7 Tipps für einen guten Schreibstil

7 Tipps für einen guten Schreibstil #1 Einführung

3. Januar 2018
Schreibstil
Guter Schreibstil: Was? Warum? Und wie?

Erstmal Hallo und ein wunderbares gutes Neues Jahr! Ich war so lange „weg“, dass ich sogar mein Passwort für den Blog vergessen habe, tz, tz. Aber – die Pause hat mir sehr gut getan. Pausen haben ihre eigene Magie und eigentlich bin ich damit schon voll im Thema. Denn genau darum wird es gehen: Wie wird ein Text magisch, wie bekommt er einen guten Rhythmus, ein gutes Tempo, Timing, Klarheit, Präzision aber auch Emotionalität und Originalität? Kurz – ich fange diese Jahr mit Beiträgen zum Thema Schreibstil an.

Eine Sache, mit der sich viele von euch vermutlich das letzte Mal in der Schule beschäftigt haben. Leider bleiben einem gerade diese Themen nicht immer in guter Erinnerung. Langweilige Lektüre, trockene Analysen von Texten, Debatten über Worte und Sätze, die einem damals vollkommen egal waren, weil man nur auf die Pause und den Love-Interest gewartet hat. Ja, ich spreche aus eigener Erfahrung.

Ich habe hier also die besondere Challenge, das Ganze so interessant zu machen, dass ihr nicht einschlaft oder wegklickt, denn – Freunde, ein guter Schreibstil ist die Creme de la Creme eines jeden Textes/Buches, die „Handschrift“ eines Autors, das, was euch von allen anderen AutoreInnen abhebt und unterscheidet, die Seele eures Schreibens, kurz: Das, worauf es wirklich ankommt.

Was ist überhaupt Stil oder Schreibstil?

Ich bin ja für die einfachen, naiven Fragen und stelle sie mir auch ständig. Nichts ist selbstverständlich, alles sollte man hinterfragen. Also: Was ist denn eigentlich mit Stil oder Schreibstil gemeint? Hm. Erinnert ihr euch an die Aufsätze, die man früher in der Schule schreiben musste? Da gab es (zumindest bei mir) 3 Kategorien, in denen der Aufsatz bewertet wurde:

  1. Inhalt
  2. Ausdruck
  3. Rechtschreibung

Inhalt ist eine wichtige Sache für ein Buch, hat aber nichts mit Stil zu tun. Ein Buch kann einen stinklangweiligen Inhalt haben, aber grandios geschrieben sein. Oder eine grandiose Geschichte kann sehr simpel und in einem grauenhaften Stil verfasst sein. Ebensowenig hat Rechtschreibung etwas mit Stil zu tun. Obwohl gerade Buchblogger gerne Sterne für Rechtschreibfehler abziehen, als wäre es eine Stilfrage – nope! Natürlich macht es keinen guten Eindruck und daher kann man es in eine Gesamtwertung einbeziehen, aber auch Rechschreibung hat mit Stil nichts zu tun. Mit Stil ist hier Ausdruck gemeint. Die Art, wie man es aufgeschrieben hat.

Vom Ausdruck und Ausführung zu Ergebnis und Inhalt

Ich hab mal eine Zeichnung gemacht, um ein wenig Klarheit in die Begriffe zu bringen. Und wie alles zusammenhängt. Es fängt damit an, dass man etwas macht …

  • Tätigkeit: Kann im Grunde alles sein. Also Schreiben – aber auch Skaten, sich Inspiriert von VÖRBY (Wikipedia) Katrin Bongardanziehen, entwerfen, designen, kochen, Blumenstecken …
  • Ergebnis: Nun, dass was eben dabei herauskommt. Ein Kleid, ein Buch, ein Blumengesteck, ein Skatetrick …
  • Art der Ausführung: Wie hat der Skater den Trick gemacht, wie werden die Blumen gesteckt, wie wurde das Essen gekocht, wie wurde der Text geschrieben?
  • Erscheinungsform: Wie  sieht das Blumengesteck aus, wie ist der fertige Text, wie sieht das fertige Gericht aus, wie sieht das Kleid aus?

