zeit zu Zeit am System zu rütteln, damit die Sache wieder ordentlich in Schwung kommt. Und wen er/sie auch den Ruf eines Einzelgängers hat, so ist das doch etwas, was den OUTLAW zu einem wichtigen Teil der Gesellschaft macht.

 

 

Sirius
(just in case: *vorsicht spoiler*)

Als Harry zum ersten Mal von seinem Patenonkel hört, hält ihn die ganze Welt für den gefährlichsten Verbrecher der Zaubererwelt. Eingekerkert in Azkaban wartet er auf seine Rache und einmal ausgebrochen, fürchtet ihn jeder. Sogar die Muggel. Er ist ein Ausgestoßener, ein Krimineller. Niemand ist auf seiner Seite, denn niemand kennt den wahren Grund für Sirius Verhalten, in der Nacht in der Harrys Eltern starben. Von der Zaubererwelt verstoßen, beschließt er, das Gesetz selbst in die Hand zu nehmen. Und den Tod seines besten Freundes zu rächen. Er ist von tiefen Schuldgefühlen geplagt. Nur die Aussicht auf Rache hält ihn am Leben. Es braucht Lupins Glauben und Harrys Vertrauen in ihn, Sirius davon zu überzeugen, Peter Pettigrew zu verschonen.

Stärken und Schwächen

Weil sie Autoritäten gegenüber misstrauisch sind, haben OUTLAWS die einzigartige Möglichkeit, Gefahren und Potential in allen Lagern erkennen zu können. Denn, wie Sirius so schön sagt; „The world isn’t split into good people and Death Eaters.“ OUTLAWS wissen, niemand ist einfach nur gut oder einfach nur böse. Jeder von uns trägt Schatten und Licht in sich und das ist auch gut so. Denn wenn man das weiß, hat man die Möglichkeit sich zu entscheiden, welchem Instinkt man folgen möchte. Und diese Wahl ist das Markenzeichen der OUTLAWS.

Sie erkennen Regeln erst an, wenn sie sie selbst für gut befunden haben. Sie prüfen für sich selbst, wem sie folgen wollen. Wenn sie überhaupt jemandem folgen wollen. Denn, obwohl OUTLAWS den Anschein machen, am liebsten allein zu sein, sind sie erstaunlich gute Leader in Zeiten des Chaos. Sie sind unerschütterlich, wenn die Dinge kompliziert oder vielschichtig werden und können jedem beibringen, sich auf den eigenen Instinkt zu verlassen.

Oft folgen sie einem eigenen Moralkodex und haben einen erstaunlich ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Ja, sie sind eigenbrötlerisch und manchmal verhängnisvoll leidenschaftlich, aber ihr Idealismus richtet sich in den meisten Fällen gegen sie selbst. Sie davor zu schützen, in ihrer Zerstörungswut zu weit zu gehen, ist eine wertvolle Hilfestellung für jeden OUTLAW.

Wünsche und Bedürfnisse

Die Schwierigkeit eines OUTLAWS ist es, stabile Beziehungen einzugehen. Ihr natürliches Misstrauen gegenüber Organisationen und Systemen macht es ihnen schwer, sich auf andere Menschen einzulassen. Nicht jeder OUTLAW ist als solcher geboren worden. Und manchmal muss man sich fragen; welche Verletzungen haben zu seinem oder ihrem Rückzug geführt? Und was kann man tun, um das Vertrauen eines OUTLAWS wieder aufzubauen?

Tief in ihrem Herzen streben auch sie nach Anerkennung, Liebe und Gemeinschaft. Deshalb darf man sich von ihrem rauen Auftreten und eigensinnigen Lebensweisen nicht abschrecken lassen. Sie fordern andere heraus, sich ihrem eigenen Schatten zu stellen und provozieren Meinungsverschiedenheiten manchmal nur, um zu einem größeren Einverständnis zu gelangen.

Niemand ist perfekt. Das wissen OUTLAWS und werden nie müde andere darauf hinzuweisen. Genau so kritisch sind sie allerdings auch mit sich selbst. Es kann passieren, das OUTLAWS sich in sich selbst zurückziehen, wenn die Welt ihren Input nicht anerkennt. Deshalb ist es wichtig, ihre Meinung mit einzubeziehen. Denn in manchen Fällen wird man eines Besseren belehrt. Und muss zugeben: Der einfachste Weg ist nicht immer der Richtige.

Da ist es, was OUTLAWS auszeichnet. Sie halten nicht viel von Bequemlichkeit, scheuen sich nicht davor, gegen den Strom zu schwimmen. Sie besitzen den Mut, sich einer Mehrheit entgegenzustellen. Das macht OUTLAWS, wenn man ihr Vertrauen gewonnen hat, zu treuen Freunden und leidenschaftlichen Mitstreitern.

Talente und Berufungen

Auch wenn sie keinen Plan für die Zukunft haben mögen, in einem guten Team können sie aufblühen. Wichtig ist nur, ihnen genug Raum zu geben, ihre eigenen Wege zu gehen und ihre unkonventionellen Methoden anzuwenden. Als Freund eines OUTLAWS hat man die Aufgabe sich ihnen, wenn es sein muss, respektvoll in den Weg zu stellen. Der größte Liebesbeweis für einen OUTLAW ist es bisweilen, sie in Frage zu stellen. Denn das ist die Gabe, die sie selbst in die Welt bringen.

Es ist nicht leicht, einem OUTLAW zu sagen, was er oder sie zu tun oder zu lassen hat. Am besten gedeihen sie in einem Umfeld, in der sie ihren Impulsen freie Bahn lassen können. In dem sie ihre gesamte Energie auf ein Ziel richten können. Verstaubte Regeln und veraltete Konzepte wittern sie sofort und sind wertvolle Mitstreiter im Kampf gegen die Bequemlichkeit. Sie erkennen Chancen zur Erneuerung und das Potential für Verbesserungen. Sie lieben Chaos. Denn sie wissen, wie ein Phoenix aus der Asche, werden manchmal aus dem größten Chaos, die besten Ideen geboren.

 

Archetypen #4 : THE OUTLAW

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