Und das Wabbelige in der Mitte? Ups – sorry, das ist der Stil. Eben, nicht so klar nach allen Seiten abzugrenzen. Fast mehr eine Art „Gefühl“. Wie meinte ein Regisseur letztens, als er Musik unter ein Video legte: „Man spürt irgendwie, wenn es richtig ist und passt. Ist einfach ein Gefühl …“ Ja, stimmt und genau darum wird über Stil auch so oft gestritten. STIL steht hier zwischen der Art und Weise der Herstellung und der Erscheinungsform des (Kunst)werks, denn beides gehört mehr oder weniger in die Frage nach dem Stil hinein.

„Mehr oder weniger direkter Zusammenhang“. Denn manchmal macht man einen STIL eher an der Art der Ausführung fest (Skatetrick oder Schwimmstil). Man sagt, er hat einen guten Stil und meint die Ausführung. Und ein anderes Mal konzentriert man sich bei der Bewertung des STILS  eher auf das Ergebnis. Das Essen, das Kleid. Wie der Künstler dahin gekommen ist, ist dann nicht so interessant oder wichtig für die Bewertung wie das Ergebnis, das Produkt. Man fragt: Wie ist es geworden?

Trotzdem bleibt STIL eine vage Angelegenheit und dazu noch etwas, das sich mit der Zeit ändert. Stil hat nämlich auch sehr viel mit MODE und ZEITGEIST zu tun.

Schreibstil

Okay, ich werde mal präziser, denn die anderen Stile und Stilarten müssen uns ja hier nicht so sehr interessieren. Das Wort STIL ist seit dem 15 Jh. in Deutschland bekannt und kommt vermutlich von lat. stilus, was Stengel, Griffel und Schreibgerät (ja, genau!) bedeutet.

An einem Schriftstück konnte man früher sehr genau erkennen, wer etwas geschrieben hatte. Erstmal nur an dem Schreibgerät, der Handschrift und später hat man STIL auf die Art und Weise, also auch Ausdrucksweise des Schreibens/des Schreibers erweitert. Ich habe die obere Zeichnung zum Stil mal für den Schriftsteller übersetzt.Schreibstil

  • Tätigkeit? Klar, das Schreiben. Ich zähle auch das Nachdenken dazu, aber das ist mehr Vor-arbeit.
  • Das Ergebnis? Ist in diesem Fall der Text, das Buch.
  • Art der Ausführung? Wie hat der Autor den Text verfasst?
  • Erscheinungsform? Der Text, entweder gedruckt oder digital.

Meine Stilwolke habe ich nicht bewegt, aber in diesem Fall kann man genau einordnen, wovon man einen guten Schreibstil abhängig macht: Nämlich von dem Ergebnis, dem Buch oder Text. Klar, versucht man zu verstehen, wie eine AutorIn einen Text so gut oder schlecht geschrieben hat, aber im Grunde interessiert uns bei der Beurteilung des Schreibstils nicht die Art der Ausführung – auf dem Kopf stehend, mit Hand oder Computer geschrieben, aus Textzetteln zusammengeklebt oder in einem Stück geschrieben – sondern fast ausschließlich der fertige Text.

Wozu ein guter Schreibstil?

Puh, okay, das war anstrengend. Mein Kopf raucht. Wer jetzt denkt: Wozu das alles? Ich bin froh, wenn ich überhaupt mal was aufschreibe. Ich kann mich nicht auch noch darauf konzentrieren, dass das alles einen STIL hat. Deutsche Grammatik muss reichen. Für euch die frohe Botschaft (und ich weine ein wenig, denn als Künstlerin ist der Stil für mich absolut wichtig): Ihr könnt auch ohne einen guten Stil ein Buch und sogar ein sehr erfolgreiches Buch schreiben! Yay. Seht euch einfach die Amazon-Bestsellerliste, ach was, die meisten Bestsellerlisten an: Haufenweise Bücher, deren Stil nicht besonders gut und erst recht nicht individuell oder stylish ist oder auch nur gut ist. Denn – ich weine wieder – die meisten Leser können auf einen guten Stil recht gut verzichten. Hauptsache verständlich und emotional.

Aber – no judgment. Es liegt wohl auch daran, dass STIL für viele Menschen grundsätzlich keine so große Rolle spielt. Weder in ihrer Kleinung (man kauft, was es im Laden halt so gibt), noch in ihrer Wohnungseinrichtung (man kauft, was es bei Ikea oder Möbel Hübner so gibt). Und belässt es dabei. Schade. Wirklich sehr schade! Denn einen Stil zu haben, ist mehr als eine fancy Angelegenheit. Es ist Selbstausdruck. Es sagt: Das bin ich. Unverwechselbar. So schreibe ich, so singe ich, so richte ich mich ein, so ziehe ich mich an! Jeder Disneyfilm bringt uns das bei: Lass es raus. Zeig dich und deine Unverwechselbarkeit. Pass dich nicht länger an und verstecke dein So-Sein. Let ist go!

Here I stand. Hier stehe ich, so mache ich die Sache! The cold never bothered me anyway. Stört mich nicht, dass ihr friert, zieht euch warm an, hier komme ich!

Wie bekomme ich einen guten Schreibstil

Hui! (*Schweißwegwisch*). Nach diesem emotionalen Ausbruch bleibt jetzt nur noch das winzigwinzigkleine Problem: Und WIE schaffe ich das? Wie schaffe ich es, mich  so zu zeigen wie ich bin, so zu schreiben und einen wirklich GUTEN Schreibstil zu entwickeln? Hm. Beim ersten kann ich euch nur Mut machen. Vielleicht seht ihr das Video oben einfach ein paar Male und tanzt oder singt mit.

Und was den Schreibstil angeht – da lässt sich schon etwas machen. Auch wenn viel davon ein Gefühl ist. Doch auch ein Gefühl oder besser Gespür kann man erlernen. Es entwickelt sich, je länger man sich mit gutem Stil auseinandersetzt. Ihn studiert, beobachtet, ausprobiert. Genau deshalb ist es so un-end-lich wichtig, gute Bücher zu lesen.

Das muss nicht heißen, dass auf einmal langweilige, verschwurbelte Bücher auf dem SUB liegen. Viele sehr unterhaltsame Autoren haben einen sehr guten Schreibstil. Und weil ein guter Schreibstil nicht notwendigerweise kompliziert sein muss, sondern im Gegenteil ganz schlicht und einfach sein sollte, kann man auch mit guten Kinderbüchern anfangen. Und lernt so die Basis der Wort-Bau-Kunst.

Ausblick auf Themen

Ein Thema in Blogbeiträgen zu packen, hat für mich auf jeden Fall etwas mit Stil zu tun. Einfach verschiedene Stilregeln erläutern? Fehler aufzeigen? Irgendwie ist das nicht so meine Sache. Ich gehe lieber vom Ganzen aus, also einem guten Text. Wie sieht der aus? Wie muss der klingen? Und dann werde ich tiefer gehen und spezieller werden. Wie sieht ein gutes Kapitel, ein Satzabschnitt, ein Satz aus? Und wie ist das mit den einzelnen Worten (und den Pausen dazwischen)?  Gibt es No-go-Worte? Welche Worte sind besser als andere und – warum? Ehrlich gesagt freue ich mich darauf, dabei selbst noch etwas zu lernen.

By the way – Wie geht es euch mit einem guten Schreibstil? Spielt er eine Rolle? Macht er einen Unterschied?

Nächste Woche beginne ich mit einer der meistzitierten und vermutlich verwirrensten Regeln für Autoren: Show don’t tell. Das sagt man also Autoren: Zeig es und sprich nicht darüber. Na toll!

Ich jedenfalls werde nächste Woche genau darüber sprechen.

Bis dahin alles Gute

xoxo

Katrin

#rbpub #redbugwriting #amwriting

 

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8 Comments

  • Reply Verena 3. Januar 2018 at 16:49

    Ich habe gerade angefangen, Prinzessin Insomnia von Walter Moers zu lesen, und der Stil ist einfach FANTASTISCH. Da macht sich Neid in meinem Autorenherzen breit. So will ich auch schreiben können. Ich freue mich auf diese Blogreihe und hoffe, ebenso wie du, dabei noch einiges zu lernen. :-)

    • Reply Katrin 3. Januar 2018 at 21:26

      Oh, ja! Ich habe auch so meine Helden, und verflixt, manchmal denke ich, die benutzen doch die gleichen Worte, wie machen sie es nur?!

      Freu mich, dass du dabei bist!

  • Reply Roland 4. Januar 2018 at 17:59

    Hi Katrin,

    mit einem Knaller und mit Raketen startest du ins Neue Jahr – überraschend immer wieder gut und animierend. Guter Stil eben! Schön dass du deine Lese-Gemeinde daran teilhaben lässt. Schon alleine sich selber zu fragen was ist eigentlich ‚Stil‘ beim eigenen Schreiben macht nachdenklich. Ist er mehr als eine (schöne) Wolke, die dann der Wind vielleicht zerfetzt, ins Nirgendwo treibt? Ist er mehr als eine ‚Verpackung – wie bei Pralinen wo einem Käufer schon das Wasser bei der gleisnerischen Verpackung im Munde zusammenläuft? Oh Katrin, da hast dir was vorgenommen! Und hast neugierig gemacht, was ja schon heißt, dass du guten Stil schreibst! Aber das wussten wir schon.

    Kann frau/man das einfach so übertragen? Zur Zeit lese ich gerade was von Stephen King, aber nicht weil um ihn so ein hype gemacht wird, sondern um zu lernen. Er schreibt ja angeblich so einfach drauflos, ohne Planung, Konzept, Struktur. Es fließt ihm alles so in seinen Kopf und aus seinen Fingern via Schreibgerät wieder raus. Ist sein Erfolg nur auf das Genre Horror begründet oder hat das was mit seinem Schreibstil zu tun?

    Also höchst interessantes Thema. Glückwunsch, hast mal wieder die richtige Idee für deine Blogreihe gehabt. Aber das sind wir ja gewohnt.

    Wünsche dir viel Glück und Erfolg für Alles“

    Roland

    • Reply Katrin 7. Januar 2018 at 12:43

      Hi Roland,
      und danke, wie immer für deinen Kommentar. Dann weiß ich wieder, dass ich nicht nur im luftleeren Raum vor mich hinphilosophiere, sondern jemand zuhört!
      King – uhh, das erinnert mich gleich an meinen Blog, auf dem ich so ausführlich über Kings „On Writing“ gebloggt habe und der noch immer under construction ist. Ich muss ihn unbedingt wieder zum Leben erwecken, aber der Umbau ist doch wohl größer als ich dachte. Nun, jedenfalls … „On Writing“ musst du unbedingt lesen, falls du es nicht schon getan hast. Ja, King hat einen einzigartigen Stil, was noch viel wichtiger ist, als „nur“ einen guten Stil zu haben, den das kann man lernen. Aber etwas Eigenes zu erschaffen, mit Worten, mit Sprache – und natürlich auch mit den Inhalten – wow. Darin ist King ein – okay, King!

  • Reply Roland 8. Januar 2018 at 00:09

    Hi Katrin,
    du weißt schon genau, dass du nicht in einen luftleeren Raum vor dich hin denkst, schreibst oder philosophierst, dazu sind deine Werke zu lebensnah! Trotzdem sehe ich dein (löbliches) Vorhaben aber eher kritisch. Dazu zitiere gleich mal King, der für die meisten Jung-Schriftsteller-Talente wie wirklich der ‚King‘ zu sein scheint – ich weiß aber wirklich nicht warum. Er schreibt doch so herrlich einfach und normal. Ist direkt, beschönigt nichts – vielleicht ist das schon Stil genug?

    Hier kleine Kostprobe aus seinem Buch ‚On writing‘

    Stephen King schreibt im‘

    Zweites Vorwort
    Dies ist ein kurzes Buch, denn Bücher über das Schreiben sind voller Blödsinn. Belletristikautoren, ich eingeschlossen, haben keine große Ahnung davon, was sie eigentlich tun. Sie wissen nicht, warum etwas Gutes funktioniert und etwas Schlechtes nicht. Ich dachte mir: Je kürzer das Buch, desto weniger Blödsinn steht drin.

    In seinem Lebenslauf u.a. …
    ……Dies ist keine Autobiografie. Es ist eher eine Art Lebenslauf, mein Versuch, die Entwicklung zum Schriftsteller nachzuzeichnen. Kein Bericht darüber, was einen zum Schriftsteller macht, denn ich glaube nicht, dass man Menschen zu Autoren machen kann, weder durch äußere Einflüsse noch durch reine Willenskraft (früher war ich anderer Meinung). Das Zubehör befindet sich in der Originalverpackung. Und es ist ganz und gar kein ungewöhnliches Zubehör. Ich glaube, dass sehr viele Menschen zumindest etwas Talent zum Schreiben oder Erzählen besitzen …….

    Das – dear Katrin – scheint dein Motiv zu sein. ‚Etwas Talent‘ deiner Leser ‚etwas zu fördern. Was dann ernsthafte Arbeit, Gehirnschmalz, Ausdauer, Einsicht und ganz viel Übung bedeutet.

    Hatten wir das nicht schon in der Schule?

    Immer sehr neugierig und gutes Gelingen, trotz meiner Unkenrufe.
    Roland

    • Reply Katrin 8. Januar 2018 at 11:30

      Hi Roland,

      erstmal zu King: Ein Buch über sein Leben (und zwar ausführlich) und über das Schreiben (noch ausführlicher) zu schreiben und dann ganz kokett zu sagen: Das geht ja eigntlich gar nicht – nun ja.

      Und ich hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet Du auf Kings kleine Spielchen hereinfällst. Ja, King weiß die Leser zu verführen und zu täuschen. Und er macht das gut, er kann das. Diese scheinbar bescheidenen „Ich habe auch keine Ahnung“-Bemerkungen gehören auf jeden Fall dazu.

      In vielen bin ich ganz auf seiner Seite.

      Wenn King zum Beipsiel sagt, dass viele Menschen zumindest etwas Talent zum Schreiben besitzen, würde ich sogar sagen: Alle!
      Aber es geht mir weniger um das Befördern von Talent oder – und der Vergleich trifft mich nun wirklich – etwas wie Schule zu machen. Eigentlich ist meine Absicht viel einfacher: Ich möchte, das gute Literatur erkannt und mehr geschätzt wird. Ja, auch, dass weniger schlechte Texte produziert werden, aber mir ist schon klar, dass man davon niemanden abhalten kann.

      Und – anders als King – bin ich ein sehr reflektierter Mensch und habe sehr oft, sehr wohl, eine sehr genaue Ahnung davon, was ich tue. King hat in vielen Jahren unter starkem Einfluss von Akl und Drogen geschrieben – da wird vieles genial, aber da bleibt auch einiges im Nebel. Ich will das nicht kritisieren, aber wenn King uns erzählen will, dass alles im Nebel liegt – nun, das ist halt seine Erfahrung. Es heißt nicht, dass es für alle so sein muss.

      Oh, ja, vieleicht ist DAS sogar meine Absicht: den angeblichen Nebel ein wenig zu lüften …
      (und das hatten wir nicht in der Schule, oder?)

  • Reply Roland 9. Januar 2018 at 00:34

    Hi Katrin,

    den Nebel hast du gut gelüftet, er verzieht sich ein wenig. Keine Sorge, ich falle nicht auf Stephen Kings kokette Spielchen herein, den eigentlich mag ich ihn nicht, lese ihn lediglich zu Studienzwecken … und habe bisher nicht erkennen können, was seinen unbestreitbaren Erfolg ausmacht. Seine Schreibe, sein Stil kann es nicht sein. Wahrscheinlich ist es das derzeit so beliebte Genre Horror, das er bis zum Excess ausführt – möglicherweise auch der Einfluß von Alk und Drogen. Nun, so ist halt die Welt, ’nothing succeeds like succes‘ (habe ich schon mal geschrieben) .

    Talent allein – so meine Meinung – genügt nicht, Stil allein auch nicht, um ein/e gute/r AutorIn zu werden. Und Erfolg ist kein Maßstab für gute Literatur – obwohl ich das jedem der sich in diesem Metier beruflich versucht unbedingt gönne. Nun sehr neugierig auf deine nächsten Beiträge, die uns Lesern helfen sollen, gutes Schreiben zu erkennen. Schätzen tun wir (verzeih den Plural) es schon!

    Beste Grüße
    Roland

    • Reply Katrin 10. Januar 2018 at 18:34

      Ich finde, King kann sehr gut schreiben und (auch) darum spielt er immer noch so eine große Rolle in der Literatur und – in den Bestsellerlisten. Außerdem ist er eine interessante Persönlichkeit. Nein, ich denke nicht, dass Erfolg immer zu mehr Erfolg führt, da gibt es ja auch noch ganz andere Beispiele. Und er ist in meinen Augen eher ein Thrillerautor.
      Aber ja, zu Studienzwecken sollte man ihn auf jeden Fall lesen – auch wenn man ihn nicht mag. Ganz deiner Meinung!

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